Ulrich J. Becker, Kiryat Ono, 23.04.5770
Diese Container stoeren fuer Herrn Schneider die arabische Idylle…
Anscheinend hat sich Herr Schneider in die Siedlungen in Judea und Samaria verkuckt. Kann man ihm nicht veruebeln, es ist wirklich sehr malerisch dort.
Gerade erst lehrte er uns in seiner WDR Reportage das Fuerchten vor jugendlichen Siedlermaedchen in Sperrholzhuetten. Jetzt ist er mit dem weissen Jeep wieder unterwegs auf der Spur nach einer neuen Siedlungshorrorgeschichte.
Und sie beginnt auch, wie ein klassischer Horrorfilm: Erst die Idylle und dann das Monster, dass im Busch lauert…
“Ein wunderschoener Wintermorgen im Westjordanland. Ueber dem arabischen Dorf ist die Sonne aufgegangen. Die Kinder sind auf dem Weg in die Schule. Alles wirkt friedlich, fast idyllisch. [Man stelle sich viele niedliche Kindergesichter vor.] Doch der Schein truegt! [Tatata-Dam!] Wir sind unterwegs zu einem sogenannten illegalen Aussenposten, einer neuen juedischen Siedlung.”
Oh Graus! Die juedischen Siedlungen kommen! Da kann man schon wieder das Fuerchten bekommen. Von der Komposition und der Wortwahl her, bedroht also diese “juedische Siedlung“ die friedliche arabische Kinderidylle. Wahrscheinlich ist Huettenbauen schon ein gewalttaetiger Akt.
N-TV Korrespondent Ulrich W. Sahm hatte uebrigens mal einen sehr guten Beitrag zur Verwendung des Wortes ‘juedische Siedlung’ geschrieben. Der Begriff ist faktisch falsch, denn wenn schon, dann handelt es sich um eine ‘israelische Siedlung’. Da ich selbst lange in einer Siedlung lebte, kann ich erster Hand berichten, dass z.B. mein direkter Nachbar, mit dem ich mir eine kleine Terrasse teilte, ein drusischer Jura-Student war, der sogar im Sicherheitsdienst einer Siedlung in der Umgebung arbeitete. Sorry, Herr Schneider, aber ‘juedische Siedlung’ ist ein problematischer Begriff.
“Ein paar Container oder Zelte auf einem Huegel und schon hat man wieder ein Stueck Land konfesziert.”
Nicht schlecht, dass Herr Schneider weiss, dass hier “konfesziert” wurde. Inwiefern? Man kann sich ueber die Legalitaet des Besetzens leerer karger Huegel schon streiten und es ist sicherlich insofern ‘illegal’, als dass es nicht von der Regierung erlaubt wurde, aber dass man damit gleich das Land (gerichtlich? gesetzlich?) konfesziert, weiss ich nicht. Interessant waere es doch mal gewesen, die Besitzensprueche dieses Huegels zu erforschen. Hatte ihn mal jemand gekauft? Oder weiterverkauft? War er schon immer Herrenlos etc.? Gehoert er dem israelischen Staat, womit ‘Palaestineser’ nichts mehr mit der Geschichte zu tun haetten? Aber auch wieder wahrscheinlich zu komplex fuer die Story von Herrn Schneider. Also bleiben wieder lieber beim “konfeszieren“…
Komisch, dass die interviewten “glaeubigen Juden” keine Kippas und Zitzit tragen, aber egal…
Weil man im deutschen Fernsehen, aus vielleicht verstaendlichen Gruenden, die Interviewten nie im O-Ton sprechen laesst, sondern immer rueberbrabbelt, kann ich oft nicht verstehen, ob Herr Schneider richtig uebersetzt, auch wenn ich oft das Gefuehl habe, dass da etwas schief bzw. sehr ‘geglaettet’ uebersetzt wird. In einem Fall, wo man mal fuer eine Sekunde was verstehen kann, gibt es zumindest gleich ein kleines Problemchen mit der Uebersetzung – jedenfalls fuer den Teil des Satzes, den man hoeren kann:
Im Video bei 5:05, sagt der Israeli ‘Itzik’:
“Ani lo jodea, im kulam haju mitnahagim kacha, ba’oto zura…”
Meine Uebersetzung davon waere: “Ich weiss nicht, ob alle sich so [wie damals] verhalten wuerden, in gleicher Weise, …“
Herr Schneiders Uebersetzung: “Wir wuerden nicht mehr wie damals agieren, …“
Kleiner Unterschied, ob man eher abgewogen und kritisch sagt, dass man NICHT WEISS, OB ALLE, sich so oder anders verhalten wuerden, oder ob man PAUSCHAL [sicher] angibt, dass WIR [ALLE] nicht mehr so agieren wuerden. Es sind diese kleinen feinen Unterschiede, die manchmal aus einer recht vernueftigen Bemerkung einen ‘Radikalen’ machen koennen… Herr Schneider macht daraus z.B. eine Andeutung auf einen “blutigen juedischen Buergerkrieg”.
Und vielleicht kann mir jemand helfen, was Herr Schneider am Ende mit dem “heiligen, unheiligen Land” meint? Warum ist es unheilig? Hab ich echt nicht mitgekriegt.
Auf jeden Fall bin ich schon heiss gespannt auf die naechsten woechtlichen Folgen der neuen Schneider Reihe auf Tagesschau gespannt, vor allem auf die Folge , wo die ‘illegalen Aussenposten’ der Beduinen im Negev und der Araber in Jerusalem etc. behandelt werden. Das koennte interessant werden… Mal sehen, ob er es macht, oder ob er bei den Horromaerchen ueber Juden bleibt…

Zu deinem letzten Abschnitt:
Hmmm… ich dachte schon wegen der heutigen p.c., dass Araber per se immer im Rechten sind? Wenigstens beim ans Bein Pinckeln von Juden.
Ich gebe dir recht, Ulrich, dass der Blog von Schneider mit vielen Stilmitteln und Stimmungsbildern arbeitet – aber es ist ja wohl ein Blog. So wie dieser hier, von dem du auch nicht behaupten kannst, dass er immer neutral bleibt und die Gegenseite beleuchtet etc.
Aber jetzt mal abgesehn von all diesen Details (wie das Wort “konfesziert”): Gibst du diesen israelischen Siedlern etwa recht? Findest du es richtig, dass sie gegen die Gesetze Israels verstoßen? Dass sie in einem Gebiet siedeln, von dem sie ganz genau wissen, das die Einheimischen nicht wollen, das dort Israelis und/oder Juden siedeln?
Diese Siedler verschärfen den Konflikt und sie wissen genau um diesen Umstand.
Israel als Staat geht nicht gegen sie vor (obwohl sie illegal sind) und uterstützt sie sogar noch mit Strom und Wasser!
Genau diese Dinge lassen mich daran zweifeln, das Israel wirklich Friden will.
@Tobi
Israelische Linksextremisten und arabische Islamofaschisten verschärfen den Konflikt.
Die judischen Siedler (die schon längst Einwohner sein sollten) entspannen den Konflikt. Sie und die ZAHAL sind die 2 wichtigsaten Faktoren die Israel überhaupt am Leben halten und nicht etwa der “Frieden” zwischen Israel und Egypten. Israel sollte schon längst Samaria und Judea annektieren (wie früher die Golanhöhen 1981 unter Menachem Begin) und die Lage stabilisieren.
Zu den Friedebswillen Israels. Es gibt eine viel wichtigere Sache für Israel (und andere auch) als der Frieden – das ist die Sicherheit der Bürger. USA und GB führen Kriege in Afganistan und Irak und dennoch sind deren Bürger in Sicherheit. Israel führt keinen Krieg, man kann sagen, dass es seit 1982 einen kalten Frieden gibt (“Frieden” mit Syrien hat nix gekostet). Jedoch gibt es mehr als eine Million Menschen in Südisrael die durch Pali Raketen und Mörser bedroht sind. Erst kommt die Sicherheit, dann der Frieden. Leider wurden Hamas und Hezbollah nicht zerschlagen, man hat denen lediglich eine kräftige Ohrfeige verpasst.
Erst wenn Irael die Terrororganisationen zerschlägt und die Palis entwaffnet, Grenzen verstärkt (die Grenzen sind viel zu lang, das Gebiet aber zu klein), die volle Kontrolle über Judea und Samaria erlangt dann werden die Bürger Israels in Sicherheit sein und erst dann könnte man von Frieden sprechen.
Tobias:
“Ich gebe dir recht, Ulrich, dass der Blog von Schneider mit vielen Stilmitteln und Stimmungsbildern arbeitet – aber es ist ja wohl ein Blog.”
So einfach ist das nicht. Du hast Recht, dass ein Blog oft bestimmte Blickrichtungen, politische Ausrichtungen oder persoenlich Standpunkte hat, dass ist aber nicht irgendein Personal Blog oder sowas von Durchgeknallten wie uns, sondern ein Blog auf OFFIZIELLEN tagesschau.de Seite, des OFFIZIELLEN ARD Korrespondeten in Israel mit OFFIZIELLEM Steuergeld finanziert. Meiner Meinung nach sollten bei so einem Blog – er kann ruhig so interessant und vielschichtig sein wie moeglich – die hoechsten journalistischen Standards gelten, und die waren einfach nicht da.
“Gibst du diesen israelischen Siedlern etwa recht? Findest du es richtig, dass sie gegen die Gesetze Israels verstoßen?”
Ich persoenlich denke, dass man Land kaeuflich erwerben muss, um darauf etwas zu bauen, es sei denn der Staat oder der Land besitzer erlaubt das oder hat nichts dagegeben. D.h. Siedlungen die auf privatem oder mit Erlaubnis des Staates auf seinem Land gebaut werden, sind fuer mich wie jede andere Siedlung, Dorf, Stadt auch.
Leute, die einfach irgendwo bauen, seien es Juden, Beduinen, Araber verstossen gegen das Gesetz und sollten mit einem Konflikt mit dem Staat rechnen.
“Dass sie in einem Gebiet siedeln, von dem sie ganz genau wissen, das die Einheimischen nicht wollen, das dort Israelis und/oder Juden siedeln?”
Sowas kann kein Argument sein. Stell dir vor du ziehst in Deutschland in eine neue Wohnung und deinem neuen Nachbarn gefaellt nicht, dass du Weihnachten feierst. Er will also nicht, dass du da “siedelst”. So what? Solltest du dafuer den Tannenbaum einpacken oder ihm lieber mit der Polizei winken?
“Diese Siedler verschärfen den Konflikt und sie wissen genau um diesen Umstand.”
Wer wieviel welchen Konflikt verschaerft ist eine grosse Frage, und meiner Erfahrung nach sind “Siedler” wirklich nicht die Konflikttiere. Die letzten Messerattacken (und es scheinen immer mehr zu werden) und der ermordete Soldat dier letzten Wochen (von dem man in Deutschland sicher nicht gehoert hat) gingen zu 100% von Arabern aus. Wer verschaerft hier also den Konflikt?
“Israel als Staat geht nicht gegen sie vor (obwohl sie illegal sind) und uterstützt sie sogar noch mit Strom und Wasser!”
Ich weiss aus Erfahrung, dass solche Siedlung es nicht leich haben, der Staat sie mit Satellitenbilder ueberwacht, auch mal vorbeikommt und abreisst, bestimmte Sachen nicht reinlaesst etc. Auch wenn ich Illegales nicht unterstuetzen will, sollte man immer bedenken, dass illegale arabische Haeusern, auch ihren illegalen Strom haben, und ich hab darueber im deutschen Fernsehen noch keine Reportage gesehen.
“Genau diese Dinge lassen mich daran zweifeln, das Israel wirklich Friden will.”
Bauen und Friedenswille sehe ich nicht als Widerspruch. Meiner Meinung nach war Israel nicht nur nicht friedenswillig, sondern friedenssuizid. Langsam wird man zum Glueck etwas vernuenftiger.
Uebrigens, was auch “nett” ist: Auf der homepage des Videoblogs, gibt es viele Kommentare. Meine drei Versuche, einen kritischen Kommentar raufzustellen, sind nicht durch die Zensur gekommen, was ich auch von tagesschau.de leider nur zu gut kenne…
@Ich persoenlich denke, dass man Land kaeuflich erwerben muss, um darauf etwas zu bauen, es sei denn der Staat oder der Land besitzer erlaubt das oder hat nichts dagegeben.
Wie denn käuflich erwerben??? Wissen sie es denn nicht, dass es für einen Araber eine TODESSTRAFE gibt, wenn er einen Juden “sein” Land verkauft!?
Solch einen Nazigesetz gibt es nicht nur in Hamastan sondern auch in “gemäßigten” Fatahstan.
Wüßte nicht, dass es einen Staat auf dem Boden von Judeä und Samaria gegeben hätte. Von wem also kaufen? Auf welcher Grundlage?
Ein Hindernis für den Frieden?
Siedlungen machen weniger als zwei Prozent der Westbank aus. Nach den Angaben von Peace Now, die israelische Siedlungen in den Gebieten ablehnen, machen die bebauten Gebiete der Siedlungen nur 1,36 Prozent der Westbank aus (vgl. Foreign Affairs, März/April 2000). B’Tselem, israelische Menschenrechtsgruppe, setzt die Zahl kaum höher an, 1,7 Prozent. Die viel größeren Zahlen, die oft benutzt werden, um das Land zu beschreiben, das die israelischen Siedlungen umfasst, werden erreicht, indem man Straßen und angrenzende Gebiete einschließt, genauso Land zwischen Siedlungen oder zwischen Siedlungen und Straßen, das fast vollständig unbesiedelt ist. In Wahrheit bilden die Siedlungen einfach nicht genug Land, um ein ernsthaftes Hindernis für eine politische oder geographische Eventualität in der Gegend zu sein, sei es ein palästinensischer Staat oder eine Fortführung des Oslo-Prozesses.
Siedlungen blockieren keine Gründung eines zusammenhängenden palästinensischen Gemeinwesens. Einige Kritiker behaupten, dass Siedlungen den Frieden verhindern, will sie das Potenzial eines zusammenhängenden palästinensischen Staates in der Westbank blockieren, der in den meisten Friedensplänen vorgeschlagen wird. Diese Behauptung ignoriert einige grundlegenden Realitäten.
http://www.nicht-mit-uns.com/nahost-infos/texte/2siedlungen4.html
@Ulrich:
Hm.. ja, du hast recht. Der Blog ist offiziel und seine Aufmachung nicht profisionel.
“Leute, die einfach irgendwo bauen, seien es Juden, Beduinen, Araber verstossen gegen das Gesetz und sollten mit einem Konflikt mit dem Staat rechnen.”
Dann sind wir in diesem Punkt einer meinung. Aber findest du es dann richtig, das die Kriminellen (darf ich das so sagen) dann Strom, Wasser bekommen und toleriert werden?
Nächster Punkt (ohne Zitat): Die Siedler wissen genau, das sie in den palästinensischen gebiten nicht willkommen sind. Das Siedln ist Provokation. Ein Beispiel: Wenn sich zwei Schulklassen nicht verstehen und sie an getrennten Orten auf dem Pausenhof spielen, geht man doch auch nicht rüber und fängt in dem “Gebiet” der anderen an zu spielen? Das hat auch was mit Anstand zu tun.
Die Siedler verschärfen den Konflikt. Ob sie nun der Hauptagressor sind oder nicht, ist doch egal. Sie verschärfen den Konflikt.
Übrigens legimitieren Gräultaten der Feinde nicht Gräultaten der Freunde. Wenn die anderen den Konflikt verschärfen, bin ich also noch lange nicht berechtigt, nun auch den Konflikt zu verschärfen. (Immer wieder das gleiche Thema…)
Und wie lustig, im nächsten Absatz geht es auch wieder ums gleiche Thema. Wenn illegale palästinensische Häuser (was ja vermutlich die isralische Verwaltung definiert?) illegal Strom beziehen, ist das keine Legimitation dafür, das illegale israelische Siedlungen illegal Strom beziehen.
Fällt euch eigentlich auf, das ihr das israelische Fehlverhalten immer wieder mit dem palästinensichen Fehlverhalten legitimiert?
“Bauen und Friedenswille sehe ich nicht als Widerspruch.”
Doch das sehe ich schon als Widerspruch. Israel will als Staat anerkannt werden, warum erkennt es dann die Westbank nicht als Staat an? In dem es dort Sieldungen zu lässt, provoziert die die Palästinenser doch!
@Tobias
[...] Israel will als Staat anerkannt werden, [...]
Israel will nicht! Israel ist schon ein anerkannter souveräner Staat. Auch wenn es einigen nicht gefällt. Das wollen wir doch nicht in Frage stellen, oder?!
[…]Die Siedler wissen genau, das sie in den palästinensischen Gebieten nicht willkommen sind. Das Siedln ist Provokation. […]
Unter der gleichen Logik sehe ich mich dann berechtigt alle Araber aus Israel auszuweisen, denn auch sie provozieren und dass innerhalb der Grenzen Israels. Und wenn die Palästinenser unbedingt in einer Judenreine Gegend wohnen, dann können sie nicht verlangen innerhalb Israels mit Juden leben zu dürfen.
Ansonsten alles andere wäre zweierlei Maß.
@Ady:
Unklare Formulierung von mir, sorry. Ich meine, dass Israel von den Palästinensern als Staat anerkannt werden möchte.
Und nein, ich stelle das nicht in Frage. Nicht nach 60 Jahren.
Wieso in “der gleichen Logik”? Sind die Araber die in Israel leben etwa nicht willkommen? Sind sie gegen den Willen der Regierung da? Dann wäre es Provokation.
Ich glaube du verstehst due Palästinenser nicht. Aus ihrer Sicht kamen von ca. 80 Jahren plötzlich immer mehr fremde Menschen in ihr Land. Es wurden immer mehr, sie waren reicher, geschickt und wirtschaftlich erfolgreich. Und plötzlich entscheidet die britische Oberherrschaft, dass diese fremden Menschen nun hier ihren eigenen Staat bekommen.
Das ist nicht meine Sichweise der Geschehnisse!!! Es klammert ja den Holocaust völlig aus. Aber ich denke, das viele Palästinenser das so erlebt haben.
Und nun haben sie zwar ein Autonomiegebiet, werden aber immer noch besetzt und die Fremden breiten sich in ihre Gebiete immer weiter aus.
Kannst du da die Palästinenser nicht ein wenig verstehen? Das heist ja nicht, das man ihre Reaktionen billigen muss.
@Tobias
1. vor 80 Jahren gab es keine Palästinenser! Diese wurden erst 1964 als Volk erfunden von der PLO und Arafat als Propagandamittel gegen die Juden. Vorher haben sich die dort wenigen ansässigen Araber als ein Teil Syriens gesehen.
2. es gab ebenfalls keinen souveräner Staat in dieser Region vor 80 Jahren. Es war damals britisches Mandatsgebiet und vorher Ottomanisches Reich. In Bezug auf die Gebietsansprüche ist somit eine Argumentation, das die Juden dort in ein Fremdes Gebiet der „Palästinensern“ siedeln ebenfalls falsch.
3. Die meisten “Palästinenser” sind damals ebenfalls in dieses Gebiet gezogen, da sie sich bessere wirtschaftliche Möglichkeiten erhofft haben nachdem die Juden angefangen hatten das Land zu bebauen und aufzubauen. Also sind die Araber ebenfalls in dem Sinne zugezogene “Siedler”
4. Die “Palästinenser” haben schon ihren ersten Staat erhalten mit dem Namen Transjordanien, später hieß es nur noch Jordanien. Die Bevölkerung dort ist über 60% “Palästinensisch”. Nun wollen sie einen zweiten Staat und zwar anstatt Israel und nicht neben Israel!
5. Juden haben dort schon immer gelebt. Auch vor dem Holocaust! Es war nie Judenrein, was aber die jetzigen “Palästinenser” sich eben erhoffen. Und das obwohl oder trotzdem, dass die damalige Arabische Führung sich aktiv an der Endlösung beteiligt hatte.
Also wer in was für ein fremdes Gebiet vom wem siedelt ist somit nicht nur auf die (Europäischen!)Juden zu schieben! Abgesehen davon, dass es ca. 900.000 Orientalische Juden gab, welche Schadensersatzlos aus den islamischen Ländern vertrieben wurden und sich in Israel niederlassen mussten.
Die Araber bzw. Palästinenser sind die einzigen Menschen auf dieser Welt seit der Geschichtsschreibung, welche nach etlichen angefangenen und verloren Kriegen auch noch eine volle Entschädigung und Wiedergutmachung verlangen und teils sogar bekommen haben. Normalerweise ist die Kriegspartei, welche einen Krieg verloren hat zu Entschädigungen verpflichtet und nicht umgekehrt. Insbesondere wenn diese die Kriegstreiber waren und sind.
Also warum muss ich jetzt unbedingt die “Palästinenser” verstehen. Warum muss ich auf sie zugehen? Warum nach 80 Jahren können nicht mal die Araber auf die Juden zugehen. Warum muss immer der Jude der ewig klügere (eher der Dumme!) sein? Israel hat genügen Zugeständnisse erfüllt und nicht ein einziges Mal etwas Vernünftiges im Gegenzug von den “Palästinenser erhalten “.
@Ady:
Ich sagte ja, das Erleben, das vieleicht viele Palästinenser hatten, stimmt klammert viele historische Vorgänge aus. Es ist nicht meine Sichtweise.
Man muss seine Gegner immer versuchen zu verstehen.
Aber, Ady, ich möchte mit dir nicht mehr diskutieren, nach dem Beitrag den du unter diesem Artikel (http://aro1.com/wordpress/arye/israel/ulrike-haut-auf-den-putz-die-boesen-ultraorthodoxen-gefahr-fuer-leib-und-leben/#comment-2060) losgelassen hast.
[...] ein Siedler-Stückchen bringen wird, dürfen wir uns wohl darauf freuen, dass Ulrich J. Becker ihn jedes Mal erneut in den Hintern treten wird (verbal [...]
[...] C. Schneider hat jetzt in seinem ‘ausgewogenen’ Videoblog also nach einem Beitrag zur Kritik der Siedlungen, jetzt einen Beitrag zur Kritik Israels allgemein gestellt. Was ist das [...]
[...] C. Schneiders neuen Videoblog - nach zwei eher boesen Beitraegen (wir erinner uns, es ging um boese juedische Siedler und um die ‘Nazihaftigkeit’ der israelischen Gesellschaft a la Awraham Burg) - auf [...]