Ulrich J. Becker, Kiryat Ono, 15.04.5770 (TuBeSchwat)
Die Zeit des Versteckens ist vorbei…
Chevre, lasst Europa im eigenen Saft blubbern und kommt in euer Land… Continue reading →
Ich kann sagen, dass es mir zurzeit richtig gut geht. Durch meinen kleinen Job und den Ulpan zweimal in der Woche habe ich fast von Anfang an einen geregelten Tagesablauf gehabt, was enorm dazu beitraegt, sich einzuleben und eine gewisse „Wochenroutine“ zu entwickeln. Bei der Suche nach mehr Arbeit war ich kurz davor, einen Job in einem Kindergarten anzunehmen. Die Bedingungen waren nicht besonders attraktiv, die Bezahlung schlecht und es war gefordert auch am Freitag bis in die Mittagsstunden zu arbeiten. Was mich dennoch veranlasste, mehr als einmal darueber nachzudenken, ob ich diese Arbeit annehmen soll, war die Tatsache, dass es „richtige“ versicherungspflichtige Arbeit gewesen waere. Und – ich fuehlte dieses typisch deutsche Sicherheitsdenken wieder in mir aufsteigen.
Arye S. Shalicar, Jerusalem
Mittlerweile lebe ich seit fast 9 Jahren in Israel. Haette mich jemand vor 10 Jahren gefragt, ob ich mir mein Leben in Israel vorstellen koennte haette ich hoechstwahrscheinlich geantwortet: ” Kann sein, muss aber nicht – Australien, Kanada, Brasilien und die USA sprechen mich auch an!”.
Kurz vor der Jahrtausendwende besuchte ich Israel fuer laenger als die ueblichen 4-6 Sommerferienwochen, und staerkte mein juedisches Selbstbewusstsein waehrend meines Kibbutz Palmachim-Aufenthaltes. Die hebraeische Sprache und die juedische Tradition und Religion interessierten mich mehr und mehr. Ich spuerte, dass ich fast 20 Jahre ohne diese Sprache, dieses Land und diese Traditionen gelebt hatte, in Berlin, obwohl sie Teil meines Ichs waren. Meine Eltern, beides persische Juden, fuehren bis zum heutigen Tag ein sehr “saekulares und modernes” Leben, weit weg von Tradition und Religion, hatten mich ohne besonderen juedischen Input in der Erziehung grossgezogen. Dennoch wuchs mein juedisches Selbsbewusstsein von Tag zu Tag in Berlin, nicht wegen meiner Eltern oder der juedischen Gemeinde, mit der ich kaum Kontakt hatte, sondern wegen meines Umfelds im Wedding, das mich als Juden “gebrandmarkt” hatte.
Nicht selten wurde ich als Jude und/oder Israeli angepoebelt (und das ist sehr sehr milde ausgedrueckt), obwohl ich eigentlich ueberhaupt keinen Plan hatte, was es heisst Jude zu sein, und sicherlich war ich auch kein Israeli, schliesslich war ich in Deutschland zur Welt gekommen. Continue reading →
Vor ca. 1 Monat habe ich euch von meiner Bekannten Noa erzaehlt, die wenige Tage vor ihrer Aliya nach Israel stand. Mittlerweile ist sie schon seit ca. 2 Wochen im Lande und ich denke, dass euch interessieren koennte, was ein deutschsprachiger Einwanderer so positives und leider auch negatives durchmachen muss in den ersten Tage in Israel.
[Siehe auch: http://aro1.com/wordpress/arye/jerusalem/noa-2-wochen-vor-der-aliyah-einwanderung-nach-israel/]
>>>Ich bin in Israel angekommen, habe meine Teudat Sehut (Personalausweis), meine Mitgliedschaft in einer Krankenkasse und ein Bankkonto eroeffnet, worauf die Zahlungen des Misrad Klita (Einwanderungsbuero) ueberwiesen werden.
Ein Neueinwanderer bekommt unter anderem im ersten halben Jahr finanzielle Hilfen in Hoehe von 15.000 NIS, umgerechnet ca. 3000 Euro. Andere Hilfen, wie eine Ermaessigung bei der Arnona (die Stadtsteuer, die der Mieter zahlt) oder bei einigen Haushaltsgeraeten und die Uebernahme des Krankenkassenbeitrags fuer ein halbes Jahr bekommt man zusaetzlich, genauso wie die Zahlung eines Ulpans (Intensiv-Sprachkurs) Continue reading →
Noa’s Aliyah-termin steht fest – in ca. 2 Wochen ist es so weit - und sie ist superaufgeregt ein neues Leben in Israel anzufangen.
Vor einigen Wochen haben wir uns kennengelernt und da auch ich vor ca. 8.5 Jahren aus Deutschland nach Israel eingewandert bin, habe ich versucht ihr einige Tips auf den Weg zu geben, die ihr eventuell vor und waehrend ihres Aliyah-prozesses helfen koennten. Noa hat sich bereit erklaert, alle 1-2 Wochen einen Aliyah-update auf meinen Blog zu stellen. Ich denke, dass koennte den einen oder anderen von euch interessieren. Also, viel Spass.
>>>Als ich zum ersten Mal nach Israel kam, dachte ich, es sei eine Reise wie viele zuvor. Ich wollte die Welt sehen, moeglichst viele Laender bereisen.
Mein Vater, der 13 Jahre zuvor gestorben war, hatte einen riesigen Bildband von Israel hinterlassen und den Wunsch, einmal nach Israel zu fliegen, mit sich in eine andere Welt genommen.
Warum es ihn dorthin zog, weiss ich nicht, wir haben nie darueber gesprochen. Continue reading →
Israel is a country you will only understand after being around here for at least a few months, if not years. Even though I have been visiting Israel since I was 3, I have only recently, maybe since 3-4 years, begun to understand how it really works. I mean REALLY understand how things work in Israel and the Middle East. I feel that I am now able to FEEL the country, the people, their behavior and everything which might look kind of strange to someone not originally from here. I used to see things differently, too, before I made Aliyah and settled down here. But if you make it to stay in Israel for a few years, no matter how much you miss your parents, your friends, your dog and I don’t now what else, then you will start feeling it, too.
Well, Israel, as we all know and I believe all agree, is by far not the easiest country to start a new life at. Let’s leave aside the perpetual Continue reading →
Moving from one country to another as a child might be exciting, but the older you are, when you decide to take the risk of leaving everything behind you know (e.g. family, friends, language) and have built up for yourself (job, studies) in order to start anew, from almost zero, in a country whose language, customs and climate you barely know, the more risky the whole adventure can get. I was 23 when I left Berlin with the desire to settle down for good in Israel and start a new life. I had my own reasons. Anybody knowing a little bit more about under which circumstances I was actually living in Berlin and especially which hobbies and people I was connected to, understands totally why I was encouraged to leave Germany.
My parents did not teach me any Jewish traditions. They wanted me to become part of the “modern world” in which, according to my parent’s view, religion should not be given a central place. Things have turned upside down when my parents decided to move to a neighborhood which was and still is populated by foreigners, mainly Muslim migrants of every imaginable skin-color, ethnic group and religious stream, when I was 14. I have become a zionist, not because of my parent’s education or school-curriculum, but first and foremost because of my surroundings. Whereas it took me a few years to make up my mind and except where my heart and head wanted to be, other people, however, needed only a few minutes to decide their fate. One such story I don’t want to withhold from you.
