Ulrich J. Becker, Kiryat Ono

 fayyad burns jewish products

Palaestinensischer Premierminister Fajjad verbrennt munter juedische BuecherProdukte…

  

Ich weiss, ich weiss, viel ist geschrieben worden ueber den Grund des Antisemitismus und auch ueber den Hass auf den den Westen, auf Amerika, aber es hat den Anschein, dass umso mehr Buecher und Artikel ernsthaft versuchen der Frage des “Warum?” auf den Grund zu gehen, eine ehrliche Antwort in immer weitere Ferne rueckt.

Was ist nicht alles versucht worden? Antisemiten seien so, wegen den Juden oder weil sie keine Juden kennen, weil sie keine Arbeit haben oder weil sie zu hart arbeiten, weil sie christlich sind oder weil sie anti-christlich sind, weil sie primitiv sind oder weil sie eigentlich selber Juden seien wollten, weil sie das Geld der Juden wollen, neidisch auf ihre Frauen sind, oder Juden als unaesthetisch verabscheuen, weil sie den Reichtum der Juden nicht abkoennen oder deren Bettlertum, weil sie psychoanalytische Angst vor Juden haben, Komplexe wegen der Beschneidung, oder einfach weil man sich darauf geeinigt hat, dass Juden die Opfer sind, weil sie Juden frech und beherrschend empfinden, oder einschmeichelnd und unterwuerfig, weil man gegen die Abschottung der Juden ist oder gegen deren Assimilation, alleine um politische Ziele zu erreichen oder aus privaten Hass auf einzelne Juden, etc. … Ein grosses Durcheinander im Antisemitismus-Dschungel!

Und die Islamisten? Diejenigen, die sich selbst in die Luft jagen, was lenkt sie? Grosse religioese Aufgabe oder profaner Liebeskummer? Scharen von Jungfrauen im Himmel oder der von Israel getoete Terroronkel? Hass und Verzweiflung aus Armut, oder – wie jetzt eine neue Meinung erst durch das Beispiel des Schluepferbombers und anderer anreget wurde – Terror aus Reichtum

Was veranlasst einen ‘gemaessigten’(!) Fatach-Fuehrer wie Abbas den Holocaust zu leugnen und Judenmordende Terroristen als Heilige zu verklaeren? Was veranlasst einen “gemaessigten”(!) Fatach-Fuehrer wie Fayyad dazu eine juedische BuecherProduktverbrennung durchzufuehren? Wo ist ueberhaupt der Trennstrich zwischen Islamismus und Antisemitismus? Was unterscheidet Antisemitismus so von all dem anderen Zeugs, wie Fremdenhass und Rassismus, und warum sind Antisemitismus und Islamophobie nicht zwei Seiten der gleichen Muenze!?


Hier also ein bescheidener Antwortversuch auf diese Giant-Frage: Vielleicht sollte man so vorsichtig sein, und sich nicht gleich auf das heutige Chaos des Antisemitismus mit seinen Bedeutungen und Geschichten stuerzen, sondern zum Anfang zurueckkehren, zum Ausgangsfeld. Da war damals eine – fuer Antisemiten – perfekte Welt: Alle Voelker lebten so vor sich hin, schlugen sich ab und zu die Koepfe ein, spendeten ihren Goettern Nektar, Amrosia und ab und zu ein Baby, damit sie einem beim Geldmachen helfen und dem bloeden Nachbarn einen Herzinfakt bescheren. Kurz: Alles war ruhig und friedlich.

Dann kam aber der Auftritt des Judentums mit seinem ethisch gekoppelten Monotheismus und brachte alles durcheinander. Diese Leute, die man spaeter Juden nannte, kamen mit einem ganzen Set von neuen Regeln daher, die, wie sie glaubten, ein allmaechtiger Gott ihnen auferlegt hatte. Sie fanden es albern und hoechst verwerflich, Steinstatuen anzubeten und ihnen Bestechung zukommen zu lassen. Sie waren gegen ein Koenigtum und Alleinherrschaft, sie waren negativ auf das Sklaventum zu sprechen, sie waren gegen Unterdrueckung von Schwachen und setzten sich fuer diese ein. Sie behaupteten, dass man alle sieben Tage eine Auszeit nehmen sollte und noch hunderte anderer Regeln, die das “korrekte Leben” definierten.

Gerade erst wurde eine neue Entdeckung veroeffentlich, die Antisemiten gleich zweimal weh tat: Demnach ist der entzifferte Text einer Tonscherbe aus dem Ela Tal in Zentralisrael eine alte hebraeische Inschrift aus dem 10. Jahrhundert v.d.ZR. Was ist so aergerlich daran fuer Antisemiten? Nun, zum einem hat die Scherbe und die Schrift jetzt auch wissenschaftlich bewiesen, dass der hebraeische Staat und auch die juedische Torah schon mindestens 700 Jahre frueher existierten, als es die moderne Torahzweifelwissenschaft sich Jahrzehnte lang vorgebetet hatte (angeblich im ca. 300 v.d.ZR soll die Torah geschrieben worden sein…) und zum anderen hat der Text selbst wiedereinmal bewiesen, wie sozial das Judentum ausgerichtet war. Denn die Forscher gaben selbst an, dass eines der Hauptkriterien (nach den linguistischen) der Zuordnung zum Juedisch-Hebraeischen der Inhalt des Textes war, der mahnt Schwache, wie Witwen, Waisen und Fremde zu unterstuetzen und zu schuetzen. Das – so die saekularen Forscher – haette keine Kultur dieser Zeit je geschrieben, sondern hoechstens, welchem Gott und welchem Koenig wieviel Honig und Rinder zu opfern sind.

Hier hatten wir also ein uraltes System von gesellschaftlichen und anderen Torahregeln, umgeben von komplett anders Denkenden. Und – so waren die Israeliten ueberzeugt – wenn man sich nach diesen Regeln verhaelt (was man spaeter “moralisch” nennen wuerde), dann ist Gott gnaedig und mag den Mensch, verspricht ihm Gutes in dieser und der naechsten Welt – wenn nicht, dann ist er boese und straft. Und dazu hatten sie noch eine Art Universalitaetsanspruch. Ihr Gott war nicht der Stadtgott von Untermemphis oder Klein-Sumer, sondern der ganzen Welt. Und sie hatten einen Sendungsanspruch, sahen sich ausgewaehlt, dieses Regelwerk der Welt vorzuleben um diese in dieselbe Richtung zu inspirieren und zu erleuchten, um diese bessere, gerechtere Gesellschaft nachzuleben.

Was fing nun der ägyptische Bauer damit an, der den Witwen und Waisen in seinem Dorf kein Almosen gab, oder sie sogar ausnutzte, seinen Sklaven gelegtlich schlug, viel schimpfte, vielleicht sogar frueher seine Kinder misshandelt hatte, trotzdem aber fleissig Milch und Brot zu seinem Stadtgott brachte, damit dieser ihm knaedig sei?

Da ist nun dieses Judentum und theoretisch definiert ploetzlich sein Leben als schlecht, oder zumindest als weit ab von den goettlichen Vorgaben. Und das Schrecklichste: Opfer konnten diesen Gott nicht bestechen, man musste wirklich sein Verhalten aendern, um ihn zu erfreuen. Vorher gab es solche Definitionen gar nicht. Er war halt ein aegyptischer Bauer, fertig. Jetzt ploetzlich, gibt es etwas, dass ihn potentiell kritisiert. Etwas abseits von Gesellschaftskasten, nachdem man bewertet wurd und ein immersehendes Auge! Jetzt ploetzlich muss er sein Lebensstil rechtfertigen, wenn er ihn nicht aendern will. Um aber in diesen Rechtfertigunszwang hereinzukommen, muessen zwei Bedingungen erfuellt sein:

 

1) Er muss das Judentum und seine Lehre, zumindest im ganz Groben, kennen. Denn was man nicht weiss, macht einen nicht heiss.

2) Er muss zumindest im Ansatz ueberzeugt sein, dass das Judentum einen gewissen Erfolg hat. Sprich, eine komische Religion deren Anhaenger alle durchgeknallt sind, sich mit 25 umbringen, leidenvolle Leben haben, ungleucklich sind etc., sind nicht gerade Anzeichen, dass da was dran sein koennte und man nimmt sie von vornherein nicht ernst. Wenn er aber Juden sieht, die vernuenftige, nette Leute sind, die froehlich sind, die feiern, deren Kindern huebsch und gepfelgt sind und ihre Eltern und ihre Religion lieben, wenn sie Juden mit gesunden Selbstbewusstsein und Unternehmergeist sehen, Juden, die gerne und viel lernen, Juden die der Welt staendig neue Segnungen schenken, erfolgreich sind und Tiefsinn haben, sich wie ein Mensch benehmen, uneigennuetzig handeln, hilfsbereit sind, dann muss man sich doch zumindest einmal wundern, ob da nicht was dran seien koennte an deren Regeln und Lebensart.

 

Wenn der Bauer also nun zumindest im Ansatz das Judentum kennt und noch Ansatzweise sieht, dass das Judentum auch “funktioniert”, dann ensteht etwas in ihm ueber seine Lebensart, dass man “schlechtes Gewissen” nennt und “moralischer Minderwertigkeitskomplex”. Um so mehr sich eine gefuehlte moralische Minderwertigkeit in das Bewusstsein frisst (gewuerzt noch mit Neid aus Gruenden des fehlenden eigenen Erfolgs und der Frustration mit dem eigenen Lebensstil), umso mehr muss sich der Bauer neu positionieren.

 

Er kann jetzt:

 

1) Sich ordentlich ran setzen und sich selbst ueberzeugen, dass sein Leben eigentlich super moralisch und voellig okay ist.

2) Versuchen andere zu ueberzeugen, dass das Judentum eigentlich eine Luege ist bzw. dass das Judentum eine Schande nach polytheistischen Massstaeben ist (faulenzen ein siebtel ihres Lebens, schnippeln sich die Puller ab etc.) und seine Gesetze und Messlatten eigentlich unmoralisch sind.

3) Sein Leben nach den juedische Standards aendern.

4) Versuchen das Judentum und/oder seine Standards auszurotten um wieder zum unbewerteten unmoralischen Leben zurueckzukehren ohne sich dabei schlecht fuehlen zu muessen.

 

Die dritte Variante wuerde eine komplette Identitaetsveraenderung verlangen und ein in Frage stellen seines ganzen bisherigen Lebens und seiner Kultur und Geschichte und faellt in den meisten Faellen daher aus. Daher stuetzt man sich auf die ersten beiden Varianten. Menschen, die schon ethisch oder erfuellt leben, ein hohes Selbstbewusstsein haben etc., fuehlen sich nicht sonderlich “moralisch bedroht” vom Judentum und sind daher gelassener. Aber umso unsicherer, um so ungluecklicher und um so intellektuell leerer und identitaetsmaessig gescheiterter der Mensch ist und vor allem umsomehr er sich ueber den Wert des Judentums im Klaren ist, um so mehr wird er gegen die moralische Messlatte des Judentums ankaempfen. Um so intellektueller der Mensch ist und um so mehr er den Kontrast seiner eigenen Kultur zum Judentum versteht, um ein so hoeheres Potential hat er, Abwehrhass zu entwickeln, wenn er nicht gleichzeitig ein hohes Selbstbewusstsein ausbildet. Daher begannen viele antisemitische Stroemungen in den Unis und unter Intellektuellen. Die Nazis gewannen zuerst auf den Unis und nicht in den Doerfern! Daher sind Moslems, die die Minderwertigkeit ihrer Kultur staerker empfinden, weil sie z.B. in Europa leben oder sich informiert haben, potentiell sehr viel aufgeladener als islamische Bauern in Syrien, die davon keine Ahnung haben.

Am Effekvollsten fuer den Antisemiten ist es natuerlich, das Judentum genau in dem Punkt anzugreifen, indem man selbst die groessten Komplexen gegenueber ihm hat. So kann man gleichzeitig das Judentum schlechter und sich selbst besser in einem kritischen Punkt darstellen.

Daher haben Deutsche, die weder eine Nation waren, noch ein wirkliches Volk, noch eine antike Geschichte hatten, sehr hart darum gerungen, den Juden ihre Geschichte zu nehmen (Bibelkritik), sich selbst eine Pseudogeschichte und Pseudoantike Sprache (das Griechetum, “die Alten”, wie Kant und Goethe sagen) zu geben, sich selbst als auserwaehltes und von Mischungen reines Volk zu erklaeren, eine alte Runenschrift zu focieren, und von tausendjaehrigen Weltherrschaftsreichen zu traeumen, waehrend man den Juden genau das gleiche als Teufelsplan vorwarf.

Leider fuehrte das auch dazu, dass z.B. der Holocaust nur als weitere moralische Minderwertigkeit aufgenommen wird, denn immer wenn Juden Opfer werden, klettern die Juden auf der fiktivien moralisch Leiter nach oben und der Antisemit in seinem Selbstwertgefuehl sinkt weiter, was zu hoeheren Komplexen und zu mehr Judenhass fuehrt. Gerade erst wurde eine neue Studie aus Bonn veroeffentlich, wonach deutsche Studenten sehr viel antisemitischer waren, wenn Juden als leidende wahrnahmen.

 Auch hier gibt es wieder zwei Moeglichkeiten, dieses schlechte Gewissen zu beseitigen:

 

1) Man zeigt, dass es den Holocaust gar nicht gab oder dass er nichts aussergewoehnliches war oder uebertrieben ist. (Siehe Abbas)

2) Man zeigt, dass Juden genau das Gleiche oder Schlimmeres wie die Nazis machen. (Die ganze “Israel-Kriegsverbrecher”-Industrie, Gasa-Ghetto, etc.)

3) Ein raffinierter Mix ist die Behauptung, dass Juden den Holocaust erfunden haben, um die Welt zu erpressen, denn hier wird nicht nur der Holocaust eliminiert, sondern auch den Juden gleich noch was Dreckiges angehangen und der Antisemit schlaegt zwei Fliegen auf einen Streich.

 

Die traurige Zusammenfassung von der Geschichte ist, dass im Enddeffekt der Antisemitismus darauf hinauslaeuft, die Juden als DAS moralische Uebel ueberhaupt auf der Welt darzustellen und ein Befreien, sprich Ausrotten, von diesem Uebel als hoechste Tugend der Menschlichkeit zu preisen. So ueberzeugen sich Leute wie Hitler und Achmadinedschad, dass sie die ethischten Menschen der Welt sind, waehrend sie die grausamsten Verbrechen planen oder begehen.

Und daher ist Antisemitismus nicht mit Rassismus zu vergleichen, der nichts mit moralischen Komplexen, sondern nur mit Definitionen nach aeusseren Merkmalen zu tun hat. Wie sagte ein grosser Rabbiner erst vor einer Woche: “Es ist nicht die Biologie, es ist die Ideologie!” Und Recht hat er.

Und Islamophobie hat damit erst recht nichts zu tun. Deutsche, die den Islam anklagen und attackieren fuehlen sich in den seltesten Faellen als dem Islam moralisch unterlegen, oder von einer hoeheren ethischen islamischen Messlatte bedroht, sondern ganz konkret vor unethischen islamischen Dingen, wie Terror, Gewalt, Aufzwingen von Lebensweisen, Erpressungen, Vergewaltigungen, etc.. Kein Vergleich. Mal ehrlich, hatte der Deutsche 1933 in der Berliner S-Bahn Angst von Juden verpruegelt zu werden? Hat er heute Angst von Moslems verpruegelt zu werden? Hatte man Angst, dass Juden die deutschen Maedels vergewaltigen, sich in Bussen hochsprengen, Deutschen oeffentlich die Kehlen durchschneiden?

Aber keine Angst, auch Juden koennen gute Antisemiten seien, sogar noch viel aergere, da ihnen die groesse der Ansprueche des Judentums zu ihrem eigenen Verhalten und Denken meist sehr viel bewusster sind und die Komplexe damit noch groesser werden. Daher sind ihre Attacken oft besonders giftig.

Das Paradoxe an der ganzen Antisemitismusgeschichte ist, dass das Judentum wirklich eine ‘Bedrohung’ fuer die Welt ist, naemliche eine ‘moralische Bedrohung’. D.h. solange das Judentum exististiert, wird es zumindest von ihm einen hohen ethischen Standard geben und es wird ein schlechtes Gewissen geben. Antisemiten wollen sich davon befreien, sie sind fuer eine Welt ohne Regeln und vor allem ohne moralische Regeln und Rechtsprechungen, ohne universale moralische Werte, und fuer Kulturrelativismus (ganz so wie zur Zeit, als das Judentum geboren wurde) und in dem Sinne haben sie recht, dass die Welt keine ‘Ruhe’ finden wird, solange das Judentum exisitieren wird, denn es wird immer eine bessere Welt fordern und sich nicht mit dem Jetzt zufrieden geben und immer kritisch hinterfragen, es wird ‘moralisch nerven’. Genauso, wie viele Deutsche den Zentralrat der Juden in Deutschland und Henryk Broder empfinden: Sie nerven moralisch, haben immer was zu meckern. Man will Ruhe, Ruhe im Gewissen, keine moralischen Fragen bitte! Man koennte sogar sagen, dass Sokrates aus Antisemitismus umgebracht wurde: Er war einfach jemand, der mit der Wahrheit, mit Regeln, Gesetzen und dem einen Gott nervte. Und so was koennen die Athener auf die Dauer einfach nicht ab.

Nochmal zur Klarstellung: Nur die Existenz eines moralischen Systems, von dem seine Anhaenger glauben, dass es hoeherwertig ist und deren relativer ‘Erfolg’ damit, veranlasst schon zum Hass auf dieses System, insofern man damit nicht mithalten kann. Es braucht also gar keiner juedischen Moralapostel, auch wenn diese nur fuer sich die hoeheren Standards beanspruchen und sogar, wenn sie diese nicht erfuellen, aber an deren Richtigkeit glauben, reichen schon aus…

Und ja, ueberspitzt, ist das Judentum – und damit auch Israel – eine Gefahr fuer den unmoralischen Weltfrieden. Das Judentum ist ein Dorn im Auge fuer alle, die ungestoert ernsthaften Mist bauen wollen. Diktatoren wenden sich traditionell immer erstmal gegen Juden, weil sie ihr Gewissen nicht in Ruhe lassen, sei es Hitler, Stalin, Chavez, Haman oder Achmadinedschad. Juden erinnern sie staendig an die eigentliche Unethik ihres Verhaltens und sind die gefuehlte, schwebende, wahnhafte Gefahr ihrer Herrschaft. Aber zum Glueck gibt es immer noch genug Menschen, die entweder vernuenftig, ethisch und/oder selbstsicher sind, und wissen, dass das Judentum der Menschheit nur mehr Frieden und Gerechtigkeit gebracht hat und hoffentlich werden es mehr und die Welt dann wirklich friedlicher und gerechter, und nicht einfach weil es keine Definitionen fuer friedlich und gerecht gibt.



31 Comments to “Warum Antisemitismus? Was ist es, das Leute am Judentum zum Wahnsinn treibt?”

  1. Tobias says:

    Interessante Theorie. Jetzt verstehe ich viele deiner Andeutungen zu diesem Thema auch besser. Die Theorie mag in Teilen sicher stimmen.
    Das ist so ähnlich wie in einer Schulklasse, wo der gute, fleisige Schüler von den schlechteren gemobbt wird, weil der “Streber” ihnen auch ein unangenehmes Vorbild ist. Und natürlich, Neid ist da auch dabei.
    Ein auch großer Teil des Antisemitismus ist aber meiner Meinung nacvh auch aus dem historischen “Recht” (ironisch) der Juden Geld zu verleiehn und es auch wieder einzutreiben, entstanden.

    Nur ein Satz passt mir überhaupt nicht:
    “…ist das Judentum – und damit auch Israel – …”
    Meiner Meinung nach ist das streng zu trennen. Meiner Meinung nach – ihr wißt das ja – ist im israelischen Handeln von oben genannten jüdischen Idealen nicht mehr viel zu erkennen. Israelkritik und Antisemitismus ist gerade nach der obigen Theorie noch viel stärker zu trennen.

    Kurze Frage: Fängt die jüdische ZR eigentlich auch mit der Geburt Christi an oder wie groß ist der Abstand?

  2. Ulrich J. Becker says:

    Kiryat Ono, den 29. Tewet 5770

    Das ist das heutige Datum und ich hatte schon ueberlegt, das juedische Datum in den Anfang der Artikel reinzunehmen. Vielleicht mach ich’s ja.
    Der juedische Kalender beginnt mit der Erschaffung des ersten (menschlichen?) Menschen. Und von da ab wird gezaehlt. Es gab auch mal eine Zaehlung vom Auszug aus Aegypten und demanch waeren wir wohl so um die 3300.

    Juden zaehlen weder nach Jesus’ Geburt, noch beginnt der Tag um Mitternacht, was auch eine christlich eingefuehrte Sitte ist, da dort angeblich Jesus geboren wurde.

    “Das ist so ähnlich wie in einer Schulklasse, wo der gute, fleisige Schüler von den schlechteren gemobbt wird, weil der “Streber” ihnen auch ein unangenehmes Vorbild ist. Und natürlich, Neid ist da auch dabei.”

    Stimmt, da ist eine Art Parallele. Ich denke aber, es ist weniger Neid, als Frust und Aerger, dass das “unangenehme Vorbild” hochgehalten wird. Aber wie gesagt, muss das auch nicht der Fall sein, sondern trifft eher auf persoenlichkeitsschwache Menschen zu.

    “Ein auch großer Teil des Antisemitismus ist aber meiner Meinung nacvh auch aus dem historischen “Recht” (ironisch) der Juden Geld zu verleiehn und es auch wieder einzutreiben, entstanden.”

    Halte ich persoenlich fuer nebensaechlich. Das waere nur ein historisches detail, das wieder verschwindet, ist aber nicht der fall.

    “Nur ein Satz passt mir überhaupt nicht:
    “…ist das Judentum – und damit auch Israel – …””

    Israel ist nunmal der einzige juedische Staat und das juedische Zentrum weltweit.

    “Meiner Meinung nach – ihr wißt das ja – ist im israelischen Handeln von oben genannten jüdischen Idealen nicht mehr viel zu erkennen.”

    Doch, viele Handlungen haben doch noch juedische Werte, wie z.B. gleich mit 500 Mann, Feldkrankenhaus und Spezialteams nach Haiti zu duesen, sehe ich schon als so was an. Auch der Versuch moeglichst viele Zivilisten auf der Feindseite zu vermeiden, ist auch juedisch.

    “Israelkritik und Antisemitismus ist gerade nach der obigen Theorie noch viel stärker zu trennen.”

    Nicht unbedingt. Israel”kritik” wird eben sehr oft dazu benutzt, um das Judentum moralisch zu degradieren (und alle wissen nunmal, dass Israel DER juedische Staat ist, auch wenn sie es nicht sagen), den Komplex dadurch zu verkleinern und sich selbst im Verlgeich besser zu fuehlen.

  3. smuu says:

    Moinsen,

    also, ich hoffe jetzt mal nicht, dass nach dem ich nun den ganzen Text gelesen habe, dass das jetzt Deine Erklärung für den Antisemitismus sein soll.

    Bist Du ernsthaft der Meinung, die Juden hätten einen derartigen Einfluß auf die Welt, dass sie die menschen mit ihrer Moral nerven? Ist es erklärtes Ziel des Judentums zu “bekehren”? Wollen sie Moralapostel sein?

    Ich denke nicht und ich denke dass sich auch 95 Prozent alle Völker der Welt nicht vom Judentum in irgendeiner Weise gemaßregelt fühlen. Sie kennen es nicht mal!

    Dein Text erweckt den Eindruck, als ob das tatsächlich so wäre.

    Du musst
    1. aufhören zu pauschalisieren, in dem du sagst andere Völker/Religionen seien unmoralischer. denn so bist du genauso vorurteilsbelastet wie ein Antisemit.
    2. nicht auch noch betonen, die Juden seien moralisch einwandfrei. Denn einem Juden ist nicht daran gelegen, als einwandfrei dazustehen.

    Der Jude ist genauso gut und so böse wie der Christ, der Moslem, derschwarze Fussballer, der weiße Handballer.

    Wir alle sind gut und wi alle sind böse. Erst wenn man begreift, dass alle gleich sind, baut man Vorurteile ab!

    Und nichts anderes als ein Vorurteil ist der Grund zur Entstehung des Antisemitismus.

    Im Grunde kannst Du auch zur Herleitung der Entstehunh des Antisemitismus nicht bei der Antike anfangen. denn genau genommen gibt es einen Antisemitismus erst seit Wnde des 19. Jahrhunderts. Das ist genau der Zeitpunkt als der christliche Antijudaismus nicht mehr religiös begründet wurde, sondern rassistisch. Von daher gesehen ist Antisemitismus gleich Rassismus und zwar eine Form davon. Denn der Antisemitismus versuchte den Juden vermeindtlich wissenschaftlich fundiert nachzuweisen, sie seien eine eigene Rasse. Da es eh keine menschlichen Rassen gibt, ist in diesem Falle Rassismus gleich Antisemitismus, nämlich eine gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, in diesem Fale also gegen die Juden. Nachbiologischen begriffen ist auch Rasse nicht nur aufäußere Merkmale, ebenso auf charaterliche Eigenschaften bezogen.

    Unterscheiden musst Du nun auch noch zum Antizionismus, es mag zwar einige Islamisten geben, die Antisemiten sind, dennoch sollten das die wenigsten sein, denn der Rasseglaube spielt heute wiederum kaum eine Rolle. Die Feindschaft gegen den Staat Israel und alle die dessen Existenz nicht anerkennen wollen, nennen wir Antizionisten.

    Ob Antijudaismus, Antisemitismus oder Antizionismus, was gleich geblieben sind, sind die Vorurteile (Geld, Geiz, Ausbeutung etc.)

    Ein Vorurteil lässt sich schwerer spalten als ein Atomkern, sagte einst ein weiser Jude. UNd damit hat er wohl recht. Das sind Vorurteile mit denen die Juden klarkommen müssen, das wird sich auch in nochmal 1000 Jahren nicht ändern.

    Doch nicht nur die Juden sind vorurteilsbelastet, das sind andere Gruppierungen ebenso. Auch hier kann man nicht werten und sagen. Diese werden zwar vorverurteilt, diese aber mehr!

    Über die Shoa müssen wir nicht diskutieren.

    Aber ein Jude, der heute in Deutschland lebt hat es nicht schlechter als eine andere ethnische Minderheit. Dass der Zentralrat das manchmal vielleicht gerne anders sieht, ist IMHO nicht gerade “Image-förderlich”.

    Im Übrigen halte ich es auch für ein Vorurteil, dass wir deutschen keine antike Volksgeschichte haben. Oder hast Du vielleicht etwas gegen Wittekind? ;-)

    In diesem Sinne – weiter denken! weiter machen!

  4. Ulrich J. Becker says:

    Smuu, da hast du ja in Einigem Recht und ich habe noch ein paar Saetze im Text ergaenzt (hoffe, dass du das nicht als “Schummeln” bewertest ;)

    Natuerlich muessen Juden keine Moralapostel dafuer sein, sondern es reicht das Wissen aus, dass eine Gruppe von Menschen glaubt nach hoeheren ethischen Regeln zu leben und damit noch relativ erfolgreich zu sein. Daran aendert auch nichts, wenn viele Juden nicht danach leben koennen oder wollen. Es gibt sogar viele (meist nicht-praktizierende) Juden, die aus diesen Gruenden selbst zu schaerfsten Antisemiten werden.

    Und sorry fuer die Laenge, aber ich habe es nicht kuerzer erklaeren koennen.

    Und wie gesagt, wer das Judentum nicht kennt, wird sich darueber auch nicht aufregen, aber wer es kennt und das war vor allem das Christentum und der Islam, und sich sogar darueber definiert, wie diese beiden, der hat ein hohes Potential auch Komplexe demgegenueber zu entwickeln.

    Die westliche Welt kennt das Judentum. China, Japan und Indien bist jetzt eher weniger und der Antisemitismus war dementsprechend niedrig.

    “Du musst
    1. aufhören zu pauschalisieren, in dem du sagst andere Völker/Religionen seien unmoralischer. denn so bist du genauso vorurteilsbelastet wie ein Antisemit.”

    Ich habe nicht gesagt, dass es so ist, ich sage nur, dass der Eindruck entsteht und zwar recht ueberzeugend und zwar auch fuer Antisemiten und diese einen Abwehrmechanismus dagegen entwicklen, um ihre Identitaet zu wahren.

    “Und nichts anderes als ein Vorurteil ist der Grund zur Entstehung des Antisemitismus.”

    Ich denke halt es ist sehr viel mehr und sehr viel anders. Der Hass gegen das Judentum ist ein anderer Hass als gegen das Zigeunertum. Ganz andere Ebene.

    “Im Grunde kannst Du auch zur Herleitung der Entstehunh des Antisemitismus nicht bei der Antike anfangen. denn genau genommen gibt es einen Antisemitismus erst seit Wnde des 19. Jahrhunderts.”

    Den Antisemitismus (fuer mich ein Hass gegen das Judentum) gibt es seit der Entstehung des Judentums und man kann ihn schon sehr gut in der Torah lesen. Der spezielle Begriff “Antisemitismus” ist natuerlich ein albernes Intellektuellen(!)Wort aus dem 19. Jhd, richtig. Aendert nichts an der Sache.

    “Unterscheiden musst Du nun auch noch zum Antizionismus, es mag zwar einige Islamisten geben, die Antisemiten sind, dennoch sollten das die wenigsten sein, denn der Rasseglaube spielt heute wiederum kaum eine Rolle. Die Feindschaft gegen den Staat Israel und alle die dessen Existenz nicht anerkennen wollen, nennen wir Antizionisten.”

    Israel ist eine Projektion des Judentums, der Jude unter den Staaten.

    “Ob Antijudaismus, Antisemitismus oder Antizionismus, was gleich geblieben sind, sind die Vorurteile (Geld, Geiz, Ausbeutung etc.)”

    Gerade in der Einleitung versuchte ich zu zeigen, dass die “Vorurteile” komplett gegenteilig seien koennen und nicht der wahre Grund des AS sind.

    “Aber ein Jude, der heute in Deutschland lebt hat es nicht schlechter als eine andere ethnische Minderheit. Dass der Zentralrat das manchmal vielleicht gerne anders sieht, ist IMHO nicht gerade “Image-förderlich”.”

    Juden leiden schon ziemlich in Deutschland. Hier hatte ich ein Beispiel erwaehnt: http://aro1.com/wordpress/arye/israel/bomben-auf-jerusalem-oder-die-besorgten-selbstmordwuensche-von-israelis-freunden/

    “Im Übrigen halte ich es auch für ein Vorurteil, dass wir deutschen keine antike Volksgeschichte haben. Oder hast Du vielleicht etwas gegen Wittekind?”

    Haben die Deutschen schon, wie auch jedes Volk, aber kein antikes Buch, keine geschriebene Antike Geschichte, keine erhaltene antike Religion. Um all das beneidete man die Juden und schuf sich Ersatz im Griechentum und anderem.

    Danke fuer deine Kritik!

  5. Tobias says:

    Tolle Beiträge!

    @Smuu: Ich nenne den Antijudaismus jetzt acuh einfach mal Antisemitismus, weil ich denke, das heutzutage keiner mehr den Begriff an einer Rasse festmacht.

    Ich kann Ulrichs Theorie schon gut nachvollziehen, denn ich glaube, dass die christliche und islamische Welt sehr stark mit dem Judentum in Berührung kam. Denn nach der Herrschaft der Römer in Israel wanderten nun mal sehr, sher viele Juden aus und liesen sich überall verstreut nieder. Und mal abgesehn davon ob sie jetzt moralisch “besser” waren – sie lebten jedenfalls im Gegensatz zum total verwilderten Christentum nach extrem moralisch hohen Ansprüchen. Und da kann ich mir gut vorstellen, dass es zu den von Ulrich beschrieben Reaktionen kommt.
    Ob das jetzt der Hauptgrund für den Atnisemitismus war oder nicht, das weiß ich nicht.

    Ansonsten stimme ich deinem Beitrag aber voll zu!

    @Ulrich:
    “Israel ist eine Projektion des Judentums, der Jude unter den Staaten.”

    Der Antisemit, der Israel kritisiert, kritisiert in wirklichkeit warscheinlich das Judentum. Aber der Großteil der Israelkritiker tut das nicht, und das solltest du endlich mal einsehen.
    Israel mag zwar mehrheitlich jüdisch sein, aber das Judentum ist nicht gleich israelisch. Das heist, ich würde sowieso nur einen Teil des jüdsciehn Volkes kritisieren.
    Aber nicht einmal das tue ich, denn ich kritisiere den Staat, die Politik und diejenigen, die für die Politik verantwortlich sind. Das macht man bei jedem Land so, warum sollte es bei Israel anders sein?
    Zudem kommt (was ich oben meinte, als ich schrieb, nach deiner Theorie über Antisemitismus müsste man Israelkritik und AS noch stärker trennen), das der Israelkritiker Israel garantiert nicht als moralisch “überlegen” empfindet. Er kritisiert Israel also nicht aus den Beweggründen, die du als diejenigen für den Antisemtismus hälst, sondern weil er mit der Poltik dieses Staates nicht einverstanden ist.

  6. Ulrich J. Becker says:

    An Tobias:

    “@Smuu: Ich nenne den Antijudaismus jetzt acuh einfach mal Antisemitismus, weil ich denke, das heutzutage keiner mehr den Begriff an einer Rasse festmacht.”

    Ich denke sogar, dass “Judenhass” eine falsche Bezeichnung ist, sondern eher “Judentumhass” lauten sollte… Schliesslich sind Juden leider oft Champions in Judentumhassen.

    “Ich kann Ulrichs Theorie schon gut nachvollziehen, denn ich glaube, dass die christliche und islamische Welt sehr stark mit dem Judentum in Berührung kam. Denn nach der Herrschaft der Römer in Israel wanderten nun mal sehr, sher viele Juden aus und liesen sich überall verstreut nieder.”

    Korrekt, aber nicht nur das: Beide, Christentum und Islam sehen sich als goettliche gesandte Abloesung des Judentums, als “neues Israel” und daher ist das Profilieren gegen das “alte Israel” sehr wichtig und endet schnell in uebelsten Vorwuerfen und Schlammschlachten…

    “Ansonsten stimme ich deinem Beitrag aber voll zu!”

    Danke. Natuerlich ist jedes Theorie immer nur der Versuch einer digitalen Beschreibung einer analogen Wirklichkeit, aber als Arbeitshypothese kann man sich damit meiner Erfahrung nach Einiges erklaeren und vor allem hat man endlich mal ein down-to-earth Konzept gegen Antisemitismus: Selbsterforschung, Werteerfragung, Selbstbewusstsein bauen.

    “Der Antisemit, der Israel kritisiert, kritisiert in Wirklichkeit warscheinlich das Judentum. Aber der Großteil der Israelkritiker tut das nicht, und das solltest du endlich mal einsehen.”

    Kann ich leider quantitativ und qualitativ nicht zustimmen. Gib mal bei der Tagesschau-Artikelsuchmaschine das Wort “Israel” ein und dann andere Laendernamen wie “Sudan”, “Tibet”, “China” etc. und kuck, wer mehr Artikel bekommt und vergleiche das mit deiner ehrlichen Einschaetzung von Wichtigkeit in der Welt, Verbrechen und Kritikwuerdigem…

    “Israel mag zwar mehrheitlich jüdisch sein, aber das Judentum ist nicht gleich israelisch.”

    Ist richtig, aber fuer viele, die sich gegen das Judentum behauptet wollen und es moralisch abwerten wollen, bedienen sich der Israelschiene, in vollem Wissen, dass ein boeses Israel auch ein boeser Staat der Juden ist. Und das befriedigt und beruhig, wie beschrieben.

    “Aber nicht einmal das tue ich, denn ich kritisiere den Staat, die Politik und diejenigen, die für die Politik verantwortlich sind. Das macht man bei jedem Land so, warum sollte es bei Israel anders sein?”

    Wenn Du es wirklich bei jedem Land genauso machst, ist das fair. Meiner Erfahrung nach machen sich aber notorische Israelbasher weniger Sorgen und zeigen weniger Aktionismus und Kritikreiche Mails gegenueber Tibetern, Kurden, Sudanesen, Konflikten im Jemen, in Marokko, in Sri Lanka. Frag mal einen Deutschen Israelkritiker, wie der Premierminister Israels und seine Partei heisst. Frag ihn wie der Premierminister und seine Partei der groessten Demokratie der Welt (Indien) heissen. Keine Antwort. Frag ihn, was er ueber den wesentlichen groesseren Sri Lanka Konflikt zwischen Tamilen und Sinhalesen haelt, was er denkt, wer eher Schuld hat etc., wieder nix. Da frag ich mich schon irgendwann, ob es bei seiner Israelkritik noch einige unneutrale Komponenten gibt…

    Zudem kommt (was ich oben meinte, als ich schrieb, nach deiner Theorie über Antisemitismus müsste man Israelkritik und AS noch stärker trennen), das der Israelkritiker Israel garantiert nicht als moralisch “überlegen” empfindet. Er kritisiert Israel also nicht aus den Beweggründen, die du als diejenigen für den Antisemtismus hälst, sondern weil er mit der Poltik dieses Staates nicht einverstanden ist.

  7. Tobias says:

    Das “Ansonsten stimme ich deinem Beitrag aber voll zu!” ging an Smuu^^
    Deinem Artikel stimme ich ja nur in manchen Punkten zu.

    Du behauptest also, das Interesse am Nah-Ost-Konflikt sei überhöht und lasse andere Konflikte, die deiner meinung nach viel wichtige sind, außen vor? Und davon leitest du ab, dass die massive Israelkritik in Wirklichkeit AS ist? Naja….

    Aber wenn ich dich so richtig wiedergegeben habe, dann überzeugt mich das garnicht. Wir hatten das Thema doch schon einmal und der Nah-Ost-Konflikt ist nun mal einer der Brandherde im Konlikt zwischen dem Westen und mittleren Osten. Du kennst meine anderen Begründungen ja. Ich halte es also für völlig korekt, dass über Israel viel mehr berichtet wird als über die Tamillen.
    Im übrigen wird Israel als fortschritliche Idustrienation angesehn. Es werden also höchste moralische Maßstäbe angesetzt, die gleichen die auch von Ländern wie Frankreich, Deutschland und den USA erwartet werden. Da Israel diese Anspüche aber nicht erfüllt, erweckt das zusätzliche Medienaufmerksamkeit – genau wie auch die (für Europäer) völlig unverständliche und inakzeptable Bush-Politik ein hohes Aufsehn erregt hat.

  8. Roman says:

    Du kennst meine anderen Begründungen ja.

    Ja, wir haben herzlichst gelacht.

  9. Gudrun says:

    Die Juden waren die ersten, die allgemeingültige Gesetze für alle geschaffen haben. Das bedeutet das Ende der Willkür. “Wir haben nämlich immer die gleichen Gesetze, bei denen wir unerschütterlich beharren.” Flavius Josephus. Gegen Apion, Buch II,7

    Ich habe Auszüge Contra Apionem auf meiner Site dokumentiert. Apion (20/30 v.d.Z. – 45/48 d.Z.) ist auch der Erfinder des Ritualmordes, Variante Hänsel&Gretel; denn es wird jährlich ein Grieche zur Dickfütterung gefangen, im Tempel (!) gemästet und dann in einem “bestimmten Wald” geschlachtet etc. – das übliche Programm. Buch II,8

    Demnächst mehr darüber auf meiner Site …

  10. Ulrich J. Becker says:

    “Du behauptest also, das Interesse am Nah-Ost-Konflikt sei überhöht und lasse andere Konflikte, die deiner meinung nach viel wichtige sind, außen vor? Und davon leitest du ab, dass die massive Israelkritik in Wirklichkeit AS ist? Naja….”

    Glaubst du nicht z.B., dass ganz schnell mal Nordkorea und Suedkorea in einen Krieg kommen koennten, u.a. mit Atomwaffen und dass sich dann die USA auf die Seite Suedkoreas und eventuell China auf die Seite Nordkoreas stellen koennte? Oder was waere, wenn Pakistan und Indien wirklich einen Atomkrieg beginnen, ausgeloest von Scharmuetzeln in Kaschmir oder Terroranschlaegen? Oder was ist wenn sich das Verhaeltnis Russland – Polen ganz ploetzlich verschlechtern wuerde, bis hin zu Krieg? Haette sich in Georgien nicht ein USA-Russland-Krieg entfachen koennen mit verheerenden Wirkungen fuer das Weltgeschehen?
    Soll Israel so sehr gefaehrlicher sein?

    Wo sind die etlichen Tagesschauartikel ueber die russischen “Kriegsverbrechen” in Georgien? Wo sind die UNO-Sondersitzungen zu Russlands fortschreitenden Besatzung Georgiens? Etc.?

    “Im übrigen wird Israel als fortschritliche Idustrienation angesehn. Es werden also höchste moralische Maßstäbe angesetzt, die gleichen die auch von Ländern wie Frankreich, Deutschland und den USA erwartet werden.”

    Genau hier wird es heisser, es geht darum Israel moralisch zu diskreditieren, genau weil man eben im gleichen Club um die hoechste Moral spielen will…

    “Da Israel diese Anspüche aber nicht erfüllt,”

    Grins! Hoer dir mal einen hohen britischen Kommandeur an: Israel erfuellte im Gasakrieg die hoechsten ethischen Standards in einem Krieg SEIT JEHER und VON ALLEN STAATEN…
    http://www.youtube.com/watch?v=NX6vyT8RzMo

  11. Tobias says:

    Ja natürlich gibt es noch viele andere Krisenherde.
    Und von denen wird ja auch berichtet. Der “Kaukasus-krieg” war enorm in dem Medien.
    Und pakistan ist auch sehr oft in dem Medien.
    Aber es passiert halt momentan weniger, also berichten die Medien weniger. Sollen sie sagen: “Also wir ham heute nichts neues vom Nordkorea-Südkorea-Konflikt zu berichten, aber wir wollen drauf hinweisen das es hier sehr gefährlich ist.”??
    Wenn sich das Verhältnis Polen zu Russlanf verschlchtern würde, dann wird ja berichtet.
    Und im Nah-Ost-Konflikt passiert nunmal sehr viel. Also wird berichtet.
    Ist das so schwer zu verstehn??

    “Höchste Moral” – ach Qhatsch. Es geht darum, dass Israel einfach keinen Frieden will, sondern lieber weiter drauf spekluliert, die Palästinenser langsam zurück zu drängen. Und das ist vielen Menschen speziell in Europa völlig unbegreiflich.

    Britischer Komandeur? Und auf den soll ich mehr hören als auf einen Goldstone-Bericht der UN?? Versetz dich mal in meine Position, ich ein Pazifist, ich hör doch nicht auf einen kriegswütigen Soldaten!

  12. Yael says:

    “Es geht darum, dass Israel einfach keinen Frieden will, sondern lieber weiter drauf spekluliert, die Palästinenser langsam zurück zu drängen.”

    Mit Verlaub: Aber Ihren Mist kann hier keiner mehr ertragen. Ich frage mich, was Sie sich einbilden zu sein, um solche Lügenmärchen immer wieder von sich zu geben. Ich finde, es reicht langsam und Sie sollten sich einen etwas anderes suchen, um Ihren Hass auf Israel auszuleben. Dazu gibt es genügend Seiten in diesem Land!

    Uf Mipo und Ende!

  13. Tobias says:

    Sie dürfen mich auch gerne duzen.

    Das ist einfach meine Meinung. Und auch die vieler anderer Menschen, die ich kenne.
    Als “Hass” würde ich das nicht bezeichnen. Ich erfahre hier eine Meinung, die ich sonst nirgend erfahre. Deshalb schreibe ich hier so kräftig mit.

    Und wann “ende” ist, haben Sie ja wohl nicht zu bestimmen, oder?

  14. Yael says:

    Darum gehts nicht, aber Ihr Hass ist unverkennbar und ihre Tiraden, wie schlimm Israel ist, geht nicht nur mir gehörig auf die Nerven. Daher erzählen Sie Ihrer Großmutter, dass es Ihnen nur um andere Meinungen geht, Ihre Meinung läuft immer auf das Gleiche heraus und das wissen wir nun alle.

    Slicha, Herr Becker, aber ich werde diesen Blog aus den obigen Gründen nicht mehr aufsuchen, denn dessen Tiraden kann ich auch woanders lesen und das brauche ich nicht auch hier noch.

    Lehitraot.

  15. Yael says:

    PS: Das “Ende” bezog ich auf Sie, Schlaumeier, denn: Dont feed the troll.

  16. Ulrich J. Becker says:

    Liebe Yael, das waere sehr Schade.

    Wir schaetzen deine Kommentare sehr. Da wir anders sind als unsere Feinde, Hasser und Neider, koennen wir niemanden verbieten, ja, auch seine offenbar fehlgeleiteten, angreiffenden und sogare antisemitischen Meingungen zum Aeussern zu geben. Totalitaere koennen Kritik nicht ertragen, weil sie keine Antwort haben. Wir denken, dass wir falsche Kritik erwidern koennen.
    Nachon, es nervt, nachon es wiederholt sich viel, aber Leute wie du koennen auch durch eine ruhige und sachlich basierte Gegendarstellung selbst “harte Nuesse” wie Tobias oder eben andere “knacken” oder zumindest beeindrucken oder wenigstens zum Ueberlegen bringen. Damit haetten wir schon viel erreicht. Und ehrlich gesagt, wenn ich mir das staendige recht einseitige Medien- und Meinungsbombardement in Deutschalnd z.B. von der Tagesschau ankucke, kann man vielen Deutschen nichteinmal boese sein, wenn sie Israel als boesen Agressor sehen – woher sollten sie es denn besser wissen?

    Deswegen also die Bitte, dir nicht den Pro-Israel-Blog-Spass von den typischen Israelbashern verderben zu lassen und es als Schlichut zu sehen.

    Gruesse und Schade wenn du gehen wuerdest, Schawua Tov!

  17. Tobias says:

    Tschuldigung, Yael, wenn du eine andere Meinung als deine nicht verträgst. Ulrich hat sehr recht, wenn er sagt, nur totalitäre Gesellschaften können Kritik nicht ertragen.

    Jetzt würde ich aber schon mal gerne wissen: Bin ich ein “typischer Israelbasher”? und vorallem: Hab ich antisemitische Meinungen?

    Wenn ihr mit letzteres belgen könntet, würde ich diese Meinugen nämlich sehr gerne schnell ändern.

  18. Schula says:

    Ich sehe hier kaum bis gar keine Kritik, sondern das Wiederkauen antiisraelischer bis antisemitischer “Meinungen”, die wir aus dem Efef kennen. Also ist eine aufklärende Erwiderung der Mühe nicht wert. Mit dem Sclagwort Kritik arbeiten diese Israelbasher doch zu gern und denken andere fallen auf den Bluff auch noch herein.
    Es sollte auch einen Sinn machen, der bei der angesprochenen Person nicht ersichtlich ist. Wenn er meint, Israel will keinen Frieden, Israel ist Schuld bla, bla. bla, ist doch schon alles geklärt. Was haben wir mit diesem Schwarz Weiß Denken zu tun? Sind ausgerechnet wir Juden in Deutschland dafür da, faktenresistente israelhassende Menschen aufzuklären? Nein! Das wäre ja auch noch schöner.

  19. Schula says:

    Vielleicht sollte man das als FAQ einfügen, dann muß man auf die immer gleichen Fragen und obskuren Vorwürfe nicht mehr eingehen und es spart Zeit und Nerven.

    Spirit of Entebbe macht es richtig:

    10 gute Entgegnungen auf 10 dämliche Phrasen

    http://spiritofentebbe.wordpress.com/2010/01/23/10-gute-entgegnungen-auf-10-damliche-phrasen/

  20. Tobias says:

    Schula – es ist einfach kindlich zu behaupten, nur die eigene Meinung sei richtig.

    Und ich behaupte nun mal das Gegenteil wie ihr. Mir kommt es so vor, als würdet ihr jede Kritik als Antisemitismus abschmettern.

    Jetzt will ich meine antisemitschen Meinungen aber schon mal hören!

    Und noch was. Nimm mal an, jemand möchte einfach nur Israel kritisieren. Nimm sowas einfach mal an. Nur kritisieren, kein Antisemitismus dahinter, kein “Israelhass”, nur Kritik.
    Wie bitte schön soll man das machen, ohne gleich als Antisemit und “typischer Israelbasher” abgestempelt zu werden??

  21. Ulrich J. Becker says:

    Tobias,

    Ich hatte dir Israelbashing vorgeworfen, korrekt. Antisemitismus hatte ich allgemein und nicht auf dich bezogen benutzt.
    Wie erkennt man sowas? Wo wird die normale Kritik eines Staates (und hier ‘zufaellig’ Israels ueberschritten?
    Oder in deinen Worten:

    “Jetzt würde ich aber schon mal gerne wissen: Bin ich ein “typischer Israelbasher”? und vorallem: Hab ich antisemitische Meinungen?”

    Das ist ziemlich einfach mit menschlichen Beziehungen zu vergleichen. Sagen wir mal in deiner ehemaligen Schulklasse war jemand, den du mal kritisierst hast. Zum einen gibt es die Variante, wo ein Mitschueler wirklich etwas Bloedes macht, oder sogar Gefaehrliches, Unmoralisches, gegenueber anderen Mitschuelern, den Lehrern etc. oder Allgemein. In dem Fall kann es sein, dass du ein bestimmtes Verhalten von dem Mitschueler Luemmel kritisierst, du stellst ihn zu Rede, klagst ihn an, verpetzt ihn beim Lehrer oder sonst etwas. Sogar egal ob gerechtfertigt oder nicht, das ist eine Art von “normaler” Kritik. (Wenn auch z.B. in der Oeffentlichkeit Blosstellen und hinter dem Ruecken ueber jemanden Reden im Judentum streng verboten ist, aber lassen wir das mal bei dem Beispiel beiseite.)

    Wenn da aber ein Mitschueler ist, den du bei jeder sich nur irgendwie gebenden Gelegenheit kritisierst, und zwar schon regelmaessig, ohne dass es einen wirklichen tragenden Anlass dafuer gibt, und du kritisierst nicht mehr seine Taten, sondern ihn als Person selbst (eventuell weil du sehr emotional aufgeladen gegen diesen Schueler bist, weil du seine Art nicht ertragen kannst, etc.), dann ueberwiegt hier eine Fixierung, ein Hass, und es wird ein Mobben, ein Bashing, denn die Person nervt dich, die Person muss kritisiert werden, schon ganz egal was er macht.

    In so einem Stadium kann der Mitschueler machen was er will, er wird immer haerteste Kritik von dir ernten, oder anderen die sich dir angeschlossen haben, man setzt bei ihm halt ganz andere Massstaebe an und verliert jeglichen Kontakt zur Verhaeltnismaessigkeit und das Wichtigste: Man kritisiert nicht mehr konstruktiv und schlaegt alternative Verhaltensweisen vor, sondern auch wenn es keine andere vernueftige Handlungsvariante gibt, wird die Handlung des Schuelers trotzdem ausgeschlachtet, vorgefuehrt, beschimpft, nieder gemacht, es ist die Freude ihm eins auszwischen, ihm bei angeblich Schlechtem “zu erwischen”, ihn oeffentlich schlecht zu machen, etc. alles wohl nur um das Ego des Kritisierers zu befriedigen, um sich zu profilieren.

    Im Grunde, kann nur der Kritisierer selbst wissen, ob er tatsaechlich aus Gerechtigkeitsempfinden und edlen Absichten eine bestimme HANDLUNG oder POLITK (Israels) kritisiert, mit konkreten Vorstellungen und Vorschlaegen, wie dieses besser und gerechter zu machen ist, und zwar in gewissen reellen Rahmen (und nicht z.B. auf Kosten der Zerstoerung oder Abschaffung Israels, des Selbstmord aller Israelis, oder Aehnliches).
    Sobald der Kritisierer aber jegliche Handlung (Israels) sofort reflexartig darauf prueft, ob diese nicht irgendwie zu kritisieren sei, als boese, unmenschlich, unmoralisch darzustellen sei (auch wenn man sich ein bisschen anstrengen muss und ein paar Fakten “geraderuecken” muss), wenn man in keinster Weise eine eigene Antwort oder Vorstellung von alternativen Loesungen hat, sondern nur sagt:
    “Ich weiss ja auch nicht wie, nur wie die Israelis das machen, so ganz bestimmt nicht.”, dann ist hier was faul. Das ist die zweite Variante, des Bashings.

    Wie gesagt, musst du selbst entscheiden und dich pruefen, ob du dazugehoerst. Du solltest dich fragen, ob du auf der Suche danach bist, Israel zu kritisieren, oder ob du es mehr kritisierst als andere Laender, ob du von vornherein hoehere Massstaebe anlegst, ob du dich beim kritisieren innerlich befriedigt fuehlst, eine Freude daran hast was “Boeses” zu finden, und es ausschlachtest, Israel bei etwas schlechten zu erwischen etc. … Das kannst nur du wissen.

    Allerdings haben mich einige Saetze von dir, dich provisorisch in die zweite Gruppe einordnen lassen:

    - “Israel is nun mal meiner Meinung (und der vieler Deutschen) nach beschissen, schon allein weil es ne konservative und sehr rechte Regierung”

    Generelles Statement, und nicht auf bestimmte Politiken bezogen. Israel ist halt an sich und im Allgemeinen “beschissen”. Das ist die Bashing Variante. Das “schon allein” spricht auch Baende.

    - “Es geht darum, dass Israel einfach keinen Frieden will, sondern lieber weiter drauf spekluliert, die Palästinenser langsam zurück zu drängen.”

    Entgegen aller Fakten und sogar der aktuellen Lage, wo Israel OHNE Vorbedingungen zu Verhandlungen bereit ist, und die Fatach MIT sehr vielen Vorbedigungen nicht verhandeln will, wo jede israelische Regierung dem Willen zum Frieden ausdrueckt und meist grosse Gesten und schmerzliche Verzichte macht ohne dass die andere Seite etwas im Gegenzug gibt, sowas wir Freundlichkeit oder ein Unterlassen von antiisraelischer und antisemtischer Hetze, wo eine Hamas die Vernichtung des Staates Israel in ihrer Gruendungs- und Grunderklaerung stehen hat, muss man schon sehr sehr realitaetsfern und mit einem grossen Sieb vorgehen, um auf solche Statements wie deins zu kommen…
    Das boese Israel, dass ueberhaupt keinen Frieden will… Und wer wird hier “zurueckgedraengt” und wohin? Momentan wird nur Juden verboten Haeuser zu bauen und die Araber vermehren sich mehr als in arabischen Laendern und bauen sehr viel. etc. etc.

    Und deine aehnliche Frage:

    “Wie bitte schön soll man das machen, ohne gleich als Antisemit und “typischer Israelbasher” abgestempelt zu werden??”

    Sie beinhaltet schon eine vollkommen falsche Grundannahme, die eigentlich nur jemand annehmen kann, der in der Bashingregion sitzt, denn man kritisiert Israel schon allgemein dafuer, dass man es angeblich nicht genug kritisieren darf. Echtes Kritisieren also ist, wenn man an der Sache besorgt, ohne Hass und Feindschaft, ohne Schadenfreude oder Profiliserungswillen, versucht Misstaende auszuraeumen, nach einer vernuenftigen, fairen Betrachtung. Und niemand wir das verbieten, und die Israelis selbst sind die groessten Israelkritiker, aber halt echte Kritiker, die im Grunde um das Land besorgt sind und ueber Alternativen nachdenken, bevor sie zu quaken anfangen…

    Viel Erfolg dabei!

  22. Schula says:

    “Schula – es ist einfach kindlich zu behaupten, nur die eigene Meinung sei richtig.”

    Ach und wer behauptet das? Doch wohl nur Sie unterstellen es anderen, obwohl keiner dies behauptet hat. Lassen Sie diesen kindischen Versuch einfach mal.

    “Und ich behaupte nun mal das Gegenteil wie ihr.”

    Wo belegen denn Sie Ihre Behauptungen? Israel will keinen Frieden, wo ist der Beleg für diese These?

    Sie lamentieren nur herum. “Israel ist beschissen”, sagen Sie und untermauern das mit der angeblichen Meinung anderer Deutscher? Es interessiert nicht, was andere, die Sie kennen, angeblich behaupten, es wird nichts wahrer, nur weil die Masse es sagt!
    Sie haben keine Ahnung von Israel, aber davon eine ganze Menge, das ist keine Diskussionsbasis, sondern bestenfalls ein schlechter Witz.
    Ich finde Ihre Hasseinstellung auf Israel absolut beschissen. Und behaupten Sie nicht wieder das Gegenteil, wir alle können lesen.

    “Und noch was. Nimm mal an, jemand möchte einfach nur Israel kritisieren.”

    Falsch. Sie dämonisieren Israel und stellen es an den Pranger. Das ist keine Kritik, sondern einfach nur dumm und unverschämt.

    Israel ist böse, will keinen Frieden, Israel ist beschissen etc.
    Schön, kennen wir nun alles. Mir entlockt das nur noch ein Gähnen.

    Ulrich bringt es einfach nur auf den Punkt:

    “dann ueberwiegt hier eine Fixierung, ein Hass, und es wird ein Mobben, ein Bashing, denn die Person nervt dich, die Person muss kritisiert werden, schon ganz egal was er macht.”

    Es geht Ihnen nicht darum was Israel macht, sondern ausschließlich ums bashen, komme was da wolle.
    Nö, so hat es keinen Sinn.

  23. Schula says:

    Antisemitismus gestiegen

    Antisemitische Vorfälle in Westeuropa haben einen neuen Höchststand seit Ende des Zweiten Weltkriegs erreicht. Dies geht aus einer neuen Studie der Jewish Agency hervor, die nun im Vorfeld des Internationalen Holocaust-Gedenktages veröffentlicht wurde.

    Im Gefolge von Israels Militäroperation im Gaza-Streifen im vergangenen Winter wurden in den ersten drei Monaten des vergangenen Jahres mehr antisemitische Vorfälle – von verbalen bis zu körperlichen Angriffen – in Europa registriert als im gesamten Jahr 2008. So ereigneten sich im ersten Halbjahr 2009 etwa in Frankreich 631 Vorfälle (im Vergleich zu 431 2008).

    Besorgniserregend sind nicht zuletzt die Entwicklungen in ostmitteleuropäischen Staaten wie der Ukraine und Ungarn, wo es im Vorfeld von Wahlen zu öffentlichen Manifestation von Antisemitismus kam.

    „Der klassische Antisemitismus befindet sich im Wandel und wird durch einen neuen Antisemitismus ersetzt, der in Gestalt von hemmungslosen Attacken gegen die Idee des jüdischen Staates auftritt“, sagte Natan Sharansky, der derzeitige Vorsitzende der Jewish Agency in Jerusalem.

    Zur Unterscheidung zwischen legitimer und illegitimer Israel-Kritik bemerkte Sharansky: „Wir haben [die Kriterien dafür] mittels eines ‚3-D-Prinzips’ bestimmt: „Dämonisierung, Delegtimierung und doppelter Standard. Auch wenn man den Antisemitismus über die Jahrhunderte hinweg betrachtet, sehen wir diese Prinzipien am Werk – die Dämonisierung von Juden, die Delegitimierung der Juden als Nation und ein doppelter Standard gegenüber Juden als Volk und als Religion.“

    (The Jerusalem Post, 24.01.10)

  24. Tobias says:

    @Ulrich:
    Deine Antwort war sehr aufschlussreich. Ich gebe dir in den meisten Punkten recht.
    Ich muss zugeben, das mich die Debatte teilweise emotional schon sehr aufwühlt. Aber ganz ehrlich, alles immer nur diplamtisch koreckt und rational auszudrücken wird doch auf die Dauer langweilig. Das fördert zwar nicht das Zeil einer Sythese, aber darum geht es hier ja schon lange nicht mehr (falls es je darum ging).
    Das ihr dann diese (wenigen) emotionalen Sätze, die nicht nach allen Regeln der Erörterung belegt und untermauert wurden, sofort aufgreif,t um mir dann eine generelle Diskussion-Unfaähigkeit zu unterstellen, ist ganz verständlich. Würde ich auch machen ;)
    Manche Thesen belege ich nicht, das stimmt. Ich glaube auch nicht, das die Belege euch umstimmen würden und meistens gibt es auch keine lücknenlose Beweiskette, denn es sind Theorien.

    Das “(und vieler Deutschen)” habt ihr aber auch missverstanden. Es ist keineswegs eine Begründung, sondern sollte verdeutlichen, dass viele Deutsche eine ähnliche Meinung wie ich haben. Indem ich eiuch also meine Meung erklärt habe, wollte ich euch auch eine Erklärung für die Meinung anderer Deutschen geben. So war das gemeint.

    ““Wie bitte schön soll man das machen, ohne gleich als Antisemit und “typischer Israelbasher” abgestempelt zu werden??”

    Sie beinhaltet schon eine vollkommen falsche Grundannahme, die eigentlich nur jemand annehmen kann, der in der Bashingregion sitzt, denn man kritisiert Israel schon allgemein dafuer, dass man es angeblich nicht genug kritisieren darf.”

    Das Gefühl, immer sofort als Israel-Basher und Antisemit abgestempelt zu werden, hatte und habe ich wirklich. Und ja, ich kritisiere Israel im Allgemeinen dafür, das man es nicht genügend kritisieren darf. Was ist falsch daran? Das hat doch so als Einzefall nichts mit der “Bashingregion” zu tun?

    Alles in allem, Ulrich, werde ich mich bemühen, möglicht von dieser “Basherregion” (antisemitisch bin ich nicht, weil ich all meine Kritik oder Bashing auf Israel beziehe und ausdrücklich nicht auf das Judentum) weg zu beleiben. Es besteht durchaus eine Gefahr über die Emotionalität dorthin abzurutschen…
    (Bei manchen Themen wie Atomkraft und Grüne Gentechnik “bashe” ich aber warscheinlich wirklich und es stört mich nicht.. )
    Hier bei diesem Thema ist es aber sehr wichtig, möglichst nicht zu zu bashen.

    @Shula:
    Sie sind kindlich – ich bin kindisch – gut, dann sind wir jetzt wieder auf eine Ebene ;)

    Nein, im Ernst, ich seh vieles ja ein. Steht oben im Text.

    Ihre grundlegene Ablehnung meiner Krtik kommt aber auch schon einer Art “bashing” meiner Kritik gleich. Sie schauen ja auch garnicht mehr genau, was ich kritisiere, sondern stempeln mich pauschal als “Basher” ab.
    Das ist vllt auch nicht ganz richtig, oder? ;)
    Übrigens habe ich gesagt: “Nimm mal an, JEMAND [nicht ich] möchte Israel kritisieren”. Ob dieser jemand ein Basher ist, weißt ja noch garnicht.

    Aber wenn es keinen Sinn für dich hat… ok.

  25. Y.Samuel says:

    Tobi,

    warum kritisierst du Israel dafür, dass “man” es nicht kritisieren darf? Selbst WENN (!) es in der deutschen Gesellschaft eine Tabuisierung der Israelkritik gäbe – wieso wäre dies das Problem Israels? Und nicht der deutschen Gesellschaft?

    Und, weil ich aus Gründen eines schwachen Herzens meistens auf Diskussionen mit “den Deutschen”, die deiner Meinung sind, verzichte: Wo genau liegt denn in deinen Augen der Anteil der Araber an diesem Konflikt?

  26. Yael says:

    “Selbst WENN (!) es in der deutschen Gesellschaft eine Tabuisierung der Israelkritik gäbe”

    Dass dieses Pseudoargument, man dürfe Israel nicht kritisieren eine durchschaubare Lüge ist, muss man sicher nicht mehr erwähnen. Jeder, der zwar keine Ahnung hat, aber davon eine ganze Menge, kritisiert Israel bis zum Abwinken. Ich kann diesen Schwachsinn wirklich nicht mehr lesen.

  27. Roman says:

    Tobias unterscheidet sich nicht von den gängigen “Kritikern”, sogar den “Doppelten Standard” behält er bei.

    Beurteilt Israel nach europäischen Regeln, die Araber dürfen aber als Wilde nach mittelalterlichen Reglementarien beurteilt werden.

  28. Popeye says:

    “Israel is nun mal meiner Meinung (und der vieler Deutschen) nach beschissen, schon allein weil es ne konservative und sehr rechte Regierung”

    Aha, und das äußert sich wie?
    Zum Beispiel, das sich der “rechtsradikale” Lieberman gleich in seiner Antrittsrede zur Roadmap und damit zur Zweistaatenlösung bekannte, dem sich Netanjahu wenig später anschloss?

    (Liebermans wahre Natur blieb natürlich nicht verborgen, so stellte er die unverschämte Forderung, die Palästinenser mögen doch auch ihre Punkte erfüllen!(-; )

    Wenn man diese beiden Aussagen kombiniert:

    “Es geht darum, dass Israel einfach keinen Frieden will, sondern lieber weiter drauf spekluliert, die Palästinenser langsam zurück zu drängen.”

    “Manche Thesen belege ich nicht, das stimmt. Ich glaube auch nicht, das die Belege euch umstimmen würden und meistens gibt es auch keine lücknenlose Beweiskette, denn es sind Theorien.”

    muss man sich naürlich nicht mit Fakten abgeben, wie dem bedingungslosen Abzug aus dem Gazastreifen 2005.

  29. Ulrich J. Becker says:

    Tobias:

    “Ich muss zugeben, das mich die Debatte teilweise emotional schon sehr aufwühlt. Aber ganz ehrlich, alles immer nur diplamtisch koreckt und rational auszudrücken wird doch auf die Dauer langweilig.”

    Man sollte nicht aus Spass und Langeweile Menschen und Staaten diffamieren. Sowas kann konkrete Auswirkungen auf das Leben von Menschen haben.

    “Das Gefühl, immer sofort als Israel-Basher und Antisemit abgestempelt zu werden, hatte und habe ich wirklich.”

    Wie du richtig sagst, “fuehlst” du das. Statistisch ist es umgekehrt. Mach doch mal eine Umfrage unter deinen Freunden, ob eher Israel oder eher die Palaestineser am Konflikt Schuld sind und berichte uns davon. Ich wuerde einmal annehmen, weil die geringe Minderheit, die sich wirklich gegen anti-israelische Statements ausspricht, bei dir als moralisch sehr gewichtig ankommen und daher als uebermaechtig projeziert werden. Ich selbst werde in Deutschland von etlichen Deutschen immer wieder mit israelkritischen Statements “erfreut”, teilweise auch von alten Freunden, teilweise schneidet man mir freundlicherweise Zeitungsartikel, die die Boshaftigkeit Israels “belegen”, aus und legt sie mir vor…
    Wann wurdest du das letzte mal in deinem echten Leben (und nicht auf unserer pro-israelischen Seite) dafuer angemacht, dass du Israel kritisierst?

    “Und ja, ich kritisiere Israel im Allgemeinen dafür, das man es nicht genügend kritisieren darf. Was ist falsch daran?”

    Es ist einfach faktisch falsch. Jeder darf nicht nur Israel kritisieren, nein Israel wird auch mehr kritisiert als irgendein anderes Land, ausser vielleicht die USA. Besonders in Deutschland.

    “(antisemitisch bin ich nicht, weil ich all meine Kritik oder Bashing auf Israel beziehe und ausdrücklich nicht auf das Judentum) weg zu beleiben.”

    Und wenn ich dir sage, dass das Judentum pro-israelisch ist? Wenn ich dir sage, dass das Judentum im Kern zionistisch ist?

    “(Bei manchen Themen wie Atomkraft und Grüne Gentechnik “bashe” ich aber warscheinlich wirklich und es stört mich nicht.. )”

    Sorry, ich moechte dich nicht zu sehr einordnen, aber meiner Meinung nach sind Atomkraft- und Gentechnikgegner strukturell verwandt mit Antisemitus, vielleicht werde ich dazu mal eine laengere Erklaerung schreiben, hier nur mal angemerkt… nimm es nicht boese, es muss nicht immer undbedingt stimmen.

    Auch wenn ich dich als israelfeindlich und eher “bashend” ansehen, finde ich es lobenswert, dass du dich der Diskussion stellst, und nicht ein paar hasserfuellte Saetze ablaesst und verschwindest, selbstkritisch bist und Fehler eingestehst. Das ist der erste Schritt zur Besserung ;) Und zeugt von einem gewissen Selbstbewusstsein und somit theoretisch dem Noetigen um Antisemitismus zu widerstehen.

    Im Judentum glaubt man, dass sich Menschen aendern koennen…

  30. Schula says:

    Human Rights Watch: Hamas targeted civilians

    …as we reported here many, many times during the Israeli defensive action in Gaza. But will the world take note and censure Hamas as it has censured Israel? Will it recognize the magnitude and effectiveness of the propaganda offensive against Israel? Don’t hold your breath.

    http://www.jihadwatch.org/2010/01/human-rights-watch-hamas-targeted-civilians.html

    Kommentiert tw_24 völlig richtig: Damit erklärt Human Rights Watch ganz nebenbei Richard Goldstone zum Lügner, der im Auftrag der Vereinten Nationen in der nach ihm benannten Hetzschrift erklärt hatte, es gäbe keine Hinweise darauf, daß “palästinensische” Terroristen bewohnte Gebiete zum Abschuß von Raketen nutzten oder versucht hätten, sich unter Zivilisten zu verstecken.

  31. Tobias says:

    Sorry, aber ich kann nicht auf alles antworten. Ich greif eine paar Punkte auf und hoffe, ihr seht darin nicht eine fiese Taktik, den unangenehmen Themen zu entgehen. Außerdem fasse ich jetzt mal eigenmächtig Punkte, die in verschiedenen Beiträgen auftauchen, zusammen. Hoffentlich vermischt sich dabei nichts.

    1)In Deutschland gibt es kein Tabu der Israelkritik. Das habe ich keinesfalls gemeint. Die pro-israelische Seite baut meines Gefühls nach ein Tabu auf, indem jegliche Israelkritik als Bashing und Antisemitismus abgetan wird. In Deutschland wird Israel sehr stark kritisiert, das stimmt. Das euch die viele Kritik nicht gefällt, ist übrigens verständlich.

    2)”Man sollte nicht aus Spass und Langeweile Menschen und Staaten diffamieren. Sowas kann konkrete Auswirkungen auf das Leben von Menschen haben.”

    Ok, ich werde in Zukunft versuchen, alles sehr korekt zu schreiben. Wenn es euch so schnell verletzt… und schreibt einfach, wenn euch etwas “unter die Gürtellinie” ging.

    3)”Und wenn ich dir sage, dass das Judentum pro-israelisch ist? Wenn ich dir sage, dass das Judentum im Kern zionistisch ist?”

    Ulrich, ich kann doch nicht pauschal alle angehörigen einer Religion in einen Topf schmeisen und im Kolektiv kritisieren?? Das wäre dann ja Antisemitismus! Deshalb beziehe ich meine Kritik immer auf den Staat Israel. :) Verstehst du? Was kann der deutsche Jude für das verhalten Israels? Also krtisiere ich nicht das Judentum, sondern Israel.

    4)Ulrich, könntest du mir mal deine Email geben? Würde mich mal interessieren wie du zu anderen Themen (Gentechnik usw) stehst…

    5)”….um Antisemitismus zu widerstehen.”
    :) Keine Sorge, ich sehe nicht in jedem Juden einen national-religösen, ultraorthodoxen Juden. Genauso wenig wie ich in jedem Muslim einen Terroristen sehe, in jedem Türken einen Hartz-IV-Schmarotzer, in jedem Amerikaner einen kriegswütigen Patrot oder in jedem Osteuropäer einene Betrüger sehe.

    6)@Schula: “Wo genau liegt denn in deinen Augen der Anteil der Araber an diesem Konflikt?”

    Auf diese Frage hab ich schon gewartet. Schwierig zu sagen, insgesamt ist der Anteil so groß wie der israelische. Als Agressor sind sie sicherlich aktiver und brutaler, tabuloser. Außerdem verstehen sie anscheinend den historischen Hintergrund nicht, sprich den Holocaust, der der Staatsgründung vorrausging.
    Das ist jetzt alles sehr wage, ich weiß. Das liegt daran, dass ich das viel schlechter beurteilen kann. Und es ist ja alles immer wechselseitig. Die Palästinensische Aktion ist falsch, die israelische Reaktion auch. Ich kann die Frage im Moment echt nicht beurteilen.

    7) Der “Doppelte Standard”. So nach ein wenig Nachdenken meine ich, das er existiert – aber auch richtig ist. Ich gehe davon aus, das die israelische Seite gebildeter ist. Und nach Ulrich ist die israelscihe Seite als fast völlig jüdisch auch moralisch weiter entwickelt. Dazu kommt, das Israel reicher ist, militärisch und wirtschaftliche stärker sowie international den stärkeren Partner. Israel ist also in der besseren Situation. Ist es dann falsch, wenn ich mir von Israel mehr erwarte als von der seit Generationen armen und ungebildeten, vom Westen ausgebeuteten und bevormundet sowie nun eindeutig schwächeren palästinensichen Seite?

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