By , on December 20, 2010

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The Book Gallery in Jerusalem

Ulrich J. Becker, Jerusalem, 12.03.5771


Eigentlich hat es nichts mit den Themen des Blogs zu tun, aber da mir sowohl in Israel als auch in Deutschland eine Unwissenheit – leider auch bei Aerzten – ueber diese recht verbreitete Krankheit begegnet ist, die u.a. immer wieder zu sehr tragischen gezwungenden Schwangerschaftsabbruechen oder zu Schaedigungen und Behinderungen im Foetenstadium fuehrt, sollte man kurz ein paar Dinge erwaehnen, und mit ein bisschen oeffentlichen Bewusstsein und sehr einfachen Schritten koennen solchen schlimmen Folgen verhindert werden…


Mononucleosis, auf Deutsch “Druesenfieber“, auf Hebraeisch “Machlat HaNeSchika” wird durch das Eppstein-Barr-Virus (EBV) ausgeloest, was fast alle Leute inaktiv in sich herumschleppen. Insofern also erstmal nix weiter Aufregendes. Bricht die Krankheit aber aus, kann sie sehr unangenehm bis gefaehrlich werden und wie gesagt vor allem bei erkrankten Frauen in der Schwangerschaft zu Schaedigungen des Foetus fuehren.

Es gibt einen relativ einfachen Test, den man als schwangere Frau machen kann und der oft auch nach dem eng-verwandten Cytomegalievirus (CMV) sucht. CMV ist nicht EBV, aber – bin auch kein Fachmann -  sollen oefter auch zusammen vorkommen.

Was ich bis heute nicht verstehen kann, ist, warum ein CMV-Test bei schwangeren Frauen nicht einfach standard wird, gerade auch, weil ich mindestens allein zwei Frauen hier in Israel kenne, deren Foeten schwer durch CMV geschaedigt wurden, so schwer, dass sie wahrscheinlich entweder totgeboren oder den ersten Tag nicht ueberlebt haetten.

Und so mussten die Frauen den seelisch und koerperlich schweren Prozess der Abtreibung mit kuenstlicher Geburt des toten Foetus durchmachen. Sowas ist nicht leicht, kann aber schon in fruehester Phase vermieden werden, aber eben nur wenn der Doktor oder die Schwangere mal etwas von CMV gehoert haben und sich fuer einen Test einsetzen.

In beiden Faellen wussten die Frauen z.B. gar nicht, dass es so ein furchtbaren Virus gibt.


Am Gefaehrlichsten ist es, wenn die Frau vorher nie EBV/CMV-infiziert war und keine Antikoerper gegen den Virus hat, sondern zum erstenmal vom Virus infiziert wird und die Krankheit vollstaendig ausbricht. Das Tueckische dabei ist, dass kleine Kinder (unter 5 Jahren), die die Krankheit entwickeln, meist ueberhaupt keine Symptome zeigen, sondern als stumme Traeger oft die Mononucleosis aus den Kindergaerten nach Hause bringen und ein einfacher Kuss auf den Mund, ein Trinken aus dem gleichen Becher, ein Essen vom gleichen Teller, ein Biss vom gleichen Keks etc., reicht aus, um die Krankheit zu uebertragen.

Noch mehr kompliziert wird die Sache nicht nur dadadurch, dass das Kind wie immer seinem Tagesablauf nachgeht, sondern dass das Virus bei Erwachsenden ca. 4-7 Wochen braucht um erste sichtbare Symptome zu produzieren. Waehrend der ganzen Zeit aber ist man bereits infiziert, die Viren arbeiten, man selbst infiziert bereits andere, und im Falle der Schwangerschaft koennen Schaedigungen schon passieren, soweit ich das verstanden habe.


Und nach dieser langen Inkubationszeit beginnen dann die ersten Symptome auch ersteinmal recht harmlos daherzukommen:

Wie bei einer Erklaeltung oder Grippe gibt es einen trocken, gereizten Hals bis hin zu staerkeren Halsschmerzen, leichter bis schwererer Husten, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Schwaechegefuehle und Muedigkeit, Gliederschmerzen, Schuettelfrost, leichtes Fieber – aber nicht zu hoch, geschwollene Lymphknoten.

Vielleicht etwas ungewoehnlichere Erscheinungen sind der oftmals verbreitete Nachtschweiss ohne hohes Fieber, leicht geschwollene Augen, und ein etwas fauler Mundgeruch.

Ok, nun hat man sowas und geht zum Arzt, so wie ich es brav machte.

Und wenn es ein nicht sehr verdaechtigender und gruendlicher Arzt ist – so wie leider der franzoesische, zu dem ich ging -, so geht er mehr oder weniger von einer normalen Grippe oder – wie in meinem Fall, da meine Frau zur gleichen Zeit Streptokokken (Bakterienentzuedung) im Hals hatte -, von einer Halsentzuendung aus, die wirklich sehr aehnlich aussehen kann oder teilweise in selteneren Faellen sogar mit der Mononucleosis im Doppelpack daherkommen kann, und verschreibt Antibiotika.

Und hier kommen wir zum voerst peinlichen Hoehepunkt meiner Mononucleosisgeschichte, denn wenn man sich ganz profan ein bisschen mit Wikipedia und anderem Internetsachen zum Thema beliest (und mich schauerts bei der Vorstellung, dass Wikipedia immer haeufiger ein besserer Arzt ist, als der echte bei der Kasse), stellt man schnell fest, dass wenn vor etwas in der Behandlung von Mononucleosis gewarnt wird, dann davor, uebliche Antibiotika wie die Penicilinfamilie auf die EBV-Viren abzuschiessen. Das geht in ca. 90% der Faelle nicht gut und endet in einem rot-gepunkteten, leicht geschwollenen, etwas heissen, ein wenig juckenden, ganz Koeperausschlag innerhalb einiger Tage, den man so schnell nicht wieder los wird. Und wenn ich ‘am ganzen’ Koerper schreibe, meine ich auch das innere der Handflaeuchen und selbst das innere des Mundes und sonst alles.

Und so kam, was kommen musste und innerhalb von Stunden verwandelte ich mich diesen Schabbat in ein rot-gepunktetes Monster und hatte keine Ahnung was da los war.

Einen russischen Bereitschaftsarzt spaeter waren wir nicht wirklich weiter, aber zumindest stand der Verdacht auf Penicilinallergie – was mir neu waere – und ein kleinerer Verdacht auf etwas ‘Virales’. Auch dieser Arzt konnte die typischen Verlaeufe, die ich in den letzten Stunden ueberall lesen konnte, noch nicht zusammenpuzzeln.


Erst die gute, gruendliche israelische Aerztin hier in Jerusalem, fand die ganze Sache sehr suspekt und schloss eine Allergie auf Antibiotika relativ sicher aus, und setzte sofort Bluttests auf CMV und Leberfunktion und noch alles Moegliche an…

Anywya, jetzt noch die Ernuechterung nach der Entdeckung:

Zu ersteinmal – Wenn man selbst nicht schwanger ist, kann man einmal durchatmen, muss aber sofort damit beginnen Schwangere und sowieso alle anderen gegen die Viren im eigenen Koerper zu schuetzen. Das Bloede ist naemlich, dass die Krankheit mehrere Wochen anhalten kann und manchmal sich noch sehr viel mehr in die Laenge ziehen kann. Und noch bloeder: Ansteckend kann sie noch lange sein, nachdem die Symptome verschwunden sind, machmal bis zu anderthalb Jahren!

Neben den sichtbaren und spuehrbaren Symptomen gibt es einen ganzen Zirkus, der drinnen stattfindet: Milz, Leber, Herz koennen alle beeintraechtigt sein und vor allem die Vergroesserung der Milz traegt die Gefahr der Schaedigung bei koerperlicher Anstrengung.

Die spuehrbaren Symptome konzentrieren sich aber offenbar immer mehr auf eins: Muedigkeit und Lustlosigkeit.

Ich hatte mich schon gewundert, warum es mir ploetzlich schwerer fiel, aufzustehen? Warum mich normale Taetigkeiten ermuedeten? Warum ich abends nicht mehr in der Lage war, einen Artikel zu schreiben? Warum ich schon um 23.00 absolut faellig war? Heute ist das erste mal seit einiger Zeit, dass ich es schaffe, die 24.00 zu ueberstehen und so hab ich wenigstens eine Warnung fuer andere geschrieben:


Also in Zusammenfassung in Kurzform:


1.) Mothers-to-Be: Lasst euch moeglichst frueh (am besten noch vor der Schwangerschaft und immer wenn es verdaechtige Symptome gibt) CMV pruefen! Sagt einfach dem Arzt ihr wollt einen CMV Test, basta!

2.) Und jeder, der sich mit oben beschriebenen Symptomen zum Arzt begibt und sich nicht fuer lange Zeit zum gesprinkelten Wicht machen will, koennte den Arzt vielleicht auf die eventuelle Problematik von Antibiotika und Mononucleosis hinweisen.

3.) Franzoesische Aerzte… Vielleicht doch nochmal Wikipedia aufmachen ;)



7 Comments to “Kleine persoenliche Warnung vor Mononucleosis/Machalat HaNeschika/Druesenfieber in Israel, Deutschland und sonstwo…”

  1. Renate says:

    Vielleicht hilft es, zusätzlich zu viel Trinken und viel Schlaf das eigene Immunsystem zu stärken. Hier sollen Zinkpräparate sehr gut helfen – aber möglichst vorher die Ärztin fragen. Nicht, dass noch mehr Komplkationen auftreten. Gute Besserung!

  2. Schäl says:

    zu 1) Kein Problem bei uns hier in D. Nur muss man halt blöderweise selbst bezahlen, weils keine Kassenleistung ist. :-/ Was der Test bringen soll erschließt sich mir jedoch nicht. Die Therapieoptionen sind leider noch ziemlich beschränkt. Ich hoffe aber, dass sich da in den nächsten Jahren noch etwas ändern wird.

    zu 2) Das Problem liegt in dem Fall wohl ehr darin, dass der Arzt die Symtome falsch interpretiert hat und von einer Angina tonsillaris durch A-Streptokokken ausgegangen ist. In diesem Fall wäre die Therapie mit einem Penicillin richtig gewesen. Den Fehler hätte man aber durch eine gute Anamnese höchstwahrscheinlich vermeiden können.
    Bei der infektiösen Mononukleose kann jedoch bei Vorliegen einer bakteriellen Sekundärinfektion
    ein Antibiotikaeinsatz sinnvoll/erforderlich sein. Ich würde dann aber statt der Penicilline ehr ein Makrolidantibiotikum einsetzen.

    Insgesamt liegt das Problem aber woanders. Meiner Meinung nach werden einfach zu oft Antibiotika bei Infekten der oberen Atemwege verschrieben, sei es aus Furcht vor Komplikationen oder weil die Patienten halt meinen, sie müssten das haben. Bei den meist vorliegenden viralen Infekten eh völlig nutzlos. Wenn kein gelb/grüner Auswurf und (nicht oder) Fieber vorhanden ist sollte man sich lieber zwei oder drei Tage Bettruhe gönnen. Das funktioniert besser.

    Viele Ärzte habe es übrigens nicht besonders gerne, wenn der Patient schon mit der Diagnose kommt ;-)

    zu 3) Französiche Ärzte sind meiner Meinung nach nicht besser oder schlechter als andere ;-) Pfeifen gibts aber leider überall…

    Die Warnung wegen EBV in Kombination mit Schwangerschft halte ich übrigens für völlig überzogen. Erstens ist die Durchseuchung eh so hoch, dass eine Erstinfektion während der Schwangerschaft selten ist, zweitens ist es normalerweise auch bei Erstinfektion nicht fruchtschädigend.
    Bei CMV sieht das leider in beiden Punkten anders aus.

  3. Schael,

    da bist du der Experter, aber trotzdem ein paar Anmerkungen:

    1) Zum Test: Zum einen kann man bei CMV Infektion der Mutter Anlass fuer tiefergreifende Schwangerschaftsdiagnostik (Fruchtwasser etc.) haben und im Falle dass auch der Fetus mit CMV infiziert ist kann wiederum genauer gecheckt werden, insofern mit Ultraschall zu erkennen (und die Faelle, die ich kenne, erkannten die schweren CMV verursachten Missbildungen mit Ultraschall) und die Schwangerschaft vorzeitig abbrechen. Um so frueher man dies weiss, um so besser im Falle eine Abtreibung.
    2) Ja, genau das ist das Problem, dass der Arzt etwas voreilig und falsch interpretiert hat.

    Und du hast auch vollkommen recht mit dem anderen Antibiotikum.
    Ich kam nicht mit der Diagnose zu ihm, sondern habe versucht moeglichst genau alle Symptome zu beschreiben.
    Zu EBV und CMV in der Schwangerschaft. So viel ich weiss sind die EBV Risiken eher gering und das wollte ich auch nicht in dem Artikel sagen, sondern vor allem vor CMV warnen. Es ist natuerlich etwas verwirrend wenn ich gleichzeitig ueber Mono schreibe, aber wie oben gesagt, scheint es eine Verbindung von beiden Krankheiten zu geben, die ich selbst nicht richtig verstehe. Ich kenne aber Faelle, wo die Schwangere an Mono erkrankte und der Foetus CMV Schaedigungen davontrug.
    Vielleicht kannst du das besser erklaeren?
    Vielen Dank fuer den detaillierten Kommentar.

  4. Schäl says:

    Von einem besonderen Zusammenhang zwischen EBV und CMV ist mir bisher nichts bekann und ich hab auch nichts wirklich dazu finden können., obwohl ich dazu heute mal eine intensive Literaturrecherche betrieben habe. Lediglich bei Immunsupression nach Transplantation scheinen EBV-Reaktivierung und CMV-Infektionen gehäuft aufzutreten. Leider sind die vollen Artikel nicht online und ich hab momentan weder Zeit noch Lust die in der Bib zu bestellen, da die eh wenig zu dem Problem hier beitragen dürften

    Für deine Beobachtung gibt es aber durchaus mögliche Erklärungen, die aber so kaum wissenschaftlich zu beweisen wären:

    1. Zufall ;-)
    Bei Infektionen wurden zu unabhängigen Zeitpunkten erworben, wobei die CMV-Infektion ohne klinische Zeichen Verlief.
    2. Es handelt sich bei EBV um eine Reaktivierung, was auf einen ziemlich schlechten Immunstatus hindeuten würde, so dass die Anfälligkeit für CMV erhöht wäre
    3. Falls es sich um eine EBV-Erstinfektion handelt könnte man dies als Hinweis für eine Seronegativität bei CMV hinweisen, da die Durchseuchung mit EBV doch deutlich höher ist.
    Möglicherweise hat dann die EBV-Infetion die Schwangere so geschwächt, dass es zu einer zusätzlichen Infektion mit CMV gekommen ist und diese ohne spezifische Symtome blieb oder diese im Rahmen der ersten Erkrankung schon vorhanden waren und daher unentdeckt blieb.
    Man kann halt Läuse und Flöhe haben

  5. Schael,

    vielen Dank, bitte keine weiteren Muehen! Ist also nicht so haeufig und klar, wie ich dachte. Ich werd mich vielleicht auch nochmal genau bei den Betroffenen erkunden, wie genau das ablief.

    Gruesse aus Jerusalem

  6. jerry says:

    Opinion: Is Pollard Caspar Weinberger’s Revenge on the Jews?
    Tevet 16, 5771, 23 December 10 10:19by Prof. Phyllis Chesler
    (Israelnationalnews.com)

    Why is this man still in jail? Why was this man forced to spend seven years in solitary? Why is still confined, languishing, festering in jail for a total of twenty five years?

    Solitary confinement is the most barbaric of punishments. Few people can withstand this form of torture without becoming very ill, both physically and mentally.

    Am I talking about the Soviet Gulag? Or about some hell-hole in Afghanistan or Iran?

    Last year, The New Yorker ran a piece about solitary confinement. The article concludes that this punishment amounts to torture, that it can even induce “acute psychosis with hallucinations.” The article describes the cases of two political prisoners or prisoners-of-war: AP’s Middle East correspondent, Terry Anderson, who was put into solitary by Hezbollah in Lebanon for six years. Anderson “felt himself disintegrating”; his mind went blank; he had hallucinations; he started to become “neurotically possessive about his little space”; he felt his brain was “grinding down.” He also describes Senator John McCain who said that “solitary confinement crushes your spirit and weakens your resistance more than any other form of mistreatment. And he said that even though he had his arms broken and was subjected to other forms of torture.”

    Clearly, the New Yorker’s man, Atul Gawande, opposes this practice.

    He does mention the cases of two unnamed inmates: one was convicted of felony-murder and spent five years in isolation. After a few months he began talking to himself, pacing back and forth, having panic attacks, and hallucinating. After a year he was hearing voices on the television who were talking to him. In another case, Gawande describes another American man in solitary whose initial crime was armed robbery and aggravated battery but who then “misbehaved” at a medium security prison for which he was was put in solitary or in isolation for almost fourteen years. This man stopped showering and began throwing his feces around his cell. He became psychotic.

    Even he was released after he served his sentence of fifteen years.

    Gawande does not mention the man I have in mind, a man whose living head is on a pike in the public square for all to see—a message, a warning to us all—a man who killed no one.

    I am talking about Jonathan Pollard.

    What crime did he commit? Did he spy against American for the Soviets or for the Chinese communists? Did he do so for money, sex, or for ideological reasons? American Navy Seaman, Michael Walker, operated a Soviet spy ring; he was arrested in 1980, pled guilty, was sentenced to 25 years and released after 15 years.

    CIA Agent David Barnett sold the Soviets the names of thirty American undercover agents. He was arrested in the mid-1980s, sentenced to only eighteen years, and paroled after only ten years. In 2001, John Walker Lindh, who joined the Taliban and received training as a terrorist in Pakistan, was captured and sentenced to 21 years. In the Abdul Kedar Helmy, an Egyptian-born American, transmitted classified materials to Egypt used in a joint weapons program with Iraq to vastly increase the range of ballistic missiles, including Scud missiles, which were later fired on U.S. troops during the Persian Gulf War.” In 2010, Chinese-American engineerDongfan “Greg” Chung operated as a spy for China against America for thirty years. He received a 15 year sentence.

    What is “different” about Pollard? Unlike Walker, Barnett, Lindh, Helmy, and Chung, Pollard is the only Jew. The others are Christians or Muslims or atheists.

    What else is different? Pollard is the only one who shared secrets with an American ally with whom America was not and is not now at war. Pollard shared information with Israel.

    What else is “different” about Pollard? There is one more thing. Like the Rosenbergs, Pollard was the proving grounds, the scapegoat, for another man, also a Jew, but a Jew who did not like being mistreated as a Jew, as a Jew who wanted to prove how tough the was or how hard he was ready to be on another Jew and on the Jewish state.

    The Rosenbergs, (who were guilty), had their Jewish judge who chose to have them electrocuted. Pollard, poor Pollard, had Secretary of Defense Caspar W. Weinberger whose paternal grandparents were Jews and whose father was a Jewish lawyer. When Caspar was a boy, he was taunted for supposedly being Jewish. His mother was a Christian and he was raised as a Christian. When he visited Yad Vashem, the Memorial to the Jews who were murdered in the Holocaust, he said loudly: “I am not a Jew.” He said this in response to the guard who told him that “he, too, would have been murdered in the Holocaust.”

    Weinberger submitted a forty page affidavit in which he insisted that Pollard should be harshly sentenced. (In later years, he said that “the Pollard matter was comparatively minor.” Weinberger is now dead and no doubt roasting in Hell.

    One wonders: What did he have over CIA head George Tenet (who threatened to resign when President Clinton suggested pardoning Pollard)?

    What did Weinberger have over President Bush’s Dick Cheney and Donald Rumsfeld, both of whom went along with Weinberger’s revenge?

    Where are all the anti-torture activists on Pollard? How can it be that our most prominent American political prisoner has never made it onto their honor roll of causes with which to browbeat America?

    Yesterday, Prime Minister Benjamin Netanyahu formally asked President Obama to pardon Jonathan Pollard, at long last. I and all true believers in democracy stand with him in this matter.

    Phyllis Chesler, Ph.D. is emerita professor of Psychology and Women’s Studies at City University of New York. Well known author of fifteen books, including Women and Madness (Doubleday, 1972), The Death of Feminism: What’s Next in the Struggle for Women’s Freedom (Palgrave Macmillan, 2005) and most recently, The New Anti-Semitism, she is the co-founder of the Association for Women in Psychology and the National Women’s Health Network. Prof. Chesler is often on international media and is a frequent contributor to INN as well as FOX News, Middle East Quarterly and others.

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