Ulrich J. Becker, Kiryat Ono, 11.05.5770
 

 

  

Wenn man einen islamkritischen Artikel von Udo Ulfkotte in der Neonazizeitung Junge Freiheit liest, koennte man sich noch denken: Mmhh, die Islamkritiker sind durchgedreht und zu den Nazis uebergelaufen.

Aber wenn man etwas weiter liesst, und Ulfkotte einen islamischen Mob kritisiert, der “Juden, Juden – ab ins Gas” groelt und mit “Allahu akbar“-Rufen willkommen heisst, spaetestens dann weiss man, dass heutezutage alles etwas komplizierter geworden ist…

 

Ulfkotte schrieb folgenden Satz, nachdem einige negative Zusammenhaenge von “Allahu akbar“-Rufen aufgezaehlt wurden:

Und als unlängst in den Niederlanden tausende Islam-Anhänger auf den Straßen öffentlich „Juden, Juden – ab ins Gas“ riefen, da erschallte zwischendurch immer wieder im Chor: „Allahu akbar“.

Was ist hier los, Neonazis, die in ihrer Zeitung kein Problem haben zu lesen, dass es nicht okay ist, Juden ins Gas zu wuenschen? Ein eher buergerlicher Islamkritiker, der kein Problem hat in einer bekannten Neonazizeitung zu veroeffentlichen?

 english defence league

Demonstration der English Defence Leauge


Das Phaenomen ist wesentlich groesser und die Fronten verlaufen ineinander. Vor kurzer Zeit gab es eine Skinhead-Demonstration in England gegen den Islamismus und in den ersten Reihen trugen einige Skinheads grosse Israelflaggen. Andernorts verbuenden sich Neonazis eher mit Islamisten gegen den gemeinsamen ‘zionistischen Feind’ und die westliche Demokratie. Neonazis liefen in Al-Quds-Umgaengen mit und machen gegen Israel Front. Dann gib es auch wieder die deutsche Neonazi Vereinigung Nationalsozialisten fuer Israel. Da liest man dann u.a. so komische Saetze wie diesen:

  

‘Um ein dauerhaft gutes Verhältnis zu Israel zu schaffen, müssen wir der eigenen Opfer mindestens gleichwertig gedenken und eine moralische Erpressung nicht mehr zulassen.’ Außerdem wäre es nach Ansicht der unbekannten Aktivisten für die jüdischen Opfer unwürdig, wenn die Steine, die mit ihren Namen beschriftet sind von Passanten mit Füßen getreten werden.

  

  

Moslems schreiben was sie denken…

  

Juden selbst sind auch verwirrt. In Belgien schliesst man sich schon mal dem rechtsextremen Vlaamsblog an, der auch Juden einlaedt, um gegen die islamistische Bedrohung gemeinsam Front zu machen. Andernorts wie z.B. in Grossbritiannien aber auch in Deutschland und anderswo, setzen sich Juden und Moslems zusammen um gegen Schaechtverbote und fuer andere gemeinsame Interessen gegenueber dem christlich gepraegten Europa vorzugehen.

  

Antideutsche

  

Ueber die Spaltung der Linken in pro- und antizionistische Stroemungen, in anti-Deutsche und Leute die nicht mal mehr bei der Rede eines israelischen Staatspraesidenten aufstehen, braucht man nicht mehr viel zu sagen. Manche Linke sind mitlerweile so antisemitisch, dass sie schon in der NPD aufgenommen werden koennten. Man denke nur an die Judenselektion, die ein deutscher pro-palaestinensischer Terrorist durchfuehrte. Siehe auch Horst Mahler.

Auch, dass sich Linke gern auf die Seiten des Islams oder sogar der Islamisten schmeissen ist sowieso klar, dafuer muss man sich nur mal in Israel europaeische Jugendliche ankucken, die die ‘boesen Zionisten’ beschimpfen, mit Steinen bewerfen oder sie daran hinder wollen, die Sicherheit israelische Buerger zu gewaehrleisten. Oder man liest einfachmal einen Artikel in der Junge Welt.

Und ja, auf der anderen Seite gibt es antiislamische Zentralraete der Exmuslime und sogar zionistische Moslems.

  

 

Ein Fan und sein Vorbild

  

Kurz, ein Riesenbalagan. Chaos der Ideologien.


Niemand ist sich noch sicher wofuer er wirklich steht, wogegen er wirklich ist und vor allem wie weit er damit gehen soll. Wer mit wem, wer gegen wen?

Es bleibt nur zu hoffen, dass sich nicht eine Mischung aus rechts, Islam und links auf anti-Israelismus und Antisemitismus einschwoert, was teilweise schon zu vermuten war. Aber ich bezweifle das im grossen Stil. Dafuer fuerchten sich immer mehr Europaer zu sehr vor den Islamisten oder einer Islamisierung ihrer Kultur (Was natuerlich theoretisch Antisemitismus nicht ausschliesst, aber da sich viele Moslems die Juden zu ihren Lieblingsfeinden gemacht haben, nimmt man den Feind des Feindes eher als Freund, oder nicht?)

Auch der Neonazismus erfuellt vielleicht das Beduerfnis Vieler nach einem Halt, nach Kameradschaft und einer Ideologie in der es klare Grenzen und Gut und Boese gibt, aber wie der Sozialismus, ist das eine verbrauchte, gescheiterte Ideologie. Die Massen wird man damit nichtmehr erreichen. Es sei denn, man aendert ab, wird modern, erkennt die Zeichen der Zeit.

Was also auf laengere Sicht vielleicht wirklich eine Chance hat, sich in Europa durchzusetzen, waere vielleicht nur eine anti-islamische Ausrichtung – auch gegen den andauernden Gegenwind der linken Eliten. Das Minarettverbot hat viele erschuettert, anderen Hoffnung gegeben, aber auf jeden Fall klar gemacht, dass hier ein europaeischer Eisberg in den Schweizer Alpen aufgetaucht war. Herr Wilders scheint einem Wahlsieg in Holland sehr nah und das haette in der Tat ein ungeahntes Potential die Politik in Europa schwerwiegend zu veraendern.

 

Wo das genau hinfuehrt und ob Europa dadurch ein besserer oder schlechterer Ort wird, ist abzuwarten. Es besteht auch immernoch die Moeglichkeit, dass die Europaer (aus Bequemlichkeit, Feigheit, Unentschlossenheit, Relativismus, Christentumueberdruessigkeit, Holocaustscham etc.) einen Angleich oder sogar Massenkonvertierungen dem ernsthaften Konflikt mit dem Islam vorziehen werden.

Vielleicht wird es in jedem Land etwas anders ausfallen und am Ende ein grosser Buergerkrieg anstehen? Aber soweit ist es noch lange nicht, obwohl tatsaechlich jedes Jahr Tausende Deutsche und Franzosen etc. zum Islam konvertieren.

Wo laesst das uns Juden und andere in der Mitte Feststeckende?

Keine Ahnung. Ich weiss auch nicht, ob es ratsam waere, heilige Prinzipien fuer Nutzbuendnisse ueber Bord zu schmeissen, z.B. mit Islamisten gegen Nazis, oder mit Nazis gegen Islamisten. Sowas waere auch quatsch, da wir bei beiden Gruppen die naechsten auf der Abschussliste waeren.

Man sollte versuchen sich mit den Vernuenftigsten und Menschlichsten zu verbuenden (und damit meine ich nicht Gutmenschlichsten), oder aber gleich rueber nach Israel kommen… ;)

 

Kleines grosses Zitat zum Schluss, um sich vor zuviel Relativismus bei Buendnissen zu bewahren (Midrasch Kohelet Rabah 7:16):

  

Wer gutmuetig mit den Grausamen ist, wird am Ende grausam zu den Gutmuetigen sein…

כל המרחם על אכזרים סופו כי יתאכזר על רחמנים



16 Comments to “Wer mit wem gegen wen? Moslems, Linke, Rechte, Nazis, Zionisten, Juden, Christen?”

  1. Zahal says:

    Für mich, Uli, stellt sich vorab immer nur die Frage, wie stehen die Leute zu Israel, gleich ob sie links, rechts oder gar muslimisch sind. Und mit denen kann man ein Bündnis eingehen, alles andere wäre selbstzerstörerisch.

    Die Nazis springen auf den “islamkritischen” Zug auf, weil sie von Haus aus fremdenfeindlich sind, die Linke ist zum großen Teil antisemtisch, was ist eigentlich antideutsch? Ex-Muslime haben sich vom Antisemitismus losgesagt, obwohl auch viele, wie Mina Ahadi, Kommunisten sind, ob die EDL nur eine Hooligan Vereinigung ist, steht noch gar nicht so fest. Ich halte es mit Wilders, der hält sich aus gutem Grund vor einigen zurück. Aber ja, es ist schon ein Blätterwald von Ideologien. Dieser hier scheint vernünftig zu sein

    http://lionheartuk.blogspot.com/

    Alles sehen, alles bemerken, alle Ratschläge beherzigen und anhören und dann doch den Weg gehen, der richtig ist.

  2. Zahal says:

    Vielleicht ein kleiner Nachtrag aus der Geschichte des Turmbaus zu Babel, m. E. leben wir in einer High-Tech Sprachverwirrung. :-)

  3. Nima says:

    @Zahal
    Antideutsche sind pro-israelische Linke, bzw. Ex-Linke wozu auch einige Strömungen der Antifa dazugehören. Also auch eine sehr verzwickte Geschichte.

  4. Tobias says:

    Schöner Artikel…

    Aber das Zitat am Schluss ist doch völliger Schwachsinn. Wenn man gutmütig zu den Grausamen ist (soll man etwas schlechtmütig sein??), dann kann man doch trotzdem auch gutmütig zu den Gutmütigen sein?
    Mir scheint, das Zitat ruft unterschwellig ein bischen dazu auf, grausam zu den Grausamen zu sein..?

  5. Ulrich J. Becker says:

    http://henryk-broder.com/hmb.php/blog/article/939/

    HENRYK BRODER AN DIE NPD:

    Spatzenhirn mit Zöpfenfrau köhler,
    im pressedienst der halbkriminellen vereinigung, der auch sie angehören, war gestern zu lesen:
    “Chemnitzer NPD-Stadträtin applaudiert Broders Überfremdungskritik”.
    (http://www.npd-sachsen.de/index.php?s=9&aid=700)
    sie waren bei meiner lesung nicht dabei. dafür bin ich ihnen dankbar. allein die vorstellung, im selben raum mit ihnen zu sein, lässt mir das essen von gestern hochkommen. ihre abwesenheit hat sie freilich nicht davon abgehalten, sich zu meinem auftritt zu äußern. nach der lektüre ihres statements könnte man sich fragen, ob sie dumm oder bösartig sind. ich finde, sie sind beides.
    das wort “überfremdung” gehört zu ihrem vokabular, nicht zu meinem. es ist weder während der lesung noch in der anschliessenden diskussion gefallen. ich habe weder implizit noch explizit gegen diejenigen “gewettert”, die in ihren kranken phantasien die hauptrollen spielen, also ausländer, migranten und
    andere nicht-deutsche.
    und ich sage es ihnen gerne noch einmal, so klar und unmissverständlich, dass es sogar ihr bezopftes spatzenhirn begreifen sollte: wenn es die möglichkeit gäbe, sie und das rechtsradikale pack, das sie repräsentieren, gegen ausländer – egal welcher provenienz – auszutauschen, würde ich mich sofort dafür aussprechen.
    ob sie meine bücher gelesen haben, weiß ich nicht. es ist mir auch wurscht. selbst wenn sie es getan haben, haben sie nichts verstanden. meine forderung nach mehr intoleranz richtet sich nicht nur gegen die terrorversteher von links, sie richtet sich auch gegen das gesindel, das ihre politische heimat ist.
    ich habe in chemnitz meine bewunderung und meinen respekt für die dresdner bürger artikuliert, die am jahrestag der bombardierung den öffentlichen raum
    besetzt und der npd den weg versperrt haben. ich habe auch angeregt, dass alle bürger mit migrationshintergrund – vom türkischen müllfahrer bis zum indischen arzt – einen tag lang streiken, um der fremdenfeindlichkeit die grundlage zu entziehen. das alles sind nicht ihre positionen.
    dass sie sich nun hinter einem “jüdischen leitintellektuellen” verstecken, zeugt nur von ihrer schamlosigkeit im umgang mit dem, das sie irrtümlich für politik halten. es ist aber nur die pflege von ressentiments. für ihre versuche, jemand zu finden, der ihre schweinereien für koscher erklärt, stehe ich nicht zur verfügung.
    wenn sie es noch einmal machen, komme ich bei ihnen vorbei und ziehe ihnen die zöpfe lang.
    versprochen und grusslos
    b.
    Siehe auch:
    http://www.katrin-im-rathaus.de/

  6. ajk says:

    Was für ein Wirrwar.. Mögest Du in interessanten Zeiten leben ha? Also spätestens bei Zionistischen Moslems wurde es mir zu bunt. :)

    Ich schlage folgende Deutung vor:

    Christliche und Atheistisch-Humanistische Europäer die auch ihre eigene Kultur respektieren (trotz negativen Teilen in der Geschichte) zusammen mit den Israeliten gegen islam-gutmenschen-genderisten Linke sowie NationalLinke (Nazis, das sind NationalSOZIALISTEN!)

    Klingt seltsam, ist aber so. :)

    /ajk

  7. Henning Doß says:

    Ich möchte als Bio – Kartoffel etwas dazu schreiben, weil ich mich sehr mit dem ganzen Thema beschäftige. Europaweit entsteht eine Bewegung die sich eigentlich da aufstellen,wo die Konservativen christlichen Parteien ehemals standen. Unverstanden von der Politik wollen wir einfach wieder ruhig, sicher und zufrieden leben., natürlich auch in Wohlstand. Das Bürgerwohl soll des Staates erste Pflicht sein.Seit mindestens 10 Jahren reiht sich ein Apell nach dem nächsten mit der Forderung aufgrund irgendeiner hochgespielten Krise : Wir müssen den Gürtel enger schnallen.
    Heißt in Wirklichkeit: Ihr müßt den Gürtel enger schnallen.Das sind wir leid. Unser Land ist reich durch den Arbeitswillen des Volkes. Den größten Arbeitsmarkt mit der größten Produktivität stellt der Mittelstand, zu dem ich auch gehöre. Genau dieser wird ausgenommen wie eine Weihnachtshans und obendrein am Fortkommen gehindert. Nun schaun wir wo denn all das Geld bleibt ? Da gibt es Sozialbetrug in immensen Summen von den Musels.Großfamilien bis zu 70 Mann durften nachziehen, obwohl schon der erste Scheinasylant war. Hartz 4 ist normal in diesen Schichten.Und dann breiten die sich hier aus und überhäufen uns mit Vorwürfen und Kriminalität. Das geht dann zuweit. Die Regierung läßt sich bereitwillig verarschen. Ich weiß nicht ob die von den Saudis geschmiert werden. Oder unsere Großindustrie von denen abhängig ist. Wobei jeder, ohne Ansehen seiner Person willkommen ist, wenn er denn auch was leisten will.Das bestätigt jeder der Erfolg hatte. Es ist leicht in Deutschland Erfolg zu haben. Jeder kann das erreichen.
    Juden leben hier völlig unauffällig.Sind von uns gern gesehen. Wir finden den zunehmenden Judenhass inakzeptabel. Er kommt von den Musels, Links-Autonomen und zunehmend auch Rechts-Autonomen.Gemeinsamkeiten: Gewalt, randalieren, niederschreien , Hartz 4 beziehen.
    Und ausgerechnet gegen uns, auch vertreten durch Sarazin, macht sich der Zentralrat der Juden stark. Die untergehenden christlichen Kirchen auch. Sie leben in einer Traumwelt oder sind wohl traumatisiert. Alle die dicht am Geschehen sind, wie Richterin Heisig oder Bürgermeister von Berlin Neukölln Buschkowski verlangen hartes durchgreifen um dem Spuk ein Ende zu bereiten.
    Ich denke in Isreal ist es sicherer als hier. Ihr habt sie in den Griff gekriegt. Womit? Mit konsquenter Härte wenn etwas schiefläuft und annehmen wenn es gut läuft. Ich lasse mich aber gern belehren.Muslime brauchen zumeist klare Grenzen, dann bricht der Aufstand schnell zusammen.
    Zum Schluß noch ein kleines Beispiel der mißlungenen Integration in Deutschland.Ein arabischer Fundamentalist kommt in, selbstverständlich, traditioneller Kleidung zum, vom verzweifelten Arbeitamt bezahlten, Gabelstaplerscheinkurs. Sein Rauschebart geht noch, aber das Nachthemd verbunden mit Sandalen, widersprechen jeder von der Berufsgenossenschaft vorgeschrieben Sicherheitsarbeitskleidung. Daraufhin bricht er den Kurs ab, denn religiöse Motive erlauben ihm keine andere Kleidung.Waren natürlich wieder alle deutschen Gutmenschen geschockt. Echt soweit geht das mit der tif empfundenen Religion. Das müssen wir hinnnehmen um dann nicht rassistisch zu sein. Er bekommt weiterhin unbehelligt von irgendwelchen Arbeitsangeboten Hartz 4. Islam ist doch echt geil.

  8. willow says:

    “Der israelische Botschafter in Berlin, Yoram Ben-Zeev, hat Thilo Sarrazin den Rücken gestärkt. Sarrazin habe mit seinem Buch offenbar ein Thema getroffen, “das den Menschen hier auf der Seele brennt”, sagte Ben-Zeev dieser Zeitung. Darüber müsse man offen sprechen können. “Ich war ein bisschen schockiert, als ich 2007 nach Berlin kam und erlebte, dass viele Einwanderer sogar der dritten und vierten Generation nur wenig Interesse daran haben, sich in die Gesellschaft zu integrieren.” Integration funktioniere in Israel besser als in Deutschland.”

    http://www.welt.de/die-welt/politik/article9733010/Der-israelische-Botschafter-staerkt-Thilo-Sarrazin.html

  9. Tobias says:

    @Henning:
    “wollen wir einfach wieder ruhig, sicher und zufrieden leben., natürlich auch in Wohlstand.”
    Nett. Wer möchte das nicht? DIe Geister scheiden sich doch erst in der Frage zu welchem Preis, dieser Wunsch erfüllt werden soll. Ruhiges Leben liese sich z.B. erreichen, in dem man diese lärmden Jugendlichen mal ins Internat steckt. Sicherheit ginge halt auf Kosten der Freiheit, das ist ja wohl jedem klar. Die Zufriedenheit – das ist im Grunde deine persöhnliche Sache, es kommt immer auf die Sichtweise an. Manche Menschen werden wohl nie zufireden sein… Und jetzt der Wohlstand: Da geht es eben vorallem um die Frage, in wie weit wir für unsren Wohlstand die Natur und andere Menschen ausbeuten dürfen. UNd wie weit wir so egoistisch sein dürfen und unsere Technologien anderen vorenthalten, die sie dringend brauchen könnten. Aber im Grunde lebst du doch schon in Wohlstand, wenn du schreibst du kommst aus dem deutschen Mittelstand? Ich nämlich zufällig auch und ich finde, ich lebe im Wohlstand.

    Zum Sozialbetrug duch die “musels” (wird übrigens von denen als Beleidigung aufgefasst, wie für Asiaten “Schlitzauge) würde mich mal interessieren, in wie weit er sich vom Sozialbetrug durch Deutsche unterscheidet und ob dieser Sozialbetrug an die Millionenbeträge heranreicht, die von den reichsten Deutschen am iskus vorbei geschleust werden. Weißt du da zufällig etwas?

    “Es ist leicht in Deutschland Erfolg zu haben.” Provokante These. Würde ich so jetzt nicht sagen, obwohl natürlich stimmt, das es in Deutschland verhältnissmäßig leicht ist.

  10. shaluke says:

    KOMMENTAR ULRICH J. BECKER:
    Und hier wieder ein Antisemit, dem es wehtut, dass wir den Mund aufmachen, uns verteidigen und auch noch meistens im Recht sind. Dieser ‘nette’ Zeitgenosse, der sich vom “internationalen Judentum” verfolgt sieht und Juden natuerlich abspricht ein Volk zu sein (gibt es ein Volk, das ueberhaupt mehr ‘Volk’ ist, als das juedische?). Anyway, hier sein antisemitischer Stuss zur Info:

    Was soll man dazu sagen?

    Ein scheiß Blog von scheiß Zionisten die nur mit der Lüge leben.

    Alles und jeden diskredieren aber selber noch mit reiner Weste darstehen.

    So sind die Zionisten. In allen Bewegungen mitmischen, sie gegeneinander aufhetzen und dann diffamieren.

    So war es schon immer. Kommunismus als links bezeichnen und den Nationalsozialismus als rechts, also konservativ und reaktionär.

    Dazu den Islam diskredieren, aufgrund von arabischen Anti-Imperalistischen Widerstandskämpfer die mit NSler kooperierten und zugleich auch verteufelt und verkannt wurden.

    Jeder der sich mit dem internationalem Judentum irgendwo anlegte, wurde übel diffamiert bis sein Ruf der eines Abschaums galt.

    Tja und was beweist das?

    Dass die ashkenasim Juden welche nichtmal ein Volk sind, arme, unschuldige, liebe, demokratische und gutherzige Menschen sind, bzw. die Zionisten aus diesen Leuten?

    Natürlich um Leute zu verarschen tue ich einfach so als wäre ich für Demokratie und Meinungsfreiheit, verarsche und herabwürdige eine Religion aus dem nahen Osten, aber gleichzeitig untersage ich auch nur ansatzweise Ablehnung gegenüber mir.

    Genau westliche werte sind Islam veralberung?

    Alles klar, jetzt weiß ich was Dekadenz ist.

  11. Henning Doß says:

    Mein lieber Shaluke.
    Du bist ein wunderbares Beispiel dieser ohnmächtigen,dumpfen Wut gegen Juden wie sie von den meisten Musels empfunden wird. Euch braucht der Jude nicht diskreditieren, das tut Ihr selbst
    in Euer beneidenswerten Dummheit gepaart mit unendlicher Arroganz.

  12. willow says:

    @Tobias

    “Ruhiges Leben liese sich z.B. erreichen, in dem man diese lärmden Jugendlichen mal ins Internat steckt. ”

    Nun, wenn “sie” doch nur lärmen würden… die Frage ist doch eher – wie ist mit Banden, die ganze Viertel beherrschen, zu rechtsfreien Zonen machen (etliche Gebiete etlicher westeuropäischer Großstädte) umzugehen – gelten nur die Freiheitsrechte der Verbrecher oder *vielleicht* auch die Rechte der nichtkriminellen Bewohner – egal ob mit oder ohne Hintergrund!?

    Wenn heute NY-Touristen sich wieder nach Harlem oder in die Bronx trauen können – glaubst du wirklich, dies haben Sozialpädagogen erreicht?

  13. stottlemeyer says:

    Die “Junge Freiheit” als “Neonazi”-Zeitung zu bezeichnen, halte ich für verfehlt. Sie kommt zwar tatsächlich aus dem vielfach völkisch angehauchten, burschenschaftlichen Spektrum, dem antisemitische Ressentiments nicht fremd sind, hält aber deutliche Distanz zu Neonationalsozialisten.

    Die Zeitung spricht eher die “Neue Rechte” in Deutschland an bzw. immer mehr bürgerlich-konservative Leserschichten, die Anstoß nehmen an der beherrschenden Stellung der linken 68er innerhalb des politischen und gesellschaftlichen Diskurses. Wenn dort – und zweifellos ist das zwar nicht durchgängig, aber doch mancherorts der Fall – immer noch antiisraelische Einstellungsmuster vorhanden sind, liegt das nicht immer an einem gefestigten judenfeindlichen Weltbild.

    In der “Neuen Rechten” ist Antisemitismus eher milieubedingt (es gehört zB in manchen katholischen Familien oder in nationalen Männerbünden eben dazu, gegen “die Juden” zu reden) oder Teil einer Trotzhaltung gegenüber der 68er-Linken, die über Jahrzehnte hinweg die Gräuel der Nazis ideologisch ausgebeutet hatte, um konservative Werte zu diskreditieren (und nicht, um echte Anteilnahme am Schicksal der ermordeten Juden zu nehmen – ansonsten würden die gleichen Leute ja nicht ständig den lebenden das Recht auf Selbstverteidigung absprechen).

    Antisemitische Ressentiments sind bei “neuen Rechten” also eher ein Zeichen mangelnder Reflexion. Gegen diese hilft nur Aufklärung und die wird dann am Besten angenommen, wenn sie von Personen des eigenen Lagers betrieben wird (sprich: ein antizionismuskritischer Beitrag in einer Mainstreampublikation wird den “neuen Rechten” nicht dazu bringen, seine Vorurteile in Frage zu stellen, einer in der “Jungen Freiheit” hingegen durchaus). Gerade deshalb aber wird es in diesem Spektrum vermehrt dazu kommen, dass – wie es zB in Italien bei Fini der Fall war – nationale Rechte sich mit der Zeit vermehrt vom Traditionsantisemitismus der deutschen Rechten lösen werden und erkennen werden, dass dieser nicht nur moralisch falsch, sondern auch gegen die Interessen der eigenen Anhängerschaft selbst gerichtet ist.

    Bei wie vielen am Ende ein tatsächlicher Gesinnungswandel Platz greift und wie viele nur deshalb Israel unterstützen, weil es Vorposten gegen den Islamofaschismus ist, bleibt abzuwarten. Es trennt sich innerhalb der Rechten in Deutschland aber zunehmend die Spreu vom Weizen. Der unbelehrbare, ideologisch-antisemitische Kern wird sich noch mehr in Richtung NPD orientieren und den Schulterschluss mit Kommunisten und Islamisten gegen die USA und Israel als aus ihrer Sicht “völkerfeindlichen Kapitalisten” suchen, die gemäßigtere Rechte hingegen dürfte sich gerade in diesem Bereich noch klarer gegen diese Sichtweise abgrenzen wollen und sich demonstrativ stärker proamerikanisch und proisraelisch ausrichten. Die Kernfrage wird sein, ob sie begreift, dass die negativen gesellschaftlichen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte, die man bislang als Resultat einer Verschwörung der Weltkriegssieger gegen Deutschland betrachtet hatte, endlich – über den eigenen Tellerrand hinausblickend – als einen Teilaspekt eines globalen Kampfes begreifen wird: Auf der einen Seite Freiheit, Marktwirtschaft, christliches und jüdisches Erbe und westliche Wertegemeinschaft, aber auch alle positiven Identifikationspunkte der deutschen Geschichte – auf der anderen Sozialismus, Kollektivismus, Biologismus, Islamofaschismus und Ökodiktatur…

  14. [...] hatte schon einmal ueber die ideologischen Dilemmas geschrieben, die ein sich neu definierendes Europa fuer alle moeglichen Gruppen von ganz Rechten, [...]

  15. jerry1800 says:

    Inmitten der Schlagzeilen über die blutigen Kämpfe in den Großstädten Damaskus und Aleppo ist ein Aspekt beinahe untergegangen: der Rückzug der syrischen Streitkräfte aus mehreren Kurdengebieten an der nördlichen Grenze des Landes.

    Die Orte Afrin und Kobani im Norden von Aleppo sowie Amude und Deirik weit im Osten des Landes sollen nun weitgehend unter der Kontrolle der PYD stehen, des syrischen Arms der türkischen Kurdischen Arbeiterpartei (PKK). “Die Gegend um Kobani herum ist jetzt befreit”, sagt Sarhat, ein ortsansässiger kurdischer Aktivist. “Wir haben das erreicht, was wir immer wollten: Wir regieren uns selbst. Unsere Leute sind in den Polizeistationen, wir haben eigene Sicherheitskräfte, die uns gegen Angriffe von innen und außen verteidigen.”

    Videoclips im Internet zeigen, wie neuerdings die rot-weiß-grün gestreifte Fahne der Kurden vor den Verwaltungsgebäuden im Wind weht. Jugendliche reißen syrische Nationalflaggen herunter; die Menschen feiern auf der Straße. Auch das Banner der PKK hängt an den Fassaden und Poster des inhaftierten Parteigründers Abdullah Öcalan. Auf öffentlichen Plätzen patrouillieren bewaffnete kurdische Milizionäre.

    http://www.welt.de/politik/ausland/article108411576/Syriens-Kurden-melden-befreite-Staedte.html

  16. jerry1800 says:

    THE RIVALRIES BETWEEN THE SHI’TES AND THE SUNNI MUSLIM BROTHERHOOD: A MAJOR CONFLICT WAITING FOR THE RIGHT TIME TO ERUPT……..

    http://tundratabloids.com/2012/09/the-rivalries-between-the-shites-and-the-sunni-muslim-brotherhood-a-major-conflict-waiting-for-the-right-time-to-erupt.html

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