Ulrich J. Becker, Jerusalem, 6. Tischrei 5773
Leider hoerte man vom letzten toedlichen, dschihaddistischen Anschlag gegen Israel bei der 20:00 Uhr Tagesschau kein Wort und auch auf der Website – nichts.
Daher muss ich wohl wieder leider hier ein paar Dinge zusammenstellen, auch wenn z.B. der Tagesspiegel realtiv korrekt berichtete. Der Anschlag scheint sehr gut vorbereit gewesen zu sein und hatte sein endgueltiges Ziel verfehlt, dass nach meheren israelischen Armeequellen ein grosser, folgenschwerer Anschlag gewesen waere, obwohl man keine weiteren Details darueber herausgeben mag.
Am gleichen Tag, kuendigte ein Vertreter des aegyptischen islamistischen Praesidenten Mursis an, den Friedensvertrag zu Israel “korrigieren” zu wollen (nach der Beendung der Gaslieferung, der Oeffnung der Gasagrenze, ist die Beseitigung des Friedensvertrags der letzte noch verbleibende Schritt der islamistischen Machtergreifung gegenueber Israel), da man ja angeblich so schlecht gegen die Terroristen im Sinai kaempfen kann und mehr Armee an Israels Grenze braeuchte…
Schwerbewaffneter Anschlag
Am Freitag den 21.09.2012, ca. gegen 12:30 eroeffneten mindestens drei Terroristen an der israelisch-aegyptischen Grenze das Feuer auf israelische Soldaten einer Artelliereinheit.
Der Anschlagsort befindet nahe dem Berg (Har) Charif (siehe Karte), nahe der Armeestellung ‘Mitkan Karmit’. Hier befindet sich der letzten, 17km lange, Abschnitt des neuen Sicherheitszauns, den Israel im Hochtempo an der hunderte Kilometerlangen Grenze hochzieht, um Terror, Schmuggel und illegale Einwanderer weitesgehend zu stoppen.
Zaun an aegyptischer Grenze im Bau
Der Zaun gilt dabei – so simpel er zu seien scheint – als ziemlich unueberwindbar und wird von elektronischen Sicherheitssystemen begleitet.
Die Terroristen scheinen zu verstehen, wie sehr der Zaun ihre Angriffe erschweren wird und greifen jetzt schon zum zweiten mal mit toedlichen Folgen auf israelischer Seite einen Zaunabschnitt im Bau an.
Die israelische Artillerieeinheit scheint vor Ort gewissen Wachaufgaben bei den Bauarbeiten gehabt zu haben. Dann trafen illegale afrikanische Einwanderer ein. Sie sind einer der Hauptgruende des Bau des Zauns und bis jetzt haben die bereits gebauten Teile des Zaun nach neusten Angaben die illegale Einwanderung um 90% verringert. Ein deutlicher Erfolg von Netanjahus schneller Notmassnahme, den die hauptsaechlich linke israelische Presse natuerlich nicht mit anerkennenden Worten fuer ‘Bibi’ erwaehnte.
Ein Teil der wachenden Soldaten (anscheined vier) begab sich zu den 15 eingetroffenen, illegalen, afrikanischen Grenzueberquerern und gab ihnen erstmal Wasser zu trinken. Zu diesem Zeitpunkt eroeffneten die im Hinterhalt liegenden Terroristen, die den Afrikanern gefolgt waren, das Feuer auf die Soldaten. Der 10. israelische Kanal zeigt eine Videoanimation der Vorgaenge hier (ab 1:04 min).
Videoanimation des Angriffes
Die drei Terroristen, zivile Kleidung tragend, eroeffnen aus ca. 100m Entfernung das Feuer aus einer gut gedeckten Stellung (anscheinend ein Flussbed/Wadi) und haben zu ihrer Verfuegung Maschinenpistolen (wohl Kalaschnikows), mindestens ein Maschinengewehr (siehe Bild), haufenweise Munition, RPG Raketenwerfer, einen wohl sehr grossen Sprengsatz und mindestens einer, wahrscheinlich aber alle tragen Sprengstoffguertel.
Eine der Waffen der Terroristen – ein Maschinengewehr
Das Ziel des Angriffes soll innerhalb Israels gelegen haben und die Soldaten an der Grenzen seien aus ihrer Stellung und mit ihrer Bewaffnung ein reinster “Schiessstand” bzw. Turntauben gewesen.
Sie toeteten gleich zu Anfang den Soldaten Netanel Jahalomi (20), Sichro LiBracha, durch einen Kopfschuss. Die Soldaten bei den afrikanischen Illegalen erwidern sofort das Feuer. Nur durch einen taktischen Fehler der Terroristen, wonach einer oder mehrere ihre Deckung verlassen, schaffen es die Artelleriesoldaten einen Terroristen zu treffen, wobei sein Sprengstoffguertel explodiert. Ein weiterer israelische Soldat wird durch Granatspitter dieser Explosion mittelschwer verletzt, der Terrorist ist aber zumindest ausgeschaltet.
Netanel Jahalomi, S”L, mit Familie offenbar bei seiner Vereidigung
Sehr kurz danach – waehrend das Feuergefecht weitergeht – erreicht den Ort eine israelische Kampfeinheit, in der Frauen und Maenner gemixt dienen. Diese gehen sofort zum Angriff ueber und toeten die uerbigen zwei Terroristen ohne weitere Verluste.
Auf der aegyptischen Seite wird ein allrad betriebener Jeep gefunden, der offenbar den Terroristen diente.
So endet wieder mal ein Terrorangriff (der diesmal sogar die Guete und Menschlichkeit der israelischen Soldaten, die Notleidenen helfen wollten, in seiner Planung und Ausfuehrung ausnutzte) sehr tragisch. Als diese Zeilen geschrieben werden, wird Netanel gerade beerdigt. Er war uebrigens mal wieder ein gefallender Soldat in forderster Linie des national-religioesen Sektors.
Netanels Eltern, waehrend ihnen die Vorgaenge um den Tod ihres Sohnes berichtet werden.
Momentan gibt es an der israelische-aegyptischen Grenze mehr Terrorwarnungen als an der israelischen Grenze zu Gasa. Israel uebergab spaeter die drei Leichen der Terroristen an Aegypten, damit diese ihre Identifiaeten herausfinden koennten.
Islamistischer Schutzschirm aus Kairo und: Mursi will den Friedensvertrag aufweichen
Man solle dem Friedensvertrag einen Zusatz anfuegen, forderte Mursis Berater Mohammed Saif El Dullah, damit mehr aegyptische Armee an Israels Grenze ‘fuer den anti-Terror-Kampf’ stationiert werden koennte:
“In den naechsten Tagen, werden wir Forderungen zu Korreturen im Friedensvertrag zwischen Israel und Aegypten einreichen.”
Er gibt auch an, dass der Friedensvertrag die aeypgtischen “Haende binde” und ein drittel des Sinais “sicherheitstechnisch leer” sei.
Wie zynisch kann man sein? Ein Islamist, will mehr seiner Waffen an unserer Grenze um angeblich besser gegen Islamisten vorgehen zu koennen – und uns so zu schuetzen. Ja, sure.
Als ich vor einigen Jahren im Sinai war – wo die bis jetzt schon von Israel aussergwoehlich erlaubten Zusatztruppen noch nicht vor Ort waren – wimmelte es ueberall nur so von Soldaten/Polizisten und Checkpoints gab es ueberall – auch im tiefsten Hinterland – im Sinai. Ich wuerde mal vermuten, dass diese Leute nicht mehr Waffen und Soldaten, sondern vor allem mehr Geheimdienstinfos und Motiviation braeuchten, wenn sie denn wirklich den dschihaddistischen Terror vor Ort bekaempfen wollen. ”Sicherheitstechnisch leer” habe ich da zumindest gar nichts gesehen.
Und wenn hier jemanden die “Haende gebunden” sind, dann nicht Aegypten, sondern Israel, diese Terroristen geheimdienstlich und operativ aus der Luft und vom Land vor, waehrend und nach eines Anschlags zu verfolgen. Momentan befinden sich diese unter dem islamistischen Schutzschirm Kairos und toeten Israelis, wann immer es ihnen danach ist, ohne dass Israel die Grenze seines neuen islamistischen Nachbarn ueberschreiten duerfe…









Off Topic: Die Iraner laufen sich warm:
Erstens iranischer Praeventivschlag, zweitens 3. Weltkrieg von Iran angedroht:
http://www.timesofisrael.com/iranian-general-threatens-pre-emptive-strike-against-israel/
nix wird passieren….
Den Druck Netanyahus auf Obama bezeichnet dieser in einem Interview mit CNN (das heute ausgestrahlt wird) als “noise” – “When it comes to our national security decisions—any pressure that I feel is simply to do what’s right for the American people. And I am going to block out—any noise that’s out there.”
Israel selbst wird von Mr. President nur noch als “They’re one of our closest allies in the region” (neben Jordanien und MB Ägypten?) eingestuft.
Inwieweit ist Israel vorbereitet, wenn Iran morgen “präemptiv” 5000 Raketen auf Israels Ballungszentren abschiessen würde, während gleichzeitig Hisbollah beginnt ihr Raketenarsenal abzufeuern? Es gibt kein Land in dieser Region wo die Bevölkerung auf so wenige Punkte so stark konzentriert ist.
Laut NY-Post soll Henry Kissinger gesagt haben, dass Israel in zehn Jahren nicht mehr existieren wird.
Bin ich der Einzigste, dem Israel vorkommt wie ein Verurteilter, der, die Hände gefesselt langsam zum Galgen geführt wird? Israel verhält sich immer mehr wie ein europäisches Land, dass sich aber nunmal in einer *rschloch-Region befindet und nicht in den Alpen. Israels Uneinigkeit, die es unmöglich macht, Judäa und Samaria zu annektieren, um damit die Überlebenschancen seiner Bevölkerung zu erhöhen, sowie die Passivität gegenüber Hisbollahs Aufrüstung unter UNIFIL und den Drohungen… das peinliche Bedachtsein, dass keine Zivilisten (Zivilisten sind in dem Fall der Wirt der Terroristenbrut, aus denen sie rekrutiert werden, von denen sie logistische, finanzielle und moralische Unterstützung bekommen, die sie feiern und Schulen und Strassen nach ihnen benennen – das sind keine unschuldigen Zivilisten! Die einzigsten unschuldigen Zivilisten sind die Israelis und nur diese hat die israelische Regierung zu schützen) zu Schaden kommen, soll fanatische Mullahs beeindrucken?
Eine Welt, die einen israelischen Alleingang mehr fürchtet als einen nuklear-bewaffneten Iran (auch wenn sie dieses Monster niemals appeasen könnten, egal wieviel goodwill sie aufbringen und wieviele ihrer Freiheiten sie aufzugeben bereit wären).
Ein militärischer Alleingang dessen Ausgang ungewiss wäre und dessen Ausführung keine Mehrheit der Israelis hinter sich hat. Zu abhängig von den Amerikanern, die “harmless to their enemies and treacherous to their friends” sind. Iran ist vom Fanatismus her wie WW2-Japan.
Sind Israels Politiker bereit die Mittel einzusetzen, die nötig sind, damit Iran bedingungslos kapituliert? Seit wann übrigens hat sich Israel statt auf milit. Ausführungen, notfalls im Alleingang, auf Drohungen verlegt? Und seit wann ist es Usus dass israelische Politiker, pensionierte Geheimdienstler, etc. zu existenziellen Bedrohungen und möglichen Antworten darauf, ihren Senf in aller Öffentlichkeit abgeben? Ist Israels Bevölkerung nicht schon genug verunsichert?
Kurzum, ich mache mir grosse Sorgen um Israel.
Inwieweit ist Israel vorbereitet, wenn Iran morgen “präemptiv” 5000 Raketen auf Israels Ballungszentren abschiessen würde, während gleichzeitig Hisbollah beginnt ihr Raketenarsenal abzufeuern? Es gibt kein Land in dieser Region wo die Bevölkerung auf so wenige Punkte so stark konzentriert ist.
Iran will einen Angriff provozieren, um von inneren Problemen, Sanktionen, Assad etc abzulenken, wenn wir ruhig warten geht diese Kalkulation nicht auf.
Wer hätte gedacht daß der Assad so unter Druck steht…..
und wenn der Assad platt sein sollte ist die Hisbollah nicht mehr lange am schreien, die haben zu viele Sunni Feinde innerhalb und außerhalb vom Libanon
http://www.yalibnan.com/
Ich sage nur U.S.S. Liberty (8. Juni 1967).
Hoffentlich wisst ihr damit was anzufangen.
Wenn nicht, siehe hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/USS_Liberty_%28AGTR-5%29
# Hans
“….Ich sage nur U.S.S. Liberty….”
hast du hiermit getan, also mal sehen ob du wort hälst. gute reise!
1. Wussten die Afrikaner nicht, dass ihnen die ägyptischen Terroristen direkt gefolgt sind. Also für mich stellt sich die Frage, inwieweit die Afrikaner gezielt und wissentlich als Ablenkungsmanöver vorgeschickt wurden.
2. @ Hans
Was kümmert Sie die USS Liberty in Wahrheit, was kümmern Sie Menschenleben, wenn Ihnen bei einem Artikel wie diesem kein anderer Kommentar einfällt.
Ich sage Ihnen was, die Opfer der USS Liberty sind Ihnen genauso egal wie die israelischen Opfer. Sie nutzen sie, um Ihrer Aversion gegen das Vorhandensein des Staates Israel Ausdruck zu geben.
kann “Leser” nur zustimmen, diese Leute interessieren auch keine 50-100 Toten täglich in Syrien, weil man es nicht den Israelis bzw. Juden anhängen kann