Ulrich J. Becker, Kirjat Ono, 15.04.5770 (TuBeSchwat)

 

schneider

Richard Chaim Schneider

  

Herr Schneider hatte ueber Facebook folgende Ankuendigung fuer seine neuen Film gemacht:

   

“BITTE VORMERKEN: Am 2.Februar 2010 um 22.00 h läuft im WDR [Fett von mir] meine neueste Reportage: ‘Die Gottesfürchtigen auf dem Vormarsch. Reise in ein unbekanntes Israel’. Viel Spaß beim Gucken!”

 

Ich las es, und war ehrlich interessiert. Ich hatte Herrn Schneider ueber seine Tagesschauberichte eigentlich als recht ausgewogene Erfrischung nach den vorherigen eher einseitigen anti-israelischen Korrespondeten empfunden.

Ja, ich fand es ein Lob wert, dass in seinem Beitrag im Gasakrieg eine der wenigen (oder sogar einzigen) Filmaufnahmen vorkam, wo man als Zivilisten verkleidete Hamaskaempfer sah, mit Kalaschnikovs unter den Pullis und Jacken. Er auesserte sich auch der Hamas gegenueber kritisch. Auch erwaehnte er das Leid der israelischen Zivilbevoelkerung und zeigte Bilder von einer Familie in Gasa, die am reich gedeckten Tisch assen, waehrend der Krieg vor dem Fenster tobt. Das ist leider keine Selbstverstaendlichkeit im Nahostmedienbusiness und verdient Anerkennung!

  

  

 

Aber leider war er auch Autor eines eher antiisraelischen Propagandabeitrags zum Thema Stadt Davids/Silwan, was mich etwas ueberraschte und enttaeuschte.

 

 

Nun die Ankuendigung zu einem neuen Film ueber “Die Gottesfuerchtigen“. Kurz dachte ich: Wow, macht er wirklich einen Film ueber die zunehmende Islamisierung der israelischen Araber?! Das ist wirklich mal eine Ausnahme und gegen den Mainstream. Aber schnell kam mir ein komisches Gefuehl auf und ich googelte mich zum WDR, der die Reportage anpreist, wo man unter anderem folgendes lesen kann:

 

“Selten hat es in einer israelischen Regierung so viele Hardliner, Fromme und Extremisten gegeben wie in der neuen Regierung Netanjahu. Wie konnte das kommen?

[…]

Wieso entwickelt sich eine westlich orientierte Demokratie allmählich zu einem orientalisch geprägten Land, das sich zunehmend verschanzt?”

 

 

Irgendwie kamen mir diese Frasen bekannt vor und man konnte sich denken, worum es da geht. Also beschloss ich mich, auf den Facebookeintrag von Herr Schneider zu antworten und nach der Beschreibung des WDR ein wenig Zweifel an der Ausgewogenheit in diese feierliche Ankuendigung einzuschmeissen. Ging es hier doch offenbar wieder darum Israel als das Land der Fanatiker, der “Extremisten”, der Rechten und religioes Durchgeknallten zu verkaufen. Da ich mich selbst zum national-religioesen Spektrum rechne, weiss ich aus erster Hand, was das fuer ein Quatsch ist und wie sehr man suchen muss, um ein paar wirkliche “Extremisten”. 

Hier also der Dialog der Kommentare auf Facebook:

 

Eine Benutzerin: “hab ich gemacht…freue mich darauf

 Ich: Sorry, aber bei der WDR Vorschau hoerte es sich eher wie das uebliche Religioesen-Bashing an, aber vielleicht wird man ja auch angenehm, ausgewogen und tiefgruendig ueberrascht anstatt national religioese Israelis als die neuen Taliban zu verleugnen…”

Andere Nutzerin: das ist so ziemlich der blödeste Kommentar, den man VOR einer noch nicht gesehenen Sendung überhaupt abgeben kann.”

 Ich: “Wieso entwickelt sich eine westlich orientierte Demokratie allmählich zu einem orientalisch geprägten Land, das sich zunehmend verschanzt?”

 Die gleiche Nutzerin: aha. und?”

 Ich: und dazu: “Selten hat es in einer israelischen Regierung so viele Hardliner, Fromme und Extremisten gegeben wie in der neuen Regierung Netanjahu. Wie konnte das kommen?”

 Anderer Nutzer: interessant: die “gottesfürchtigen” gleich mit den “taliban” zu assoziieren. und den orient mit – ja was? – etwas “sharia-gesteuertem”…?
bin neugierig, wie Richard dieses offensichtlich bereits im vorfeld sensible thema meistert :-)
 

Andere Nutzerin: “Selten hat es in einer israelischen Regierung so viele Hardliner, Fromme und Extremisten gegeben wie in der neuen Regierung Netanjahu. Wie konnte das kommen?” Ja und, Herr Becker?? Stimmt doch. Kann man doch fragen.”

Ich: Was verstehen Sie denn unter “Hardliner” und “Extremist”. Damit werden z.B. Hamaskaempfer von der ARD beschrieben. Lange nannten sie auch Scharon einen “Hardliner”, bis sie irgendwann nichtmehr wussten, wie sie es nennen sollten, als er aus Gasa abzog… ;)
Jeder kann solche Begriffe benutzten, auch Koehler und Westerwelle kann ich als Hardliner bezeichnen, die Frage ist nur worin genau…”

 

Und hier schaltete sich Herr Schneider selbst ein, und gab zu verstehen, dass in seiner langen, sicherlich ereignisreichen, diskussionsdurchschnittenen Journalistenkarrie, mein Kommentar einen negativen Hoehepunkt darstelle. Interessant. Ich wuensche auf jeden Fall jedem Journalisten solch eine ruhige Karriere und solch gemaessigte kritische Worte…

 

Richard C. Schneider: “Lieber Herr Becker, ich habe ja schon irre Dinge in meinem Leben als Journalist erlebt. Daß z.B. Menschen nach Ausstrahlung eines Films von mir ihn schrecklich fanden – ihn aber gar nicht gesehen hatten, wie sich bei einer Nachfrage herausstellte. Aber das ist mir neu: meinen Film schon schlecht finden, BEVOR er ausgestrahlt wurde! Wow! Das ist wirklich lustig!”

 

Ich: ich habe nicht gesagt, dass ich Ihren Film schlecht finde – wie kann ich auch, wenn ich ihn nicht gesehen habe! ich habe gesagt, dass die ankuendigung sich eher einseitig anhoert… das kann auch eher mit dem wdr zusammenhaengen…?”

 

 

Und jetzt seid ihr gefragt! Glaubt ihr, dass ich ueberreagiert habe? Meint ihr, dass ich voreilige Schluesse von typischen israelkritisch Saetzen auf den ganzen Film ziehe? Oder hat Herr Schneider etwas in seiner Reaktion uebertrieben? Hab ich mich getaeuscht? Ist es trotzdem der uebliche antiisraelische Schmarn von boesen religioesen Juden oder nicht?

Schreibt eure Meinung und vor allem habt ihr die Chance den WDR Bericht zu sehen und zu richten, wer nun ueberreagiert hatte und wie der Film nun wirklich ist? Hier in Israel bekommen wir sowas ja leider nicht ;) Ich bin gespannt.



27 Comments to “Ein kritischer Wortwechsel mit Tagesschaukorrespondenten in Israel Richard C. Schneider zu seinem neuen Film – Entscheidet selbst…”

  1. Y.Samuel says:

    Naja, man muss abwarten: Das kann (muss aber nicht) auch mit dem WDR zusammenhängen, der das ganze ja für die Programmzeitschriften und die HP labelt und da sicher ein bißchen auf die deutsche Mehrheitsmeinungspauke hauen muss, um Aufmerksamkeit zu kriegen.

    Aber es wäre schon interessant, mal die Rezeption der Regierung Netanjahu in Deutschland und dem Westen mit den realen politischen Positionen zu vergleichen. Ohne damit jetzt sagen zu wollen, dass ich mich in Israel zum nationalreligiösen Lager zählen würde ;)

    Aber Lieberman vorzuwerfen, er treibe Israel in Richtung jüdischer G’ttesdiktatur, wie es z.B. der Spiegel oder auch die ARD nach der Wahl taten, ist einfach Blödsinn. Da hat man wieder jemanden nach Israel geschickt, der kein Hebräisch spricht, anscheinend ;)

    Zurück zum Thema: Es wäre nicht die erste WDR-Reportage, die zu diesem Thema fehlgeht, wobei es natürlich legitim ist, den Einfluss der Siedlungsbewegung generell zu untersuchen. Unfair daran ist in meinen Augen eher, dass man eben keine ebenso kritische Reportage über die (israelischen) Araber dreht…klassischer Doppelstandart…deutsche Medien eben.

  2. Roman says:

    Ulrich, du bist ein Hardliner! :)

  3. Schula says:

    Über den Film kann man natürlich noch nichts sagen, obwohl der einführende Text nicht viel Gutes vermuten läßt. Aber daß Herr Schneider (von den anderen zu schweigen) deine Fragen nicht mal beantworten kann, ist unmöglich und läßt etwas tief in dessen journalistischen Fähigkeiten blicken.

  4. Ruth says:

    Danke, dass Du ein Photo von Richard C. Schneider veroeffentlich hast. Jetzt weiss ich endlich, wer der Mann war, dem ich im Sommer beim Rueckflug von Muenchen in der Wartehalle und im Autobus zuhoeren und zusehen konnte. Da liess er sich sueffisant darueber aus, dass es sich in Israel kaum aushalten laesst und dass in Ramallah normale Menschen waeren usw. Sein Duenkel fiel mir unangenehm auf.

    Nein, ich finde nicht, dass Deine Bemerkungen uebermaessig scharf waren. Herr Schneider dagegen scheint mir uebermaessig empfindlich zu sein.

  5. Schula says:

    “Da liess er sich sueffisant darueber aus, dass es sich in Israel kaum aushalten laesst und dass in Ramallah normale Menschen waeren usw. Sein Duenkel fiel mir unangenehm auf.”

    Dann sollte man ihm den Vorschlag machen, nicht für Deutschland den Korrespondenten zu spielen, sondern für die Palästinensern. Dort kann er es dann besser aushalten. Unglaublich dieser Mann. :(

  6. heplev says:

    Uli, du hast leider völlig recht.
    Schneider war der einzige öffentlich-rechtliche Korrespondent, der mal über die Zerstörungen durch die Waqf auf dem Tempelberg usw. berichete. Eine Menge gute Sachen hat er gebracht.
    Aber er hat/hatte auch gewaltige Aussetzer, bei denen er richtigen Müll von sich gibt. Und das könnte mal wieder einer davon zu sein. In letzter Zeit nehmen sie leider zu.
    Von daher ist dein Verdacht völlig in Ordnung. Und was deutsche Journalisten normalerweise von Kritik halten, ist ja auch bekannt. Ganz abgesehen davon, dass sie offenbar nicht wirklich lesen können, sondern Texte nur auf Stichworte hin durchwühlen, um sich dann angegriffen zu geben.

  7. Leser says:

    Kleiner Tip, um die Sendung aus dem Ausland zu sehen:
    über zattoo (p2p-Programm) oder ähnliches TV-Streaming-Programm (gibt noch ein paar andere).
    Bei Zattoo muß man evtl über einen deutschen Proxyserver gehen wg der IP – gibt aber noch andere ähnliche Programme, wobei die öff-rechtl. Sender meist kein Problem darstellen, da sie ‘offiziell’ gestreamt werden…

  8. Leser says:

    Nachtrag:

    über das client-Programm könnte es Probleme geben, aber über deutschen Proxyserver http://www.zattoo.com anwählen, dann müsste es gehen. Da gibt es alle öffentlich-rechtlichen Programme kostenfrei.

  9. Leser says:

    Nachtrag:

    über das client-Programm könnte es Probleme geben, aber über deutschen Proxyserver http://www.zattoo.com anwählen, dann müsste es gehen. Da gibt es alle öffentlich-rechtlichen Programme kostenfrei.

    hoffentlich nicht zu spät, bin nur durch Zufall auf diese interessante Seite gestoßen…

  10. Gudrun says:

    Ich habe die Sendung gesehen. Was in Judäa und Samaria abgeht, stellt Richard C. Schneider in keinen Zusammenhang, es wird weder angegeben, wieviel Prozent der Bevölkerung zu diesen orthodoxen Siedlern und zur Shass gehört, welche Rolle die Araber in der Gegend spielen, man sieht keinen einzigen, nur ein Blick auf ein fernes Dorf wird eingeblendet, und er behauptet, die Olivenbäume gehörten den Arabern (wenn ich’s recht verstanden habe), man versteht auch nicht, warum da hin&wieder die israelische Armee anrückt und die Anfänge der Siedlungen niedermacht, kein Politiker anderer Parteien kommt mit einem noch so kleinen Interview vor.

    Von der rechtlichen Lage wird nichts gesagt: Was heißt Besatzung? Wem hat das Land vorher gehört? Die Jordanier herrschten dort bis 1967 widerrechtlich, das Gebiet war nie ein Staat, es gehörte als Territorium zum osmanischen Reich. Lebten dort bis 1948/49 Juden? Wenn ja, wo sind sie geblieben?

    Zwar kann man in einer halben Stunde keine Grundsatzeinführung in die Geschichte Palästinas geben, aber einige Koordinaten sind notwendig, und die hätte Richard C. Schneider bringen können – er hat aber anscheinend eine Anekdote erzählen wollen: Was es aber auch alles auf der Welt gibt!

    Als ich den Film sah, dachte ich an Robinson Crusoe, der lebte auch auf einer Insel. Bei ihm macht sich ebenfalls niemand Gedanken über Zusammenhänge, gar politische.

    Aber ‘ne schöne Landschaft hat er vorgeführt. Danke dafür, WDR!

  11. Roman says:

    Ulrich, hast du die Sendung sehen können? Ich habe sie aufgezeichnet.

  12. Ulrich J. Becker says:

    In Israel gibt es kein WDR, also gerne wuerd ich sie mir mal ansehen, und versuchen eine ehrliche Antwort und Einschaetzung zu schreiben. Also danke, wenn du weisst, wie man es auf einfache Art sehen kann.

  13. Gudrun says:

    Ich hatte den Eindruck, er wollte die absolute Gleichheit dieser Juden mit radikalen Arabern demonstrieren. Da er keinerlei Angaben macht darüber, welchen Stellenwert diese Juden haben, wieviele es sind usw. können deutsche Zuschauer, die nicht wie wir in der Materie sind, annehmen, das wäre die “jüdische Hamas”. Er bringt viele Einzelheiten dazu, so die Kinderzahl, sie sind dankbar, sie kriegen viele Kinder, die dann auch Shass wählen. Das ist genau das, was Islamkritiker heute von den muslimischen Saatfeldern sagen. Und es stimmt ja auch, die bekommen mehr Kinder, genau wie die Haredim. Es gehört bei Juden nur in einen anderen Kontext als bei Muslimen – oder kriegen ALLE israelischen Paare viele Kinder, so wie in den islamischen Staaten?

    Ist Richard Chaim Schneider von Haus aus Jude, oder ist das ‘n “Stephan Kramer”?

  14. Schula says:

    “Ist Richard Chaim Schneider von Haus aus Jude, oder ist das ‘n “Stephan Kramer”?”

    Was hat das damit zu tun?

  15. Gudrun says:

    Schula, DAS kann auch nur fragen, wer die Äußerungen des Stephan Kramer nicht kennt!

  16. Schula says:

    Ich kenne Kramer, aber was hat das damit, ob Schneider “von Haus aus Jude ist”? Ist doch ne einfache Frage oder?

  17. Roman says:

    Schula, hast du mir nicht vor ein paar Tagen noch beweisen wollen, dass es zwischen geborenen und konvertierten Juden keinen Unterschied gibt?

    Warum willst du das also wissen?

  18. Schula says:

    Ich möchte einfach gern wissen, was dahinter steckt, wenn man wissen will, ob Schneider ein Jude von Haus aus ist.

  19. Schula says:

    Ich möchte einfach gern wissen, was dahinter steckt, wenn man wissen will, ob Schneider ein Jude von Haus aus ist. Nicht mehr, nicht weniger. Ich habe es ja nicht gefragt!!

  20. Schula says:

    Ich kann auch mal ne Gegenfrage formulieren: Gibt es einen Unterschied über Israel zu berichten, wenn man erstens annimmt Schneider wäre ein Ger und zweitens wenn man annimmt, er wäre ein geborenener Jude? Das muß anscheinend ein Unterschied vorliegen sonst würde man danach ja nicht fragen und das würde mich schlicht interessieren. Daran ist nichts schwer zu verstehen.

  21. Gudrun says:

    Für Juden und Israel sprechen.

    Stephan Kramer und Richard Chaim Schneider haben in ihren Äußerungen etwas grundsätzlich gemein, “für” bedeutet bei ihnen “statt”.

    Da ich solche Einstellung auch bei allen Islamkonvertiten finde, komme ich auf den Gedanken.

    Daher die Frage, deshalb möchte ich wissen, ob Richard Chaim Schneider Konvertit ist.

  22. Schula says:

    Nein, ist er nicht.
    Hier sein Buch “Zwischenwelten”, das er vor langer Zeit schrieb.

    http://home.arcor.de/karger/buechernachlese-archiv/uk_schneider_richard-chaim_zwischenwelten.html

  23. Zahal says:

    Und hier schaltete sich Herr Schneider selbst ein, und gab zu verstehen, dass in seiner langen, sicherlich ereignisreichen, diskussionsdurchschnittenen Journalistenkarrie, mein Kommentar einen negativen Hoehepunkt darstelle. Interessant. Ich wuensche auf jeden Fall jedem Journalisten solch eine ruhige Karriere und solch gemaessigte kritische Worte…
    ___________________________________________

    Na, dann hat Herr Schneider aber unseren Briefwechsel vergessen, auf dem letztendlich, als ich ihn auf seine mangelhafte und verdrehte, einseitige Berichterstattung zwecks Davidstadt/Silvan aufmerksam machte, einfach keine Antwort mehr kam. Dieser Bericht strotzte nur von entweder Unkenntniss, was ich bei Herrn Schneidere nicht glaube oder bewusst erklärte Unwahrheiten. Die “Religiösen” haben es ihm anscheinend angetan. Die kann man auch mal schnell mit den Taliban gleichsetzen, mit Selbstmordattentätern und Durchgeknallten.

  24. Gudrun says:

    “Die ‘Religiösen’ haben es ihm anscheinend angetan. Die kann man auch mal schnell mit den Taliban gleichsetzen, mit Selbstmordattentätern und Durchgeknallten.”

    Genau diese Relativierung scheint mir die Absicht, die Präsentation einer “jüdischen Hamas”. Ich hab’s weiter oben schon ausgeführt: February 3, 2010 at 3:59 pm

    Diese von ihm abgelichteten Leute sollen beweisen, daß es bei Juden und Arabern gleich zugeht.

    Es liegt auf einer Ebene mit der Argumentation, man solle mal ins Alte Testament schauen, wenn es um geschichtliche und heutige (!) Gewalt und Mord im Islam geht.

    Er hat darin mit den Muslimen gemein, daß er abgehoben von Zeit, Geschichte und heutigen Zusammenhängen argumentiert.

    Daher läßt er niemanden von außen zu Worte kommen, es gibt keinen Kontext, keine nachprüfbaren Daten.

    In der Germanistik der ausgehenden 50er und beginnenden 60er Jahre nannte man ein solches Vorgehen “werkimmanente Interpretation”.

  25. [...] was durch, das von Ahnungslosigkeit und Vorurteilen kündet, die man bei ihm nicht erwartet. Und so reagierte er schon überempfindlich, als es eine Frage nach Klärung zu den Inhalten einer Dokumentation gab, deren Ankündigung in der [...]

  26. [...] Verleger bediene wissentlich ein antijdisches Klischee, dann unterstellt er diesem unmoralisches …Ein kritischer Wortwechsel mit Tagesschaukorrespondenten in …Ulrich J. Becker, Kirjat Ono, 15.04.5770 (TuBeSchwat) Richard Chaim Schneider Herr Schneider hatte [...]

Leave a Reply