By Aro, on November 10, 2009
Anti-semitism/ Antisemitismus, Palestinian Authority-Fatah/ Palaestinensische Autonomie-Fatah
Tags: Amnesty International, Anti-semitism, Palestinian Authority-Fatah/ Palaestinensische Autonomie-Fatah, Tagesschau, Ulrich J. Becker, Ulrich W. Sahm
Es ist zwar langweilig und ueberfluessig immer auf jede antisemitische Vorwurfsstory zu reagieren, aber ich hatte es hier sowas wie angekuendigt, also nochmal ein paar Worte zur Wasserraubluege.
Karikatur der Zeitung “Filistin” der (gemaessigten!) Palaestinensischen Autonomiebehoerde
Amnesty hatte mal wieder Israel mit Wasserraub beschuldigt, die Tagesschau hatte daraus gleich wieder einen Teil ihrer 20:00 Uhr Schau gemacht und ansonsten alles beim Alten.
Was daran mal erfrischend war, waren nicht so sehr die ueblichen palaestinensischen Monologe von juedischen und israelischen Verbrechen und den unterstuetzenden Worten des Sprechers, sondern eine ganz kurze (falsch uebersetzte), aber dennoch wichtige Wortmeldung einer offiziellen israelischen Stelle. Diese stellte Klar, dass die Palaestinenser sehr wohl unter Wasserproblemen leiden, diese aber hausgemacht sind.
Wenn man Leitungen vergammeln laesst, sich weigert Abwaesser fuer die Landwirtschaft aufzufrischen (wie z.B. Israel und viele andere Laender dies tun), ungerecht verteilt und dann auch noch grosskotzig Wasser in der Westbank verplanscht, wie Ulrich W. Sahm aufgezeigt hat (super Bilder!), hat man einfach nichts zu jammern, oder sollte zumindest nicht erwarten, dass das jemand ernst nimmt. Leider kann man Israel noch nicht fuer die Fehler anderer verantwortlich machen, wenn es auch immer wieder versucht wird.
Bei CAMERA kann man dazu auch Einschlaegiges lesen, aber die besten Informationen bekommt noch von einem ausfuehrlichen Dokument des israelischen Aussenministeriums (grosses Lob, da scheint sich in letzter Zeit was zu bewegen!), das die Tagesschau und andere wohl lieber nicht in die Recherche aufnehmen wollten.
Wuerde auch alles versauen, denn da steht u.a. dass nach den jetzigen international anerkannten Vertraegen mit den Palaestinensern (Artikel 40, Paragraph III), Israel den Palaestinensern jedes Jahr 23,6 Millionen Kubikmeter Wasser zur Verfuegung stellen muss. Soweit so gut, wieviel stellt nun Israel zur Verfuegung? Vielleicht knausern sich die Juden um die 20 Millionen Kubikmeter rum, was ja keiner merken wuerde? Leider wieder nein, denn Israel versorgt die Palaestinenser mit mehr als DOPPELT soviel.
Und in dem Vertrag sind sogar ein paar Verflichtungen fuer die Palaestinenser drin, z.B. das Verbot illegal zusaetzliche Brunnen zu bohren – uups, die Palaestinser haben bis heute ca. 250 solcher illegaler Brunnen gebort die u.a. das Grundwasser schaedigen koennen. Hat Amnesty vom palaestinensischen Wasserklau berichtet?
Und die Palaestinsenser waren auch eigentlich dazu verpflichtet ein Abwassersystem zu errichten – auch dies haben sie nicht getan, auch wenn sie dafuer immernoch jedes Jahr Foerdergelder erhalten (wir wollen hier mal nicht boese vermuten, wo die Wasseraufbearbeitungsmillionen so versickern…)
Und zum schoenen Abschluss noch eine gute alte Statistik: 1967 verbrauchte man in Israel pro Kopf im Jahr 508 Kubikmeter Frischwasser, waehrend die Palaestinenser nur 86 Kubikmeter verbrauchten. Dann wurde die Westbank erobert und was ist mit der Statistik passiert?
Wurden die Palaestinenser auf klaegliche 50 oder 40 Kubikmeter im Jahr ausgetrocknet waehrend bei Israel der Verbrauch weiter hochging? Schon wieder kein Glueck: 2008 verbrauchte der Israeli im Durchschnitt nur noch 149 Kubikmeter Frischwasser, waehrend die Palaestinenser auf 108 Kubikmeter ZUGELEGT haben. Demnach ist die – fuer antisemitische Zwecke leider unreisserische - Realitaet so, dass unter israelische Besatzung der Wasserreichtum der Palaestinenser sogar zugenommen hat, waehrend diese schmalos und und ungestraft stehlen und verschwenden. Aber sowas ist halt uninteressant. Wen interessiert es, ob Palaestinenser Mist bauen, es wird erst interessant, wenn Juden was verzapfen und man sich ihnen moralisch ueberlegen fuehlen kann, mit dem Zeigefinger winken und sich sagen:
“Ja diese Juden! Hatte schon fast Angst, dass die sich besser benehmen als wir. Zum Glueck haben wir aber das Gegenteil bewiesen.”
Und auch wenn man dazu etwas retuschieren muss, ein bisschen Luegen, Fakten verdrehen oder auslassen, das Fazit beruhigt ungemein das schlechte Gewissen. Denn wenn der Jude schlecht ist, oder sogar sehr schlecht, oder sogar das Schlechteste in der Welt, die unterste moralische Latte, dann ist meine moralische Position gesichert und ich kann durchatmen. Und wenn diese auch noch vernichtet waeren, dann wuerde mir ueberhaupt niemand mehr ein schlechtes Gewissen verursachen. So der Traum von Hitler, Achmadineschad und vielen mehr. Sie sollten anfangen bei Ihren Wassermaerchen mal in den Spiegel zu kucken…
Ulrich J. Becker
27 Comments to “Der Jude saugt den Palaestinensern das Wasser aus den Adern… – Oder: Warum Antisemitismus so einen Spass macht?”
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ULRICH W. SAHM – REAKTION auf Antwort von AI an Frau G. – … Amnesty International “Propaganda versus Wirklichkeit”
Sehr geehrte Frau Böttger,
mir wurde Ihre Mail an Frau Grözinger weitergeleitet.
Ich habe nirgendwo behauptet, dass die Palästinenser ausreichend Wasser hätten. Und wie Ihnen vielleicht bekannt ist, herrscht auch in Israel selber und in den umliegenden Ländern, allen voran Jordanien, ebenso ein akuter Wasermangel wegen schlechter Winter. Ich habe lediglich ihre ziemlich billige Polemik (man kann das auch “Propaganda” nennen) kritisiert, indem Sie in Ihrem Report Swimmingpools der Siedler erwähnen und sogar eines im Bild zeigen, aber die vielen palästinensischen Swimmingpools verschweigen.
Wieso behaupten Sie, dass es nur “private Swimmingspools” gebe. Es gibt öffentliche Bäder in Hotels, in Jericho und auch in anderen Städten.
Ich habe nichts dagegen und halte es für richtig und wichtig, dass auch die Palästinenser sich gebührend erholen können. Aber Ihre Darstellung, als seien die Schwimmbäder der Siedler ein Grundproblem für die Wasserversorgung der Plästinenser ist nicht nur falsch sondern eine ziemlich fiese politisch motivierte Hetze. Warum wohl reagieren Sie nicht auf meine zynische Frage, ob die Palästinenser im Gazastreifen auch nur einen Tropfen mehr Wasser haben, nachdem 2005 alle Siedler-Swimmingpools abgezogen wurden. Ich erinnere mich noch zu gut an die Kampagnen, wonach den armen Palästinensern im Gazastreifen das Wasser fehle wegen der Swimmingpools der Siedler dort. Merken Sie da nicht selber, wie billig solche Propaganda ist? Oder warum tritt da plötzlich Schweigen im Walde ein, auch bei Ihrer Organisation?
Sie schreiben: “Während der 30-jährigen Besatzung – vor der Einrichtung der PWA (palästinensischen Wasserbehörde) – hat Israel als Besatzungsmacht die Infrastruktur der Wasserversorgung für die Palästinenser in den besetzten Gebieten nicht entwickelt und gewartet, sondern sich lediglich um die Wasserversorgung der Siedler gekümmert. Außerdem wurde der Wassersektor in sehr erbärmlichen Zustand hinterlassen.”
Sie haben da völlig recht. Der von mir zitierte GTZ Mitarbeiter, der im Rahmen deutscher Entwicklungshilfe in Bethlehem und Salfit die Wasseranlagen in Ordnung brachte, sagte mir, dass er “italienische Röhre mit italischenischen Röhren” austausche, sprich: 2000 Jahre alte römische Rohre mit modernen Rohren aus Italien. Glauben Sie, oder behaupten Sie, dass die Araber, die Kreuzfahrer, die Mammelucken, die Osmanen (die 400 Jahre lang im Heiligen Land herrschten) die Briten oder gar die Jordanier ernsthaft etwas getan hätten?
Dass die Israelis sich nur um die Siedler gekümmert hätten, ist faktisch falsch. Sie irren heftig bei einigen Angaben in ihrem Report, wie Ihnen sicherlich inzwischen aus verschiedenen Quellen mitgeilt worden ist, sowohl was die Wassermengen auf beiden Seiten, die Verträge und der Wasserversorgung zum Beispiel in den Gazastreifen und das Bohren von Brunnen angeht.
Ihre Behauptung “Irrigated agriculture is the main economic activity in Israeli settlements in the West Bank and most of the produce is exported.” ist einfach lachhaft und weltfremd. Sie gilt vielleicht für ein paar Siedlungen in der Jordansenke, gewiss aber nicht für Großsiedlungen wie Ariel, Maaleh Adumin, Beitar Eilit, Efrat und Kirjat Arba, wo die meisten der 300.000 Siedler leben.
“Zum Schluss möchte ich es nicht versäumen, darauf hinzuweisen, dass sich Amnesty International auf der Grundlage der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte gegen schwer wiegende Menschenrechtsverletzungen wendet, und zwar unabhängig von Regierungen, politischen Parteien, Ideologien, Wirtschaftsinteressen und Religionen.Dieses Bestreben kommt auch im Bereich Israel/Besetzte Gebiete zur Anwendung und kann hier nicht aus ideolgischen Gründen außer Kraft gesetzt werden.”
Dem kann ich aus vollem Herzen zustimmen. gleiches tue ich als Journalist, so gut ich kann. Aber was AI in diesem Fall betreibt, hat leider nichts mit diesen hehren Grundsätzen zu tun. Sie betreiben eine üble Propaganda mit falschen Informationen, Halbwahrheiten, billiger Polemik und Hetze, die am Ende Menschenrechtsverletzungen schürt.
Ulrich W. Sahm
»Wenn man Leitungen vergammeln laesst … hat man einfach nichts zu jammern, oder sollte zumindest nicht erwarten, dass das jemand ernst nimmt. Leider kann man Israel noch nicht fuer die Fehler anderer verantwortlich machen, wenn es auch immer wieder versucht wird.«
Das glaubst du, allerdings weist auch AI selbst in seinem Bericht darauf hin, dass den Palästinensern rund ein Drittel ihres Wassers selbstverschuldet verloren geht – was aber niemanden, einschliesslich AI selbst, davon abgehalten hat, Israel allein verantwortlich zu machen.
Oder vielleicht sollte man sich auch schaemen, wenn man gut im Wasseraufbearbeiten ist, weil das andere relativ schlechter dastehen laesst?
Israel One of Top Five Cleantech Countries – Shawn Lesser (Cleantech)
Israel, the “Silicon Valley” of water technology, is fast becoming the cleantech incubator to the world.
Israel recycles 75% of its wastewater, invented drip irrigation, and is home to the world’s largest reverse osmosis desalination plant.
Israel is one of the world’s most important centers of cleantech innovation and R&D, with innovative companies such as CellEra, Aqwise, and Emefcy. Better Place is also making Israel the first test-market for a nationwide electric vehicle recharge network. Leading Israeli VCs include Israel Cleantech, Aqua Argo Fund and Terra Ventures.
See also Video: Cleantech Industries in Israel (YouTube)
http://cleantech.com/news/5127/top-10-cleantech-countries-2009
http://www.youtube.com/watch?v=ej4KagSnlSM
Hallo Herr Becker,
bei all den Zahlen und technischen Dingen kann ich nicht mitreden. AI sagt das eine, Sie sagen das andere – wem soll ich glauben?
Was mit aber auffält (es ist der erste Artikel den ich von diesem Blog gelesen habe) ist, dass anscheinend Isrealkritik immer gleich als Antisemitismus gewertet wird. Dabei sind das doch völlig verschiedene Dinge. Das Resultat ist aber, das die Kritik über die Unterstellung von antisemtischem Motiv sofort negativiert wird. Mehr als negativ – für jeden vernünftigen Menschen ist diese Kritik damit als falsch einzuschätzen.
Sie sollten also aufpassen, mit diesem Begriff Antisemitismus nicht so herum zu schleudern und immer erst genau prüfen ob es sich um Israelkritik oder um Antisemitismus handelt.
Überhaupt, wie kommen Sie denn dazu, im letzten Absatz plötzlich auf Jdudenvernichtung überzuleiten?? Es ging doch um die Kritk AIs am isrealischen Wassermanagment für Palästina?! Was hat das mit Judenvernichtung zu tun?
Ihr Artikel, so toll er auch geschrieben ist und wie gut die Fakten auch eingesetzt sind – in dem Sie jeglische Kritk kategorisch als Antisemitismus brandmarken wirkt ihr Artikel unserös und viel zu subjektiv!
An Tobias,
“Was mit aber auffält (es ist der erste Artikel den ich von diesem Blog gelesen habe) ist, dass anscheinend Isrealkritik immer gleich als Antisemitismus gewertet wird.”
Auf keinen Fall. Das Judentum ist ja gerade eine Hymne auf die Kritik und Selbstkritik, aber Kritik sollte fair bleiben. Die AI haette zig andere Punkte auf der Welt mit Wassermisswirtschaft oder angeblichen oder tatsaechlichen Wasserklau besprechen koennen, was ist mit der Nilverwaltung des Sudan, der Euphratverwaltung von der Tuerkei etc., aber AI waehlt sich einen ganz bestimmtes Land aus (das daruber hinaus nicht einmal etwas Falsches tut, sondern im Gegenteil weltweit sehr vorbildlich mit dem Wasser umgeht). An diesem Punkt kann man sehr wohl den Vorwurf des Antisemitismus einbringen, denn die leidenschaftliche Kritik und die harten Vorwuerfe an Israel in diesem Falle haben keine Beziehungen zu anderen Laendern auf der Welt, sondern richten ganz ausgwaehlt und besonders gegen Israel. Und wo die Verhaeltnismaessigkeit verloren wird, um dem juedischen Staat anzukreiden und zu verteufeln, ist leider meistens kein Zufall am Start, sondern dreckiger Antisemitismus.
Was hat Antisemitismus mit Judenvernichtung zu tun?
Der Antisemit – um sich dem Juedischen (moralisch) ueberlegen zu fuehlen – muss das Judentum verteufeln. Er muss zeigen, wie schlecht es ist, wie unmenschlich und dass es eigentlich das Schlechteste auf der Welt ist. An diesem Punkt ist es nicht mehr weit, bis man sagt, dass die Welt ein besseres Ort ohne Juedisches waere und dass das Juedisches die ganze Welt bedroht. Und vor hier ist es dann nur noch ein kurzer Gedanke zur Ausloeschung des Juedischen zur Befreiung der Menschheit aufzurufen.
Man sollte sich merken, dass sich Hitler nicht als Unmensch, sondern als der moralischste ueberhaupt ansah, und dass er die Welt von den unmoralischen Juden “befreien” wollte. Immerhin war er Vegetarier und fuer den Tierschutz!
“die harten Vorwuerfe an Israel (… ) richten ganz ausgwaehlt und besonders gegen Israel.”
Ja! “ISRAEL”! Nicht gegen Juden, gegen Israel! Und damit meine ich nichteinmal die Bevölkerung, sondern die Regierung und jene Menschen, die dafür verantwortlich sind, dass es in Israel diese politische Situation gibt. Wenn ich vom Menschenrecht verletzenden China spreche, meine ich ja auch nicht die x-Millionen im Hinterland oder den Chinesen in der Nachbarschaft.
Also hat Isrealkritik auch nichts mit Judenkritik zu tun! Und ich glaube das haben Sie nicht verstanden!
“Was hat Antisemitismus mit Judenvernichtung zu tun?”
Es mag Sie vllt überraschen, aber die Antwot auf diese Frage ist mir völlig geläufig. Meine Frage war eine andere:
Wie kommen Sie von Kritik am Wassermanagment Israels (und um es nochmal klar zu stellen: Kritik am Wassermanagement Israels, nicht Kritik an Juden!) zum Thema Judenvernichtung??
Und zu ihrem netten letzten Absatz (der ein bisschen lächerlich ist): Ich dachte mir schon das Hitler sich nicht selbst als Unmensch fühlte – alles andere hätte mich doch sehr überrascht
Ich meine, auch Bin Laden fühlt(e) sich nicht als Unmensch, und das obwohl er Fleisch isst
Zum Amnesty-Bericht über israelisch-palästinensische Wasserfragen
Die israelisch-palästinensische Wasserpolitik basiert auf einem Interimsabkommen zwischen beiden Seiten, insbesondere auf Artikel 40 von Annex III des Abkommens, der sich auf die Frage von Wasser und Abwasser bezieht. Entsprechend dem Abkommen werden den Palästinensern jährlich 23.6 Millionen Kubikmeter Wasser zugeteilt. Tatsächlich haben sie aber Zugang zur doppelten Menge Wasser.
Israel hat seine Verpflichtungen gemäß dem Wasserabkommen hinsichtlich der Lieferung zusätzlicher Wassermengen an die Palästinenser erfüllt und die obligatorische Menge sogar weit überschritten. Die Palästinenser haben hingegen erheblich gegen ihre Verpflichtungen gemäß dem Wasserabkommen verstoßen, insbesondere in Hinsicht auf wichtige Fragen wie das illegale Bohren (sie haben über 250 Brunnen ohne die Genehmigung der Gemeinsamen Wasserkommission gebohrt) und den Umgang mit Abwasser (Die Palästinenser bauen trotz ihrer Verpflichtung dazu und der wichtigen ausländischen Finanzierung, die für diesen Zweck bereitgestellt ist, keine Kläranlagen).
Zahlen zum Verbrauch von natürlichem Frischwasser belegen klar den fairen Umgang Israels mit den palästinensischen Anforderungen:
1967 belief sich Israels Pro-Kopfverbrauch von Frischwasser auf jährlich 508 Kubikmeter. 2008 sank er dramatisch auf 149 herab. Die palästinensischen Verbrauchszahlen stiegen von 86 (1967) auf 105 (2008).
Israel hat angeboten, die Palästinenser mit entsalztem Wasser zu versorgen, doch wird diese Möglichkeit aus politischen Erwägungen heraus systematisch abgelehnt.
Während Israel seinen Frischwasserverbrauch seit 1967 beträchtlich reduziert und damit die Lücke zwischen dem israelischen und dem palästinensischen Verbrauch konsequent geschlossen hat, bleibt unklar, wie die Behauptung von Amnesty in Bezug auf die „diskriminierende Politik“ gegenüber den Palästinensern dem Test der Wirklichkeit standhalten soll. Die Autoren dieses Berichts haben sich dazu entschieden, israelische Angaben, Dokumente und Berichte zu ignorieren, obwohl sie in totaler Transparenz verifizierbare Fakten enthalten. Dieser fragwürdige Ansatz, der darin besteht, systematisch israelisches Material zu ignorieren und sich gleichzeitig ausschließlich auf palästinensische Behauptungen zu stützen, zieht die wahren Absichten der Autoren des Berichts und der Organisation selbst in Zweifel.
Einen ausführlichen Bericht zur palästinensisch-israelischen Wasserfrage gibt es unter folgendem Link: http://www.water.gov.il/NR/rdonlyres/A111EFEF-3857-41F0-B598-F48119AE9170/0/WaterIssuesBetweenIsraelandthePalestinians.pdf
Amnesty International beglueckt mit einem Bericht darueber, wie Israel den Palaestinensern das Wasser abgrabe.
Niemand stellt in Abrede, dass Israel die im Rahmen der Oslo-Vertraege zum Thema Wasser abgeschlossenen Abkommen einhaelt, waehrend niemand dasselbe von der PA behauptet.
Die Methode entspricht dem Goldstonebericht:
1) Man trage palaestinensische Aussagen zusammen, die natuerlich in keiner Weise hinterfragt werden duerfen. Wie es Hina Jilani, ein Mitglied des Goldstone-Teams, so praegnant ausdrueckte: „Ich denke, es waere sehr grausam, wenn wir ihnen keinen Glauben schenkten.“ (hattip Augean Stables)
2) Man waehle ein paar Beispiele aus, mit denen Israel am besten in die Pfanne gehauen werden kann und stelle sie als „typisch“ dar.
(hattip: Elder of Ziyon)
3) Man weigere sich, entsprechenden israelischen Stellen Gehoer zu schenken.
4) Fertig ist der anti-israelische Bericht. Nun kann man sich darauf verlassen, dass er von internationalen Medien verbreitet wird.
http://beer7.wordpress.com/2009/10/27/nach-ritualmord-wieder-mal-brunnenvergiftung/
Water Authority blasts Amnesty on report
The Water Authority slammed Amnesty International on Monday for failing to allow it to make any sort of presentation to Amnesty’s researchers or react to the organization’s findings on water allocation between Israel and the Palestinian Authority before the publication of its new critical report on Tuesday morning.
An empty reservoir in the…
The authority also called into question some of the basic facts presented in the report.
The new document examines an ongoing issue – the divvying up of water resources between the PA and Israel. The three main natural water resources are Lake Kinneret, the mountain aquifer and the coastal aquifer. The mountain aquifer runs almost entirely under the West Bank, and Amnesty slammed Israel for taking 80 percent of the water from the aquifer.
http://www.jpost.com/servlet/Satellite?cid=1256557968809&pagename=JPost/JPArticle/ShowFull
An Tobias:
“Ja! “ISRAEL”! Nicht gegen Juden, gegen Israel!”
Zufaelliger Weise ist Israel der juedische Staat, dies ist das einzige was ihn grundsaetzlich von anderen Staaten unterscheidet und Anlass fuer unfaire Behandlung liefert…
Wenn dir eine andere Erklaerung einfaellt, warum sich kaum jemand um Kurden, Tibeter, Indianer, Tamilen, Uiguren, Bahai etc. etc. kuemmert und sich intensive fuer deren staatliche Unabhaenigigkeit einsetzt, aber staendig, von allen moeglichen Stellen und Staaten ganz dringend danach gesucht wird, die Palaestinenser zu unterstuetzen, dann immer her damit!
Ja sehen Sie, das liegt unser Unterscheid von unserer Weltanschaung: Du siehst Isreal als einen Staat der anderen Art, fest verküpft mit dem Judentum. Ich sehe das nicht so. Für mich ist Israel ein Staat für den die gleichen Regeln gelten wir für alle anderen. Wenn jemand den Staat Isreal kritisiert, dann kritisiert er für mich eben nur den Staat und nicht den Glauben, die Landschaft, das Klima dort oder die Autos. So ist das doch bei jedem Staat. Warum sollte es bei Israel anders sein?
Mir fällt schon eine Erklärung ein. Aber ersteinmal vorrausgeschickt: es wird sich sehr wohl um Kurden, Indianer, Tmailen und Uiguren “gekümmmert” und auf eine internationale Solidarisierungswelle wie es die Tibeter erlebten, können die Palästinänser wohl noch lange warten.
Hier aber die Erklärung (die Sie gewiss kennen): In der internationalen Politik stehen sich aktuell das westliche Denken & dessen Lebensweise und die islamische Art zu leben gegenüber. Früher waren die Blöcke Kapitalismus und Komunismus – heute sind es der “Westen” und der Islam. Dies ist Konfliktpotential und diesen Konfleikt gilt es abzumildern und aufzuheben. Und genau bei diesem Prozess ist der Frieden im Nahen Osten eben sehr entscheidend. Und deshalb ist auch das Schicksal der Palästinänser so entscheidend, weil die islamische Welt an dem Umgang mit diesem Schicksal die westliche Welt ganz erheblich bewertet. Deshalb bekommt die Situation im Nahen Osten so viel Aufmerksamkeit.
Sagen Sie jetzt nicht, dass hätten Sie nicht gewusst!
“Du siehst Isreal als einen Staat der anderen Art, fest verküpft mit dem Judentum.”
Vor allem Antisemiten sehen ihn als solchen…
“Ich sehe das nicht so. Für mich ist Israel ein Staat für den die gleichen Regeln gelten wir für alle anderen. Wenn jemand den Staat Isreal kritisiert, dann kritisiert er für mich eben nur den Staat und nicht den Glauben, die Landschaft, das Klima dort oder die Autos. So ist das doch bei jedem Staat. Warum sollte es bei Israel anders sein?”
Korrekt, nur dass man Israel halt leider nicht wie jeden anderen Staat kritisiert, sondern fuer ihn immer ganz besondere Messlatten anlegen.
“Mir fällt schon eine Erklärung ein. Aber ersteinmal vorrausgeschickt: es wird sich sehr wohl um Kurden, Indianer, Tmailen und Uiguren “gekümmmert” und auf eine internationale Solidarisierungswelle wie es die Tibeter erlebten, können die Palästinänser wohl noch lange warten.”
Wieviele UN-Sitzungen wurden in den letzten 10 Jahren zum Thema Palaestinenser gemacht und wieviele fuer Kurden oder Tamlien?
“In der internationalen Politik stehen sich aktuell das westliche Denken & dessen Lebensweise und die islamische Art zu leben gegenüber. Früher waren die Blöcke Kapitalismus und Komunismus – heute sind es der “Westen” und der Islam. Dies ist Konfliktpotential und diesen Konfleikt gilt es abzumildern und aufzuheben. Und genau bei diesem Prozess ist der Frieden im Nahen Osten eben sehr entscheidend. Und deshalb ist auch das Schicksal der Palästinänser so entscheidend, weil die islamische Welt an dem Umgang mit diesem Schicksal die westliche Welt ganz erheblich bewertet. Deshalb bekommt die Situation im Nahen Osten so viel Aufmerksamkeit.”
Leider wurde Israel schon lange vor dem 11. September oder vor dem Fall des Kommunismus so behandelt. Und Israel ist nicht der einzige Punkt, wo der Islam auf den Westen trifft. Afghanistan, Irak? Wo ist die UN Sondersitzung wegen dem Isad Luftangriff in Nordafghanistan? Israel wurden fuer weit weniger Opfer und fuer weit weniger eindeutige Umstaende Sondersitzungen angeordnet. Aber wer will eine Sondersitzung gegen Deutschland machen?
“Korrekt, nur dass man Israel halt leider nicht wie jeden anderen Staat kritisiert, sondern fuer ihn immer ganz besondere Messlatten anlegen.”
Seh ich aucuh so. Aber in die andere Richtung wie du. Meine Wahrnehmung ist, dass sich neimand traut, Israel mal richtig zu kritisieren, weil alle Angst haben von Leuten wie dir gleich als Antisemit beschimpft zu werden.
“Wieviele UN-Sitzungen wurden in den letzten 10 Jahren zum Thema Palaestinenser gemacht und wieviele fuer Kurden oder Tamlien?”
Den Grund dafür hab ich doch schon erklärt!
Und ob dus glaubst oder nicht: Die Juden hatten nun mal ein außergewöhnlich schreckliches Schciksal und deswegen wird ihr Schicksal auch heutzutage genau verfolgt.
Die Sondersitzung gegen Deutschland gibt es vllt deshalbn nicht, weil in Deutschland eine intensive Debatte über die Rechtmäßigkeit entbrannt ist. Und die Empörung ist doch sehr groß. Gibt es das in Israel auch?
Fällt dir eigentlich auf, dass du dich gerade ganz kuschelig in die ewige Opferrolle verkriechst? “Immer sind alle gegen uns” – so hört sich das bei dir an!
“Seh ich aucuh so. Aber in die andere Richtung wie du. Meine Wahrnehmung ist, dass sich neimand traut, Israel mal richtig zu kritisieren, weil alle Angst haben von Leuten wie dir gleich als Antisemit beschimpft zu werden.”
Du liest nicht sehr viel und schaust auch kein TV nehme ich dann mal an?
SPON, TAZ, FAZ, SZ, ARD, ZDF, BBC, the guardian usw. usf. bieten eine Vielzahl von israelkritischen Beiträgen!
” Und deshalb ist auch das Schicksal der Palästinänser so entscheidend, weil die islamische Welt an dem Umgang mit diesem Schicksal die westliche Welt ganz erheblich bewertet.”
Der islamischen Welt war und ist das Schicksal der Palästinenser völlig egal. Siehe 1948, Zeit der Besetzung durh Ägypten und Jordanien, Flüchtlingslager, finanzielle Hilfe usw.
“Seh ich aucuh so. Aber in die andere Richtung wie du. Meine Wahrnehmung ist, dass sich neimand traut, Israel mal richtig zu kritisieren, weil alle Angst haben von Leuten wie dir gleich als Antisemit beschimpft zu werden.”
Sorry, aber du scheinst nicht in der gleichen Welt wie ich zu leben. Setzt dir mal fuer eine Woche eine Kippa auf oder trage ein Israelfahnen T-Shirt in Deutschland und zaehle mit wie oft du schikanierst wird und wie oft du attackierst wirst und Rede und Antwort stehen musst von ganz “Israel unkritischen” Leuten. Viel Spass! Wenn du willst kannst du ja danach hier einen Artikel darueber schreiben und berichten?
“Den Grund dafür hab ich doch schon erklärt!
Und ob dus glaubst oder nicht: Die Juden hatten nun mal ein außergewöhnlich schreckliches Schciksal und deswegen wird ihr Schicksal auch heutzutage genau verfolgt.”
Okay. Nehmen wir z.B. die 61. Session der UN: 2006-2007. Darfur, Sudan, schon mal gehoert? Es war offiziell anerkannter Voelkermord mit Unterstuetzung durch die sudanesische Regierung. 100 mal mehr Tote als Israel in dem Verteidigungskrieg in Gasa machen musste. Wie oft schaetz du wurde zu Sudan und zu Israel eine Sitzung der Generalversammlung(!) in diesem Zeitraum gemacht??? Antwort: Zu Sudan 0, Zero, Nada times und zu Israel 22(!!!) Sitzungen! Erklaere!
http://www.unwatch.org/site/c.bdKKISNqEmG/b.1359197/k.6748/UN_Israel__AntiSemitism.htm
“Die Sondersitzung gegen Deutschland gibt es vllt deshalbn nicht, weil in Deutschland eine intensive Debatte über die Rechtmäßigkeit entbrannt ist. Und die Empörung ist doch sehr groß. Gibt es das in Israel auch?”
Du machst wohl wirklich Witze oder? In Israel ist die Selbstkritik wesentlich hoeher als in Deutschland. Warum musste Scharon nach dem Massaker der Christen im Libanon zuruecktreten?
“Fällt dir eigentlich auf, dass du dich gerade ganz kuschelig in die ewige Opferrolle verkriechst?”
Stell dir mal vor ein Terrorist schneidet einem Baby in seiner Krippe die Kehle durch. Muss man sich hier leider nicht vorstellen, sondern ist passiert. Dieses freche Baby verkriecht sich sicherlich nur in der Opferrolle, oder? Die Wirklichkeit (deine Wirklichkeit?) sieht anders aus?
““Immer sind alle gegen uns” – so hört sich das bei dir an!”
Das ist keine Frage von Gejammer und Fiktionen, sondern eine Sache von Fakten. Und das immer habe ich nicht behauptet. Ich behaupte aber, dass die UN ein Koerper ist, der sehr von Antisemitismus in seinen Entscheidungen gelenkt ist.
Hallo Popeye, willkommen in unserer Diskussion
Du hast in einem Punkt schon recht: Die medein krtisieren Israel wirklich viel – meiner Meinung nach zu Recht.
Ich bezog mich mit meiner Aussage mehr auf hochrangige Politiker, gerade aus mächtigen Ländern wie den USA, England und auch Deutschland. Aber auch diese Zeiten ändern sich, weil Obama nicht mehr so israelfreundlich agiert und redet. Und promt: die israelische Regierung reagiert “überrascht” (http://www.tagesschau.de/ausland/nahost376.html).
1948? Meinst du nicht das ist ein wenig lange her?
PS: Ich lese Zeitung und schaue ein wenig TV
@Ulrich
“Setzt dir mal fuer eine Woche eine Kippa auf oder trage ein Israelfahnen T-Shirt in Deutschland und zaehle mit wie oft du schikanierst wird und wie oft du attackierst wirst und Rede und Antwort stehen musst von ganz “Israel unkritischen” Leuten.”
bei der Kippa: Na klar wird mich da jeder fragen “Hey Tobi, was hastn du da auf deinem Kopf? Bist du jetzt Rabi geworden?” Aber ernst zu nehmende Anfeindugen kann ich mir nicht vorstellen.
bei der Israelfahne auf dem T-shirt: Na hoffentlich werde ich da dauernd angesprochen und kritisiert mit sowas rum zu laufen! Nur damit du nicht gleich wieder “Antisemiten” schreist – das wäre dann ja wohl Israelkritik. Und so sollen sie mich ruhig kritisieren.
“Zu Sudan 0, Zero, Nada times und zu Israel 22(!!!) Sitzungen! Erklaere!”
Hm, das ist natürlich schon sehr extrem. Aber mir fällt schon eine Erklärung ein… nämlich dass sich die Weltgemeinschaft in der Sudan-Darfur frage doch weitgehen sehr einig ist. Außerdem sind die Rebellengruppen und Milizen auch keine Mitglieder der UNO. Wozu also eine Sitzung einberufen? Der Regierungchef und Massenmörder und Völkermörder wird vom internationelne Gerichtshof angeklagt. Was soll denn das die UNO debattieren. Das ist im Nahost-Konflikt einfach ganz anders. Da gibt (gab) es mächtige Fürsprecher wie die USA und heftige Kritiker wie Russland. Noch dazu ist Israel ein Mitglied der UNO. Es kann also durch diese Generalversammlung durchaus etwas bewirkt werden, auf einer Seite der Verwickelten jedenfalls. Ist das eine Erklärung?
“In Israel ist die Selbstkritik wesentlich hoeher als in Deutschland. Warum musste Scharon nach dem Massaker der Christen im Libanon zuruecktreten?”
Ok, wenn du meinst. Du warst ja schlieslich in beiden Ländern, ich nicht. Ähm, warum musste Scharon zurücktreten? Keine Ahnung. Mir kam es damals so vor, als sei es wegen der von ihm initierten Räumung des Gazastreifens gewesen… aber vllt irre ich mich.
Meine Frage “Gibt es das in Israel auch?” war übrigens nicht rhetorisch gemeint.
“Stell dir mal vor ein Terrorist schneidet einem Baby in seiner Krippe die Kehle durch. Muss man sich hier leider nicht vorstellen, sondern ist passiert. Dieses freche Baby verkriecht sich sicherlich nur in der Opferrolle, oder? Die Wirklichkeit (deine Wirklichkeit?) sieht anders aus?”
Den Vergleich müsstest du mir erklären.
“Aber ernst zu nehmende Anfeindugen kann ich mir nicht vorstellen.”
Sie haben wirklich keine Ahnung.
@Ulrich J. Becker
ich glaube eine Diskussion mit diesem Menschen hat wenig Sinn. Der ist empathiefrei was Israel und uns Juden angeht.
@Yael:
Ich kann das nicht mit Sicherheit beurteilen, den ich habs noch nicht ausprobiert. Meine Prognose stützt sich auf mein gesellschaftliches Umfeld, wo ich mir Antisemitismus einfach nicht vorstellen kann! Gerade Antisemitismus ist wohl das Thema, dass von allen (sogar den unpolitischen Deppen) als sehr, sehr ernst empfunden wird.
In Gesamtdeutschland sieht das vllt schon wieder ganz anders aus. Günter Wallraff hat sich neulich ziemlcih treffend als Schwarzer verkleidet und wurde übelst angefeindet. Hätte ich nie gedacht.
Ich bin übrigens wirklich weitgehend empathiefrei was Israel angeht. (Um Juden geht es hier garnicht.) Das ist meiner Meinung nach der einzige weg, dieses Thema zu bearbeiten.
weitgehend empathiefrei was Israel angeht. (Um Juden geht es hier garnicht.)
Nicht dass ich in die Diskussion mit einsteigen will, aber dieser Satz ist schon ein Witz, oder?
Noa
Ein schlechter Witz, ja Noa. Wenn jemand keine Empathie mit einer Bevölkerung aufbringen kann (Israel, dort leben ja auch Juden;)), man stelle sich das im umgekehrten Sinne im Falle der Palästinsener vor) ist jede Diskussion obsolet. Schrieb ich ja schon oben. Kol tuv.
Wieso ist denn die eine Diskussion, die nicht über Symphatie und Emphatie geführt wird, sinnlos?
Euer Problem ist, das ihr so unglaublich emotional seid.
Ich möchte nur zum x-ten Mal daruaf hinweisen, das ich immer nur den Staat Israel kritisiere. Und mir ist es völlig egal, ob der Staat mehrheitlich jüdisch oder sonst was ist!! Könnt ihr das nachvollziehen?!
“Euer Problem ist, das ihr so unglaublich emotional seid.”
Hm ich sagte schon völlig obsolent.
-Ende-
Das “n” bitte weg denken.
Ich möchte nur zum x-ten Mal daruaf hinweisen, das ich immer nur den Staat Israel kritisiere. Und mir ist es völlig egal, ob der Staat mehrheitlich jüdisch oder sonst was ist!! Könnt ihr das nachvollziehen?!
Nun, 1. warum regst du dich auf, wenn alles so emotionslos ablaufen soll?
2. ist es vielleicht DIR egal, dass der Staat mehrheitlich jüdisch ist… er ist es nun aber einmal. Tatsachen kann man nicht einfach ignorieren, um sich selbst einzureden, man kritisiere ja Israel so wie JEDEN anderen Staat.
Ich frage mich immer, ob die, die Israel so heftig kritisieren, sich auch fuer die Verbrechen in Darfur oder andere DInge, an die man “moeglichst emotionslos” herangehen kann, eingesetzt haben….Und ich glaube niemandem, der behauptet, NICHT emotional zu sein, wenn es um Kritik an Israel geht, weder denen die Israel lieben und dort leben, noch denen, die es kritisieren. Wie will man als Mensch auch seine Emotionen ausschalten? So einfach, wie man es sich da machcen will, ist es nicht.
Noa
Aber ernst zu nehmende Anfeindugen kann ich mir nicht vorstellen.”
WAs heisst denn “kann ich mir nicht vorstellen?”
TUn Sie es doch einfach mal. EIn paar Tage, auch nachts in der U-Bahn bitte nicht abnehmen, wenn Sie von der Disko oder einer anderen Veranstaltung kommen, in der Sie die Kippa selbstverstaendlich auch trugen. Zu empfehlen auch Fussballspiele…
NOa
Israelnetz – Hintergrund – Trübe Wasser und ein getrübter Blick
Zwei Stunden lang sprudelte in Gaza das Wasser, ohne dass sich ein Soldat darum gekümmert hätte (Foto: Johannes Gerloff)
“Israel Bashing” – “Israel Prügeln” – scheint sich zu einer der beliebtesten Sportarten weltweit zu entwickeln. Nach “Das Schweigen brechen” im Juli und dem “Goldstone-Report” im September, veröffentlichte Amnesty International (ai) Ende Oktober 2009 seinen Bericht “Troubled Waters – Palestinians Denied Fair Access to Water”.
“Troubled Waters” sind laut Langenscheidts Wörterbuch eine “schwierige Situation” oder eine “unangenehme Lage”. In der Tat scheint sich ai – die Organisation, die weltweit bei ihrem Einsatz für die Menschenrechte so viel auf Unabhängigkeit, Unparteilichkeit und Seriosität gibt – mit diesem 104 Seiten langen Bericht auf Glatteis zu begeben.
Durchschnittlich hat ein Palästinenser, laut ai, kaum ein Viertel der Wassermenge, die einem Israeli zur Verfügung steht. 200.000 Palästinenser in der Westbank haben überhaupt kein fließendes Wasser. Mehr als 90 Prozent des Wassers im Gazastreifen sind nicht geeignet für den menschlichen Verzehr. Im Blick auf die harten Fakten scheint Amnesty mehr oder weniger einen Weltbank-Bericht aus dem Vorjahr abgeschrieben zu haben – um diesen dann mit herzzerreißenden Geschichten aus dem palästinensischen Alltag zu spicken, wobei allerdings auch dabei auf alte Geschichten zurückgegriffen wird. Das wird spätestens dann deutlich, wenn etwa deutsche Entwicklungshelfer einen Schaden in D-Mark beziffern.
Bericht geht nicht auf israelische Argumente ein
Noch vor der offiziellen Einleitung des Berichts werden dem Leser mit einem Bericht aus den südlichen Hebronbergen die Problematik, das Leid der Betroffenen und vor allem auch die Schuldigen anschaulich vor Augen geführt. Verantwortlich ist eindeutig die israelische Armee, denn sie zerstört in den südlichen Hebronbergen die Zisternen. Die Begründung der israelischen Behörden, die Palästinenser hätten ohne Baugenehmigung gebaut, wird gar nicht näher betrachtet. ai ist klar: Die palästinensischen Dorfbewohner sollen vertrieben werden, um die Erweiterung der “ungesetzlichen Siedlung” Sussia zu ermöglichen.
Dass in den südlichen Hebronbergen seit Jahrzehnten ein Krieg ums Land tobt, ist unumstritten. Aber warum ist für Amnesty International so klar, dass die Palästinenser Recht haben und die Israelis nicht? Auf den Seiten 6 und 7 des Berichts referiert ai einen “historischen Hintergrund”. Das Britische Völkerbundsmandat wird erwähnt – aber nicht sein ausdrücklicher Auftrag, nämlich die Errichtung einer jüdischen Heimstätte im Gebiet Palästinas, das ursprünglich auch noch das heutige Jordanien umfasste.
Der Teilungsbeschluss der UNO-Vollversammlung vom November 1947 für das Britische Mandatsgebiet Palästina wird erwähnt – nicht aber, dass das bereits die zweite Teilung war, nachdem bereits 1922 75 Prozent des den Juden versprochenen Landes dem saudischen Emir Abdallah zugeschoben worden war. Mehr als 800.000 palästinensische Flüchtlinge durch den Unabhängigkeitskrieg Israels werden betont – mehr als 800.000 jüdische Flüchtlinge, die in derselben Zeit aus arabischen Ländern fliehen mussten, verschwiegen.
Arabische “Kontrolle”, israelische “Besatzung”
Die Besatzung der Westbank und des Gazastreifens zwischen 1949 und 1967 durch Jordanien und Ägypten wird als “Kontrolle” beschrieben. Großzügig wird darüber hinweggegangen, dass in dieser Zeit niemand einen Palästinenserstaat gefordert hatte. Doch dann “eroberte” Israel das Land und “besetzte” es, um “Ostjerusalem später unter Verletzung internationalen Rechts” zu annektieren.
Dass politische Aktivisten der Palästinenser oder Israelis ihre jeweilige Propaganda betreiben, ist verständlich. Aber warum lässt sich das “unparteiische” Amnesty instrumentalisieren? Warum wird das friedliche Miteinander von israelischen und palästinensischen “Siedlern” – manchmal innerhalb ein und derselben Siedlung in den südlichen Hebronbergen -, das es nachweislich seit Jahrzehnten gibt, völlig ausgeblendet?
Warum werden Darstellungen der israelischen Siedler, die palästinensischen Beduinen seien erst in die Nähe ihrer Ortschaften gezogen, seit sie dort Wasser bekommen haben, überhaupt nicht in Betracht gezogen? Warum wird verschwiegen, dass es in den südlichen Hebronbergen auch jüdische Siedler gibt, denen israelische Konkurrenten das Leben schwer machen, etwa durch die Zerstörung von Trinkwasser- und Bewässerungsanlagen?
Weiß ai nicht, wie Beduinen und die erwähnten Höhlenbewohner von der Palästinensischen Autonomiebehörde behandelt werden? Sollte so ein offizieller und kritischer Bericht nicht in Betracht ziehen, dass es eine ganze Reihe von Hamra-Höhlenbewohnern gibt, die sich seit Jahren darum bemühen, als Juden und Israelis anerkannt zu werden? Das sind Tatsachen – und die Frage drängt sich für jeden auf, der die Lage in der Gegend kennt, warum ai auf einem Auge blind zu sein scheint?!
Palästinensischer “Terror” am Rande erwähnt
Israel kontrolliert die Wasserquellen und schränkt die Bewegungsfreiheit der Palästinenser ein. Der Gazastreifen ist im Würgegriff der israelischen Blockade. All das stimmt und ai wird nicht müde, diese Aspekte der Lage in Israel und den Palästinensischen Gebieten mantrahaft zu wiederholen. Auffallend ist, dass die Menschenrechtsorganisation dabei kein Wort über den seit mehr als drei Jahren entführten israelischen Soldaten Gilad Schalit verliert. Kein Wort wird an den Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen verschwendet, der seit fast zehn Jahren israelische Zivilisten in Atem hält.
Palästinensischer “Terror” wird nur ein einziges Mal erwähnt, in einem Zitat der israelischen Behörden, die den Bau “des Zauns/der Mauer” als “Verteidigungsmaßnahme gegen das Einführen von Terroristen, Waffen und Sprengstoffen in den Staat Israel” rechtfertigen – was nach Ansicht des ai-Berichts natürlich völlig abwegig ist, weil der Sperrwall in erster Linie den Zugang der Palästinenser zu den besten Wasserquellen verhindern soll. Ungerechtigkeit und Versäumnisse auf Seiten Israels sollten nicht übersehen werden. Aber ai macht es sich selbst und den Palästinensern zu leicht, indem es diese einfach aus jeglicher Verantwortung entlässt. Es ist richtig, Israel kontrolliert und überprüft, wie viel Wasser die Palästinenser pumpen. Aber was wäre die Alternative? Die Palästinenser wild bohren und pumpen zu lassen, obwohl sie noch nicht einmal ihre eigenen Milizen unter Kontrolle zu halten vermögen?
ai stellt Bilder von israelischen Siedlern im Swimmingpool Bildern von Beduinenkindern, die vor einem verdreckten Wassertank Fußball spielen, propagandawirksam gegenüber. Die Swimmingpools der Luxushotels in Ramallah oder Bethlehem werden ebenso verschwiegen, wie die daneben liegenden Villen palästinensischer Millionäre, die Privatschwimmbäder in der Größe der öffentlichen Siedlerschwimmbäder beinhalten.
Wasser niemals zu militärischen Zwecken missbraucht
Warum weiß ai nicht, dass sowohl Palästinenser als auch Israelis versichern, dass im Laufe all der Jahre kriegerischer Auseinandersetzungen das Wasser niemals zu militärischen Zwecken missbraucht wurde? Es wäre palästinensischen Terroristen ein Leichtes gewesen, die Wasserzuleitungen für die israelischen Siedlungen zu zerstören – oder das Wasser zu vergiften. Genauso hätten die Israelis ihren palästinensischen Nachbarn den Wasserhahn einfach abdrehen können. Beides ist niemals geschehen!
Im Rahmen der Abkommen von Oslo hat sich Israel dazu verpflichtet, seinen palästinensischen Nachbarn eine bestimmte Menge von Trinkwasser zu liefern. Niemand hat Israel bislang beschuldigt, sich nicht an diese Vereinbarungen gehalten zu haben. Auch der ai-Report kritisiert nicht etwa einen Vertragsbruch des jüdischen Staates, sondern die Verträge. Nach Ansicht von Experten der Weltbank können die vereinbarten Wassermengen bei weitem nicht den Bedarf der palästinensischen Zivilbevölkerung decken.
Selbstverständlich haben die israelischen Unterhändler die Interessen ihres Staates vertreten und sich möglichst viele Vorteile für die eigenen Landsleute bemüht. Wäre es nicht Aufgabe der palästinensischen Unterhändler gewesen, die Bedürfnisse ihres eigenen Volkes zu vertreten? Wenn die palästinensische Autonomieführung den Traum von einer Rückkehr von drei bis fünf Millionen Flüchtlingen für realistisch hält und das Ganze nicht nur ein anti-israelischer Propagandatrick ist, hätte auch der Frischwasserbedarf dieser Menschen in die Verhandlungen mit einbezogen werden müssen.
Warum packt Amnesty International nicht beide Seiten bei ihrer Verantwortung? Jedem Außenstehenden müsste klar sein, dass es eine Illusion ist, dass Israelis oder Palästinenser ihr jeweiliges Wasser vollkommen unabhängig von der jeweils anderen Seite verwalten können. Eine Einigung und darauf folgende Kooperation ist ein Muss der Nachbarn. Dazu gibt es keine Alternative. Warum fordern ai und die internationale Gemeinschaft, die viele der Wasserprojekte in der Gegend finanziert, diese unumgängliche Kooperation nicht ein?
Schadhafte Leitungen im Gazastreifen
Laut ai-Bericht versickert ein Drittel des palästinensischen Wassers – nach Angaben von Mitarbeitern der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) sind es gar 40 Prozent – aufgrund von kaputten Leitungen. Durch das unzureichende Wasserversorgungs- und -managementsystem besteht laut Weltbank im Gazastreifen akute Gefahr für die öffentliche Gesundheit.
Auch dieses Problem weiß Amnesty dem Staat Israel in die Schuhe zu schieben, der durch seine restriktive Besatzungspolitik angeblich den Palästinensern eine Reparatur der Systeme verunmöglicht. Dass im Zentrum von Gaza-Stadt stundenlang geborstene Wasserleitungen ungehindert von israelischen Soldaten oder palästinensischen Installateuren vor sich hin sprudeln, interessiert ai offensichtlich nicht.
Eine Woche vor der Veröffentlichung des ai-Berichts verkündete UNICEF die Installation von zwei Entsalzungsanlagen im südlichen Gazastreifen. Am 21. Oktober meldete die palästinensische Nachrichtenagentur “Ma´an” kommentarlos, “in der vergangenen Nacht” sei das Material “durch den Kerem Schalom-Übergang verladen” worden – was darauf deutet, dass die Abriegelung der Israelis offensichtlich doch nicht so hermetisch ist, wie oft beklagt.
UNICEF-Sprecher Sadschi Mughanni versprach, dass diese beiden Anlagen innerhalb von zwei Monaten beginnen würden, 40.000 Menschen zu versorgen. Bei einer Kapazität von fünfzig Kubikmetern pro Stunde werden allein diese beiden Salinen mehr als 400.000 Kubikmeter Trinkwasser pro Jahr produzieren.
Wenn es jetzt plötzlich so einfach ist, diese Meerwasserentsalzungsanlagen in Betrieb zu nehmen, warum wurde das nicht schon längst getan? Warum kritisiert ai nicht alle Beteiligten, Israelis und Palästinenser, aber auch die internationalen Hilfsorganisationen und die UNO, dass sie Jahre mit politischen Querelen verschwendet haben, anstatt alternative Trinkwasserquellen zu erschließen?
Warum keine sachliche Untersuchung?
“To fish in troubled waters” übersetzt Langenscheidt mit “im Trüben fischen”. Amnesty International muss sich nach diesem Bericht, der von sachlichen Fehlern wimmelt, die Frage gefallen lassen, warum es in den trüben Gewässern antisemitischer Ressentiments herumstochert, anstatt durch eine sachliche und ausgewogene Untersuchung zur Klärung von Missständen in Israel und den Palästinensischen Autonomiegebieten beizutragen.
Von: Johannes Gerloff (Jerusalem)
[...] hier beschrieben wird ist der alte Traum von Großisrael und die Kontrolle über das Wasser auf Kosten der Bevölkerung. Zwei der üblichen antiisraelischen Schlagworte. Allerdings gibt es [...]