Danke an A. mor fuer die Uebersetzung dieses Jerusalem Post Originalartikels (“Our World: The forgotten Christians of the East”) von Caroline B. Glick.
Es wird nicht klar, was die westlichen Regierungen und westlichen Kirchen erreichen wollen, indem sie vor der Verfolgung der Christen in muslimischen Ländern ihre Augen verschließen.
Am Sonntag Abend (9.Oktober) versuchten ägyptische Kopten eine friedliche Mahnwache vor dem Gebäude des ägyptischen Staatsfernsehens in Kairo abzuhalten. Diese tausend Christen vertreten die alte rund acht Millionen starke christliche Gemeinde Ägyptens, die schon vor der Gründung des Islams dort mehrere Jahrhunderte existiert hatte. Sie versammelten sich in Kairo, um zu protestieren: Gegen die jüngste Verbrennung von zwei Kirchen durch einen islamischen Mob, und gegen die vom Staat unterstützte und rapide eskalierende Gewaltausübung muslimischer Gruppen an Christen. Das geschah seit dem Sturz des ehemaligen ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak.
Nach koptischen Quellen wurden die Demonstranten am Sonntagabend von islamischen Angreifern bedrängt, die bald vom Militär unterstützt wurden. Dabei wurden zwischen neunzehn und vierzig Kopten von Soldaten und muslimischen Angreifern getötet. Sie wurden von Militärfahrzeugen überfahren, geschlagen, erschossen, und durch die Straßen von Kairo geschleift.
Das staatliche Fernsehen berichtete am Sonntagabend nur, dass drei Soldaten getötet worden seien. Laut al-Ahram Online haben die Militärs die Studios von al-Hurra TV am Sonntag Abend angegriffen, um die Berichterstattung über die Angriffe des Militärs auf die Kopten zu verhindern.
Offenbar gelang der Versuch, die Berichterstattung über die Geschehnisse zu verhindern. Die Nachrichten vom Montag gaben wenig Hinweise auf die Identität der Toten und Verletzten. Das, was tatsächlich passiert ist in Kairo am Sonntagabend, wurde verschwiegen.
Im Zusammenhang mit diesen Spannungen sprach der libanesische, katholisch-maronitische Patriarch Bechara Rai vor zwei Wochen eine Warnung aus. Während seines offiziellen Besuchs in Paris warnte Rai den französischen Präsident Nicolas Sarkozy, dass der Sturz des Assad-Regimes in Syrien eine Katastrophe für die Christen in Syrien und in der gesamten Region bedeuten könnten. Derzeit wird die vom Westen unterstützte syrische Opposition von der Muslimbruderschaft dominiert. Rai verwies darauf, dass der Sturz von Präsident Baschar al-Assad zu einem Bürgerkrieg und der Errichtung eines islamischen Regimes führen könnte.
Seit dem Sturz des irakischen Baath-Regimes von Saddam Hussein durch die von den USA angeführte Allianz 2003 hat sich dort ein blutiger Dschihad, geschürt von iranischen und syrischen Interessengruppen, gegen die christliche Bevölkerung formiert. In diesem Monat jährt sich das Massaker des vergangenen Jahres an 58 christlichen Gläubigen in einer katholischen Kirche in Bagdad. Vor einem Jahrzehnt gab es 800 000 Christen im Irak. Heute sind es noch 150 000.
Unter dem Schah von Persien konnten iranische Christen mehr oder weniger frei ihre Religion ausüben. Jedoch heute sind sie den Launen der islamischen Herren ausgesetzt, die kein anderes Gesetz als die Vorherrschaft des Islam kennen.
Nennen wir das Schicksal von Yousef Nadarkhani, einem evangelisch-protestantischen Prediger, der vor zwei Jahren verhaftet und wegen ‘Apostasie’* und der Weigerung, seinem christlichen Glauben abzuschwören, zum Tode verurteilt wurde. Es gibt kein Gesetz gegen Apostasie im Iran, aber egal. Ayatollah Khomeini war gegen Apostasie. Und so funktioniert das islamische Recht.
Als Nadarkhanis Geschichte im Westen publik wurde, änderten die Iraner ihren Kurs. Jetzt haben sie angeblich die Anklage auf Apostasie aufgegeben und verurteilten Nadarkhani wegen Vergewaltigung zum Tode. Die Tatsache, dass er nie wegen Vergewaltung verdächtigt oder angeklagt worden war, ist eine „unbedeutende“ Nebensache.
Palästinensische Christen haben in ähnlicher Weise unter ihren demokratisch gewählten Regierungen gelitten. Als die Palästinensische Autonomiebehörde im Jahr 1994 gegründet wurde, machten die Christen 80 % der Bevölkerung Bethlehems aus. Heute sind es weniger als 20%.
Seit die Hamas Gaza im Jahr 2007 “befreite”, ist die Minderheit des dort seit der Antike existierenden Christentums fortwährend Ziel von Angriffen. Die nur 3000 Mitglieder der christlichen Gemeinde von Gaza mußten mit ansehen, wie ihre Kirchen, Klöster, Buchhandlungen und Bibliotheken durch Hamas-Mitglieder und deren Verbündete verbrannt wurden. Ihre Mitglieder wurden getötet und angegriffen. Während die Hamas vorgibt, die Christen von Gaza zu schützen, wurde niemand für antichristliche Gewalt belangt.
So wie die Juden der islamischen Welt mit Gewalt aus ihren uralten Gemeinden durch die arabischen Herrscher vertrieben worden sind, seit der Gründung des Staates Israel, so wurden dort auch Christen verfolgt und aus ihren Häusern vertrieben. Populisten des islamistischen und arabischen Regimes stützen sich auf die islamische Vorherrschaft und auf den arabisch-rassistischen Chauvinismus gegen Christen. Entsprechend die Parolen an die Untertanen. Diese Aufrufe haben weiter zur Dezimierung der christlichen Bevölkerungen in der arabischen und islamischen Welt geführt.
Bei der Unabhängigkeit des Libanons von Frankreich 1946 bestand die Mehrheit der Libanesen aus Christen. Heute sind es weniger als 30%. In der Türkei ist die christliche Bevölkerung von zwei Millionen am Ende des Ersten Weltkrieges auf weniger als 100 000 geschrumpft. In Syrien machten zum Zeitpunkt der Unabhängigkeit Christen fast die Hälfte der Bevölkerung aus. Heute sind noch 4% der Syrer Christen. In Jordanien waren vor einem halben Jahrhundert 18% der Bevölkerung Christen. Heute sind es noch 2%.
Christen wird das Ausüben ihrer Religion in Saudi-Arabien verboten. In Pakistan wird die christliche Bevölkerung systematisch durch vom Regime unterstützte islamische Gruppen zerstört: Kirchen werden niedergebrannt, Konversionen erzwungen; Vergewaltigungen, Morde, Entführungen und juristische Verfolgungen von Christen sind in Pakistan an der Tagesordnung.
Traurigerweise für die Christen der islamischen Welt wird ihre Sache weder von den westlichen Regierungen noch von den Christen im Westen verteidigt. Anstatt die französische Unterstützung der syrischen Opposition und die Aussage ihrer Führer auf Religionsfreiheit für Alle in einem Nach-Assad-Syrien zu hinterfragen, reagierte das französische Außenministerium mit Ärger auf Patriarch Rais Warnung, was wohl Syriens Christen blühen wird, wenn Präsident Bashar Assad und sein Regime gestürzt werden. Das Außenministerium veröffentlichte eine Erklärung, in der es sich “überrascht und enttäuscht” von Rais Aussage zeigte.
Die Obama-Regierung reagierte noch weniger freundlich. Rai reist gerade durch die USA und Lateinamerika auf einer dreiwöchigen Besuchs-Tour zu ausgewanderten maronitischen Gemeinden. Die Existenz dieser Gemeinden ist eine direkte Folge der arabischen und islamischen Verfolgungen der libanesischen maronitischen Christen. Rais Besuch in den USA sollte mit einem Besuch in Washington und dem Treffen von hochrangigen Regierungsvertretern beginnen, unter anderem mit Präsident Barack Obama. Jedoch nach seiner Aussage in Paris wurden alle geplanten Treffen mit ihm abgesagt. Anstatt die Gefahren, auf die Rai aufmerksam gemacht hatte, in Augenschein zu nehmen und den Einfluss der USA einzusetzen, um Christen, Kurden und andere Minderheiten in einem Nach-Assad-Syrien zu stärken, beschloss die Regierung Obama, Rai für Überbringung der Botschaft abzustrafen.
Abgesehen von manchen Protestanten der Evangelikalen sind die meisten westlichen Kirchen ähnlich uninteressiert an der Verteidigung der Rechte ihrer Glaubensgenossen in der islamischen Welt. Die meisten protestantischen Kirchen, angefangen mit der anglikanischen Kirche und ihren US- und internationalen Niederlassungen, die Methodisten, Baptisten, Mennoniten und andere Kirchen, haben keine nachhaltigen Anstrengungen zum Schutz oder zur Verteidigung der Rechte der Christen in der muslimischen Welt organisiert.
Statt dessen haben in den vergangenen zehn Jahren diese Kirchen und die damit verbundenen internationalen Gremien wiederholt das einzige Land im Nahen Osten, in dem die christliche Bevölkerung in den vergangenen sechzig Jahren zugenommen hat, angegriffen: Israel.
Benedikt XVI, der seit fünf Jahren Papst ist, ließ den Vatikan in seiner Regensburger Rede den Fehdehandschuh aufnehmen, indem er die islamische Welt aufforderte, mit Vernunft und Toleranz den anderen Religionen zu begegnen. Jetzt jedoch hat der Vatikan diese grundsätzliche Haltung aufgegeben. Ein echter Diskurs auf Augenhöhe wurde ersetzt durch Zugeständnisse gegenüber dem Islam, im Namen wirtschaftlicher Interessen. Im vergangenen Jahr schenkte Benedikt auf einer Synode über die Christen im Nahen Osten der Verfolgung von Christen durch islamische und populistische Kräfte und Regime keine Aufmerksamkeit. Statt dessen wurde explizit Israel kritisiert.
Die Reichweite des Vatikans erstreckt sich nun bis zum Iran, seitdem er einen Vertreter zu Ahmadinedschads Vorgaukelei einer Art Anti-Terror-Konferenz entsandt hat. Wie Giulio Meotti in dieser Woche in ‘Ynetnews’ schrieb, verließen alle EU-Botschafter während Präsident Ahmadinedschads den Holocaust leugnender Rede den Saal, so wie bei der zweiten Durban-Konferenz der UN in Genf im Jahr 2009; nur der Vatikan-Botschafter blieb sitzen. Somit hat der Vatikan die Anführer der Muslimbruderschaft in Europa und dem Nahen Osten umarmt.
Es ist unklar, was die westlichen Regierungen und die westlichen Kirchen denken und was sie damit erreichen, indem sie sich gegenüber Verfolgung und Dezimierung der christlichen Gemeinschaften in der muslimischen Welt blindstellen. Die Ereignisse am Sonntag in Ägypten und die anderen täglich stattfindenden Angriffe von Muslimen gegen Christen in der ganzen Region zeigen, dass dieses Verhalten niemanden besänftigen kann.
Aber klar ist, dass sie ernten, was sie säen.
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*Worterklärung: Apostasie bezeichnet die Abkehr von einer Religion durch einen förmlichen Akt (beispielsweise durch Kirchenaustritt oder Übertritt zu einem anderen Bekenntnis, Konversion).



Was ich an diesem Text auch sehr gelungen finde, daß ist die pure Angabe der Zahlen, die ganz nüchtern ausdrücken, was da eigentlich geschieht.
Nur in einem einzigen “Nebensatz” wird noch das Schicksal der Juden erwähnt, uns fällt das natürlich sofort auf, aber es ist angemessen.
Fakt ist, die Juden sind längst vertrieben aus der islamischen Welt, letzter trauriger Höhepunkt war die Evakuierung der letzten 300 Juden aus dem Jemen Anfang dieses Jahres, nach 3000 (dreitausend) Jahren jüdischer (Yahudi) Geschichte dort.
Kurz vor der Evakuierung wurde noch ein 8jähriger jüdischer Junge entführt! Ich habe nie erfahren, wie’s ihm weiter erging.
Doch, im Iran gibt’s noch Juden, aber es will doch keiner so genau wissen, wie es denen ergeht?
Tut mir leid, klingt etwas bitter.
Ja, das ist bitter.
Nun sind die Christen an der Reihe, auch sie haben eine wesentlich ältere Geschichte und Tradition als die “neuen Herren”, die sich auf dem Islam berufen…
Wie lange noch?
A.mOr,
uebrigens gestern erst war ich in Kerem Awraham in Jerusalem unterwegs und hoerte wie ein altes religioeses Ehepaar mit einem juengerem religioesen Mann auf persisch sprach und dachte mir auch, (und ich hoere in letzter Zeit ab und zu etwas mehr persisch in Jerusalem) dass sie es also geschafft haben (vielleicht erst vor kurzem), da raus zu kommen.
Uli,
soweit ich weiß, ist es sehr gefährlich für persische Juden auch nur auf Besuch in die Nähe von Israel zu kommen, wenn die restliche Familie noch irgendwie im Auge/in Reichweite „der Ayatollas“ ist. Ja, daß sie da wegkommen, das kann man ihnen wünschen.
Vielleicht wäre an der Stelle aber ein „umgedrehter Frühling“ noch besser?
Dort leiden ja die Perser (aller „Konfessionen“) selbst so furchtbar, außer natürlich jene, die das „finstere Spielchen“ mittreiben…
Deine Worte lassen immerhin ein wenig Hoffnung aufkommen, ein wenig…
Möge es noch viel mehr Grund dafür geben!
Weil’s noch so gut zum Artikel selbst paßt, erzähle ich euch das auch.
Ein Cousin von mir, dem ich den Artikel zeigte, der meinte, daß ja immer alle schimpfen und kritisieren würden auf Israel, die Christen und ihre Kirchen, die westlichen Medien, die Moslems sowieso, und dann schreibt eine Jüdin so einen Artikel um an die „Christen des Ostens“ zu erinnern, ausgerechnet!
Nu, wer sollte schon helfen? Na klar, die Juden!
)
(daran sind se auch noch “schuld”
Und jetzt, ihr tollen „Kritiker“ an Israel, erzählt mal schön weiter, was ihr alles so schlechtes seht an den Juden und Israel, stets, wenn ihr vor dem Spiegel steht…
Lieber A.mOr, erst mal danke vielmals für die Übersetzung des Artikels.
“Nun sind die Christen an der Reihe”: Vor einigen Jahren sagte ich: “Bald kommen auch die Christen an der Reihe, das wirst du noch sehen, und sie werden dasselbe erleben wie die Juden und sie werden erst dann auf eigener Haut spüren, was es bedeutet, verachtet, verleumdet und verfolgt zu sein in dem Land in dem man geboren ist. Aber dann wird es zu spät sein.”
Das, was dein Cousin sagte stimmt. Man weisst es, dass auch die Mehrheit der Christen des Ostens nicht gerade freundlich den Juden gesinnt waren und noch sind.
Und gerade darin besteht die Überlegenheit der Juden, in dem sie nicht die Blicke abwenden, wenn nun die Christen das erleben müssen, was die Juden seit über 2000 Jahren unter den Christen erlebten und noch erleben müssen, denn sie wissen, wie es ist, währen die eiegen Glaubensbrüder aller Couleur sich taub und blind stellen.
Es wäre gut, wenn immer mehr Juden erkennen werden (je nach Umständen), dass ihr Zuhause Israel ist. Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass ein neuer Anfang und eine neue Existenz zu schaffen nicht leicht ist und erst recht, wenn man eine neue Sprache lernen muss. Auch das Alter spielt oft eine grosse Rolle. Und dennoch, wenn man junge Kinder hat, sollte man – finde ich – es wagen. Es gaben Zeiten, als die Juden gar nicht aus RO auswandern durften, höchstens ale 15 Jahren gab eine Welle (allerdings sehr wenige) und der Staat Israel hat sehr viel dafür bezahlt, aber die Mehrheit, die Ausreisebewilligung bekamen waren sehr alte und betagte Menschen… Ich kann mir gut denken, dass die iranische Juden sehr schwer haben, das Land zu verlassen. Gewiss, jeder muss für sich entscheiden.
apropos – das Schweigen westlicher Regierungen und westlicher Kirchen gegenüber der Verfolgung der Christen in muslimischen Ländern. Also ich denke mir das Hartmut Kraus im Kern zuzustimmen ist, was er über den Globalisierungs-bedingten “ausgeprägten soziokulturellen Verharmlosungsdiskurs” und die “neue(n) kapitalistischen Verbündungsstrategie mit nichtwestlich-despotischen Herrschaftsträgern und deren religiösen „Leitkulturen“” sagt. Da scheint so ein stillschweigender Konsens zu bestehen, den auch die christlichen Führer teilen und dann ebenfalls zur Vetreibung und Ermordung ihrer Glaubensbrüder in muslimischen Ländern schweigen. Ob die christliche Basis damit eninverstanden ist, wage ich allerdings zu bezweifeln.
Lieber Rainer, die Kirche hat heute so gut wie nichts mehr zu sagen, nicht mal ihren Schäfchen, die sie fortlaufend verliert.
Zudem gibt es so viel christliche Clubs, die sich gegegenseitig auch nicht besonders sympathisieren. Ich weiss noch wie meine Grossmutter und ihre Generation viel Negatives über die Katholiken zu berichten hatte (Tatsachen) und wenn heute noch die reformierten Kirchen ihre Türen nur beim Gottesdienst öffnen, hat(en)gute Gründen. Aber man braucht nur in Nazareth zu schauen welche spektakelartige Gegnerschaft zwischen den verschiedenen christlichen Gruppierungen offen und unwürdig getragen wird (ich habe vor kurzem einen Dokumentarfilm gesehen u. ich konnte es nicht fassen, dass so was gibt).
Die Kirche in Weseuropa versucht sich mit den neuen Herrschern zu arangieren, wohl ahnend, was kommt und dass ihnen nicht anderes übrig bleibt, wenn dank der Regierungen die Muslimen immer mehr Einfluss bekommen. Ihr ist es egal, was mit den Christen in muslimischen Ländern passiert. Selbst der Papst hat gar nicht reagiert, als ein seiner Bischofe in der Türkei geköpft wurde, obgleich gerade dieser Bischof ihm das Leben geretet hat. So viel zu den Zusammenhalt unter den christlichen Glaubensbrüdern.
Das, was du geschrieben hast ist richtig, und ich lese gerade ein Buch darüber.
Es nützt nichts, alle Christen dort sind einem unausweichlichen Schicksal ausgeliefert. Ich will nicht spekulieren, aber ich habe so meine Gedanken, wenn ich die Zusammenhänge analysiere. Wir alle, die keine Macht besitzen, sind bloss Bauernopfer auf dem Schachbrett der Geschichte und wir können kaum etwas dagegen tun.
Liebe Juli, schau her, ich bin ein Rückkehrer. Meine Familie hat irgendwann im 19ten Jahrhundert den Glauben verloren und ich bin der erste seitdem, der wieder den Davidstern trägt. Ich habe nämlich irgendwann begriffen, das David Horowitz recht hat, indem er sagt, dass unsere Religion das geronnene Wissen von Jahrtausenden menschlicher Erfahrung ist und das man da nicht einfach vorbei gehen kann. Von meinem Vater lernte ich, das ihr Christen unsere Brüder, Schwestern, Töchter, Söhne, Vettern und Nichten seid, während meine Mutter immer sagte, dass das Christentum “nur” eine jüdische Konfession sei. Daraus folgere ich, das wir viel mehr als bisher zusammengehen müssen – trotz allem, was ihr Christen uns angetan habt. Manchen mag diese, meine Meinung nicht gefallen, jedoch stehe ich dazu!
Lieber Rainer, ich habe schon mal geschrieben, wir sind öfter als du bemerkt hast derselben Meinung. Deine wehrte Mamma hatte Recht. Nach allem, was ich gelesen habe, betrachte ich das Christentum als das, was eingentlich anfänglich war, eine Art Sekte, eine Gruppierung unter Rabbi Joshua, die sich vom Judentum abgespaltet hat. Es war aber nicht die einzige Gruppierung dieser Art. Die Geschichte mit dem Jesus in der Form, wie sie allg. bekannt ist, stimmt nicht so, sie ist ein Konstrukt, denn historisch ist die Existentz Jesus nicht bewiesen.
Vielleicht findest du die Gelegenheit und die Zeit “Die Rollen von Qumran” zu lesen. Der Vatikan hat sehr dafür gekämpft, dass das Buch nicht erscheint u. hier ist es seit langem vergriffen, doch ich habe es damals nach dem Erscheinen kaufen können. Es gibt Sachen drin die die Geschichte mit Jesus in Frage stellt. Aber nicht nur in dem Buch.
Wie du, denke ich auch und so dachten auch meine Grosseltern und Eltern, dass Juden und Chisten zusammen gehen müssen, trotz allem und dass endlich die Christen einsehen müssen, dass sie glaubensmässig dieselben Wurzeln mit den Juden haben. Leider zu wenige Christen denken so wie wir, weil sie sich mit dem Thema gar nicht beschäftigt haben.
Ich sage dir was, ich denke oft, würden alle zum Judentum “konvertieren”, würde ich es sogar begrüssen, denn zumindest aus Glaubensgründen gebe keinen Haas mehr und das Judentum ist keine Doktrin, keine Ideologie, die den Menschen die Fähigkeit, selbstständig zu denken, amputiert.
Liebe Juli, ich denke nicht, dass alle zu unserer Konfession konvertieren müssen, jedoch meine ich, das wir alle, weitaus mehr als in der Vergangenheit, zusammenhalten müssen und ich glaube auch, dass Uli’s Blog unsere gemeinsame Sache geradezu vorbildlich unterstützt. Shalom- Friede uns allen!
Ein erster wesentlicher Schritt des Zusammengehens und des Verständnisses wurde von Papst Johanes Paul II. gemacht, als er die Juden als die älteren Brüder der Katholiken (Christen) bezeichnete.
Auch hat er das jahrhundertelange Verhalten der Katholischen Kirche gegenüber den Juden aufrichtig bedauert und sich dafür entschuldigt.
Ich denke, das ist eine gute Voraussetzung für ein gedeihliches Miteinander ohne die religiösen Unterschiede zu vertuschen. Das ist auch nicht erforderlich und die Katholiken sollten auch nicht bei den Juden missionieren.
Den hier angesprochenen Streit zwischen den christlichen Kirchen, ganz besonders auch in Jerusalem und in der Grabeskirche, ist ein Ärgernis für die Welt. Aber das sind Streitigkeiten innerhalb einer Familie, wie sie in den besten Familien vorkommen.
Sie sind und bleiben deshalb aber trotzdem ein Ärgernis.
Lieben Rainer, ich habe nixch geschrieben, dass alle zum Judentum konvertieren müssen, sondern “würden” als Hypothese. Aber selbst wenn, würden die Menschen Gründen finden sich gegenseitig zu bekämpfen (z. wirtschaftliche und im Privatbereich: Neid, Missgunst.)
Die Christen haben NIE in der Vergangenheit mit den Juden zusammengehalten, das ist Fakt, sie haben, um einen kirchlichen Ausdruck zu benutzen “stets gegen die Juden gesündigt”. Die Geschichte beweist es. Natürlich gab es Ausnahmen und es gibt sie heute noch, aber eben bloss Ausnahmen, die dies alles nicht verhinden konnten.
Die Christen könnten mit Juden zusammenhalten, wenn sie es wollen und wenn die Vernunft obsiegt und endlich einsehen, dass das Christentum die Wurzeln im Judentum hat. Aber diese Tatsache wurde von der Kirche verschwiegen aus Konkurrenzgründen. Im Judentum gibt es kein Oberhaupt und Clerus, als Nutznisser, eine Kaste die über die Gläubigen steht und sie “führt”, wie bei allen christlichen Gruppierungen.
Dem, was du über Uli’s Blog geschrieben hast stimme ich dir voll und ganz zu und nochmals mein besonderen Dank an Uli.
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Paul, ich weiss nicht in wiefern die Katholiken bei den Juden missionieren, oder welche Katholiken du meinst. Tatsache ist, dass die Christen stets missioniert haben. Aber sie wissen, dass wen sie bei den Juden versuchen, kein Erfolg haben. Ich will dir was erzählen, was ich A.mOr in einem verschwundenem Beitrag erzählt habe:
Vor langer Zeit wimmelte da von Missionaren, aller Couleur, heute scheint es verboten zu sein. Sie kamen vor der Türe oder sprachen Leute auf der Strasse an. Eines spät Nachmittags klingelte an meiner Tür und ich öffnete sie nur einen Spalt (ich meinte das sei meine ital. Nachbarin wegen der Waschküche), da ich gerade mich umziehen wollte, und zwei Männer von der Neuapostolischer Kirche sagten mir, sie wollen mir “Bekannstschaft” mit Jesus Christus machen. Ich flippte aus und sagte ihnen, das sei kaum möglich, denn bekanntlich ist Jesus seit 2000 Jahren tot und auch sonst bin ich mit meinem Glauben völlig zufrieden und interessiere mich nicht für einen anderen. Da sie aber nicht aufgaben (inzwischen kam die Nachbarin raus, weil sie auch bei ihr gekligeklt hatten) gab ich ihnen den Dolchstoss: “Jetzt hohren Sie mir mal gut zu: Ich bin Jüdin und Sie wissen doch, dass Juden so leicht nicht konvertiert werden können, wenn überhaupt.” Die Typen sagten nun kein Wort mehr und stiegen die Treppen runter, wie von Tarantel gestochen. Meine Nachbarin lachte und sagte: “Sie sind mir eine. Wie sind Sie auf die Idee gekommen?”
Streitigkeiten innerhalb der Falimilie nennst du solche Vorstellungen vor und in der Grabeskirche, die zu Handgreiflichkkeiten ausarten? Es ist ein bitterer Konkurrenzkampf unter ihnen und da hört die christliche Nächstzenliebe auf und die scheuen nicht mal davon, ihn öffenlich gebührend auszutragen, das ist die Wahrheit.
[...] Generalverdacht nehmen darf, den Dialog voranbringen, sich ihnen anpassen etc., aber die z.B. zur Verfolgung, Bedraengung und Ermordung ihrer eigenen Glaubens- und Kulturgenossen in islamischen Laen… ganz laut schweigen. Was geht da schief? Was ist da los? Ignoranz, Toleranz, Desinteresse? Angst [...]
Man muss nur ab und zu http://koptisch.wordpress.com lesen und mir wird es dort regelmäßig ganz anders. Die westlichen Regierungen schweigen aus Appeasement und der iranischen[1] Khatami-UN-Lüge des “dialogue of civilizations”, wobei klar ist, dass wir zumindest z.Z. den “clash of civilizations” erleben. Die westlichen Kirchen (vorallem die europäischen “christlichen”) schweigen aus theologischen Gründen und christlichem Antisemitismus. Ich weiß nicht soviel über Kopten, aber sie stehen der ‘replacement theology” vermutlich sehr fern oder lehnen sie komplett ab, wie auch viele Christen in Bethlehem, die von palästinensischen Behörden traktiert und verfolgt werden. Was im Westen auch keinerlei Aufschrei mit sich zieht.
( (siehe: “Baptist Church in Bethlehem Stands With Israel and Gets the Usual Muslim Treatement [in PA]“, CBN News, Shoebat Foundation, http://www.youtube.com/watch?v=jGBxOkmOV0o) Da kommt von der Kirche oder der christlichen Gemeinschaft keine bis kaum Unterstützung.
Man kann das ganze auch auf die sozusagen häretischen Erfindungen[2] der “christlichen” “Kirche” die bereits schon ab spätestens ca. 300 u.Z. einsetzten, nachvollziehen. Oder auch dem Schrecken der “aryanization of Christ”[3]. Wobei wir diese latent, nicht per se böswillig heute überall immer noch haben und immer hatten, vielleicht eher “europeanization of Christ”. Aus meiner christlichen Perspektive kann ich da nur sagen, dass dies teils bei zuerst harmlos wirkenden, aber eigentlich schrecklichen Bildnissen des Messias beginnt.
Bzw. ist der Grund also insgesamt einfach die heutige -nett gesagt- Sturheit, theologische Fragen und (Irr-)Theologie wichtiger als Menschenleben und verfolgte Brüder und Schwestern zu gewichten.
Die verfolgten Christen über die heute geschwiegen wird, sind dem Urchristentum viel näher. Das schmeckt den europäischen Großkirchen nicht, diese welche soviel mit den Lehren Jesu/Jeschua zu tun haben, wie… hm, jetzt bräuchte so einen richtig bissigen Broder-Vergleich. Die europäischen Kirchen haben damit eigentlich gar nichts mehr zutun. Hier schimpfe ich zuerst über die EKD, dann über die katholische. Die katholische, die sich wortwörtlich ja als “allgemein”, “Welt umfassende” Kirche sieht, denn das bedeutet ursprünglich katholisch – afaik.
Jedenfalls, hat sich hier deren Papst Johannes Paul II. eher hervorgetan als alle anderen in der letzten Zeit. Was Christenverfolgung angeht. Er hat mal mutig Stellung bezogen, aber für mich ist er nur eine Stimme von viel zu wenigen. In Deutschland ist übrigens mir die Katholische Kirche HEUTE noch am liebsten, also ich habe großen Respekt vor, ich sage mal, Matussek-Katholiken und mag auch seine Bücher. Aber fast bezeichnend (und darüber bin ich sehr dankbar), dass einer der besten Artikel und Meinungen zu dem Thema nicht aus der christlichen Kirche kommt, sondern von Dennis Prager, ein amerikanischer religiöser Jude (mit einer genialen Radiosendung übrigens):
http://www.creators.com/opinion/dennis-prager/why-don-t-christians-help-christians.html
http://townhall.com/columnists/dennisprager/2011/04/19/why_dont_christians_help__christians/page/full/
Wenn ich mir persönlich mal diesen ganzen theologischen Mist und großen Irrsinn (ein paar Lichtblicke ausnahmsweise: die Theologie von Karl Barth -oder auch z.T. Martin Buber- und/oder G.K. Chesterton, “Heretics” und “Orthodoxy”, wobei der Streit über Antisemitismus bei ihm noch immer ab und zu aufschwelt, wobei -imho- die Tendenz eher zu einem Nein als Antwort führt) bewusst geworden bin, dann schwenke ich immer und immer mehr zu jüdischen und messianisch-jüdischen Quellen um. Man findet die Vernunft im Christentum (das aus meiner Perspektive ja eigentlich so nie gedacht war, zumindest nicht als komplett eigenständige Religion) nur knapp im 1. Jhd. u.Z. Da bin ich persönlich sehr dankbar für die Übersetzung des JNT von David H. Stern. Das ist jetzt keine Werbung für messianisches Judentum (ein Gebiet was ich teils auch sehr kritisch sehe, weil es haarscharf für diese ist, eben nicht nur eine weitere “christliche” Kirche zu werden; andererseits finde ich es natürlich persönlich auch schwer klasse), aber ich bin über diese zusätzlichen Quellen sehr dankbar und vieles macht einfach viel mehr Sinn, wenn man das sog. NT als das jüdische Buch liest, das es in Wirklichkeit ist. (“The Jewishness of the Gospel – a message to Christians”, Stern) Natürlich sind einfachere christliche Übersetzungen ok, für die man wenig Wissen über jüdische Kultur und Judentum braucht, aber zumindest im deutschsprachigen Raum hat man dann bei vielen von dieser Art (nicht allen!) direkt noch einen sehr unschönen antijudaistischen Unterbau dazu, plus bewusst antisemitische Theologen, und aber auch die, die das sogar manchmal gar nicht merken. Viele dieser Ansichten habe ich auch über Sterns Einleitung zum JNT gewonnen und teile diese mit ihm. Den Tenach/das AT habe ich bisher von Tur-Sinai zugelegt, auch wenn diese erst doch ein wenig ungewohnt zu lesen ist, aber sehr lohnenswert. Bei Sterns JNT haben mich manche Passagen endlich wirklich berührt, die mich vorher -ja, als Christ- kalt gelassen hatten und über die ich immer Unverständnis hegte, weil für mich eben zusätzlich überall dieser Kirchenmuff mit vielen deutschen Übersetzungen ganz stark assoziiert ist. Das geht natürlich jedem irgendwie anders. Ein Beispiel: “Du sollst Vater und Mutter ehren!”, habe ich immer das Bild einen muffigen Priesters mit erhobenem Zeigefinger, der keine Ahnung hat, dass dies manchmal gar nicht so einfach zutun ist. Dann schaue ich bei YouTube ein Video von Dennis Prager über die Zehn Gebote und es macht endlich klick! “All of the Commandments are [concerning/dealing with] a form of theft. [...] if you don’t honor your father and mother, you have robbed your parents of their parenthood.” (http://www.youtube.com/watch?v=YjJRBw8VLyw&feature=related#t=6m19s -Wow!-, siehe auch: “The Ten Commandments: How Our Most Ancient Moral Text Can Renew Modern Life”, David Hazony, http://www.amazon.com/Ten-Commandments-Ancient-Moral-Modern/dp/B0058M4YHK/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1318726211&sr=1-1)
PS: Nochmal, der letzte Abschnitt soll bitte nicht als Werbung verstanden werden. Aber Stern leistet ganz enorme Arbeit in der Bekämpfung des irrsinnigen christlichen Antisemitismus und entlarvt, gerade für Christen, enorm große Irrlehren und die heuchlerische Haltung der Großkirchen. Hier kann man sicherlich 100% übereinstimmen, dass dies gut und wichtig ist. Für die Bekämpfung des christlichen Antisemitismus und eine ehrliche interne Auseinandersetzung wurde es sicherlich allerhöchste Zeit. Und so sind viele dieser Errungenschaften erst wenige Jahrzehnte alt, und ihre Verbreitung und die Aufklärung mangelt noch. Aber sie ist zumindest vorhanden. Das ist sehr gut.
(Es geht nicht darum, mit den “jüdischen Wurzeln” das Christentum “gemütlicher” oder “einladender” zu machen, sondern es geht darum ein gesundes Selbstverständnis des Christentums selbst endlich wieder zu restaurieren, was vieles von dem, was wir heute als “christlich” labeln, zu Recht ad adbsurdum führen mag. Bzw. sogar das Label selbst. Auf der anderen Seite ist es für Christen nun auch nicht falsch anstatt “Jeschua der Messias”, “Jesus Christus” zu sagen. Ich meine das in dem Sinne, dass das letzte was die christliche Gemeinschaft gebrauchen könnte, eben noch mehr intellektueller (und oftmals falscher) Hochmut aus ihren eigenen Reihen, wäre. Aber bestimmte Selbstverständlichkeiten richtig zu stellen, wäre eine wichtige Aufgabe, wo die christliche Gemeinschaft auch selbst in Mündigkeit gefordert ist. Auch selbst in Mündigkeit ihrem Klerus Paroli zu bieten oder ihn durch Nichtbeachtung mehr und mehr zu entmachten.)
[1] “Former Iranian president Mohammad Khatami introduced the idea of Dialogue Among Civilizations as a response to Samuel P. Huntington’s theory of a Clash of Civilizations.”, http://en.wikipedia.org/wiki/Dialogue_Among_Civilizations
[2] Sicherlich in Teilen ein streitbarer und fragwürdiger Blog, aber diese Artikel, es sind eher Auflistungen, sind für jeden uneingeschränkt empfehlenswert:
“Roms ketzerische Erfindungen”, http://www.gott-ist-gut.com/katholisches/2006-roms-ketzerisches-erfindungen.html
“20 Gründe, warum kein Christ einen Papst für einen Nachfolger [Verkündiger/Statthalter] Jesus Christi halten würde”, http://www.gott-ist-gut.com/katholisches/1780-israel-worte-aus-jerusalem.html
[3] [0] Das muss man sich mal zu Gemüte führen: “Arthur Dinter was the leading Nazi spokesman on antisemitism in the early 1920s. His immensely popular novel “The Sin Against the Blood” (1918) presented a demonic picture of the Jew. He thought to create a new Germanic form of Christianity, cleansed of all Jewish influence, which involved a complete rejection of the Old Testament, as well as the aryanization of Jesus. His religious activities led to a conflict with Hitler and resulted in his being thrown out of the Nazi party and silenced. Though opposed to a ‘physical’ solution of the Jewish question he was decisive in defining the Nazi image of the Jew. © 1992 Pergamon Press Ltd”
http://hgs.oxfordjournals.org/content/6/3/233.abstract
http://hgs.oxfordjournals.org/content/6/3/233.full.pdf
“Race and Spirituality: Arthur Dinther’s Theosophical Anti-Semitism”
weitere/allgemeine Quellen:
Abschnitt ‘Einleitung zum JNT’, “Das Jüdische Neue Testament”, David H. Stern. Viel mehr noch sein gesamter “Kommentar zum Jüdischen Neuen Testament, 3 Bde.” und daraus ‘Einleitung zum KJNT’. Wie gesagt, ob man es theologisch mag oder nicht mag, oder gar ablehnt, es ist ganz nüchtern eine sehr wichtige Errungenschaft zur Bekämpfung von christlichem Antisemitismus und für Aufklärung.
Ein sehr wichtiger und bezeichnender Index zur weltweiten Christenverfolgung ist: “World Watch List” http://www.opendoorsuk.org/resources/persecution/ Und, nice to know: Israel ist das einzige Land in einer riesigen Region, in der die Zahl der Christen wächst. Das müsste mal sehr laut gesagt werden. Zwar “nur” in absoluten Zahlen, aber “wir” bekommen halt idR. nicht die meisten Kinder. (“Nahost im Umbruch”, Ulrich W. Sahm, http://www.youtube.com/watch?v=yyAjexQyeY4)
Warum sich die “Kirche” auch nicht schert sind:
“Torah-submissive Christians view Mosaic Law/Torah in Christianity as of continuing validity and applicability for Christians under the new covenant (see also Christian view of the Law). This view is based on the idea that Jesus, as the Son of God and Messiah, could not and did not change the standard of Godly obedience, but rather affirmed both the “weightier” and “lesser” matters of Torah for those who have put their faith in him.[37] Adherents of this view pursue a lifestyle that is both fully dedicated to Jesus Christ and also submitted to obeying God’s commands found in the Torah (which includes the Law of God given to Moses on Mount Sinai). There are both ethnically Jewish and Gentile Torah-submissive Christians (e.g., the Twelve Tribes).”, speziell nur der Abschnitt bei: http://en.wikipedia.org/wiki/Christian_Torah-submission#Torah_Submission
[...] Generalverdacht nehmen darf, den Dialog voranbringen, sich ihnen anpassen etc., aber die z.B. zur Verfolgung, Bedraengung und Ermordung ihrer eigenen Glaubens- und Kulturgenossen in islamischen Laen… ganz laut schweigen. Was geht da schief? Was ist da los? Ignoranz, Toleranz, Desinteresse? Angst [...]