Ulrich J. Becker, Jerusalem, 16.02.5771

Null Respekt. Aggressionen. Und keine Angst vor Konsequenzen…


Es gibt wiedermal so viel ueber das man schreiben sollte, Obamas Friedenschluss mit den Taliban z.B. oder ein von der BRD verheimlichter PLO Flugzeuganschlag etc., aber als mir diesen Motzei Schabbat vier Araber hoch zu Ross auf Pferden in besonderer Weise ueber den Buergersteig dieses juedischen Jerusalemer Viertels liefen und ich am Abend einen Araber-kritischen Meinungsartikel von einem Flagschiff der intellektuellen, saekularen, linken Gesellschaft – Jaron London -, las, war es vielleicht Zeit fuer diesen Artikel… Continue reading →

 Ben Dwora, Israel, 22.09.2010 

 

Immer wieder hört man in den Medien von dem “alttestamentarischen Auge um Auge”,  besonders wenn Israel auf Morde reagiert und zurückschlägt. Oder man hört davon, dass nicht nur der Koran, sondern auch die Bibel mit Blutvergießen vollgestopft ist. Worauf oft geantwortet wird, dass zwischen dem brutalem (jüdischen) und dem friedlichen neuen (christlichen) Testament unterschieden werden sollte. Auch im Judentum soll das Verhältnis zu Andersgläubigen nicht besser sein, als es in Islam oder Christentum der Fall ist. Es gibt ja sogar ein Schimpfwort extra für sie – “Goi!”. Das alles hört und liest man im Wochentakt, besonders als Reaktion auf Korankritik.

Was ist an allen diesen Behauptungen wahr? Continue reading →

September 19, 2010

Islam, Judentum

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Ulrich J. Becker, Jerusalem, 11.01.5771

Zu Jom Kippur verbeugen wir uns ‘wie die Moslems’, aber was sagt uns das? (Ich denke, dieses Foto wurde nicht zu Jom Kippur aufgenommen, sondern ist eine Nachstellung.)


Das war vielleicht mein bedeutsamster Jom Kippur, vielleicht derjenige, den ich bis jetzt am bewusstesten erlebte, was nicht heisst, dass er auch erfolgreich war. ;) Das wissen wir fruestens zum naechsten Jom Kippur oder vielleicht erst mit dem Tot, but who knows.

Aber wie es der Zufall so ergab, noch bevor ich wieder in Erstaunen ueber die Tiefe und Schwere dieses Tages verfallen konnte, hatte ich ein Gespraech am Vorabend mit einem guten Freund ueber unsere muslimischen Nachbarn und ihren (hoechsten) Feiertag Idu l-Fitr. Auch beim Niederwerfen auf dem Boden in der Mussaf Amida kann man Gedanken ueber Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen uns und dem Islam kaum verdraengen. Hier also einige Gedanken dazu… Continue reading →

Ulrich J. Becker, Kiryat Ono, 11.10.5770


Wo und wann spielt folgende Szene:

Eine juedische Tanzgruppe betritt bei einem Volksfest die Buehne und wird sofort von einem Mob mit “Juden raus!” und Steinwuerfen ‘begruesst’. Die juedischen Taenzer fliehen von der Buehne, eine Taenzerin wird von einem Stein schwerer am Bein getroffen. Die Umstehenden tun nichts oder versuchen ein bisschen mit der angreiffenen Horde ‘zu reden’! Keine Polizei wird gerufen.

1933 in Deutschland? Leztes Jahr in Tehran? Letzte Woche in Instabul? Nope, gestern in Hannover-Sahlkamp. Continue reading →

April 21, 2010

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Michael Selutin, Jerusalem


Das Judentum hat nicht bloß einige arabische Stämme für sein Bekenntnis gewonnen und den Söhnen der Wüste überhaupt gewisse unentbehrliche Einrichtungen gelehrt, sondern hat auch einen Religionsstifter erweckt, der in immer größeren Kreisen in die Weltgeschichte eingriff und noch in der Gegenwart fortwirkt. Mohammed, „der Prophet von Mekka und Jathrib“, war zwar kein Sohn des Judentums, aber er hat sich an dessen Brust genährt. Er ist durch das Judentum angeregt worden, eine neue Religionsform mit staatlichem Grunde in die Welt zu setzen, welche man Islam nennt, und dieser hat wiederum auf die Gestaltung der jüdischen Geschichte und die Entwicklung des Judentums mächtig eingewirkt. Continue reading →

Ulrich J. Becker, Kiryat Ono, 22.06.5770 (7. Omer)

Falls jemand Zweifel an einem krassen grassierenden Grasswurzelantisemitismus – vor allem unter den Moslems – in Deutschland haben sollte, der soll doch einfach mal Worte wie “Palaestina” oder “Juden” in Youtube eingeben und die Suchanzeige nach dem juengsten Datum ordnen.

Das Ergebnis ist eine Art Saudiarabien und Gasastreifen aus Deutschland, auf Deutsch, mit oeffentlich ueberall abspielbaren antisemitischen Behauptungen der juedischen Pressekontrolle, Wuenschen der Vergasung aller Juden, oder der Vergewaltigung aller ihrer Frauen usw.. Was das ueber Deutschland aussagt oder nicht, kann jeder selbst entscheiden, beeindruckend ist aber wie offen und vor allem unkontrolliert diese Dinge wieder gesagt werden koennen. Continue reading →

Simon Hilber, Jerusalem

The Swiss voted. Minarets are now forbidden in Switzerland. The logic behind banning those minarets is, that they are seen as an imperialistic symbol of Islam. If Islam means surrender or submit – those minarets are seen as a sign that the country is already surrendering or at least should do so according to the Muslims. Sadly of course this kind of understanding of minarets is exactly the same as the understanding by the Islamists. The Swiss people decided by this vote that they agree with the interpretation of the Islamists and not the one of moderate Muslims.
On a different level than the obvious: that the decision mirrors a xenophobic sentiment, that banning minarets might constitute an undue limitation of freedom of religion, the real issue is, that this decision overshadows the real problems of Swiss-Islamic relations. The very same state that makes deals with Iran, that has its Foreign Minister wear a head scarf abroad to bewitch senile Muftis, the same country that succumbs to pressure of the likes of madman Gaddafi, now makes this useless and purely symbolic policy, while doing nothing to fight the worst Islamists. On the contrary: it tries to do them nice. Banning minarets wont help the real problems of Muslim integration into Swiss society: suppression of women, “honour” killings, petty crime, etc.

From an Israeli perspective this vote must seem quite absurd. European-Islamic relations still seem to be in an infantile state. The Swiss Muslim population consists of merely 6 % of the whole population – compared to 20% in Israel. What did the Swiss Muslim do? They do not constitute an demographic threat. They surely did not wage half a dozen wars or intifadas on Swiss Christians, there were no suicide bombings in Zurich or Bern, not even stabbings. I also do not know of burning cars like in France. Continue reading →

September 19, 2009

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