By Aro, on January 18, 2010

Israel

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Ulrich J. Becker, Kirayt Ono

 tagesschau israel haiti2

Sieht man irgendwo gruene Zahaluniformen mit dem kleinen blau-weissen Faehnchen in Aktion, kann man sicher sein, dass europaeische Medien, allen voran deutsche, die Story in einem etwas negativen Licht ins erste Drittel ihrer Webseiten  katapultieren… Aber upps, was war denn hier passiert? Irgendwie ist ein Foto des israelischen Armeerettungstrupp in Haiti auf die Tagesschau Titelseite gekommen, denn die israelische Armee war sofort dabei, wenn es darum ging anderen kurzfristig in Not zu helfen. Ja, Israel leistet in Haiti mehr als viel groessere und reichere Staaten, nur bleibt es auch trotz prominenten Titelfoto unerwaehnt – man redet im Kleintext darunter lieber ueber tolle europaeische(!) Hilfsteams… 

Das Leben ist nicht gerecht? Wen stoerts! Israel leistet ein paar riesige uneigennuetzige gute Taten und das allein sollte uns freuen!

 

Es ist immer wieder schoen und macht stolz, wenn sich herausstellt, dass Israel nicht nur ein Staat zum Schutze des juedisches Volkes ist, sondern auch dem juedischen Ethos des ‘Tikkun Olam’ folgt, Gutes in der Welt zu verrichten. Hier war eine schreckliche Katastrophe. Keine Juden oder Israelis in Gefahr oder verletzt. Und doch beschliesst der Staat, allen voran Premier Benjamin Netanjahu, sehr kurzfristig einen grossen Rettungs- und Helfertrupp loszuschicken, insgesamt 220 Soldaten, davon 120 medizinisches Personal, einschliesslichen einem kompletten Feldkrankenhaus, einschliesslich Operationsraeume, Roentgenmaschinen, Hebammen, Saeuglingsstationen etc. Innerhalb von acht Stunden stand das Krankenhaus (von geplanten 20)!

Bibi sagte klar: “Das ist das wahre traditionelle Erbe des Staates Israel. [...] Wir moegen ein kleiner Staat sein, aber mit einem grossen Herzen!” Wir wollen lieber gar nicht erst fragen, warum reiche, grosse Staaten wie Saudi Arabien so unaeuffaellig in diesem Gebiet sind…

 

Der ultraorthoxe Bergungs- und Leichenbestattungstrupp ZAKA ist auch dabei. Die Maenner erzaehlen stolz, dass sie selbst am Schabbat keine Pause machen, um Menschenleben zu retten, egal welche, auch wenn dies einer der schwersten Einsaetze ueberhaupt ist. Einige Leute vor Ort fassen sich an den Kopf und fragen sie: “Was wollt ihr hier? Es gibt keine verletzten Juden.” Aber die haben es halt nicht kapiert.

 

Anyway, Israel hat bis jetzt in Haiti schon etliche Menschen vor dem sicheren Tot gerettet, bei einer komplizierten Rettung, brachen die Leute in laute Jubelschreie aus und feierten Israel. Das Krankenhaus kann momentan 500 Menschen taeglich behandeln und hat schon die ersten Operationen hinter such und die ersten Babys auf die Welt gebracht…

 

Ein Video von einer erfolgreichen Rettungsaktion hier.

  

  Dotz2_wa

In der Saeuglingsstation des israelischen Notkrankenhauses in Haiti.

  

Schone Nachrichten aus Israel kommen halt hoechstens anaonym aufs Titelblatt? Aber wir koennen stolz sein, die gruene Uniform in so edlem Zusammenhang zu sehen, auch wenn es der Redakteur vielleicht nicht so gemeint hatte… ;)


P.S.: Noch eine Quizfrage zum Schluss:

  

Israel mit seinen 7,5 Millionen Einwohnern hat 220 Mann als Rettungsteam nach Haiti geschickt, wieviel hat Deutschland mit seinen ueber 81 Millionen Einwohnern geschickt?

Die Antwort: 22. (Sprich ein Land mit 10% Bevoelkerung von Deutschland schickt 10mal mehr Helfer…)

  

Zumindest nach Feuerwehr.de: “In Deutschland hat ein 7köpfiger Stab seine Arbeit seit Abflug des Teams aufgenommen. Es besteht ständiger Kontakt zum dem Einsatzteam, welches aus 22 Mitgliedern besteht, darunter 12 Spezialisten für die technische Ortung Rettung, ein Notarzt mit einem Assistenten Team sowie 4 Hunde mit den entsprechenden Hundeführern für die Biologische Ortung…”



49 Comments to “Israel als anonymer Rettungsengel in Haiti… Selbst beim Titelbild auf der Tagesschauseite, bleibt man stumm und redet von Europaern…”

  1. Lukas says:

    Leider beweist diese Tatsache wiedermal, dass das Israelbild der Tagesschau konstruiert ist, viel Negatives auf Israel projiziert, aber nicht der Realität entspricht. Leider spiegelt sich dieser teils offensichtliche Antizionismus auch in den Tagesschau-Foren wieder…von Aufklärung auf Seiten der Tagesschau kann auf keinen Fall gesprochen werden.

  2. [...] Januar 18, 2010 von Claudio Casula Die „ rassistisch-faschistisch-zionistisch ideologische“ Regierung Israels (Evelyn Hecht-Galinski) hat 220 Soldaten nach Haiti entsandt, davon gut die Hälfte medizinisches Personal, ein komplettes Feldkrankenhaus einschließlich Operationsräumen, Röntgenmaschinen, Säuglingsstationen etc. – auch wenn nicht einmal die tagesschau es schafft, die Herkunft der Helfer zu erwähnen. [...]

  3. heplev says:

    Ein Baby wurde wegen der Dankbarkeit der Eltern den Rettern gegenüber “Isarel” genannt. (http://www.haolam.de/index.php?site=artikeldetail&id=912)
    Und wer spendet für Haiti?
    Der Iran jedenfalls weniger als Walmart!
    (http://www.jihadwatch.org/2010/01/saudis-kuwaitis-and-other-oil-rich-muslim-states-send-billions-in-aid-to-haiti—-no-wait.html)

  4. Tobias says:

    Ist doch total selbstverständlich das Israel hilft. Seid ihr etwa von etwas anderem ausgegangen? ^^

  5. Ulrich J. Becker says:

    Die amerikanischen Sender scheinen weniger mit Lob zu geizen…

    Praise for Israeli mission in Haiti: ‘Only ones operating’

    Israeli field hospital earns accolades as only aid mission able to do complex surgery in devastated country. CNN reports other missions transfer patients to Israeli base. ABC reports on young woman giving birth there

    http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3836254,00.html

  6. Peter says:

    Viele Staaten schicken Hilfe und Geld,also macht hier nicht so ein Aufstand darum.
    Ihr seid schon richtig paranoid
    Aus allen und jeden schraubt ihr euch eine Verschwörung gegen Israel zusammen.Ob man jetzt über Israel berichtet oder nicht immer vermutet ihr einen Angriff auf Israel.Entspannt euch bisschen
    Ich verrate euch ein kleines Geheimnis;Auch wenn ihr das nicht glaubt aber die meisten Menschen in Deutschland denken nicht von morgens bis Abend an Israel,sondern kümmern sich um ihr eigenes Leben,genau wie andere Leute auch!
    Tschüss!

  7. [...] Säuglingsstationen etc. – auch wenn nicht einmal die tagesschau es schafft, die Herkunft der Helfer zu erwähnen. Nun pflegen Hecht-Galinski und ihre Brüdern und Schwestern im (kranken) Geiste ja nicht nur [...]

  8. Ulrich J. Becker says:

    Hi Peter,
    du hast Recht, ich haette hier vielleicht nicht rumposaunt, wenn Israel einfach “nur” mehr Hilfe leistete als Deutschland und andere. Erst als ich das Tagesschau Titelbild mit unseren IDF-Soldaten sah und nirgends ein noch so kleines Woertchen – und in Erinnerung der groessten Titelstoryartikel, wenn es etwas Negatives uber Israel zu berichten gibt -, musste das einfach mal gesagt werden.

  9. Peter says:

    Hallo Ulrich!
    Hab gerade nachgeschaut bei AA.So klein wie du sie beschrieben hast ist die deutsche Hilfe auch wieder nicht.
    Aber was zukünftige ähnliche Szenarien betrifft so kann ich dich beruhigen.Nicht mal das deutsche Fernsehen kann die Israelis ausblenden wenn sie in Zukunft zusammen arbeiten wie es in dem Artikel steht
    http://www.jpost.com/servlet/Satellite?cid=1263147922320&pagename=JPost%2FJPArticle%2FShowFull

  10. Yael says:

    “Erst als ich das Tagesschau Titelbild mit unseren IDF-Soldaten sah und nirgends ein noch so kleines Woertchen”

    Bei der Welt war es genauso.

  11. Ulrich J. Becker says:

    Ja, dank einsichtigen Leuten, wie Dirk Niebel (FDP) wird jetzt endlich mit Israel zusammengearbeitet.

    Zitat Niebel:

    “Meine Amtsvorgängerin hat bewusst mit Israel nicht kooperiert. Ich will das Gegenteil und mit Israel Projekte in Afrika und Zentralasien durchführen – etwa um die Dürre zu bekämpfen. Israel hat weltweit die besten Bewässerungsanlagen. Wir haben den besseren Zugang zu muslimischen Staaten. Wenn man das kombiniert, nützt es allen.”

    http://www.derwesten.de/nachrichten/politik/Niebel-will-das-Entwicklungshilfe-Ministerium-umkrempeln-id2295503.html

  12. Ulrich J. Becker says:

    Heute bei der Tagesschau um 20.00 Uhr wird es wieder deutlich:

    Man faselt davon, dass so langsam(!), erste(!) mobile Krankenhaeuser aufgebaut werden wuerden und bald(!) bereit seien werden. Das ist nicht nur ein Verschweigen, sondern sogar eine Falschmeldung, denn es leugnet, dass das israelische mobile Krankhaus mit einer Kapazitaet mit 500 Patienten pro Tag, seit Tagen die kompliziertesten Operationen durchfuehrt, sogar so, dass andere Teams Patienten zu den Israelis schicken.
    Man spricht von ca. 90 insgesamt lebend Geretteten bis jetzt. Israel hat davon mindestens 10% gerettet.
    Und wieder werden prominent israelische Rettungsteams gefilmt und von der israelischen Bergung der Studentin aus der Universitaet berichtet, die Identitaet der Retter bleibt aber unerwaehnt…

    http://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/ts17136.html

  13. Ulrich J. Becker says:

    Kleine Berichtigung:
    - Die Gesandschaft der israelischen Armee sind insgesamt 220 Mann
    - dazu 15 Mann der Hilfs- und Rettungsorganisation IsrAid
    - 6 Mann ZAKA Bergungs- und Bestattungsteam
    - Forensische Experten der Polizei
    Also insgesamt ca. 250 Mann

  14. Ulrich J. Becker says:

    Und nochwas: Aegypten hat anscheinend doch etwas geschickt. Hier bei Wikipedia eine Liste von den Hilfsleistungen der jeweiligen Laender und eine Karte von allen Laendern die Helfen. Israel ist ganz vorne mit dabei, vor allem mit echten Helfern vor Ort.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Humanitarian_response_by_national_governments_to_the_2010_Haiti_earthquake#.C2.A0Germany

  15. Guerreiro says:

    Nun, CNN hat es gewagt mal ehrlich zu sein.

    http://www.cnn.com/video/data/2.0/video/world/2010/01/18/dnt.cohen.haiti.patients.dying.cnn.html

    Ehrlich gesgat hat mich das schon ein wenig ins staunen gebracht.

  16. Ulrich J. Becker says:

    Danke fuer den Link.

  17. Yael says:

    “Israelische Helfer übel verleumdet

    Ein Amerikaner aus Seattle hat über das Internetportal YouTube den israelischen Helfern in Haiti unterstellt, sie würden dort Organe stehlen, um diese weiter verkaufen zu können. Im Angesicht der bis zur Selbstaufgabe arbeitenden Helfer und der enormen Anstrengungen wird diese Diffamierung wie ein Schlag ins Gesicht empfunden. In dem Video, in dem ein antisemitischer Unterton vorherrscht und Vergleiche zur Apartheid in Südafrika gezogen werden, verweist der Afroamerikaner auf (die nachweislich falschen) Beschuldigungen, die auch schon vor einigen Monaten in Schweden gegen die israelische Armee erhoben wurden. ”

    http://www.israelheute.com/default.aspx?tabid=107

    Das war nur eine Frage der Zeit.

  18. Ulrich J. Becker says:

    Israel wird weitere 100 Polizisten als Sicherheitskraefte schicken…

    http://dover.idf.il/IDF/mini_sites/haiti/13.htm

  19. Zahal says:

    Shalom erst einmal, kann es sein, daß auch ARD die Beiträge zensiert und allzu israelfreundliches nicht veröffentlicht?

  20. Ulrich J. Becker says:

    Hi Zahal,
    ich hatte zweimal versucht einen kritischen Kommentar bei Tagesschau hinter dem Artikel zu lassen und auf diesen Artikel zu verlinken, aber anscheinend bin ich zweimal nicht durch die Zensur gekommen…

  21. [...] – Goldstone: Die Antwort liegt auf der Hand – Israel als anonymer Rettungsengel in Haiti… Selbst beim Titelbild auf der Tagesschauseite&#823… – Haiti und das antisemitische Nachbeben im Net – Fairly definite proof of media [...]

  22. Tobias says:

    Peter hat recht, ihr seid paranoid.

    Und ihr schleudert mit Selbstlob um euch als würdet ihr euch selbst irgendwas beweisen müssen.

    Ihr seid toll.
    Ihr seid hilfsbereit.

    Aber andere sind das auch.
    Wieso sollte man Israel extra erwähnen?

  23. Ulrich J. Becker says:

    Hi Tobias,

    ich denke nicht, dass das Hinweisen auf die israelischen Leistungen von Geltungsbeduerfnis, Unbescheidenheit oder Israelzentrismus kommen.

    Wenn man ueber Jahre sieht, wie Israel fuer negative Meldungen die “andere auch” haben, im Gegensatz zu diesen auf die Titelseiten kommt, aber dann bei positiven Meldungen (und z.B. die Amerikaner berichten sehr wohl darueber), die ueber andere weit hinausgehen, im Gegensatz zu diesen nicht berichtet wird, ist das nicht nur seltsam, sondern aergert auch.
    Es ist halt kaum fair, ueber Italien’s verspaetete Hilfe zu berichten und ueber die ersten die massiv quantitativ und qualitativ vor Ort waren, kein Wort zu sagen.

    Da kommt halt der Verdacht auf, dass man versucht positive Schlagzeilen von Israel fernzuhalten und negative unnoetig zu pushen.

    Zum Thema wie prominent vergleichbare negative Meldungen ueber Israel in der Tagesschau behandelt werden, hier:

    http://aro1.com/wordpress/arye/anti-semitism-antisemitismus/kommentar-ulrich-j-becker-ist-israel-das-17-bundesland-und-wir-haben-es-nicht-gemerkt/

  24. Tobias says:

    Medien berichten immer mit Vorliebe über die schlimmen Nachrichten. Die Ausnahmen sind n paar Lieblinge wie momentan Obama. Aber grundsätzlich wird doch zu aller erst über das Schlechte geredet. Das gilt für Israel eben auch.

    Und das die Amerikaner mehr darüber berichten liegt einfach daran, dass es dort viele Juden gibt.

    Aber gut, ich glaube euch, dass in der Journalismusbranche vllt wirklich einen Hang dazu gibt, über Israel mehr nagativ zu berichten weil Israel nun mal nicht angeseh ist in Deutschland. Das kannst du dann von mir aus eine Israelphobie nennen. Das ist zu kritisieren, weil es die Neutrlität nicht erfüllt. Mit Antisemitismus hat das aber nichts zu tun.

    Israel is nun mal meiner Meinung (und der vieler Deutschen) nach beschissen, schon allein weil es ne konservative und sehr rechte Regierung hat. Und auch das hat nichts mit Antisemitismus zu tun.

  25. Yael says:

    Haiti und das antisemitische Nachbeben im Web

    Und so kann man davon ausgehen, dass die “Organklaugeschichte Haiti” auch bald in breitere Bevölkerungsschichten dringt. Das hat man halt davon, wenn man professionell hilft. Zumindest als Jude.

    http://www.hagalil.com/archiv/2010/01/20/haiti-2/

  26. Ulrich J. Becker says:

    Nicht nur Tagesschau: Ein video der BBC, indem israelische Retter nach einer erfolgreichen Bergung interviewt werden, ohne mit einem Wort zu erwaehnen, dass sie aus Israel sind…

    http://news.bbc.co.uk/2/hi/americas/8464582.stm

  27. Roman says:

    Der Soldat wurde nicht vorgestellt, man hat aber seinen Namen in hebräischen Buchstaben gesehen. Ab Minute 1:40 wird der israelische Rettungskoordinator jedoch korrekt vorgestellt.

  28. fred says:

    Jeder der etwas gutes getan hat, hat ein Lob verdient- auch Israel- ohne Wenn und Aber! Im übrigen – warum sollte ausgerechnet der Staat Israel eine schlechte Regierungspolitik haben, wo sie doch so grosse Mittel zur Hilfe einsetzen?

  29. Zahal says:

    Tobias says:
    January 21, 2010 at 10:12 pm
    “Medien berichten immer mit Vorliebe über die schlimmen Nachrichten. Die Ausnahmen sind n paar Lieblinge wie momentan Obama. Aber grundsätzlich wird doch zu aller erst über das Schlechte geredet. Das gilt für Israel eben auch.”

    Dem muss ich widersprechen und zwar aus eigener Erfahrung. Wenn man jahrelang die deutsche Berichterstattung verfolgt, kann man es ganz klar erkennen, daß anscheinend die Nachrichten fast wichtiger erscheinen als zum Beispiel Russland, Spanien, Saudi Arabien ect. pp.

    Google mal nach den News:

    Israel Treffer: 505.000.000
    Saudi Arabien: 8.480.000
    Spanien Treffer: 73.300.000
    Russland Treffer: 35.100.000
    Nur die USA übertrifft Israel: 1.470.000.000

    Ein Land in der Größe Hessens, ein Land daß zu 80% aus Juden besteht, ein Land, daß seit seiner Gründung um sein Existenzrecht kämpfen muss, ein Land, in dem heute noch über 250.000 Holocaust Überlebende wohnen, die sicherlich in Ruhe leben wollen oder?

    “Aber gut, ich glaube euch, dass in der Journalismusbranche vllt wirklich einen Hang dazu gibt, über Israel mehr nagativ zu berichten weil Israel nun mal nicht angeseh ist in Deutschland. Das kannst du dann von mir aus eine Israelphobie nennen. Das ist zu kritisieren, weil es die Neutrlität nicht erfüllt. Mit Antisemitismus hat das aber nichts zu tun.”

    Auch dem muss ich widersprechen, es hat sehr wohl etwas damit zu tun, Gründe dafür kann man genügend anführen, wie Schuldabweisung, Relativierung und ja, auch Antisemitismus.

    “Israel is nun mal meiner Meinung (und der vieler Deutschen) nach beschissen, schon allein weil es ne konservative und sehr rechte Regierung hat. Und auch das hat nichts mit Antisemitismus zu tun.”

    Und das ist erst recht nicht wahr, Israel ist in JEDER Regierungsform, egal ob links oder rechts kritisiert und im Fokus der Berichterstattung gestanden, und das seit fast vierzig Jahren, übrigens finde ich, daß Deutschland ein Existenzrecht hat, trotz allem. Die negativsten Berichte stammen aus Deutschland und das europaweit, die schlimmsten Anschuldigungen kommen aus Deutschland, aber das hat mit Antisemitismus natürlich nichts zu tun. Wenn es nicht so traurig wäre, würde ich Euch ein eigenes Gaza wünschen, denn so weit wird noch es kommen, keine Bange.

  30. Tobias says:

    Zahal, ich fass jetzt mal zusammen was du schreibst:

    1.Israel bekommt überdurchschnittlich viel Medienaufmerksamkeit.

    2 (unterschwellig, “zwischen den Zeilen”: Die Medienaufmerksamkeit ist überzogen, weil das Land a) sehr viel kleiner als andere Länder ist, b) seit seiner Gründung um das Existentrecht kämpfen muss, c) 250.000 Holocaust-Überlebende, die ihre Ruhe haben wollen.

    3. Die völlig übertriebene und ungerechtfertigt negative Berichterstattung deutscher Medien über Israel (ISRAEL, nicht Judentum) zeugt eindeutig von Antisemtismus.

    4.Israel wurde schon immer krititsiert, egal welche Regierung es hatte, und stand im Fokus der Berichterstattung seit 40 Jahren. Trotzdem findest du, dass Deutschland ein Existenzrecht hat. Und dann wiederholst du, dass Deutschland Israel (ISRAEL, nicht das Judentum) am schlimmsten beschuldigt und dass das von Antisemitismus zeugt. Und zum Schluss wünscht du uns ein eigenes “Gaza”.

    Ist das so richtig?

    Zu 1.: Israel bekommt die Medienaufmerksamkeit zu recht, weil a) der Nah-Ost Konflikt von weltpolitischer Bedeutung ist b) es eine große Debatte gibt, ob das Verhalten Israels richtig ist.

    Zu 2.: a) ist ja wohl lächerlich; b) macht Israel ja für Medien noch viel interessanter! und zu c): Es tut mir wirklich sehr Leid für die Holocaust Überlebenden, die so viel erleiden mussten, dass sie ihr Leben nicht ruhig leben können. Aber deswegen darf die Welt bei neuerlichen Kriegsverbrechen und Staatsverbrechen nicht wegschauen, sondern muss sich intensiv damit befassen. Ich denke, das verstehen insbesondere Holocoaust-Überlebende sehr gut, weil sie vllt nicht so viel erleiden hätten müssen, hätte die Welt damals besser aufgepasst und früher reagiert.

    Zu 3.: Abgesehn davon, das ich nicht der Meinung bin, dass die Berichterstattung ungerechtfertigt negativ ist, kann eine Kritik an einem Staat bei aufgeklärten Menschen doch nicht in Rassismus münden?! Insbesondere wenn die Kritiker immer wieder vor Rassismus und speziell Antisemitismus warnen?

    Zu 4.: Schön, das du Deutschland ein Exitenzrecht eingestehst^^. Und ich glaube, deine Behauptung Israel stünde seit 40 Jahren im Fokus der Berichterstattung ist völlig übertrieben. Aber ansonsten ist es vllt auch verständlich (siehe Punkt 1). Aber was meinst du damit, du wünscht uns auch ein “Gaza”?

  31. Ulrich J. Becker says:

    Deutsche Helfer (es waren insgesamt 31) ziehen ab, Israelis finden noch einen Ueberlebenden und bleiben mit ueber 240 Helfern bis jetzt im Land, zumindest bis das amerikanische Krankenhausschiff da ist…

    http://www.tagesschau.de/ausland/haitihilfe128.html

    http://dover.idf.il/IDF/English/News/today/10/01/2301.htm

    Ach, ja, ich setze mich uebrigens – trotz allem gebauten Mist – fuer das Existenzrechts Deutschlands ein.

  32. Ulrich J. Becker says:

    neue fotos! http://idfspokesperson.com/

  33. Zahal says:

    Tobias says:
    January 23, 2010 at 4:38 pm

    zu 1.ja, definitiv

    zu 2: nein, die Medienaufmerksamkeit ist zwar überzogen, aber die Größe habe ich nur als Vergleich zu anderen Ländern aufgeführt.

    zu b. ja, weil es seit seiner Exitenzgründung ums Überleben kämpft, von den Medien aber sehr erst nach dem ungewollten und nicht verschuldeten 6 Tage Krieg für die Linken (und die sitzen nun einmal an den Hebeln der Macht) vom David zum Goliath mutiert ist und verzerrt, unobjektiv, oft auch sehr feindlich und schlecht dargestellt wird. Ich weiss nicht, woher kennst du Israel? Woher hast DU dieses Weltbild? Hast du dich mit der Geschichte befasst, hast mal die gesamten Hintergründe studiert?

    zu 3. ja, denn Antizionismus ist nur die andere Seite der Medaille und zwar ist das sogar in den EU Richtlinien bezüglich Israelkritik festgelegt. Was du vielleicht nicht verstehen willst, daß es diese Zusammehänge gibt, eindeutig.

    zu 4.Ja, dazu gibt es Studien. Lies einfach einmal.

    Seit den 1960-er Jahren ist die Umkehrung der Wahrheit eine der beliebtesten Propagandamaßnahmen der Gegner Israels gewesen. Eine der am häufigsten genutzten Aussagen war die Beschuldigung, dass das jüdische Volk, Opfer der Nazis, jetzt die neuen Nazis geworden sind, Aggressoren und Unterdrücker der palästinensischen Araber. Zeitgenössische Beobachter haben diese Methode erkannt und als „Umkehrung der Realität” oder „verdrehte Logik” beschrieben. Weil Israels Feinde seit fast einem halben Jahrhundert solche Verleumdungen wiederholen ohne dass ihnen entgegengetreten wird, haben sie allmählich Glaubwürdigkeit gewonnen. Da die Umkehrung der Realität das Grundprinzip der derzeitigen antiisraelischen Propaganda darstellt, ist es wichtig zu verstehen, woraus sie besteht und wie sie funktioniert. Diese Propagandamethode ist ein Produkt Nazideutschlands. Sie ist totalitär, sowohl in ihren Vorgehensweisen – besonders dem Gebrauch des paranoiden Mythos – wie auch in der absoluten Lösung, die sie vertritt. Sie verweigert vollständig jegliche Anspruche Israels und lässt keinen Raum für Introspektion und Kompromiss.

    http://nicht-mit-uns.com/nahost-infos/texte/1fishman0705biglie.html

    Vielleicht hilft dir auch das Buch von Klaus Faber, Julius H. Schoeps, Sacha Stawski: Neu-alter Judenhass, dort haben 31 Autoren und Autorinnen (Juden, Christen, Deutsche arabischer, iranischer und türkischer Herkunft, US Bürger mit und ohne Glaubenszugehörigkeit) sich mit diesem Thema befasst. Zusammengefasst aber zu dem Resultat gekommen sind, welches ich auch vertrete. Oder einen guten Rat von mir, geh doch mal mit einer Kippa durch eine Großstadt oder einfach nur in einem israelischen Shirt.

    “Trotzdem findest du, dass Deutschland ein Existenzrecht hat.”

    Ja, ich setze mich sogar dafür ein.

    “Und dann wiederholst du, dass Deutschland Israel (ISRAEL, nicht das Judentum) am schlimmsten beschuldigt und dass das von Antisemitismus zeugt.

    Wer Israel sagt, meint die Juden, verstehst du das immer noch nicht?

    Im Kontext aktueller Spannungen im Nahostkonflikt sowie in der Folge des Irakkriegs und des Erstarkens des Islamismus nimmt Israelkritik häufig israel- und judenfeindliche Züge an. Infolgedessen wird auch manche Kritik an Israels Politik auf antisemitische Motive zurückgeführt;

    Besonders in Deutschland, aber auch in Frankreich wird ein Schulterschluss (vgl. Querfront) von rechten und linken Antizionisten und Israelkritikern beobachtet. Dabei werden umstrittene Aspekte der israelischen Siedlungs-, Militär- und Sicherheitspolitik oft auch mit dem Dritten Reich oder der DDR verglichen. Damit werden erneut antisemitische Ressentiments salonfähig gemacht und verbreitet.
    Antiamerikanismus, Antikapitalismus, Antikolonialismus und neue Weltverschwörungstheorien verbinden sich mit alten antisemitischen Klischees.

    Recht-linkssextreme Gewalt und recht-linksspopulistische Parteien vernetzen sich stärker und gewinnen Präsenz in Landtagen und Öffentlichkeit.

    Ein zunehmender Teil der Gesellschaft will über 60 Jahre nach dem Kriegsende einen „Schlussstrich“ unter das Thema Holocaust gezogen wissen.

    Zeitgleich sterben die letzten überlebenden Zeitzeugen des Holocaust, so dass ihr persönliches Erleben die öffentliche Wahrnehmung der Vergangenheit nicht mehr beeinflussen kann.
    Im Jahr 2005 veröffentlichte die Europäische Stelle zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit (EUMC) eine Arbeits-Definition von Antisemitismus.

    Antizionismus

    Die Ablehnung des Zionismus, des 1948 gegründeten Staates Israel und seines Existenzrechts nennt man „Antizionismus“.

    Dem Arbeitspapier angefügte “praktische Beispiele” dürften aus Sicht der EU manchen Diskussionen in Deutschland ein Ende setzen: etwa ob gewisse Äußerungen von Politikern “antisemitisch” seien, oder doch “legitime Kritik an Israels Politik” darstellen. Hier einige “praktische Beispiele” aus dem EUMC-Papier:
    Antisemitisch ist:
    Dem jüdischen Volk das Recht auf Selbstbestimmung abzusprechen, etwa durch die Behauptung, der Staat Israel sei ein rassistisches Vorhaben.

    Die Anwendung eines doppelten Standards, indem an Israel Verhaltensansprüche gestellt werden, wie an keine andere demokratische Nation.

    Eine Charakterisierung Israels oder der Israelis unter Verwendung von Symbolen und Bildern des klassischen Antisemitismus wie dem Vorwurf, Juden hätten Jesus getötet oder Blutslegenden.(Ich denke jetzt nur an die Organraublügen)

    Der Vergleich der heutigen Politik Israels mit der Politik der Nazis.

    Juden kollektiv für das Verhalten des Staates Israel verantwortlich zu machen.

    Zu 1.: Nein, der Nahost Konflikt wird künstlich hochgehalten um viele Defizite, die hausgemacht sind zu verschleiern, die arabischen Staaten benutzen die Palaraber. Es gibt Brandherde die wesentlich bedeutsamer sind, aber es gibt dort keine Juden, und von daher ist es weltweit von Bedeutung. Das Verhalten Israels richtig oder falsch? Nun eben deshalb habe ich geschrieben, ihr müßtet euer eigenes Gaza bekommen, daß heisst assymetrisch von Todfeinden bekämpft werden, die nicht ablassen, Euch zu bedrohen, nicht ablassen euch schlechtzumachen, nicht ablassen, euch ins Meer jagen zu wollen, die Charta der Einzelnen lesen, die Geschichte richtig verstehen auch Zusammenhänge begreifen z. B. die Zusammenarbeit weit vor der Gründung des Staates Israel des Mufti’s von Jerusalem mit Hitlerdeutschland und dem Hass, der dahintersteckt.

    Zu 2.: Woher willst du wissen, ob Israel Kriegsverbrechen und der Staat Staatsverbrechen begeht? Warum übersiehst du all die anderen Dinge, die gleichzeitig geschehen, aber keine Zeile wert sind, um in den Medien berichtet zu werden?

    Zu den Holocaust Überlebenden, frag sie mal, ich meine nicht Menschen wie Langer oder Grosser, sondern Menschen, die sich nicht ins Rampenlicht stellen, die werden dir ganz andere Antworten geben, es gibt keinen neuen Holocaust an den Palarabern, das ist ja die perfide Propaganda, die auch hier so gerne ungeprüft weitergegeben wird. Die in Israel lebenden Araber leben BESSER, als in jedem ANDEREN ARABISCHEN STAAT.

    Zu 3.: Ich beobachte die Medien seit Jahren, vergleiche sie mit anderen Krisengebieten und ich kann dir sagen, du bist im Unrecht. Kritik an einem Staat ist erlaubt, eine Hetzjagd auf einem Staat aber nicht. Rassismus wird es, wenn mit doppeltem Standard gemessen wird, wenn man aus den Opfern Täter machen will, wenn man die Opfer mit dieser Taktik noch einmal verhöhnt, wenn man vom Holocaust an den Palarabern spricht, obwohl sie sich beweisbar schneller vermehren als die Juden, wenn man von Apartheid und Ghettos spricht, all das ist eine Umkehrung der Realtität und sehr wohl Rassismus und zwar der Bösartigste und Unausrottbarste, den es jemals gegeben hat.

  34. Zahal says:

    vielleicht ein kleiner Nachtrag:

    Beispiele für das, was Palästinenser “Waffenstillstand”/”Feuerpause” und “Streben nach Frieden” nennen
    und dem, was sie sonst noch an “friedlichen” Äußerungen von sich geben:

    Die Fatah ist stolz auf tödliche Terroranschläge (Palestinian Media Watch, 15.01.2010)

    Aktuelle Berichte von Palestinian Media Watch dokumentieren, die die Terror-Verherrlichung durch die Palästinensische Autonomiebehörde die israelische Regierung dazu veranlasste, formelle Proteste bei den Vereinigten Staaten über die Aufhetzung der PA zur Gewalt zu protestieren. Seitdem geht die Verherrlichung des Terrors durch die PA weiter.

    Die offizielle PA-Zeitung brachte letzte Woche eine ganzzeitige Sonderpassage, um den 45. Jahrestag der Gründung der Fatah-Bewegung zu begehen, einschließlich des Feierns sowohl der Terroranschläge als auch der Terroristen. Unter anderen pries die Zeitung den Anschlag von Dalal Mughrabi, bei dem 37 Israelis getötet wurden.

    Die Zeitung pries die Fatah dafür, dass sie in den 1980-er Jahren Raketen aus dem Libanon auf israelische Städte abschoss. Mehr als ein Drittel der Seite wurde den Lebensgeschichten von 10 hochrangigen Terroristen gewidmet, die als „heldenhafte Schahide“ (Märtyrer) bezeichnet wurden.

    Den Kopf der Seite zierte der Name der Organisation – Fatah – in den ein Sturmgewehr integriert war.

    Es folgt eine Übersetzung des Textes, wie er in der offiziellen PA-Zeitung abgedruckt war:

    Schlagzeile: Am 45. Jahrestag ihrer Gründung: Die Fatah ist weiter Führer des nationalen Kampfes und der Grundstein des palästinensischen Staates

    Militärische Operationen von Qualität:
    Die Revolutionskräfte (Fatah), die den Ribat (religiösen Krieg) im südlichen Libanon betrieben, führten eine Reihe herausragender Operationen durch, von denen die bekannteste die Operation Savoy von 1976 ist [dabei brachten sie ein Hotel in ihre Hand und töteten acht Geisel und zwei Soldaten], der die Operation von Dalal Mughrabi von 1978 [die Bus-Entführung, bei der 37 Israelis getötet wurden] und viele weitere Operationen gegen die nördlichen [israelischen] Siedlungen nahe der libanesischen Grenze folgen, die Israels Militär und Sicherheits-Establishment Schmerzen und schlaflose Nächte verursachte…

    Katjuschas der Fatah im Süden [des Libanon] pulverisierten die Kolonien der Besatzung:
    UNIFIL (die internationalen Truppen im Libanon) … verhinderte nicht, dass die Mitglieder der Fatah-Bewegung und anderer palästinensischen Organisationen ihre [militärischen] Selbstopferungs-Aktionen gegen Israel fortsetzten und 1981 pulverisierten die Katjuscha-Raketen der Fatah die nördlichen Siedlungen [in Israel].

    Fatah rühmt sich immer noch der größten Zahl an Häftlingen und Schahiden [Märtyrern] im Kampf:

    Die Fatah hat die größte Zahl an Häftlingen in den Gefängnissen der israelischen Besatzung… Zusätzlich ist sie die Gruppe, die die meisten Schahide [Märtyrer] unter ihren Kommandeuren und Mitgliedern [in der Vergangenheit] und bis vor ein paar Tagen geopfert hat, als Sondereinheiten der israelischen Besatzungsarmee drei ihrer Mitglieder in Nablus hinrichteten [damit bezieht sie sich auf die drei Terroristen, die von Israel zwei Tage vorher getötet wurden, nachdem sie Rabbi Meir Chai im Dezember 2009 ermordeten].“
    [Al-Hayat Al-Jadida, 6. Januar 2010]

    Wer das so und mit dieser Wortwahl feiert – kann der Frieden wollen? Diese und noch viel mehr “schöne” Statements nicht erst seit heute gibt es hier:

    http://www.nicht-mit-uns.com/nahost-infos/texte/4pafriedenswille.html

    Kürzlich gab es auf Arte eine gute Doku: Allah`s Bräute – einfach mal googlen.

  35. Tobias says:

    Wow, das ist jettzt sehr viel.
    Ich nehm jetzt einfach ein paar Punkte auf, zu allen zu schreiben wird ein wenig viel.

    Ich habe die israelische Geschichte nicht “studiert”, aber mich doch immer wieder mit dem Thema beschäftigt. Ich habe diverse Vorträge gehört, mit Leuten diskutiert (aber nur mit wenigen, die pro-Israel argumentierten) und ich lese in den Medien. Deswegen kannich mit euch kaum über Details reden, sondern mehr über grundlegende Dinge.

    Diese “Umkehrung der Realität” ist natürlich eine witzige Sache. Denn was ist schon Realität?? Jeder nimmt sie anders war und es ist nur logisch, das derjenige der komplett andere Meinung ist als ich, von meiner Sicht aus die Realität genau umkehrt. Verstehst du?

    Dieser “Opfer-wird-zum-Täter” Mechanismus, der den israelischen Juden vorgeworfen wird, ist finde ich sehr häufig in der Geschichte zu beobachten. Gerade eben passiert bei den Albanern und den Serben etwas ganz ähnliches.

    Israel aber einen neuen Holocaust gegen Araber vorzuwerfen ist völlig überzogen. Da wird wieder mit dem Begriff herumgespielt und das ist absolut unsensibel und mindert die grausige Einmaligkeit dieses Begriffs.

    Auch in anderen Dingen bin ich einer meinung mit dir. Z.B. wie es den in Israel lebenden Arabern geht. Ob es ihnen nun wirklich besser geht, weiß ich nicht und finde ich eine ein wenig selbstlobende Ansicht, aber es geht ihnen nicht schlecht.

    Aber darum drehen sich die Anschuldigungen gegenüber Israel doch garnicht, oder? Es geht doch um den Umgang mit den Palästinensern?

    “Juden kollektiv für das Verhalten des Staates Israel verantwortlich zu machen.” So eine Ansicht ist einfach nur bescheuert und ist natürlich Antisemitismus. Es gibt ja auch genügend Israelisische Juden, die sehr gegen Israels Vogehenweise sind. Ganz zu schweigen von nicht in Israel lebenden Juden, die ja gar keinen Einfluss auf die Politik dort haben.

    Außerdem stimme ich dir auch zu, das der Antisemitismus in Deutschland wieder zu nimmt. Das ist extrem besorgnis erregend und hängt eindeutig auch mit dem deutschen Bildungsproblem zusammen. Einer Studie nach halten 7,5% der in Deutschland lebenden Jugendlichen die Klichees, Juden wären arrogant und geldgierig für wahr. Ich mein, wie dumm muss man sein??!
    Ein Problem hab ich allerdings mit Äußerungen wie Romans auf seinem Blog, “Juden ins Gas” sei ein Standard-Spruch in Deutschland.

    “Wer Israel sagt, meint die Juden, verstehst du das immer noch nicht?”
    NEIN, das stimmt einfach nicht! Bei mir nicht und bei allen meinen Bekannten ist das NICHT so. Vieleicht irgendwelche Vollidioten, aber bei gebildeten Leuten ist das nicht so.

  36. Tobias says:

    Hab dein Nachtrag grad erst gesehn.

    Also wenn das stimmt, das diese Zeitung sowas schreibt und das das offiziell abgesegnet wird, dann muss ich meine meinung ändern und euch zustimmen, das man auch bei der Fatah keinesfalls mehr von “gemäsigt” sprechen kann.

  37. Zahal says:

    Tobias says:
    January 24, 2010 at 1:22 am

    ja, das ist sehr viel, aber die Geschichte könnte ja auch Romane füllen und hat sie auch gefüllt. Aber schön, daß du dich für dieses Thema interessierst und vor allen Dingen ohne zuviele Vorurteile und nicht mit antisemitschen Tendenzen hier schreibst.

    Zur Umkehrung der Realität gibt es dennoch Fakten, die nicht übersehen werden dürfen, ich kann dir nur sagen, wenn man sich mit den Hintergründen beschäftigt, ohne je parteilich werden zu wollen, dann muss der gesunde Menschenverstand etwas anderes sagen, als dass, was die Medien seit Jahrzehnten einseitig proklamieren. Du wirst unter den Israelfreunden KEINE ignoranten Menschen finden, du wirst anständige, hochgebildete und vor allen Dingen im Herzen mit einen Gerechtigkeitssinn ausgetattete Menschen finden. Versuch mal, dich in dieser Bloggerszene durchzulesen, du wirst, im Gegensatz zu den Behauptungen der “Qualitätsmedien” Beweise finden, Beweise, die nicht an die breite Masse herangetragen werden. Und wirkliche Beleidigungen wirst du nur in den Kommentarspalten der Israelgegner finden, ansonsten versuchen diese Menschen wirklich sachlich zu diskutieren, ohne hysterisch zu agieren.

    Vielleicht ein kleiner Einstieg in die Materie: Der ziemlich links stehende Historiker (links heisst sehr israelkritisch) Yaakov Lozowick hat ein gutes Buch dazu veröffentlicht: Israels Existenzkampf, dort werden auch die Fehler Israel beschrieben, die natürlich, wenn man den Kontext versteht, nicht ausbleiben, wer ist schon perfekt, aber er sieht realistisch die Entwicklung bis heute, er räumt mit dem Mythos der “Gewaltspirale” auf, und entgegen der westlichen und arabischen Propaganda widerlegt er Diffamierungen und daß an diesem Konflikt Israel als der Alleinschuldige verurteilt wird, aufgrund Fakten, keiner Propaganda.

    Daß die Palaraber nicht so geachtet (Vorsicht, Misstrauen) werden, wie die eigenen, bzw. die in Israel lebenden, Drusen, Christen, Beduinen, ergibt sich aus dem Hass, ja aus dem Hass, der den Kindern schon eingebläut wird, denn mit Jordanien und Ägypten kam es ja auch zu Frieden, nach langen Verhandlung, aber es kam und zwar, weil sie der Gewalt abgeschworen hatten.

    Hier mal einige Seiten, die den Konflikt wirklich beleuchten:

    http://www.nicht-mit-uns.com/nahost-infos/

    Das ist eine deutsche Seite, kein Jüdische, aber weiter, Nonie Darvish ist Ägypterin, lesenwert:

    http://anti.blogsport.de/2009/01/27/nonie-darwish-schluss-mit-dem-fluechtlingsstatus-des-palaestinensischen-volkes/

    Hier gibt es Infos zur Historie OHNE Propaganda, alles belegt durch Zeitzeugen.

    http://www.digmuenchen.de/contray/html/nahostkonflikt/nahostkonflikt-historie/palaestina—beschaffenheit-des-landes/

    Hier gute Video:

    http://www.conceptwizard.com/nutoo/nutshell3.html

    http://media0.terrorismawareness.org/files/What-Really-Happened.swf

    Und hier auch eine jüdische Sichtweise:

    http://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/German/

    Das der Judenhass in bildungsfernen Schichten, und ich hoffe, wir meinen beide die Gleichen, übermässig präsent ist, ist ein Alarmzeichen, bedingt aber auch durch Indoktrinierung bestimmter Gruppen und dagegen muss etwas getan werden und das kann man nur mit Fakten, bis heute muss man jüdische Synagogen, Kindergärten und Schulen, sowie Friedhöfe und Botschaften schützen, oder hast du mal gehört, daß hier in Deutschland muslimische Moscheen angezündet werden oder Friedhöfe verschandelt?

    “Juden ins Gas” ist ein Standardspruch in Deutschland, aber nicht von Deutschen ausgesprochen, so leid es mit tut, er hat Recht, erst Anfang 2009 ist das öffentlich auf deutschen Strassen skandiert worden, man nahm israelische Flaggen aus den Fenstern, der “Grüne” Karsli bezeugte laut während einer Demo : Heute sind wir alle Hamas, welches auch nach Anzeige bei der Staatsanwaltschaft nicht geahndet wurde, Kindermörder Israel, Frauenmörder Israel darf man heute wieder auf Deutschlands Strassen rufen……und das ist erschreckend, denn der Sündenbock, das zeigt die Geschichte, war immer sehr schnell ausgemacht.

    Einen schönen Sonntag, vielleicht befasst du dich ja einmal mit den Fakten, allerdings sage ich dir gleich, du wirst viele Gegner haben, manchmal zu viele.

    Shalom

  38. Tobias says:

    Ich schreib gleich was längeres, aber jetzt muss ich euch doch kurz ne ganz große Neuigkeit verkünden.

    Gerade eben in der Tagesschau wurde erwähnt, das die Helfer, die einen Mann selbst 11 Tage nach dem beben und nach dem offiziellen Stop noch geborgen hatten, israelische Helfer waren!!

    Kleine Sensation, oder?

  39. Tobias says:

    Danke, Zahal, für die vielen Infos. (:
    Ich werde sie mir möglichst bald alle durchlesen..

    Zu ein paar Dingen möchte ich aber gleich was sagen:
    Mitunter auch auf diesem Blog habe ich sehr wohl viel Ignoranz erlebt. Aus meiner Sicht natürlich. Und aus meiner Sicht ist die ganze Haltung Israel ignorant. Insbesondere was den Siedlungsbau angeht.
    Hier zum Beispiel.
    http://blog.jewish-dating.de/21-01-2010/mordechai-kedar-auf-al-jazeera/
    Dieser Kedar in dem Video – unglaublich! “Wir bauen dort was wir wollen”. Na klar, so wird Frieden geschaffen, aber sicher!

    Und die Situation der Muslime in Deutschland ist es nicht gerade rosig. Weil bei einem Großteil der Jugendlichen mit Migationshintergrund die Bildung so schlecht ist, haben viele Deutsche extrem schlchte Erfahrungen mit ihenen gemacht. Ich glaube, der Anti-Islamismus ist in Deutschland stärker ausgeprägt als der Antisemitismus. Dazu kommt, das Antisemitimus gesellschaftlich absolut nicht toleriert ist, der Anti-Islamismus aber schon eher.
    In der Schweiz sind sie ja jetzt völlig abgedreht und verbieten die Minaretten. Das nenn ich mal Diskriminierung!

    Standard-Spruch. Ich glaube wir verstehen komplett andere Dinge unter Standard. Es ist doch nicht Standard wenn ein paar Trotteln so einen Scheiß sagen!

    Gegner? Weil ich mich mit dem Nah-Ost-Konflikt auseinandersetze? Ich weiß ja nicht was du dir unter meinem Bekanntenkreis vorstellst… Nicht mal die Populisten-Nazis dürfte das stören.. neulich schrieb mir einer, er hätte nichts gegen Juden, sondern nur was gegen Türken. Als ob das was ändern würde..

    Also vielen Dank nochmal für die Infos,
    und auch dir einen schönen Sonntag Abend.

  40. Ulrich J. Becker says:

    Die Tagesschau, hat das Selbstverstaendliche tatsaechlich geschafft!

    Glueckwunsch und weiterhin gute Besserung wuenschen wir.

    http://www.tagesschau.de/multimedia/video/sendungsbeitrag32900_res-flash256.html

  41. Zahal says:

    @Tobias, nur ganz kurz, nicht alles, was in den Medien als Siedlung bezeichnet wird, sind auch wirklich Siedlungen, das meiste sind Vororte von Jerusalem. Insofern ist es weder arrogant noch überheblich, wie der jüdische Sprecher bei Al Jazeera reagiert hat.

    In den internationalen Medien und in der Politik ist das Siedlungsthema ein derart heißes Eisen geworden und von so vielen Vorurteilen belastet, dass die eigentlichen Sachthemen verschleiert werden. Es kann durchaus nützlich sein, einige Beobachtungen und grundlegende Fakten aufzulisten. Die Siedlungen werden derzeit als Haupthindernis für den Frieden dargestellt, aber die Araber haben bereits Frieden zu schließen abgelehnt, als es noch keine einzige Siedlung gab. Wie lässt sich dieser Sachverhalt erklären?

    1.) Der einzige Zeitraum in der jüngsten Vergangenheit, in dem es den Juden nicht erlaubt war, in Judäa und Samaria zu leben, war während der 19 Jahre der jordanischen Besatzung zwischen 1948 und 1967. Vor diesem Zeitraum hatten die Juden überall in den genannten Gebieten gewohnt, in Ostjerusalem liegen sogar die ehemaligen jüdischen Viertel, aus denen die Juden nach der Besetzung durch Jordanien vertrieben wurden, genau wie aus Samarai und Judäa, dort liegen ALLE religiösen Stätten, liegen Friedhöfe ect.

    2.) Nach dem Sechstagekrieg, in dem Israel Judäa und Samaria eroberte, weigerten sich die arabischen Staaten, über die Zukunft dieser Regionen zu verhandeln. Die Israelis, die diese Regionen, in denen ihre Vorfahren gelebt und sich ihre Kultur entwickelt hatten, nun wieder betreten konnten, hatten das natürliche Verlangen, in diese Gegenden zurückzukehren.

    3.) Die israelische Regierung erlaubte den Siedlungsbau auch deswegen, weil die Siedlungen bei künftigen möglichen Angriffen zu Verteidigungszwecken genutzt werden konnten.Dazu mußt du aber die geographischen Begebenheiten kennen.

    4.) Heute leben etwa 300.000 Siedler in sogenannten Siedlungen in Judäa und Samaria – einige von ihnen sind Städte mit über 30.000 Einwohnern. Etwa 80% der Siedler leben in Ortschaften, wie Ma’ale Adumim und Gush Etzion, die eigentlich Vororte von Jerusalem sind.

    5.) Die Siedlungen umfassen insgesamt 1,7% der Gesamtfläche jenseits der grünen Linie.

    6.) In den letzten Zehn Jahren war das natürliche Wachstum in den Siedlungen für etwa 60% des gesamten Bevölkerungszuwachses verantwortlich, der Rest ist im Wesentlichen auf neue Einwanderer zurückzuführen.

    7.) Das internationale Recht ist in dieser Frage nicht so eindeutig und schwarz-weiß wie dies häufig behauptet wird. Es gibt internationale Rechtsexperten, die die Siedlungen nicht für illegal halten – insbesondere solange über die Zukunft dieser Regionen noch verhandelt wird.

    8.) Israel hatte 14 Vorbehalte gegen die Road Map geltend gemacht, der Hauptpunkt war die Ablehnung des Planes, den Siedlungsbau zu stoppen.

    9.) Israel hat in der Vergangenheit einige Siedlungen zerstört und somit Tausende Siedler, sowohl aus dem Sinai als auch aus dem Gaza-Streifen, entwurzelt.

    10.) In Judäa und Samaria hat es noch nie einen unabhängigen arabischen Staat gegeben, insbesondere keinen „palästinensischen“ Staat.

    Diese Punkte legen nahe, dass die Siedlungen nicht das eigentliche Problem bilden. Von den Arabern werden sie allerdings als solches dargestellt, um von ihren eigenen Unzulänglichkeiten abzulenken und Israel als den Schuldigen hinzustellen. Die Menschen scheinen der Meinung zu sein, dass für jeden jüdischen Siedler, der sich niederlässt, ein Araber die Region verlassen müsse. Erschreckenderweise haben große Teile der internationalen Gemeinschaft diese Darstellung akzeptiert. Es ist jedoch nicht schwierig, ein überzeugendes Plädoyer für die Existenz der Siedlungen zu halten, das sich auf internationales Recht, historische Verbundenheit mit dem Land und moralische Gerechtigkeit stützt.

    Das eigentliche Problem besteht jedoch darin, dass Mahmoud Abbas und die palästinensische Autonomiebehörde auch Akko, Haifa, Netanya, Tel Aviv und Beerscheba als jüdische Siedlungen bezeichnen, die in Städte liegen, die den Arabern gehören. Solange diese Haltung vorherrschend ist, liegt ein Frieden wirklich in weiter Ferne. Erklärungen dazu hatte ich schon gepostet.

    Ich habe übrigens gegen NIEMANDEN etwas, aber wenn ich religiösen Hass und Herrschaftsansprüche bemerke, habe ich sehr wohl etwas gegen Hassprediger und den politischen Islam, der gegen ALLES, was anders ist, seinen Hass verbreitet. Islamismus ist keine Kinderkrankheit, sie ist gefährlich, aber als Ideologie.

    REGEL 3. BESCHULDIGE DIE SIEDLUNGEN

    Schwäche palästinensische Angriffe ab, indem Du israelische Opfer als “Siedler” etikettierst und die Ziele der Angriffe als “Siedlungen” oder “besetzte Gebiete”. Bezeichne die Jerusalemstadtteile “Gilo” und “French Hill“ als “Siedlungen” und “Siedlerenklaven”, obwohl sie seit 30 Jahren ein Teil von Jerusalem und für Zehntausende jüdischer Mittelklasse-Familien ein zu Hause sind. [ CNN, Reuters, AP und andere ]. Wenn möglich, bezeichne israelische Städte innerhalb der grünen Linie, wie Sderot, ebenfalls als “Siedlungen”. [The Guardian, 17.April ].

    Weiterhin betitle alle jüdischen Opfer in der Westbank oder in Gaza als “Siedler”, sei es ein 14-jähriger Junge oder ein 10 Monate altes Baby.

    Schaffe für die israelischen Bewohner in den Bereichen von Jerusalem, der Westbank und von Gaza eine neue, nichtzivilistische Entität, wie die New York Times, die von israelischen “Soldaten, Siedlern und Zivilisten.” spricht. [10. März]

  42. Roman says:

    Lieber Tobias, bitte tue mir und dir einen Gefallen und kauf dir ein Buch zum Thema. Ich kann dir wirklich sehr ein Buch aus der BPB empfehlen:

    http://www.bpb.de/publikationen/97CE06,0,0,Israels_Existenzkampf.html

    Es kostet nicht viel und erspart uns dir die Basics des Konflikt immer wieder erklären zu müssen. Du verfolgst mich ja durch mehrere Blogs hinweg und strapazierst meine Nerven mit dem Fehlen von Grundwissen. Bitte, bitte, lies ein Buch zum Thema! Es muss auch nicht das oben genannte sein.

  43. Ulrich J. Becker says:

    Israel hat sich die Haitihilfe mindestens 40 Millionen Schekel (ca. 8 Millionen Euro) kosten lassen.

    http://www.haaretz.com/hasen/spages/1144358.html

    Wenn ich mich richtig erinnere, war das der gleiche Betrag den das um einige male reichere Deutschland fuer Haiti an Hilfe ausgab.

  44. Dirk says:

    Im besagten Artikel wurde das besagte Bild mit den israelischen Helfern inzwischen entfernt…. Juden als Helfer war dann wohl auch für die ARD zu viel des Guten :-( (

  45. Ulrich J. Becker says:

    Hi Dirk, ja, traurig, aber kaum ueberraschend. Ich hatte nicht von ungefaehr gleich ein Printscreen gemacht… ;)

  46. Tobias says:

    Hmm… also ich weiß nicht… aber ich habe so ein bischen das Gefühl, ihr übertreibt gerade etwas…^^

  47. Ulrich J. Becker says:

    Haiti: Israelische Hilfe in Zahlen
    HonestReporting Media BackSpin, 28. Januar 2010
    http://backsp.wordpress.com/2010/01/28/haiti-israelische-hilfe-in-zahlen/

    Israels Hilfskräfte in Haiti haben heute ihre Arbeit beendet, aber ein Großteil der medizinischen Ausrüstung wird als Geste der Unterstützung vor Ort gelassen.

    314 Operationen durchgeführt.

    16 Endbindungen vorgenommen.

    1.102 Haitianer ärztlich versorgt.

    Etwa 30 israelische Familien wollen haitianische Waisenkinder adoptieren.

    4 haitianische Überlebende von israelischen Rettungsteams aus den Trümmern geborgen.

    Von allen internationalen Teams zusammen 132 Haitianer aus den Trümmern überlebend geborgen.

    15 Patienten werden gegenwärtig noch im Feldlazarett versorgt.

    112.250 Tote nach offizieller UNO-Zählung (Haiti geht von etwa 170.000 und mehr aus).

    0 Organe entnommen.

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