Ulrich J. Becker, Jerusalem, 17.05.5771
Der Fuehrer der El Kaida im Maghreb ruft die Tunesier nach Ben Alis Sturz zur “entscheidenen Schlacht gegen die Juden und Kreuzzuegler” auf…
Viele Stimmen in Europa und weltweit schwaermen von ‘der ersten echten arabischen Revolution’ und aeussern sich sehr euphorisch ueber den Sturz des tunesischen Diktators Ben Ali. Gerne wuerde ich mich ihnen anschliessen.
Besonders mir eher nahestehende konservative Journalisten und Zeitungen sind zu Recht entzueckt, dass ein arabischer Tyrann in die Schranken gewiesen und vom Thron gestossen wird. Ja, endlich scheint es, erhebt sich die arabische Demokratie von unten und stuerzt ihre alten despotischen Peiniger.
Aber so einfach ist das nicht. Ben Ali setze konsequent Frauenrechte und den Kampf gegen den Islamismus durch. Etwas, was sich jetzt aendern koennte. Der Volkzzorn und mehrheitliche Wille der Massen in islamischen Laendern muss nicht automatisch einen gleichen und gerechten Rechtsstaat anstreben – Stichwort Iran und Gasa.
Ein paar Bemerkungen zu Tunesien, Frauenrechten und Islamismus, der Situation der Juden vor Ort und zu den ueber Deutschland evakuierten israelischen Touristen…
Im Jahre 2006 konnte das arabische Volk in Gasa relativ frei waehlen – ja vielleicht zu der Zeit die freiste Wahl, in der ganzen arabischen Welt – und entschieden sich eben nicht fuer eine demokratisch, rechtstaatliche Linie, eventuell saekularer Natur, sondern mehrheitlich fuer eine der grausamsten und dunkelsten islamistischen Unterdrueckungsregime in der arabischen und islamischen Welt.
Lange wurde darueber diskutiert, ob und was daran demokratisch ist oder nicht. (Man sollte in solchen Angelegenheiten vielleicht besser nach ‘Rechtsstaatlichkeit’ und nicht nach ‘Demokratie’ (Volksherrschaft) fragen.)
Und jetzt Tunesien? So sehr ich die Freude ueber den Sturz eines Diktators teile, vergessen die meisten Kommentatoren, dass die Sache noch eine zweite Seite hat und nicht so eindimensional zu bewerten ist:
Ben Ali ging mit eiserner Hand nicht nur gegen politische Kontrahaenten und politische Freiheiten vor, sondern eben auch gegen Islamisten und setzte darueber hinaus auch radikal Frauenrechte durch, so dass Tunesien zu einem der frauenfreundlichsten Laendern in der arabischen Welt ueberhaupt gezaehlt wurde.
Ein arabisches Land wo rund 30% der Richter, 40% der Professoren, 60% der Studenten und mehr als 20% der Parlamentsabgeordneten Frauen sind (guter Durchschnitt in der westlichen Welt), ein Land, wo die Verschleierung (und auch die Hetzte in den Moscheen) staatlich verboten sind, ist eine Seltenheit in der gesamten Region und ein Land indem sich Frauen relativ frei entfalten konnten.
All das steht jetzt nach der ‘demokratischen Revolution,’ in Frage. Wenn man sich die Massen auf den Strassen in Tunesien angesehen hat, wird man vielleicht festgestellt haben, dass diese zumeist aus jungen, wuetenden Maennern bestand…
Die ‘Maennerrevolution’ in Tunesien…
Eine der ersten faktischen Aenderungen vor Ort jetzt nach Ben Alis Sturz bestand darin, dass im tunesischen Staatsfernsehen ab sofort zu islamischen Gebetszeiten Sendepausen eingelegt werden – ein Unding in den Jahrzehnten der Herrschaft Ben Alis. Auch der prominenteste tunesische Islamistenfuehrer Rachid Ghannouchi (nicht zu verwechseln mit voruebergehenden Premierminsiter Mohammed Ghannouchi) erwaegt nun seine baldige Rueckkehr aus seinem Londoner Exil.
Ironischerweise kommen hier Erinnerung an Chatami hoch, der aus dem franzoesischen Exil inmitten einer (von breiten Teilen im Westen unterstuetzten) ‘Volksrevolution’ gegen einen Diktator landete und das Land in den finstersten und gewalttaetigsten Islamistenstaat ueberhaupt verwandelte. Sein ersten offizieller Schritt damals war uebrigens die Beschraenkung von Frauenrechten…
Kopftuchtragende Frau zwischen Maennern der Aufstaendischen…
Im israelischen Fernsehen verfolgte ich zur Zeit der Unruhen vor Ben Alis Flucht Strasseninterviews mit der aufgebrachten Menge und ausser Schuldzuschreibungen an die Regierung fuer ihr finanzielles Schicksal und einigen Verschwoerungstheorien, blieb mir vor allem der Satz einer hysterisch kreischenden kopftuchtragenden Frau im Kopf:
“Diese Regierung ist so schrecklich – noch schlimmer als der Jude.“
Natuerlich gab es darauf kein Widerspruch rings herum, denn in einer Gesellschaft wo die staendigen antisemitischen Greulmaerchen und automatischen Schuldzuschreibungen von allem Boesen dem Juden gelten, und ueber die panarabischen Satellitensender wie Al Dschasira ueberallhin verbreitet werden, ist dies die weit akzeptierte Binsenweisheit des kleinen Mannes in der arabischen Welt.
Auch CNN zeigt in einem Video das ‘islamische Erwachen’ vor Ort und das Aussprechen gegen Frauenrechte, auch wenn der Reporter sich sehr darum bemueht um es so nett wie moeglich aussehen zu lassen und versichert uns schon mal (woher hat er diese prophetische Gewissheit?), dass schon alles gut gehen und Tunesien kein islamistischer Staat werden wird.
Tunesische Juden in Angst
Ein Radiointerview mit dem Vorsitzenden der juedischen Gemeinschaft in Tunesien ueberrsaschte sogar den israelischen Moderator. Mit etwas gebrochenen Hebraeisch und hoerbar aufgeregt berichtete der Vorsitzende vor Ort nicht nur von ‘Unsicherheit’ und ‘Bedenken’, wie es der Moderator gerne ausdruecken wollte, sondern von blanker “Angst vor dem Schlimmsten“. Momentan sei nichts wirklich passiert, sie seien einigermassen sicher, aber man wisse nie was jeder Zeit passieren koennte.
Es ist kein Geheimnis, dass die juedische Gemeinde ein relativ gutes Verhaeltnis zu Ben Ali hatte und er diese beschuetzte. Vertreter der juedischen Gemeinde Tunesiens gaben sogar an, dass Ben Ali “sehr gut zu den Juden” war, “mehr noch als sein Vorgaenger“.
Wie oft in arabischen Diktaturen, die sich von innen und von Islamisten bedroht sehen, bieten sich Juden als ungefaehrliche Vertraute an, die wiederum vor allem an ihrer Sicherheit interessiert sind. Der Hass der Islamisten und die Naehe zu Ben Ali koennte nicht nur den Juden, sondern auch Frauenverbaenden jetzt zum Verhaengnis werden.
Mit bis jetzt 10 sind ueberdurchschnittlich viele Juden der kleinen Gemeinde von ca. 1500-2000 Mitgliedern seit Ausbruch der Unruhen schon nach Israel gefluechtet. Viele weitere ueberlegen ihnen zu folgen oder zumindest voruebergehend nach Frankreich zu gehen, warten aber anscheinend ersteinmal ab.
Israel evakuierte in einer besonderen und etwas komplizierten Aktion an der verschiedene Dienste beteiligt waren ca. 20 israelische Touristen offenbar mit deutscher Hilfe von Djerba ueber Frankfurt nach Hause.
Sag mir wer deine Gratulanten sind…
Um einen weiteren Geschmack zu bekommen, mit was fuer einer Revolution man es hier zu tun hat, sollte man vielleicht auch einen Blick auf die Gratulanten zum Sturz Ben Alis werfen. Neben liberalen Europaer sind es vor allem… ja, die schlimmsten Islamisten:
Gruesse aus dem Iran nach Tunesien… (Auch damals eine ‘Maennerrevolution’…)
Die Hamas und der islamische Dschihad beglueckwuenschten das tunesische Volk und hielten vor allem deren “Freiheit” hoch. (Wenn solche Leute von ‘Freiheit’ reden, meinen sie damit vor allem die ‘Freiheit zum Islamismus’, dem man danach nicht mehr frei abwaehlen darf…)
Auch der Fuehrer der El Kaida im Maghreb, Abu Mus’ab ‘Abd Al-Wadud, rief die Tunesier und auch die Algerier am 13. Januar zur “entscheidenen Schlacht gegen die Juden und Kreuzzuegler” auf. Grosse Teile seiner zwei Audiobotschaften hoeren sich wie die liberalen Revolutionshymden in der europaeischen Presse an, ausser die Passagen, wo er die jungen Kerls auf den tunesischen und algerischen Strassen einlaedt, bei ihm in Dschihadscamps das Terrorhandwerk zu erlernen, und die, die nicht kommen koennen, koennen ja auch selbst “Angriffe gegen westliche Ziele” ausfuehren.
Und auch im iranischen Staatsfernsehen hat man sich der tunesischen Revolution – als Kind der eigenen islamischen Revolution von 1979 – angenommen und Iraner, die heute schlauer sind, sehen schwarz.
Hier sei uebrigens erwaehnt, dass im israelischen Fernsehen u.a. darueber berichtet wurde, dass diese ‘Volksrevolution’ eventuell weniger ‘voelkisch’ war, als man allegmein annimmt, und Ben Ali in der Lage gewesen waere die Demonstrationen gewalttaetig zu unterdruecken, aber wohl Meutereien oder Machtkaempfe innerhalb des Staatapparates ihn zur Flucht zwangen.
Tja, so traurig es ist, aber nicht jede ‘arabische Revolution’, nicht jedes Abschuetteln eines ‘arabischen Diktators’, bedeutet gleich, dass es jetzt alles viel besser, demokratischer und wirtschaftlicher wird. Die Geschichte bleibt uns die arabisch-islamische Demokratie von unten bis jetzt leider schuldig und man kann nur hoffen, dass Tunesien wirklich dahin kommt, aber momentan vorwiegen ganz andere Befuerchtungen und auch in anderen Laendern, wie Algerien, Jordanien, Jemen, Aegypten etc. versucht man auf den regierungsstuerzenden Zug aus Tunis aufzuspringen, und auch hier nicht selten unter klaren islamischen Vorzeichen.
So schlecht Diktaturen a la Ben Ali, Mubarak, etc. auch sind, es kann noch schlimmer kommen.
Der Schah war schlimm, ja, aber wir alle wissen jetzt, was man an seiner Stelle bekommen hat. Voreilige Euphorie ueber den Sturz Ben Alis bitte mit Vorsicht geniessen und ich war sogar verleitet, hier einmal Gaddaffi zuzustimmen, der dem tunesischen Volk bescheinigte eventuell eine schlechtere Regierung zu erhalten, als man gerade verjagt hatte.
Tunesien war kein guter Staat, aber in der arabischen Welt wirklich einer der ‘weniger schlechten’ und ich kann nur hoffen, dass hier nicht ein weiterer Iran am enstehen ist und selbst Regime wie Mubaraks dem Islamisten zum Opfer fallen und uns alle in eine sehr viel schwierigere Lage bringen koennten…






http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4017059,00.html
YNET – Tunisian lesson for Israel
Tunisian turmoil a reminder of nature of region, Judea and Samaria’s importance
Auch der neue SPIEGEL hat seine Probleme ein mehrheitlich gewaehltes islamistisches Regime von einer echten Demokratie, sprich einem Rechtsstaat mit Minderheitsrechten, Meinungsfreiheit etc., zu unterscheiden und stellt Israel als Demokratiefeind dar:
“Was aber, wenn die arabische
Welt nun demokratisch wird? Dem Beispiel
Tunesiens, fürchtet Schalom, „könnte
andere Länder folgen und damit direkt
die Stabilität unseres Systems angreifen“.
Denn wenn erst Demokraten Israels
Nachbarstaaten regierten, dann sei es mit
der arabisch-israelischen Sicherheitsal -
lianz vorbei.”
die Tunesier wollen schon gar nicht die Ben Ali Diktatur durch eine islamistische erstzt haben
@jerry
Was macht dich so sicher?
@Uli, was weiss man in Israel über die angeblichen “Palästina Dokumente” die im Guardian und Al Jazeera veröffentlicht wurden?
Die Palaraber hätten Jerusalem angeboten und Israel hätte abgelehnt ?
http://www.guardian.co.uk/world/2011/jan/23/palestine-papers-expose-peace-concession
[...] Vorsicht vor islamistischer Konterrevolution in Tunesien [...]
Zum Demokratieverständnis Rachid Ghannouchis gibt es hier eine überaus lesenswerte Arbeit:
http://ijcv.org/index.php/ijcv/article/view/22/22
Trotzdem Ghannouchi als vergleichsweise liberal gelten kann, ist bspw. die Bestrafung für Glaubensabfall integraler Bestandteil seiner islamischen Demokratiekonzeption, weil er als “politischer Angriff” (political offense) gewertet wird.
Und in einer am 23. Mai 2001 von Al-Jazeera ausgestrahlten Fernsehsendung pries und segnete er die Mütter von halbwüchsigen Selbstmordattentätern:
http://www.memri.org/report/en/0/0/0/0/0/0/483.htm
@Uli:
Irgendeine Idee, auf welches Selbstmordattentat er sich da im Mai 2001 wohl bezog? Mehr dazu zu erfahren (Wo? Wer waren Opfer?) würde mich interessieren.
Report: Bomb blast at Moscow airport kills 20
Published: 01.24.11, 16:34 / Israel News
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A blast at Russia’s largest airport Domodedovo on Monday killed about 20 people, news agency Itar-Tass reported, citing a law enforcement official. (Reuters)
Iranian warships coming to Mediterranean and Red Seas today.
look at:
http://www.debka.com/article/20580/
“Die Palaraber hätten Jerusalem angeboten und Israel hätte abgelehnt ?”
Nicht Jerusalem, sondern dass sie auf alle (bis auf 2) Siedlungen in Jerusalem verzichten, da sie aber auf die zwei größten S. nicht verzichten wollten, hat Israel abgelehnt.
STANDARD – Islamisten kehren aus dem Exil zurück – Verbotene Partei gibt an, sich an türkischer AKP ausrichten zu wollen
Tunis – Viele Wochen lang haben sie sich die Revolution in ihrem Land nur angesehen, erst vor wenigen Tagen beteiligten sich die Islamisten in Tunesien erstmals sichtbar an den Protesten auf der Straße. Und nun hoffen sie, durch die angestrebte Demokratisierung wieder öffentliches politisches Terrain betreten zu können. Der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad spricht bereits von einem Volksaufstand, “um islamisches Recht einzuführen”. Doch nach Einschätzung von Experten dürfte es ein steiniger Weg werden, solange sich Tunesiens Islamisten nicht entscheiden können, was sie sein wollen: politische Partei oder radikale Gruppierung.
Im Mittelpunkt steht die Ennahdha-Partei (Al-Nahdha: Wiedererweckung), die größte islamistische Partei des Landes. Unter dem gestürzten Machthaber Zine el-Abidine Ben Ali war sie zuletzt verboten, ihr Chef Rached Ghannouchi ist noch in London im Exil, auch weitere Parteispitzen flohen ins Ausland. Nun möchte die Ennahdha die Übergangsregierung und deren Versprechen einer demokratischen Öffnung beim Wort nehmen und einen Legalisierungsantrag stellen. “Wir haben das bis jetzt noch nicht gemacht, weil wir verfolgt wurden und uns nicht wiedervereinigen konnten, aber wir planen einen solchen Antrag”, sagt Ennahdha-Vertreter Ali Laraidh, der unter Ben Ali 14 Jahre im Gefängnis verbrachte. …
http://derstandard.at/1293371084349/Ennahdha-Islamisten-kehren-aus-dem-Exil-zurueck
TAGESANZEIGER – «Ihr Europäer denkt bei Scharia immer gleich an abgehackte Hände»
Das tunesische Volk soll über die Einführung der Scharia entscheiden, sagt Hamadi Jabali, Generalsekretär der Islamistenpartei Ennahda.
… http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/asien-und-ozeanien/Ihr-Europaeer-denkt-bei-Scharia-immer-gleich-an-abgehackte-Haende/story/24587405
[...] In Tunesien droht die islamistische Machtuebernahme und gleichzeitige Entzuendung der ganzen Region, wie man jetzt in Aegypten sieht, wo die durch Tunesien zum Staatstreich ermutigten Massen eventuell auch den aegyptischen Sicherheitsapparat ueberlasten und zum Einstuerzen bringen koennten. Und im Norden ist der Libanon so nah wie nie seit Jahren an einem offenen Buergerkrieg und einer Uebernahme durch die Hisb’Allah. [...]
Also doch. Die Islamisten lauern bereits auf ihre Stunde.
Wäre Ben Alis Unterdrückungssystem mit den iranischen auch nur annähernd vergleichbar, dann wäre die Revolution nicht gelungen.
physikus70 says:
January 24, 2011 at 19:36
Iranian warships coming to Mediterranean and Red Seas today.
look at:
http://www.debka.com/article/20580/
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Weiß jemand Näheres zu dem auf 20 Jahre angelegten gegenseitigen Verteidigungspakt zwischen Rußland und dem Iran?
Mir war das bislang völlig unbekannt.
#physikus70
#debkafile
Weiß jemand Näheres zu dem gegenseitigen, auf 20 Jahre angelegten Verteidigungspakt zwischen Rußland und dem Iran?
Dies war mir bislang nicht bekannt.
Islamisten-Chef in Tunesien mit Jubel empfangen
http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1103757
@uli,
das stimmt so nicht, die Süddeutsche erzählt wieder einmal Käse:
Gestern von einem, der dort lebt bei Quotennqueen
Um 12.30 ist Rachid Al-Ghannouchi, Führer von Ennahda = renaissance islamique, aus London kommend in Tunis gelandet.
Er hatte sich wohl einen herzlicheren Empfang vorgestellt. Am Flughafen war trotz der vorsorglichen Absperrungen durch das Militär eine Riesenmenge von Tunesiern versammelt, die ihn lauthals zum Teufel wünschten (dégage! On ne veut pas de l’extremisme. C’est notre révolution = Haub ab! Wir wollen keinen Extremismus. das ist unsere Revolution).
Ghannouchi war sichtbar in Schweiss gebadet und hat nur eine kurze Presseerklärung abgegeben, wonach er ja auch für Demokratie sei und … blablabla!
Ich bin gespannt, was die Medien daraus wieder machen werden. Ihr werdet das ja beobachten.
Ein Satz, der ihm entgegengeworfen wurde, hat mich besonders erfreut: „Hat Dein Allah Jobs für uns, Brot zu essen und Wasser zu trinken? Nein, Dein Allah hat dieses Land vor langer Zeit schon verlassen!“ Ghannouchi soll leichenblass geworden sein, so als ob er selbst zum toten Allah mutiert wäre.
Und siehe da, die Süddeutsche wieder.
http://quotenqueen.wordpress.com/2011/01/30/chaos-in-agypten/#more-2350
sind natürlich auch u. A. wieder Antisemiten am Werk.
Die erste Synagoge brannte schon…
http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4022485,00.html
[...] im Januar – als Aegypten noch schlief – warnte ich hier vor den antisemitischen Potential der tunesischen Revolution, und sah mich einem Meer von [...]