Noa, Jerusalem
„Ein angeborener Herzfehler, der nie entdeckt wurde hat dazu gefuehrt, dass deine Aortenherzklappe stark verkalkt ist, so stark, dass eine mittelschwere bis schwere Stenose vorliegt (Verengung). Die Herzklappe muss in einer OP am offenen Herzen ausgetauscht werden.“
Die Diagnose zog mir den gerade so muehsam geknuepften Teppich unter den Fuessen weg. Wie kann es sein, dass ich vor fuenf Jahren noch Marathon gelaufen bin, ohne allzu grosse Probleme? Wie ist es moeglich, dass der Herzfehler nie auffiel?
Regelmaessige Untersuchungen gehoerten schon wegen meiner sportlichen Aktivitaeten immer zu meinem Leben. So habe ich auch noch vor meiner Alyia eine sehr gruendliche Untersuchung hinter mich gebracht, um mit ruhigem Gefuehl in Israel einzuwandern. Continue reading →
Ulrich J. Becker, Kiryat Ono, 15.04.5770 (TuBeSchwat)
Die Zeit des Versteckens ist vorbei…
Chevre, lasst Europa im eigenen Saft blubbern und kommt in euer Land… Continue reading →
Ich kann sagen, dass es mir zurzeit richtig gut geht. Durch meinen kleinen Job und den Ulpan zweimal in der Woche habe ich fast von Anfang an einen geregelten Tagesablauf gehabt, was enorm dazu beitraegt, sich einzuleben und eine gewisse „Wochenroutine“ zu entwickeln. Bei der Suche nach mehr Arbeit war ich kurz davor, einen Job in einem Kindergarten anzunehmen. Die Bedingungen waren nicht besonders attraktiv, die Bezahlung schlecht und es war gefordert auch am Freitag bis in die Mittagsstunden zu arbeiten. Was mich dennoch veranlasste, mehr als einmal darueber nachzudenken, ob ich diese Arbeit annehmen soll, war die Tatsache, dass es „richtige“ versicherungspflichtige Arbeit gewesen waere. Und – ich fuehlte dieses typisch deutsche Sicherheitsdenken wieder in mir aufsteigen.
Vor ca. 1 Monat habe ich euch von meiner Bekannten Noa erzaehlt, die wenige Tage vor ihrer Aliya nach Israel stand. Mittlerweile ist sie schon seit ca. 2 Wochen im Lande und ich denke, dass euch interessieren koennte, was ein deutschsprachiger Einwanderer so positives und leider auch negatives durchmachen muss in den ersten Tage in Israel.
[Siehe auch: http://aro1.com/wordpress/arye/jerusalem/noa-2-wochen-vor-der-aliyah-einwanderung-nach-israel/]
>>>Ich bin in Israel angekommen, habe meine Teudat Sehut (Personalausweis), meine Mitgliedschaft in einer Krankenkasse und ein Bankkonto eroeffnet, worauf die Zahlungen des Misrad Klita (Einwanderungsbuero) ueberwiesen werden.
Ein Neueinwanderer bekommt unter anderem im ersten halben Jahr finanzielle Hilfen in Hoehe von 15.000 NIS, umgerechnet ca. 3000 Euro. Andere Hilfen, wie eine Ermaessigung bei der Arnona (die Stadtsteuer, die der Mieter zahlt) oder bei einigen Haushaltsgeraeten und die Uebernahme des Krankenkassenbeitrags fuer ein halbes Jahr bekommt man zusaetzlich, genauso wie die Zahlung eines Ulpans (Intensiv-Sprachkurs) Continue reading →
Noa’s Aliyah-termin steht fest – in ca. 2 Wochen ist es so weit - und sie ist superaufgeregt ein neues Leben in Israel anzufangen.
Vor einigen Wochen haben wir uns kennengelernt und da auch ich vor ca. 8.5 Jahren aus Deutschland nach Israel eingewandert bin, habe ich versucht ihr einige Tips auf den Weg zu geben, die ihr eventuell vor und waehrend ihres Aliyah-prozesses helfen koennten. Noa hat sich bereit erklaert, alle 1-2 Wochen einen Aliyah-update auf meinen Blog zu stellen. Ich denke, dass koennte den einen oder anderen von euch interessieren. Also, viel Spass.
>>>Als ich zum ersten Mal nach Israel kam, dachte ich, es sei eine Reise wie viele zuvor. Ich wollte die Welt sehen, moeglichst viele Laender bereisen.
Mein Vater, der 13 Jahre zuvor gestorben war, hatte einen riesigen Bildband von Israel hinterlassen und den Wunsch, einmal nach Israel zu fliegen, mit sich in eine andere Welt genommen.
Warum es ihn dorthin zog, weiss ich nicht, wir haben nie darueber gesprochen. Continue reading →
Moving from one country to another as a child might be exciting, but the older you are, when you decide to take the risk of leaving everything behind you know (e.g. family, friends, language) and have built up for yourself (job, studies) in order to start anew, from almost zero, in a country whose language, customs and climate you barely know, the more risky the whole adventure can get. I was 23 when I left Berlin with the desire to settle down for good in Israel and start a new life. I had my own reasons. Anybody knowing a little bit more about under which circumstances I was actually living in Berlin and especially which hobbies and people I was connected to, understands totally why I was encouraged to leave Germany.
My parents did not teach me any Jewish traditions. They wanted me to become part of the “modern world” in which, according to my parent’s view, religion should not be given a central place. Things have turned upside down when my parents decided to move to a neighborhood which was and still is populated by foreigners, mainly Muslim migrants of every imaginable skin-color, ethnic group and religious stream, when I was 14. I have become a zionist, not because of my parent’s education or school-curriculum, but first and foremost because of my surroundings. Whereas it took me a few years to make up my mind and except where my heart and head wanted to be, other people, however, needed only a few minutes to decide their fate. One such story I don’t want to withhold from you.


