Ulrich J. Becker, Kiryat Ono, 02.05.5770
Das “nette” Foto aus der Story. Was haben bitte Charedim mit einem “Feuer im Gaza -Streifen” zu tun? Ein bisschen Suggestivjournalismus?
Und wieder einmal fuehle ich gezwungen, etwas der Fairness halber zu verteidigen, dem ich in Vielen nicht zustimme. Aber wenn man behauptet, dass “Ultraorthodoxe” keine Telefone benutzen, nicht arbeiten, und man in derem Beisein um sein Leben fuerchten muss, und das gut postiert (Vorsicht wichtig!) auf die Titelseite des SPIEGEL-Online gesetzt wird, wird etwas manipuliert. InUlrike Putz’ neuem SPIEGEL-Online Artikel passiert genau das…
Vor einem Monat oder so musste ich nach Mea Schearim, um meiner Frau einen besonderen hausgemachten gesunden Nuesse-Vollkorn Mix names “Kraft” zu kaufen (bitte fragt mich nicht danach!), den es nur bei einer Frau im ultraorthodoxen Mea Schearim gibt. Es war tatsaechlich etwas abendteuerlich sich durch einige Gassen und Hinterhoefe durchzuarbeiten, bis ich vor der kleinen Tuer unter einer Treppe angekommen war. Eine Traube von kleinen Jungs mit Kippas und Peiot verstopfte die Tuer. Als die Frau dann doch irgendwie die Tuer aufmachte, und in der Kueche verschwand, konnte ich in das Esszimmer sehen, wo wohl gerade eine grosse Party stattgefunden hatte: Kuchenreste und leere Cola und Spriteflaschen etc. …
Ich hatte Zeit, mich mit den kleinen Charedi-Junges zu unterhalten. Sie erzaehlten mir, dass sie gerade ein “Ssium” hatten, sprich, sie hatten gerade einen Traktat des Talmuds zuende gelernt und dem zu Ehren wurde eine grosse Party geschmissen. Die Kindern waren alle sehr froh und lebhaft und unterhielten sich interessiert und offen mit mir. Ich denke, so eine Ssium Party ist sehr schoen, gibt ihnen Gemeinschaftssinn, lehrt sie Ethik und Verantwortung und wann feiert ein Kind nicht gerne mit seinen Freunden. Anyway, Schade, dass Frau Putz nicht auch mal von solchen Momenten erzaehlt, denn so einfach ist das Ganze nicht, wie sie schreibt.
Fuer Charedim (Ultraorthodoxe) ist fast nichts heiliger als eine Toraherziehung ihrer Kindern und die ist unter anderem fuer die Kinder sehr schoen, sehr liebevoll, sehr bedeutsam. Leider gibt es auch immer wieder Faelle, wo Eltern es sehr uebertreiben und ihre Kinder weniger mit Liebe, sondern mit Druck zum charedischen Judentum bringen wollen. Das ist ein grosser Fehler und wird auch von vielen charedischen Rabbinern strinkt abgelehnt.
Es gibt sogar einen charedischen religioesen allgemeingueltigen Richterspruch, der aussagt, dass ein Kind in der Synagoge nicht mit Druck zum Gebet angehalten werden darf und wenn es schlafen will, soll es. Es ist verboten, es aufzuwecken. Das ist ultraorthodoxe Halacha! Auch ueber solche Dinge, verliert Frau Putz kein Wort.
Ich lese auch gerade zufaellig ein Buch ueber juedische Erziehung names “Chinuch in turbulent times” von Rabbi Dov Brezak, der selbst Ultraorthodoxer Rabbiner ist, und man kann nur sagen, wie toll waere es wenn alle religioesen und saekulaeren Erzieher, Lehrer und Eltern (mich eingeschlossen) nur einen Bruchteil dieser liebevollen, weisen, kindgerechten Erziehung, wie sie im Buch beschrieben wird, sich zu eigen machen koennten. Der Autor weisst selbst auf das Problem von uebereifriger und auf Druck und Disziplin gedrillter Erziehung hin, die es leider unter Charedim gibt, und die genau zu diesem Ergebnis fuehrt, dass Kinder lernen die Religion zu hassen, sie als leere Huelle voller Druck und Zwaenge empfinden und nicht nur den charedischen Zirkel, sondern das Judentum insgesamt verlassen.
Anyway, es ist einfach sich zwei dieser armen Kinder rauszugreifen und sie ihren Frust erzaehlen zu lassen und ich kritisiere die beiden nicht, sondern fuehle mit ihnen mit. Aber ein irgendwie wahrhaftes Bild der Charedim bekommt man dadurch sicher nicht. Frau Putz sucht sich gezielt die uebelsten Geschichten raus und man haut ein paar bloede Bilder dazu in dem man Chabadnikim mit Litaim und soweiter vermischt und fertig, ein bisschen mit Gasakrieg wuerzen und fertig.
Ulrike Putz
Aber wenigstens noch ein paar Worte zu den faktisch falschen Aussagen im Text:
- “Fernsehen ist genauso verpönt wie nichtreligiöse Musik, Telefone und Internet.“
Geschickter Weise wurde der Computer gar nicht erwaehnt, den gibt es naehmlich im Grossteil aller charedischen Haushalte. Es gibt charedische HighTec Unternehmen etc., aber wuerde ja schlecht ins Bild passen. Aber die groesste Frechheit ist das mit dem Telefon. Hat Frau Putz noch nie einen Charedi getroffen? Denn dann wuesste sie, dass ein Charedi so gut wie immer ein Telefon nicht in der Tasche, sondern am Ohr hat
(Ich uebertreibe jetzt auch mal, aber man kann wirklich keine Busfahrt zwischen Tel Aviv und Jerusalem machen, ohne dass Chardim ueber die neusten Mobilfunkgeraete Jiddisch quatschen…)
- “Die Männer arbeiten nicht, sie widmen ihr Leben dem Bibelstudium.“
Auch Quatsch. Ueberall auf der Welt arbeiten sie und in Israel gibt es leider zu viele staatliche Hilfe, sodass viele sich lieber auf das Talmudstudium (nicht Bibelstudium) konzentrieren. Aber wenn ich mich richtig erinnere, arbeiten ca. die Haelfte aller Charedim. Immer noch etwas Anderes als “arbeiten nicht”.
- “Zu bleiben hätte den Tod bedeutet, und ich kann mich nicht meinen Kindern zuliebe umbringen.“
Keine Ahnung, was der interviewte damit meint (Selbstmord?), aber Todesdrohungen gibt es bei Charedim (im Gegensatz z.B. zu Moslems) nicht. Wie waere es mal einen Artikel ueber Beschneidung von Maedchen oder Ehrenmorde unter Beduinen in der israelischen Negevwueste zu schreiben, Frau Putz? Upps, weniger gefragt?
- “Jedes Mal, wenn ich sie sehe, erzählen sie, dass die ganze Familie jeden Tag betet, dass ich zum Glauben zurückfinde.“
Was fuer eine boese Waffe! Also ich haben in anderen Gruppen (Moslems) von anderen Methoden gehoert mit ‘Aussteigern’ umzugehen. Was kann menschlicher sein, als unter sich zu beten, dass er zurueckkommt? Sogar besser als ihn dazu aufzurufen.






Ein Kommetar auf der SPIEGEL Online Seite:
sonne15:
“Man sollte besser recherchieren
Ich bin “ultraorthodoxe” Jüdin und lebe in Jerusalem. Wie man sieht, sitze ich gerade vor einem Computer und benutze das Internet – genauso wie meine ebenfalls ultraorthodoxe Kollegin, die wie ich etwas entsetzt über die Einseitigkeit dieses Artikels ist. Wir besitzen zudem alle Telefone und Handys. Ich halte mich durchaus für gebildet und fühle mich als Frau in dieser Gesellschaft auch nicht unterdrückt. Ich möchte nicht auf jedes Detail dieses Artikels eingehen, dazu ist vieles, was dort geschrieben steht, einfach zu absurd. Ich möchte nur darauf hinweisen, dass eine bessere Recherche zu solch einem Artikel empfehlenswert wäre. Einige der Aussagen von Mayan sind schlicht unwahr, andere verdreht dargestellt. Wenn ihre Aussagen z.B. bezüglich der Erziehung seitens ihrer Mutter oder der Behandlung durch den Stiefvater der Wahrheit entsprechen, dann tut mir das in der Tat entsetzlich leid, denn in diesem Fall kommt sie offensichtlich aus einer psychisch gestörten Familie. Diese gibt es jedoch in jeder Gesellschaft, nicht nur bei jüdisch-religiösen Familien. Schade, dass sie nicht die wahre Schönheit eines warmen jüdischen Hauses mit liebenden und ehrlich frommen Eltern, die die Thora wirklich leben, kennengelernt hat.”
zu “Man sollte besser recherchieren”
Die Putz will doch gar nicht recherchieren sondern anti-israelische Propaganda betreiben. Denn das macht diese Ulrike ganz Putzig und dass schon seit Jahren so.
Wenn es um fanatische religiöse Erziehung geht und wie pedagogisch verworfen diese Erziehung sein kann, muss man nur den Islam zu Rate ziehen.
Dort werden ja Kinder zu Hass, Gewalt, Mord und Selbstmord erzogen. Das höchste Gut eines guten Moslems lt. Koran. genügend Immame werden dies bestättigen.
Aber Putz will die Juden an den Pranger sehen!
Ok… das ist echt böse schlecht recherschiert. Ich hatte jetzt auch schon seit langem ein Bild von ultra-othodoxen Juden, das dem von amerikanischen Quäkern gleicht.
Was mich aber schon wundert, woher dann diese Organisation “Hillel – the Right to Choose ” kommt und immerhin 2000 Menschen, die mit deren Hilfe aussteigen müssen. Sind das dann 2000 Menschen, die aus psychisch gestörten Familien kommen?
@Ady:
“Wenn es um fanatische religiöse Erziehung geht und wie pedagogisch verworfen diese Erziehung sein kann, muss man nur den Islam zu Rate ziehen.
Dort werden ja Kinder zu Hass, Gewalt, Mord und Selbstmord erzogen. Das höchste Gut eines guten Moslems lt. Koran. genügend Immame werden dies bestättigen.”
Unglaublich. Man höre sich nur mal diesen Teil an: “Dort [Islam] werden ja Kinder zu Hass, Gewalt, Mord und Selbstmord erzogen.”
Hättest du wenigstens “extrem streng gläubige” oder “fundamentalistische” oder “islamistische Muslime” geschrieben, dann wäre es vllt noch gerechtfertigt gewesen.
Aber das was du schreibst ist ein direkter Angriff auf die Religion der Millionen gemäsigten Muslime. Du schliest von einer fundamentaliscthscen Strömung auf die gesamte Religion.
Du schimpfst über andere und bist selbst um keinen Deut besser.
Und ich fände es auch echt armselig von allen anderen Usern hier, wenn keiner etwas gegen die Aussage von Ady sagt!
Naja, Hillel kümmert sich wohl nicht nur um Menschen, die psychisch unter Stress standen. 2000 von 7 Millionen ist nun auch nicht gerade viel. Jeder Ausstieg ist schwierig, in Deutschland werden ja auch Frauen besonders betreut, die sich scheiden lassen, Abtreiben wollen, wenig Bildung haben, aus Migrantenfamilien kommen etc. etc.
Sicherlich wird es auch Gewalt in der Orthodoxie geben. Es gibt sogar einen schönen antisemitischen Film zum Thema: Kadosch.
Bei den Muslimen sollte man auch unterscheiden können. Nicht alle sind gewaltbereit oder böse. Jedoch ist es leider so, dass Gewalt in muslimischen Familien häufiger vorkommt, als in bspw. jüdischen.
In Syrien ist es z.B. üblich störrische Kinder mit heißem Wasser zu verbrühen. Das sind halt Erziehungsmethoden, die für Europäer nicht hinnehmbar sind.
In Indonesien kettet man geistig Kranke an Bäume an oder sperrt sie in Kisten.
In den Palästinensergebieten ruft Mickey Maus zum Selbstmord auf. Dazu schweigt Ulrike Pütz.
Hier übrigens, auch ganz schön: http://spiritofentebbe.wordpress.com/2009/10/08/liebe-auf-den-ersten-tunnelblick/
Ich habe bis jetzt keinen Aufschrei deine gemäßigten Moslems dieser Welt vernommen, welche gegen die fanatische religiöse Erziehung oder gegen die Terroristischen Anschläge Stellung beziehen!!! Scheinbar scheine diese Konform mit dem Islam zu sein?! Auch bei den Gemäßigten?!
Also kläre mich auf O Du Heiliger! Belehre mich eines Besseren!
Und der Aufruf gegen meine Aussage hört sich wiederum genauso an, welches wir immer und immer wieder in der Islamischen Welt ebenfalls vernehmen dürfen. Aufrufe gegen andere Meinungen. Bravo Tobias, gut angepasst.
Achso? Weil du also keinen Aufschrei vernimmst, fühlst du dich berechtigt, mal schnell allen Muslimen zu unterstellen, sie würden ihre Kinder zu Gewalt, Hass, Mord und Selbstmord erziehen?!
Da brauch ich dich nicht belehren, und deinen Zynismus, kannst du auch weglassen. Wenn du diesen Schritt noch nicht verstanden hast, niemals von ein paar Extremen auf die Allgemeinheit zu schliesen, dann hast du etwas ganz Grundlegendes noch nicht verstanden.
Mein Aufruf richtet sich nicht gegen eine Meinung, sondern gegen eine Einstellung, die keiner tolerieren sollte.
Hattest Du nicht im vorherigem Posting gesagt, ich zitiere: “Aber, Ady, ich möchte mit dir nicht mehr diskutieren, nach dem Beitrag den du unter diesem Artikel…”
Ich für meinen Teil, werde mich an meine jetzigen Worten halten, und diese Diskusion beenden. Daydreaming mit dem Motto: “wir haben uns alle lieb, lasst uns miteinander reden” bring sowie so nichts.
Ady, es gibt viele Muslime die ihre Kinder nicht zum Hass erziehen, es gibt einige weniger Muslime die dagegen aufschreien, aber es gibt keine vernehmbare Bewegung innerhalb des Islams, die das verurteilt und auf die Straßen geht. Leider.
Hier sind ein paar Menschen, die versuchen darüber zu diskutieren: http://www.pi-news.net/2010/02/video-barino-im-wdr-suendenbock-islam/
Vermutlich wird eine Reform scheitern. Früher war der Islam tollerant und weltoffen, aber es gibt leider zu viele Radikale.
dieses Potz Ding ist die Letzte welche irgendeine Kritik an Israel und den Bewohnern üben dürfte. Wer Hisbollah hörig ist, hat in Israel nichts verloren. Auch wenn sich das Spiegel Korrespondentin schimpft.
Roman, danke für diesen Beitrag!
Hallo Roman,
im Grunde genommen fülle ich mich durch deinen Link bestätigst.
Das Problem sind nicht einzelne (oder mehrere) mutige Moslems sondern der Islam als solches. Er ist nicht kompatibel mit den westlich demokratischen Ansichten da er für sich die allgemeine Wahrheit über alle beansprucht. Hinzukommt, dass der Islam keine NUR Religion ist sondern eine radikale Politische Ideologie, welche für sich nicht weniger als die Weltherrschaft beansprucht.
Wenn es jemand wagen sollte sich in Gesprächen dem Judentum verständlich zu geben läuft dieser Mensch Gefahr sich einer tödlichen Fatwah auszuliefern. Und da setzen meine Kritikpunkte an. Die Führenden islamischen Herrscher, sowohl politisch sowie religiöse, welche eben auch für die Erziehung verantwortlich sind, wie z.B. Schulen, Literatur (welche ja in islamischen Ländern zensiert wird!), alle Formen von Medien, Film und Kunst, etc… hetzen über alle möglichen Medien von Schulbüchern, Fernsehen, Zeitschriften, Film gegen Israel und die Juden. Durch die Übertragungen über Satellit kommen auch verfassungsfeindliche Programme in demokratische Länder in deren Wohnzimmer. Dort wird Mord, Selbstmord und Terror verherrlicht als eben das höchste Gut eines Moslems. Und die Verantwortlichen sprechen für den Islam ohne einen einzigen Widerspruch von irgendwelcher Seite (bezogen auf islamischen Terror!); also ist das der Islam.
Das einzelne Familien zu Hause vielleicht dem nicht zustimmen mag tatsächlich der Fall sein. Ich bin mir auch sicher das auch islamische Familien ihre Kinder lieben. Jedoch in den islamischen Ländern laut Statistiken und Umfragen befürwortet kein geringer Prozentsatz die Ermordung von Juden (und im Nachhinein aller Kufars sprich Ungläubigen) und die Endlösung Israels. Viele halten Bin Laden und Adolf Hitler für Heros.
Diese Menschen und insbesondere deren politische Führung wünschen keinen Dialog mit Israel sonder die totale Vernichtung Israels. Und mit solchen Menschen kann man nicht reden. Wozu auch? Sie eines Besseren belehren? Sie wenden die Taquia an, welche ihnen vom Propheten Mohamed nahegelegt worden ist und auch so im Koran niedergeschrieben ist, bis sie sich stark genug fühlen um wieder einen Krieg von Zaum zu ziehen. Das ist leider die Realität in welcher wir heute leben.
Ich wünschte es gebe mehrere mutige Moslems, welche die westliche Demokratie verteidigen, jedoch befürchte ich, dass dies in naher Zukunft nicht geschehen wird, da es einfach für einen Menschen zu gefährlich ist. Beispiele dafür gibt es leider zu Hauf.
Kleiner Nachtrag;
Normalerweise lese ich PI nie! Ich finde diese Seite nicht objektiv und ich muss in der heutigen Welt nichts hinzudichten um auf die Realität aufmerksam zu machen. Die Realität ist schon grausam genug.
Es gibt eben keinen Versuch des Westens einer Sekularisierung des Islams. Man braucht einen solchen Islam aber dringend!
Man schaue nach Kosovo, ein muslimisches Land, welches tatsächlich sehr liberal ist. Ich wette, dass in 10-20 Jahren dort alles Fundamentalisiert wird und die Liberalen werden unterdrückt und müssen fliehen (Serben mussten das Land ja bereits verlassen).
So ergeht es allen liberalen Strömungen des Islams. Siehe dir Ägypten an, innerhalb weniger Jahrzehnte herrschen die Radikalen wieder. Afghanistan war früher ebenfalls für seine Gastfreundschaft bekannt, ebenfalls Iran usw.
Den Koran als solchen finde ich weniger problematisch, auch in den jüdischen Grundschriften gibt es radikale Aussagen, aber es gibt auf der anderen Seite auch eine liberale Auslegung. Im Christentum ist das eigentlich nicht anders.
Zum Nachtrag: PI ist nicht objektiv, aber sie geben einen relativ guten Überblick…
Richtig! Die Sekularisierung des Islams und die Unterdrückung der fundamentalistischen Strömungen wären das A und O eines dauerhaften Friedens.
Dies wird aber nicht durch gutmenschliche Linksmanier erreicht in dem der Westen den Fundamentalismus stärkt und eben die lebensnotwendigen friedlichen Strömungen unterdrückt.
Das heißt, dass nicht nur der Islam reformiert werden muss sondern es heißt ebenfalls, dass die westlich europäische Haltung ihre Definition zum Wort Toleranz neu überdenken muss.
Nur nachdem im ersten Schritt die Linken Strömungen in der Westlichen Welt begreifen mit wem sie es wirklich zu tun haben können danach die rassistischen Strömungen des Islam, welche sich in Europa ausdehnt, unterbinden und somit neuen Platz für anderdenkende Menschen schaffen. Das fängt meines Erachtens an mit Erziehung wo wir wieder am Anfangspunkt meiner Postings wären!
Nur nachkommende Generationen werden neue Moralvorstellungen umsetzen können. Die ältere Generation bezweifele ich wäre dazu nicht im Stande. Weder die alte Garde der Linke noch alteingessesene Imame, welche den Koran wörtlich nehmen.
Und ich glaube dies ist der größte Unterschied zur Tora und den beiden Testamenten! In unserer Gesellschaft nimmt keiner diese mehr wörtlich sondern befassen sich mehr mit den Interpretationen. Besonders das Judentum legt großen Wert auf diese z.B. Rashi, Tora She-Bealpe, etc…
Deswegen: Burka und Kopftuchverbot für alle öffentlichen Amtsträger, verbindlicher Ethikunterricht in der Schule und vor allem Förderung von westlich geprägten TV und Radio-Sender für die gesamte arabische Welt!
Ich warte auch schon lange auf einen israelischen TV-Sender in arabischer Sprache für Gaza und Judäa und Samaria. Es wird höchste Zeit.
Auch ein paar Porno-Bomber über dem Gazastreifen würden nicht schaden.
Ich warte auch schon lange auf einen israelischen TV-Sender in arabischer Sprache für Gaza und Judäa und Samaria. Es wird höchste Zeit.
es gab den arabisch-sprechenden israelischen Kanal 3, zu empfangen auf Hotbird und der wurde aus Kostengründen eingestellt
Hotbird ist doch in erster Linie für Europa? Es müsste etwas für den arabischen Raum sein und dann vielleicht auch lokal über die palästinensischen Sender gelegt
Überhaupt fehlt ja sogar ein Angebot im Netz.
Solche Aktionen sind auch sehr nett: http://blog.maschiach.de/21-01-2010/mordechai-kedar-auf-al-jazeera/
So hört sich das schon besser an.
So lässt sich diskutieren. Auch wenn ich in vielen Teilen nicht einer Meinung mit euch bin, aber das sind aktzeptable andere Meinungen und keine Nazi ähnlichen Parolen.
Trotzdem würde ich die Diskussion hier nicht weiter führen, weil es total Off-topic ist. Wir wollen Ulrich ja nicht den Blog vermüllen.
Die “Neturei Karta” sind ebenfalls Charedim. Und mit denen habe ich ein Problem … :
http://www.youtube.com/watch?gl=DE&hl=de&v=R-r04SQ97_Q
dschihaddiddi says:
Neturei Karta ist eine antizionistische Sekte, die den Staat Israel lieber Heute als Morgen ausradiert sehen möchte, die vergessen haben, unter welchen Respressalien die Juden seit 1400 Jahren unter dem Islam geltiiten haben und leben mussten (Christen übrigens auch, die gesamte Vergangenheit ist leider im 19. Jahrhundert von gutmütigen Orientalverstehern und Reisenden in ein Märchen à la Karl May: Durchs wilde Kurdistan relativiert worden). Diese Leute haben sich schon an Durban eins, an der Holocaust Konferenz in Teheran und an jeder jährlich stattfindenen Al Quds Demo beteiligt, auch werden sie von ALLEN antisemtischen Seiten (irib ect.)und Bewegungen als die “guten” Juden herangezogen. Nur, und das muss ich einfach offen sagen, sollte ein kleiner Mann mit Bärtchen jemals wieder aufstehen, wären genau sie die ersten, die vernichtet würden, denn Jude ist Jude für die Antisemiten dieser Welt. Das erkennen leider auch die postzionistischen Juden nicht.
Um das alles zu verstehen, ein guter Buchtipp: Bat Ye’or: Der Niedergang des orientalischen Christentums unter dem Islam, dort wird die Geschichte der Juden gleich mitbehandelt.
@Tobias, noch eine kleine Nachhilfe zum Verständnis der arabischen Mentalität. Wer dem Problem mit europäischer Gutmenschlichkeit: Ich bin ok, du bist ok, zu Leibe rücken will, hat leider schon verloren.
Die Gewalt und Grausamkeit von Arabern lässt Westler oft stutzen. Von Daniel Pipes.
Nicht nur die Führer der Hisbollah erklären: “Wir lieben den Tod.” Das tut auch zum Beispiel ein 24-jähriger Mann, der letzten Monat schrie: “Wir lieben den Tod mehr als ihr das Leben!” – und sein Auto in die Bronx-Whitestone-Brücke in New York City fuhr. Als zwei Eltern in St. Louis ihre Teenager-Tochter mit dreizehn Stichen mit einem Schlachtermesser ehrenmordeten, rief der palästinensische Vater: “Stirb! Stirb schnell! Stirb schnell! … Still, Kleines! Stirb, meine Tochter, stirb!” – und die örtliche arabische Gemeinde unterstützte sie gegen die Mordanklage. Ein Prinz aus Abu Dhabi folterte vor kurzem einen Getreidehändler, dem er Betrug vorwarf; und obwohl ein Videos der Gräueltat international im Fernsehen erschien, wurde der Prinz frei gesprochen, während man die verurteilte, die ihn anklagten.
Weiterlesen:
http://de.danielpipes.org/7972/nahen-osten-starkes-pferd
ein kleiner Nachtrag vielleicht noch dazu:
Fjordmann hat ein 172 Seiten Essay geschrieben, das wirklich lesenswert ist. Leider bringt nur der berüchtigte PI Blog solche Stimmen, ich stimme zu, er ist nicht objektiv, manchmal werden sogar antisemitische Stimmen laut, aber er bringt Berichte, die sich die offiziellen “Qualitätsmedien” nicht getrauen, zu schreiben.
http://www.pi-news.net/2010/02/fjordman-buch-eurabien-besiegen/
Zahal – möchtest du mich jetzt überzeugen, das die Muslime böse oder der Islam an sich schlecht ist?
Oder was sollen deine Geschichten aussagen?
Entschuldigt bitte, das ich jetzt doch wieder antworte, obwohl es off-topic ist, aber eure Haltung gegenüber dem Islam und dem arabischen Kulturkreis ist schon beachtlich – und in dieser Form nicht hinnehmbar.
Es scheint so, als würde der Islam Extremismus begünstigen. Nicht jeder Moslem ist ein Terrorist, aber praktisch jeder Terrorist ist ein Moslem.
Keine Ahnung was du nicht hinnehmen willst, aber dies musst du hinnehmen.
“Praktisch jeder Terrorist ist ein Moslem”? Nein, das stimmt so nicht. Die berühmt-berüchtigste und warscheinlich auch mächtigste und gefährlichste Terrororganisation der Welt, Al-Quaida, ist islamistisch, ja, aber es gibt genügens andere Terroristen. Vorallem lokale Kämpfer, beispielsweise die ETA in Spanien und bis vor Kurzem in Nordirland. In Südamerika, Afrika und Ost-Asien gibt es bestimmt auch viele Terrororganisationen, die nicht Islamistisch sind. Und geht man ein paar Jahre zurück, waren linksextrmistische Terrorzellen recht bekannt.
Du hast schon recht, der fundamentalistische, extreme Islam drückt sich vorallem über Terror aus. Dies ist aber ein Zeichen unserer Zeit, in der der Islam den Komunismus als Widerpart zum Westen abgelöst hat. Zu jeder Macht gibt es eine Gegenmacht und was früher der Ost-West-Konflikt war, ist heute der West-Islam-Konflikt. Meiner Meinung nach kann er nur über kulturelle Toleranz und Versöhnung gelöst werden. Das musst du leider hinnehmen.
@Tobias,
sorry dass ich mich einmische, jedoch erzähle das mit der (Zitat:) “kulturelle Toleranz und Versöhnung” den islamische Terroristen. Wir, der Westen, sind definitiv die falsche Adresse dafür.
So leid es mir tut, jedoch in Rom sei Römer. Du kannst mit der westlichen kulturellen Denkart nicht mit dem Islam bzw. deren Vertreter oder solche die sich für diese halten debattieren! Deren Denkart, Prioritäten, Kultur, etc… ist grundverschieden der unseren. Da kommst Du nicht sehr weit mit.
Ich weiß nicht, jedoch es scheint mir Du kennst den Nahen Osten bzw. den islamischen Orient nicht besonders gut. Ich rede nicht von einem Urlaub in Marrakesch oder der Gleichen.
So, jetzt habe ich mich dazu hingerissen einen Kommentar zu posten.
Ady – mir gehts doch genauso; ich kann meinen Mund bei manchen Themen einfach nicht halten.
Was du sagst, hat in gewissermaßen schon seine Richtigkeit. Und meine Ansätze sind natürlich nicht durch ein Islam- oder Kulturstudium gedeckt, aber, ganz ehrlich, deinen Vorwurf ich hätte keine Ahnung und/oder ein völlig falsches Bild kann ich nur zurück geben.
Ich glaube, du siehst den Islam pauschal als rückständig, wie eine Kultur aus vergangenen Tagen. In deinem Kopf taucht beim Wort “Islam” sofort auch das Wort “Terrorismus” auf und du hast den fanatischen Hassprediger vor Augen.
Du hast natürlich recht, viele Werte im Islam erscheinen dem “aufgeklärtem” Westen sehr fremd oder sind gar überhaupt nicht konform. Aber es gibt genügend Beispiele wo ein Nebeneinander oder gar Miteinander möglich ist.
Außerdem hat der Islam auch sehr viele Werte mit dem Westen gemein, so zum Beispiel den Wert der Bildung, der sogar in der Scharia festgeschrieben steht.
Mit Terroristen, Fundamentalisten und Fanatikern ist es schwieirg zu verhandeln und diese müssen erst den Terror, Fundamentalismus und Fanatismus aufgeben bevor sie als Gesprächspartner angenommen werden können, aber ansonsten – was hindert einen an einem Gespräch? Natürlich muss man offen sein, auch sich selbst einmal als falsch anzuerkennen. Denn wer behaupted schon, der Westen würde richtig liegen mit seiner Lebensweise? Oder die jüdische Lebenweise wäre die richtige?
Aber eigentlich, ganz simpel, glaube ich, ist Toleranz, Versöhnung und Verständigung der einzige Weg. Wie wurde der lezte gobale Konflikt, der kalte Krieg, übewunden? Wie wurde die Kuba-Kriese gelöst?
Es bleibt nur der eine Weg und ich denke schon, das er erfolgreich sein wird. Und ist er erfolgreich, dann ist der Erfolg größer als bei jeder Sanktion, Besatzung oder Militärschalg.
Tobias,
mit einem kleinem Unterschied: der Westen versucht nicht den Islam zu belehren/bekehren. Es geht uns also gar nicht um die richtige Lebensweise sondern “lasset leben wie genehm”!
Der Islam derzeit aber möchte den den Westen schon zum Islam bekehren. Und zwar leider auch mit Gewalt.
An diesem Punkt möchte ich kurz zwischen Moslems und Islam unterscheiden. Der einzelen Moslem (in millionenfacher Ausführung – 50-60% der Glaubensanhänger lt. unterschiedlichen Statisken im Westen lebend) mag tatsächlich friedlich sein und man kann mit ihm reden. Mit dem Islam ergo politischmotivierten Religion ist dies meines erachtens nicht möglich. Man kann nur mit jemandem reden der dies auch wünscht.
Erst wenn der Islam (als Ideologie) ihre politische Machtbestreben aufgibt wird ein miteinander möglich sein.
Tobias says:
February 20, 2010 at 12:47 am
Zahal – möchtest du mich jetzt überzeugen, das die Muslime böse oder der Islam an sich schlecht ist?
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Nein Tobias, das lag nicht in meiner Absicht, ich wollte auf die Mentalitätsunterschiede hinweisen und daß man, wenn man die europäische Sichtweise des Humanismus verfolgt, die arabische, sprich muslimische nicht begreifen wird. Du solltest dich wirklich mit der Aussage des Korans beschäftigen, mit der Entstehungsgeschichte, du solltest gewisse Fatwen und Suren kennen, du solltest den Text der Kairoer Menschenrechte kennen, du solltes darauf achten, wo heute, und wir leben NICHT in der Vergangenheit, sondern wir gestalten die Zukunft, die Krisenherde liegen und warum sie so sind.
Der radikale Islam will tatsächlich den Weltanspruch, der Koran wird von den Fanatikern als Glaubensgrundlage ausgelegt, und bedroht somit ALLE anderen Kulturen, das musst du wissen, nicht nur das Judentum, sondern auch ALLE anderen.
Schau dir diese Weltkarten an und sieh, wo die extremsten Krisenherde liegen, sie liegen an Bruchstellen, und schau wo Minderheiten am meisten vefolgt werden, auch Christen gehören gerade in den islamischen Ländern zu den am meisten Verfolgten, wenn du über diese Tatsache hinwegsehen magst, ich nicht.
http://www.opendoors-de.org/verfolgung/weltverfolgungsindex/
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,400664,00.html
Genau, du hast recht: Der Islam als politisches Machtinstrument ist ein Problem, nicht die Religion an sich! Bitte betone das doch, alles andere diskriminiert, diffamiert und stiftet Streit.
Als poliitisches Machtinstrument kann übrigens so ungefähr alles Missbraucht werden. Das Christentum wurde über Jahrtausende so missbraucht, heute werden Bewegungen wie der Klimaschutz als poltisches Machtmittel benutzt (Beispiel die Atomkraft-Befürworter). Selbst das Judentum könnte so missbraucht werden, auch wenn ich keinen Fall weiß.
“der Westen versucht nicht den Islam zu belehren/bekehren.”
Natürlich tut der Westen den Islam “belehren”. Die USA, die EU und die UNO sind mit vielen Missionen (militärischen und zivilen) in Asien und Afrika vertreten um westliche Werte wie Demokratie und Menschenrechte durchzusetzen. Das prominenteste Beispiel ist wohl Afghanistan, wo die “Belehrung” zwar nicht der Auslöser war, aber mittlerweile als Grundstein für einen erfolreichen Abschluss des Einsatzes erkannt wurde.
Und Missionarstätigkeit gibt es vorallem von christlicher Seite auch. Obwohl es natürlich in Frage zu stellen ist, ob dann “der Westen” (als politische Macht) tätig ist oder nicht die Religion Christentum.
Die Missionarstätigkeit des Islams ist natürlich vorhanden. Das was du ansprichst, ist aber kein “bekehren” mehr, sondern Terror und dieser geht nicht vom Isalm aus, sondern von fundamentalistischen, fanatischen Kreisen. Bitte betone auch diesen Unterschied.
Das stimmt nicht? Dann rechne nach! Mach eine Zeitung auf oder schau dir die Seiten einer Nachrichtenagentur an.
Die allermeisten Terroranschläge werden von muslimischen Terroristen begangen. Die ETA hat bspw. insgesamt 342 Zivilisten ermordet, in 50 Jahren! Im Vergleich mit dem islamischen Terror, ja selbst in Spanien ist das ein Witz!
Unnötig zu sagen, dass ETA, RAF und Konsorten beste Beziehungen zu islamischen Terroristen unterhalten. Islam verträgt sich eben gut mit Terror, schließlich ist es eine kriegerische Religion, für kriegerische Menschen.
Die RAF gibt es nicht mehr und die ETA exportiert ihren Terror nicht ins Ausland (außer GB!). Auch die IRA oder FARC ist lokal begrenzt und sucht sich ihre Ziele relativ gut aus!
Dies trifft auf die weiteren islamischen Terrororganizationen weltweit nicht zu! Im Gegenteil versuchen diese absichtlich soviel Schaden an Menschenleben wie möglich zu erreichen.
Die RAF ist nicht mehr tätig, Sympathisanten gibt es aber heute noch und die sind dem Islam nicht abgeneigt.
Terrorexport ist natürlich immer dann gegeben, wenn es sich um eine Allmachtsideologie handelt. Islamismus, Kommunismus, Faschismus…
Es ist ein Armutszeugnis für diesen Blog, für die User hier und für die fortschrittliche, freiheitliche, aufgeklärte Welt, das solchen Formulierungen nicht sofort widersprochen wird:
Roman says:
February 26, 2010 at 1:06 pm
“Islam verträgt sich eben gut mit Terror, schließlich ist es eine kriegerische Religion, für kriegerische Menschen.”
So langsam erkenne ich hier einen “Doppelten Standard”: Während jede kleinste Diskriminierung, Diffamierung, negative Pauschalisierung und (aus meiner Sicht) gerechtfertigte Kritik gegenüber dem Judentum oder Israel (was hier manche ja nicht auseinanderhalten wollen oder können) als Antisemitismus abgetan wird, darf der Islam und die Gläubigen beleidigt, diskriminiert, diffamiert und pauschal kritisiert werden.
Arm, wirklich arm. Und sehr Schade.
Aber vllt wird dieser Aussage ja noch widersprochen. Hoffentlich.
Vielleicht widersprichst Du mir?
Mohammed war ein Feldherr gewesen und der Koran ist voll von Stellen, die sich auf die Durchführung von Kriegen beziehen.
Vergleichst Du den Koran mit für die Christen relevanten Neuen Testament, dann sollte Dir etwas auffallen! Jesus war ein Handwerker, Mohammed war ein Krieger.
Religiös motivierter Terror geht heute praktisch nur noch von Muslimen aus. Dazu reicht ein Blick in die Zeitung.
Mohammed hat Völkermord an den Juden begangen, da gab es Al-Kaida noch gar nicht und heute finden über all auf der Welt ethnische Säuberungen durch Muslime statt.