Ulrich J. Becker, Jerusalem, 16.03.5771

Peres bei wichtigem Besuch im Juni 2010 in Suedkorea, bei dem er sich ausdruecklich gegen Nordkorea aussprach


Eigentlich wollte ich ja etwas anderes schreiben, aber die ‘netten’ moerderischen Revolutionaere in Nordkorea haben den Tag nach ihren Kanonenrohren und 200 Artilleriegeschossen tanzen lassen.

Leider konnte man gleich wieder vernehmen, dass ‘beide Seiten zur Beruhigung’ aufgerufen werden und als Israeli kommt einem das alles nur allzu bekannt vor.

Der Scharfschuetzenhinterhalt an der libanesischen Grenze war nicht nur sehr aehnlich aufgebaut und berechnet, sondern auch hier vermochte Herr Friedensnobelpreistraeger Obama sich nicht dazu durchringen, doch mal glaubhaft ein Machtwort zu sprechen und auch militaerische Entschlossenheit hinter seine eigentlichen Verbuendeten zu stellen. – Und auch diese Runde in Fernost hat Auswirkungen auf uns hier im Nahen Osten…

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Arye Sharuz Shalicar, Jerusalem


Immer mal wieder fuehle ich mich gezwungen ueber den Geburtsort meiner Eltern zu schreiben. Iran. Das insbesondere weil ich in Israel lebe und mit vollem Stolz fuer die israelische Armee arbeite. Aber auch, weil die Lage sich unuebersehbar zuspitzt.

Iran vs. Israel – Israel vs. Iran…noch vor wenigen Jahren haette ich mir nie und nimmer vorstellen koennen, dass gerade diese beiden Laendern, mit denen ich persoenlich verbunden bin, sich oeffentlich demuetigen und bedrohen und nur die wenigsten an einen friedlichen Ausgang dieses Duels glauben. Alles weist auf einen moeglichen und vielleicht sogar baldigen Konflikt hin. Niemand weiss jedoch wann und vor allem wie er ausgetragen wird. Zwischenzeitlich ruestet man sich auf und bereitet sich auf das Uebelste vor.

Am 9. Januar hat The Economist einen ziemlich Continue reading →

July 6, 2009

Iran

(No comments)

For one thing the world has to respect the Iranian leadership: Iran doesn’t play! Contrariwise it is more than clear in its messages to the world. Just as its best friend, North-Korea.

Despite the fact that Iran and North-Korea don’t have anything in common (language, religion, history, food, culture, etc.) they suddenly look very much alike regarding their nuclear ambitions and their way of dealing with it face to face with the rest of the world. North-Korea is threatening South-Korea and Japan, two US-allies; Iran is threatening, sometimes openly, sometimes without saying a word, amongst other countries Israel and Saudi-Arabia, again two US-allies.

Is this some kind of late revenge for being decried over the years as two “hoodlum states”, one as a fanatic communist-, the other as a sharia based dictatorship? Is this some sort of new multipolar (nuclear) Cold War?

Be it as it is, things are getting really hot. North-Korea and Iran do not seem to mess around. Both countries know exactly what they are doing and especially when they are doing what they do. It is all to obvious that Iran is being assisted by North-Korean knowledge, you just need to take a look on Farsi language media (e.g.IRNA) and you will soon notice that Iranian “diplomats” are very frequently invited to Pyongyang and vice versa.

Some Central- and South-American countries, e.g. Venezuela, Bolivia, and other global players, seem to play some role, too but the key players in the “axis of evil”, as referred to by former US president George W. Bush, are definitely North-Korea and Iran. Today more than ever before.

Seems like current US president Barack Obama is starting to understand that this is no poker game, but rather a deadly real world dilemma which can explode any second if you hesitate or if you play the wrong card. What has suddenly happened that Israel has been guaranteed to make use of the Saudi airspace in case it decides to attack Iran’s nuclear facilities? What has happened that US-deputy Joe Biden said yesterday: “Israel has the right to defend itself and if it feels that its existence is endangered then she will have to decide which steps to take. Steps which are in the interest of Israel. Just as we pursue our own US interests, they will have to pursue their national interests.” (in my own words)

Independence Day is over. Mazel Tov. Quite clearly the US will now have to rethink its attitude and play the right cards to safeguard the independence of her allies.

Just do not play the wrong card!

Zugegeben, Barack Hussein Obama ist ein ueberaus charismatischer und gebildeter Mann, der mit seiner Wahl zum 44.Praesidenten der Vereinigten Staaten von Amerika das “Undenkbare” erreicht hat: ein Afro-Amerikaner regiert die USA und somit die einzige Supermacht auf Erden.

Keine Frage, dass er das Amt des Praesidenten in einer ziemlich schwierigen Zeit auf sich genommen hat. International und national steht Obama im Rampenlicht, weil die atomare Aufruestung immer bedrohlicher wird, die Finanzkrise Amerika und den Rest der Welt in eine tiefe Rezession gebracht hat, Al-Qaida und andere Terrornetzwerke immer noch aktiv sind, und die Nord-Koreaner mittlerweile mit Krieg drohen!

Ich habe die Wahl Obama’s sehr begruesst, obwohl ich wusste, dass er es mit seiner netten und diplomatischen Denkweise hoechstens bis nach Brussel schafft. Mir war und ist vollkommen klar, dass die USA in sehr vielen Ecken der Welt Feinde hat; Feinde, die auf eine Gelegenheit warten, einen Schwachpunkt in ihrem staerkeren Nachbarn zu entdecken, um ihm dann auf den Deckel hauen zu koennen.

Obama glaubt an das Gespraech. Obama ist fest davon ueberzeugt, dass man am Verhandlungstisch mit jedem ueber alles zu einem friedlichen Ergebniss kommen kann.
Seine ausgestreckte Hand wird jedoch von kaum einem Widersacher der USA gedrueckt.

Weniger problematisch sind in diesem Falle eher schwaechere Staaten wie Bolivien und Venezuela, die derzeit von Sozialisten gefuehrt werden, Evo Morales und Hugo Chavez, die sich offen gegen die US-Aussenpolitik aussprechen und somit den Kalten Krieg aufrecht erhalten indem sie weiterhin in sehr gutem Kontakt stehen mit Laendern, in erster Linie Russland, die eine gemeinsame Front, teils offiziell, teils inoffiziell, gegen die “westlichen Imperialisten” bilden, wozu, nach Meinung der “anti-Amerikaner” sicherlich auch die meisten Mitgliedsstaaten der EU zaehlen.

Im Falle von Iran und Nord-Korea hingegen sollte Obama schleunigst verstehen, dass das Flirten ein Ende haben muss. Sein Vorgaenger, George W. Bush, der von der ganzen Welt als kriegsgeiler Militarist gebrandmarkt wurde, war sich sicher, dass nicht er, sondern Ahmadinedjad und Ill ihre Haende auszustrecken haben. Das hatte einerseits zur Folge, dass man sich nicht naeher kam, denn die Haende aller Beteiligten blieben fest in den Hosentaschen stecken, andereseits sich jedoch weder die Iraner noch die Nord-Koreaner trauten, die USA offen zu bedrohen.

Heute steht die Weltmacht vor einem Dilemma: Soll es die Hand weiterhin ausgestreckt halten und darauf hoffen, dass Psychopathen wie Ill und Ahmadinedjad “normal” werden und ablassen von ihren Atomprojekten, die viele ihrer jeweiligen Nachbarn und US-Verbuendeten (im Falle von Iran: Saudi-Arabien, Kuwait, Egypten, Israel und andere; im Falle von Nord-Korea: in erster Linie Sued-Korea und Japan) in Unruhe versetzten, oder sollte es zu harten Massnahmen greifen?

Der harte Weg war auch der Weg Bush’s, den genau wollte Obama nicht nachahmen. Im internationalen Zirkus geht es leider nicht um wollen oder nicht wollen, sondern klipp und klar um: wer ist stark und wer ist schwach?

Obama sollte seinen Kurs ueberdenken, sonst wird aus der US-Supermacht, eine Witzfigur, die von niemandem mehr ernst genommen werden kann.