Arye Sharuz Shalicar, Jerusalem

Vor ca. einem Monat haben mehrere Dutzend ”anti-Israel Lobbies” weltweit zum sechsten Mal die israelische Apartheid-Woche “gefeiert” (IAW – Israeli Apartheid Week).

Um die 40 Staedte, auch in Nord-Amerika, vor allem aber in Europa haben dieses “Event” genutzt, um Israel’s Behandlung der Palaestinenser gleichzusetzen mit der Behandlung der Schwarzen unter der frueheren diskriminierenden Apartheid-Politik der Weissen in Sued-Afrika. Natuerlich protestierten die Teilnehmer lautstark fuer Sanktionen gegen Israel. Israel wurde wieder einmal mehr als rassistischer Staat gebrandmarkt. Ein Land, dass kriminell ist, andersglaeubige Menschen erniedrigt in jeder nur denkbaren Situation. Dass zeigt sich in Bil’in und Na’alin. Dass zeigt sich im Film Ajami. Dass ist die Wahrheit, die man auch aus dem Mund Ahmadinedjads hoert, fast bei jeder oeffentlichen Kundgebung.

Klar ist, dass diese anti-israelische/anti-juedische Propaganda Fuss faesst bei [leider] genug Menschen, die ueberzeugt sind, dass der Sicherheitszaun Israels eine fette haessliche Mauer ist. Warum sollten anti-Israelis, bzw. Antisemiten erwaehnen, dass es sich tatsaechlich um ca. 95% Zaun und nur 5% Mauer handelt? Warum sollten sie betonen, dass der Zaun aufgestellt wurde (und noch nicht fertig ist) nachdem anfang des 21 Jahrhunderts fast taeglich unschuldige Israelis abgeschlachtet wurden in Terroranschlaegen, die ausgetragen wurden von desillusionierten Psychos, die aus dem heutigen Gebiet der Palaestinensischen Autonomiebehoerde kamen? Hunderte Tote Israelis jaehrlich. Dass wird natuerlich nicht an die Glocke gehaengt, denn dass koennte im Teilnehmer Fragen aufkommen lassen, und das passt den Organisatoren solcher Events nicht. Ist doch klar, oder?

Sehr gerne redet man im Westen am liebsten taeglich ueber das Leiden der Bevoelkerung Gaza’s, die von den ach-so-schlimmen Israelis gefangen genommen wurden und denen alle minimalen Rechte geraubt werden. Dass die Bevoelkerung Gazas nicht das Ziel Israels ist, was sich erkennbar macht, wenn man sich ersteinmal informiert hat, dass hunderte Lastwagen mit Grundnahrungsmittel, Gas, Oel etc. aus Israel in den Gaza-Streifen gelassen werden, um das Volk nicht fuer den Terror der Hamas (und seinen Partner-Terror-Organisationen) zu bestrafen, ist nirgendswo erwaehnt. Dass Hamas weiterhin mehrmals woechentlich Raketen auf Israel abfeuert ist nicht weiter tragisch. Dass Hamas politische Oppositionelle und Konkurrenten massakriert wird auch geheim gehalten. Auch das Gilad Shalit, der israelische Soldat, der vor fast 4 Jahren von Terroristen der Hamas gekidnappt wurde und seit Jahren weder von einem Mitarbeiter des internationalen Roten Kreuzes noch von einem hochrangigen UN-Angestellten, noch von sonstwem besucht werden durfte, ist auch nicht weiter wichtig. 

Wie ihr euch vorstellen koennt, koennte ich diese Liste endlos weiterfuehren. Mir ist schon klar, dass auch Israel Fehler macht, jedoch sein Moeglichstes gibt, um Unbeteiligten das Leben nicht unnoetig zu erschweren. Davon bin ich fest ueberzeugt, obwohl es nicht immer sehr einfach ist, nach “Regeln und Anstand” zu handeln in einer Region, in der es vor gegenseitigem Hass und Misstrauen keine Flucht gibt.  

Wie sich jedoch Antisemiten, bzw. anti-Israelis das Recht nehmen, Israel mit der Apartheid zu vergleichen, war, ist und bleibt mir hoechstwahrscheinlich ein Raetsel, es sei denn, ihr koennt mir helfen die Logik hinter diesem Apartheid-Argument besser zu verstehen. Sind die Akrikaans-sprechenden “Bitter-Enders” zu vergleichen mit den Israelis? Genau diejenigen, die vor 350 Jahren in Sued-Afrika eine neue Heimat fuer sich gefunden haben? Oder sind etwa die von Macht und Habgier besessenen Kolonialisten aus dem Vereinigten Koenigreich, die anfang des 20 Jhdt’s Sued-Afrika uebernommen haben?? Oder sind es womoeglich die Schwarzen, die eine klare Mehrheit ausmachen in Sued-Afrika, so wie wir Juden in Israel, und die Macht an sich gerissen haben und das Land jetzt regieren, die unserem Israel so aehneln?

Wie genau kommt man dazu Israel mit der Apartheid zu vergleichen???

       



8 Comments to “Wie genau man Israel mit der Apartheid-Politik Sued-Afrikas vergleichen kann ist mir ein Raetsel?!!!?!”

  1. Popeye says:

    “Wie genau kommt man dazu Israel mit der Apartheid zu vergleichen???”

    Obwohl man sicherlich eine Erklärung zusammenschustern könnte, gibt es für den Dreck, mit dem Israel beworfen wird, keine echte logische Erklärung.
    Man muss schon heftig seinen Verstand ausschalten, um z.B. aus dem Selbstverständnis Israels als jüdischen Staat einen Apartheidsvorwurf konstruieren zu können.

    Hier ein schöner Artikel dazu:
    http://www.jer-zentrum.org/ViewBlog.aspx?ArticleId=86

  2. L. says:

    Ist doch ganz einfach. Die “Israelkritiker” sehen diese Karte http://media.ft.com/cms/ca244c5c-12c3-11dc-a475-000b5df10621.gif und dann sehen sie Bantustans.

  3. jerry says:

    und die israelischen Kollaborateure Avneri, Pappe, Burg, Judt, Zuckerman hetzen in vorderster Front

  4. Zahal says:

    na, ja, ich habe ein Fundstück als Argumentationshilfe :-)

    “Ost-Jerusalem” will nicht nach “Palästina”!!!

    Europa und die USA, besser gesagt das dortige bösartige Kartell aus Systemmedien und der heuchlerisch-infantilen politischen “Führungsschicht”, weiter die islamische Welt und überhaupt alle Gutmenschen und Palästinenserrechtler auf dieser Welt bekommen einen Hysterieanfall nach dem anderen, wenn ein jüdisches Haus im Osten der israelischen Hauptstadt gebaut werden soll – was kümmert die der millionenfache Völkermord in Darfur und das sonstige Leiden auf dieser Welt. Die blinden Friedensbeweger wollen Israel den Ostteil der ewigen jüdischen Hauptstadt entreissen und zur Hauptstadt eines “Palästinenserstaates” machen.

    Dabei vergessen sie aber eine doch wichtige “Kleinigkeit”, nämlich diejenigen, die es eigentlich betreffen würde, zu fragen, ob sie das auch wollen – die Araber Jerusalems. Die westlichen “Mächte” sind immer noch im kolonialen Denken des 18-19 Jh. stecken geblieben, wenn sie meinen, mit Bleistift und Lineal im Nahen Osten Grenzen wie in Nordafrika ziehen zu können. Das geht heute nirgends, und schon gar nicht in Nahost.

    Der blaue israelische Personalausweis, hebr. “teudat zehut”, mit der Freizügigkeit in ganz Israel wird das letzte sein, was ein Jerusalemer Araber freiwillig abgeben würde. Es ist hinlänglich bekannt, dass es ein Alptraum der arabischen Bewohner Jerusalems ist, eines Tages als Staatsbürger eines korrupten und mafiösen Staatsgebildes aufzuwachen, das aus der jetzigen Machtclique in Ramallah hervorgehen würde. Diese ohnehin selbstevidente Tatsache wird immer wieder durch statistische Daten untermauert. Das Jerusalemer Amt für die Belange der Bürger östlicher Stadtteile (POEJ) meldet die jährlich zunehmenden Zahlen der aus dem Osten in den Westen der Stadt übersiedelnden arabischen Familien. 2007 hatten die Araber im Westen der Hauptstadt 308 Wohnungen gekauft, 2008 – 405 und 2009 – 576. Es ist aber irgendwie klar, dass sich die Gutmenschen nur an der “Judaisierung Ost-Jerusalems” kaprizieren, nicht aber an der “Arabisierung West-Jerusalems”.

    All die Neo-Antisemiten und umgekleitede Faschisten von links und rechts, die Araber damit beglücken wollen, was sie Juden so gerne wegnehmen würden, müssen wissen, dass es zu einer Massenflucht der Araber aus Ost-Jerusalem kommen wird, sollte der Alptraum von einem Palästinenserstaat Wirklichkeit werden. Den Jerusalemer Arabern wäre besser gedient, wenn sich die Eurabier lieber um ihre eigenen Läden wie Malmö, Marceille, Berlin-Kreuzberg oder Neu-Köln kümmern würden. Dort können sie auch gerne teilen, wenn sie schon unbedingt so gerne etwas teilen möchten.

    http://heute-in-israel.blogspot.com/2010/04/ost-jerusalem-will-nicht-nach-palastina.html

  5. efraim74 says:

    Die Antisemiten bruchen keinen logischen Grund um gegen die Juden und Israel zu hetzen. Das war immer so und es wirt auch so bleiben. Nach der Palästina Lösung wird sofort ein Grund gefunden und die Hetze
    hört nie auf. Wir müssen wachsam bleiben und immer bereit zu Abwehr, sein

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