Ulrich J. Becker, Kiryat Ono, 20. Ijar 5770 (35. Omer)
Oi weh, oi weh! Das tat weh. Wer dieses Filmchen (ARD – “Israel zwischen Vision und Wirklichkeit“) gesehen hat und Israel ein wenig aus erster Hand kennt, wird sich vielleicht an so manchen Stellen an den Kopf fassen, ueber falsche Behauptungen, Fehleinschaetzungen, Verschwiegendes und heimtueckische Anspielungen.
Ich will mir nicht die ganze Nacht damit verderben auf jeden Quatsch in Richard Schneiders Film einzugehen, aber doch auf Einiges, was man so einfach nicht stehen lassen darf:
Wie ist der Film aufgebaut? Er erzaehlt uns ueber einige der Visionen des Judenstaates von Theodor Herzl, um sie dann mit der israelischen Wirklichkeit zu vergleichen und dann ueberlegend und kopfschuettelnd “verpatzt!” zu rufen. Vor allem drei Bereiche geht Herr Schneider dabei an:
Das Verhaeltnis zur Armee, die Gleichheit unter den Buergern und die Beziehung zur Religion. Alle diese Bereiche laesst er von seinem antiisraelischen Wiederholungsgast Awraham ‘Israelis-sind-Nazis’ Burg als eine Art zweiten Kommentator bequatschen.
Gehen wir es an:
Die Armee
Ja, ja, die militaristischen Israelis. Richard Schneider hat sie auf frischer Tat ertappt, denn sie nehmen am Unabhaengigkeitstag ihre Kleinen zu einer Militaerschau mit. “Nichts Ungewoehnliches” erklaert uns Schneider sei es fuer israelische Kinder “mit Waffen in Beruehrung” zu kommen. Und sowieso kommt er natuerlich nicht auf die Idee, dass sich die Israelis es sich nicht gerade ausgesucht hatten, eine starke Armee zu schaffen. Sie sind Schuld, dass sie eine Armee haben.
Herr Burg berichtet uns gar von einem “Militarismus der Gesellschaft” der jene angeblich beherrscht.
Okay, zugegeben, die Armee ist in Israel sehr wichtig. Und ja, das Militaer spielt gezwungendermassen im Leben der meisten Israelis eine grosse Rolle. Aber, vielleicht sollte mal jemand dem ‘Nahostexperten’ Schneider erklaeren, warum das so ist. Ich sage nur soviel, dass die ersten juedischen Siedler mit der Flugschar und nicht mit dem Schwert kamen, bis immer mehr von ihnen vom arabischen Schwert ermordet wurden und man irgendwann anfing sich aktiv zu schuetzen. Und im Grunde hat sich da nicht viel veraendert. Israelis haben kein Militaer des Militaers wegen, sondern weil ohne es, ihr Staat und vielleicht auch sie nicht mehr existieren wuerden.
Wenn es ein klein wenig mehr Ruhe an der Terrorfront gibt, ueberlegen die Israelis sofort, bei der Armee zu kuerzen, sogar ueber eine Abschaffung der Wehrpflicht wurde oeffentlich nachgedacht, bis die Hisb’Allah 2006 die Israelis daran erinnerte, dass das israelische Militaer eine Lebensnotwendigkeit und kein patriotischer Firlefanz ist.
Und ja, die Gesellschaft sei vom Militarismus beherrscht, Herr Burg? Ehud Olmert, der ein Militaerjournalist war und keine Kampfoffizierslaufbahn oder aehnliches hinter sich hatte, wurde Premierminister Israels und setzt den ehemaligen Gewerkschaftschef, der in Armeeangelegenheiten ein Greenhorn ist, als Verteidigungsminister ein. Das traurige Ergebnis, den Schock, die Toten dieses ‘Top-Teams’ im 2. Libanonkrieg kennen wir alle. Und die Kinder des ehemaligen Premieminister? Militaristische, nationalistische Rabauken? Mhh… Der eine wurde zum Linksradikalen und mischte in “Jesh Gvul” mit, die Tochter ist bei ‘Machsom Watch’ und der Dritte drueckte sich vor der Armee und studiert franzoesische Literatur an der Sorbonne.
So militaristisch ist die israelische Gesellschaft.
Aber wenn man schon ueber die Israelis und ihr Verhaeltnis zur Armee spricht, haette man doch vielleicht mal den interessanten und wichtigen Fakt erwaehnen koennen, dass ein Grossteil der Israelis nach der Geburt oder Beschneidungszeremonie eines Babys oeffentlich den Wusch aeussert, dass wenn er/sie gross ist, er/sie nicht mehr zur Armee muessen, da es dazu keine Notwendigkeit mehr geben wird. Genau die gleiche Position vertritt auch der Vater in dem Film, wenn er sagt, dass es natuerlich schoener waere, wenn die Kinder zu einer Ballettgruppe anstatt zu einer Armeeeinheit gehen wuerden. Dieses in Israel wirklich allgemeine Konzept unterschlaegt Herr Schneider dem Zuschauer lieber. Es koennte ja das schoene Bild der militaristischen Israelis zerstoeren.
Ueberhaupt ist es sehr geschickt von Schneider, den einzigen Tag im Jahr, wo die Israelis ausnahmsweise mal ihr Militaer raushaengen lassen, als eine Art Beispiel der normalen Realitaet darzustellen. Ich kann Kinder und Waffen auch nicht zusammen sehen, aber wenn man den Sohn einmal im Jahr mitnimmt einen Panzer zu zeigen, auf dem Papa mal im Krieg war, dann ist das etwas anderes, als wenn man Kindern routinemaessig in Uniformen kleidet, sie an Waffen ausbildet und mit wenigen Jahren vermummt in Militaerlager schickt, wie das u.a. in Gasa ueblich ist. Aber das waere zuviel der Relativierung. Hier braucht man scharfe Bilder und Worte, um das ‘militaeristische Israel’ vor dem Zuschauer aufzubauen.
Aus eigener Erfahrung kann ich auch sagen, dass wenn man mal Israelis in Kampfeinheiten ueber ihren Armeedienst ausfragt, sie oft ueberhaupt keinen Bock haben darueber zu reden. Das ist etwas was man macht, aber nicht etwas woran man sich aufzieht und rumprahlt. (Ausnahmen bestaetigen die Regel.) Ein Studienfreund z.B., der Scharfschuetze ist, war von meinen Fragen zu seinem Dienst genervt und fragte mich, ob ich Militarist sei oder einfach nicht genug in der Armee war, denn wer dort war, findet das halt nicht so sonderlich interessant. Er wollte mit mir lieber ueber Architektur quatschen. Das militaristiche Israel!
Ich fand es auch super, als Verwandte von mir aus Deutschland hier waren, die in der NVA gedient hatten und eine Vereidigungszeremonie der Luftabwehr an der Klagemauer mitverfolgten. Denn sie kritisierten, dass die Soldaten keine Ahnung vom Marschieren haben, von Synchronitaet, nicht der groesse nach geordnet sein und sowieso eher wie ein zusammengewuerfelter, nasser Haufen Uniformen aussahen, als eine stramme Brigade. Wie troestlich, dachte ich. Dann ist Israels Armee also doch nicht im militaerischen Ettikettenschnickschack vertieft, sondern konzentriert sich darauf ihre Mission zu erfuellen und gut zu kaempfen.
Soviel zum ‘militaristischen Israel’.
Gleiche Rechte
Aber wir gehen gleich zur naechsten Manipulation:
Hier wird uns naemlich verklickert, dass Herzl die Gleichberechtigung mit Arabern im Sinn hatte, aber die Juden von heute das auf Groebste verletzen.
Ja, Herzl hatte sowas im Plan, er auesserte in Altneuland sogar Verstaendnis fuer die Verschleierung arabischer Frauen und deren Unterordnung unter den muslmischen Mann. Herzl hatte die Araber im Plan, nur eben friedliche Araber. Die Realitaet sah aber anders aus und so wurde auch die Reaktion angepasst. Aber trozt aller historischer Feindlichkeit der Araber, vertrieb Israel die Araber nicht und diese leben heute zu 1,5 Millionen in Israel und haben die GLEICHEN Rechte wie Juden, auch wenn Herr Schneider uns was anderes erzaehlen will.
Er uebersetzt reihenweise unkommentiert blanke Luegen eines Beduinen, der israelischer Soldat war, dem Israel sogar vertraute eine Waffe zu fuehren und kaempfen zu lernen. Und er hat ein Herz fuer Kriminelle, denn wenn das Gesetz eines Landes, wie z.B. in Deutschland eine Genehmigung fuer einen Hausbau fordert und man sich nicht darum schert, sondern einfach illegal, woimmer man Lust hat, Huetten baut und das Land als sein Eigentum erklaert, handelt man kriminell und wird auch gesetzlich verfolgt, nachdem das Haus ordungsgemaess abgerissen wurde. Aber im Falle von Beduinen scheint es eher ein Verbrechen zu sein, gegen deren kriminelle Handlungen vorzugehen. Ja, Herr Schneider erwartet wohl auch noch, dass der Staat Israel diese Landdiebe und illegal Bauende mit Strom, Wasser und Strassen belohnen soll?
Frecherweise wird vom Beduinen sogar noch angeklagt, dass Israel den Beduinen Staedte gebaut hat, waehrend er doch aber wie ein Beduine in der Wueste leben will. Wenn er in der Wueste leben will, dann soll er bitte nicht ueber ungepflastere Strassen und fehlenden Strom- und Wasseranschluss jammern und vielleicht uns mal erklaeren, wie es kommt, dass Israel fuer Beduinen ganze Staedte baut? Aber diese seien, wie viele arabische Kommunen in Israel – so meint der Beduine – viel zu arm, weil Israel ihnen nicht genug Geld gibt. Sorry, aber Kommunen finanzieren sich nun mal zu einem Grossteil aus Steuern und wenn das Konzept von gemeinschaftliche Abgaben in arabischen und beduinischen Ortschaften nicht wirklich befolgt wird, kann man sich nicht wundern, wenn kein Geld in der Kasse ist und immer den Staat in die Pflicht nehmen.
Der Hoehepunkt dieses Teils aber, kommt in Richard Schneiders Behauptung:
“So muessen Beduinen im Jahre 2010 in Israel leben.“
Nein, Herr Schneider, MUESSEN sie nicht! Sie waehlen sich diesen Lebensstil im Gegensatz zu einer geordneten staedtischen Siedlung, die ihnen Israel anbietet. Und was hat das mit dem Jahr zu tun? Wenn Beduinen nicht anders wollen, kann es auch 3010 sein. No difference.
Aber nochwas Interessantes hier: Wenn Beduinen von ihrer Landverbundenheit reden ist das voll ok und verstaendlich und ein bisschen Lagerfeuerromantil und Al Dschasirahetze dazu und man mag sie immernoch. Wenn aber Juden sich landverbunden geben ist das bei Schneider gleich verdaechtig “romantisch”. Wer ist der Romantiker hier, der aus Kriminellen Landeigentuemer macht?
Religioesitaet
Und last but not least: Die religioese Bedrohung mal wieder.
Awraham Burg darf uns gleich mal erzaehlen, dass Israel “keine saekulare Gesellschaft mehr” sei und der “religioeser Zionismus das Sagen hat“.
Keine Ahnung wo Burg lebte, aber in Israel ist die ueberwaeltigende Mehrheit nunmal nicht praktizierend und saekular, je nach Umfrage so um die 60% Prozent, waehrend die anderen sich in alle moeglichen Gruppen teilen. Es ist einfach eine Luege sowas zu behaupten. Wenn er sagen wuerde, dass die Religioesen an Gewicht gewinnen, waere da vielleicht was dran, aber von einer religoesen Gesellschaft zu sprechen, ist einfach Quatsch, Humbug und Falschinformation. Und schoen waer’s, wenn der religioese Zionismus das Sagen haette, dann gebe es wohl keinen Baustopp in den Siedlungen heute, aber egal.
Und nach diesen frechen Falschbehauptungen, noch eine Verharmlosung als Nachtisch:
“Doch Attentate auf Siedler gibt es zumindest derzeit keine.”
Wenn Herr Schneider sich nicht informiert, erfaehrt er natuerlich nicht, dass alle paar Tage ‘Palaestinenser’ Autos von Juden in Judea und Samaria mit Steinen und Molotovcocktails bewerfen, und es immer mal wieder Messer- und Schussattacken gibt. Vielleicht sollte er ab und zu die taeglichen Zusammenfassungen bei Heplev oder Honestly Concerned lesen ,bevor er solche Unwahrheiten verbreitet.
Und noch ein Hoehepunkt im Burgschen abgeschlossenen Gedankenuniversum, aber auch bei Anspielungen von Schneider, demnach sich also Judentum und Demokratie gegenseitig ausschliesst. Finde ich sehr interessannt und frage mich, worauf sie sich beziehen. Haette Herr Kippatraeger Burg mal seinen Talmud etwas gelesen, wuerde er solchen Saetze nicht verzapfen:
Burg:
“Gott im Himmel ist die Autoritaet” (im Gegensatz zur Demokratie, natuerlich). Logisch!
Burg haette nur mal ein bisschen sein Judentum studieren muessen, um festzustellen, dass Mehrheitsentscheidungen im Judentum eine sehr wichtige Grundlage sind und in religioesen Fragen sogar UEBER goettliche Stimmen aus dem Himmel gewertet werden. Denn die Autoritaet ist zwar im Himmel und gab ein Gesetz, aber dieses Gesetz beinhaltet u.a. Mehrheitsentscheidungen und kann nicht mehr von goettlichen Stimmen aus dem Himmel beeinflusst werden. Siehe z.B. diese talmudische Perle:
Babylonischer Talmud (Goldschmidt Uebersetzung), Baba Mezia, Seite 59b.:
“Es wird gelehrt: An jenem Tage machte R. Eliezer alle Einwendungen der Welt, man nahm sie aber von ihm nicht an. Hierauf sprach er: Wenn die Halakha wie ich ist, so mag dies dieser Johannisbrotbaum beweisen! Da rückte der Johannisbrotbaum hundert Ellen von seinem Orte fort; manche sagen: vierhundert Ellen. Sie aber erwiderten: Man bringt keinen Beweis von einem Johannisbrot baume. Hierauf sprach er: Wenn die Halakha wie ich ist, so mag dies dieser Wasserarm beweisen! Da trat der Wasserarm zurück. Sie aber erwiderten: Man bringt keinen Beweis von einem Wasserarme. Hierauf sprach er: Wenn die Halakha wie ich ist, so mögen dies die Wände des Lehrhauses beweisen! Da neigten sich die Wände des Lehrhauses [und drohten] einzustürzen. Da schrie R. Jehoschua sie an und sprach zu ihnen: Wenn die Gelehrten einander in der Halakha bekämpfen, was geht dies euch an! Sie stürzten hierauf nicht ein, wegen der Ehre R. Jehoschuas, und richteten sich auch nicht gerade auf, wegen der Ehre R. Eliezers; sie stehen jetzt noch geneigt. Hierauf sprach er: Wenn die Halakha wie ich ist, so mögen sie dies aus dem Himmel beweisen! Da erscholl eine Hallstimme und sprach: Was habt ihr gegen R. Eliezer; die Halakha ist stets wie er. Da stand R. Jehoschua (auf seine Füße) auf und sprach: Sie ist nicht im Himmel. – Was heißt: sie ist nicht im Himmel? R. Jirmeja erwiderte: Die Tora ist bereits vom Berge Sinaj her verliehen worden. Wir achten nicht auf die Hallstimme, denn bereits hast du am Berge Sinaj in die Tora geschrieben: nach der Mehrheit zu entscheiden.“
Und wo ist Herzls dritter Tempel?
Und noch etwas zum Schluss zu diesem albernen und einseitigen Film: Wenn man schon Visionen von Herzls Judenstaat mit der israelischen Wirklichkeit vergleichen moechte, haette man auch so exotische Details erwaehnen koennen, wie z.B. dass Herzl sich australische Eucalyptusbaeume fuer seinen Judenstaat ausmalte – und in der Tat ist das ganze Land heute voll davon und ein Australier kann schon mal durcheinander kommen.
Aber vor allem: Warum erwaehnt Herr Schneider z.B. nicht auch die spannende Frage des dritten Tempels? Denn Herzl beschreibt diesen in Altneuland voller Enthusiasmus, waehrend in 62 Jahren Israel dieser noch nicht errichtet wurde. Das waere doch mal eine interessante, kontroverse Frage, oder?
Aber hier wuerde Israel dann vielleicht zu liberal und saekular Rueberkommen, wenn es eine religioes bedingte Vision Herzls nicht erfuellte. Und das ist wahrscheinlich zuviel verlangt. Da muesste man ja am Ende noch nachdenken. Man will doch aber nur das deutsche Publikum mit bekannten Klischees vom militaristischen, ungleichen und religioes verbraemten Israel fuettern. Traurig fuer welche einseitigen antiisraelischen Filme man in Deutschland sein Geld verschwendet.



Man verwendet dafür Steuergelder und Gebühren!
Sinn und Zweck – nun ja, ein Versuch des Reinwaschens von deutscher Schuld durch den Versuch der Relativierung.
Danke für diesen Beitrag. Mir kam gestern auch fast das Kotzen.
Da hat Herr C. Schneider mal wieder voll ins Klo gegriffen.
1.) Aus berufenem Munde weiss ich, daß niemand den Krieg mehr hasst als der Soldat. Man sollte Herrn Schneider nach Afganistan versetzen, ein deutscher Offizier wörtlich: Seit wir hier sind, wissen wir erst, was die israelischen Soldaten leisten müssen, doch wir können zurück nach Deutschland, Israel aber hat den Terror vor seiner eigenen Haustür, Herr Schneider scheint auch einer zu sein, der Soldaten als Mörder betrachtet, nicht wissend, wenn es sie nicht gäbe, könnte er nicht so großkotzig aus Israel berichten, denn dort schützen sie auch SEIN Leben, widerlich, wie er sich als Moralwächter aufspielt, arrogant und widerlich.
2.) Beduinen, warum schreibt er nicht über die illegale Landnahme der Araber in Israel?
http://www.mmi.gov.il/static/HanhalaPirsumim/Beduin_information.pdf
3.) Religiösität, hier in Deutschland sind sogar die Kirchen gerade dabei, eine Religion zu fördern, die Deutschland noch manche Überraschungen bringen wird. Abwarten.
und ein Nachtrag, wenn er Schneider das als Problem erachtet, wenn die Kinder mit der Wirklichkeit konfrontiert werden, warum geht er dann nicht zu den Palarabern und zeigt dem deutschen Publikum, wie man von früher Kindheit an zu Hass und Gewalt erzogen wird, daß es dort Kindersoldaten gibt, daß es jugendliche Selbstmordattentäter gibt, die den Autrag haben Juden zu töten? warum hat er dort keine Probleme?
Ich nenne diese Art von Berichterstattung heuchlerisch.
Bedenklich aber auch wieder eine “künstlerische” Aktion in Berlin……
Die Künstler verteidigen ihre Aktion. „Die Idee, die von diesen Plakaten ausgeht, gerade im deutschen Kontext, soll eine Diskussion über die aggressive und negative Haltung Israels im Nahen Osten anregen“, sagte Jan Egesborg. „Wir haben nie das Existenzrecht Israels geleugnet“, aber es „war ein historischer Fehler, Israel zu gründen.“ Egesborg bezeichnet sein Plakat als „harte Satire“. „Als Jude fand ich es immer schon problematisch, dass Israel auf gestohlenem Land erbaut wurde“, argumentiert Egesborg in einem Interview: „Wie der israelische Staat heute die Palästinenser behandelt, ist schrecklich. Es gibt keine andere Antwort, als dass die Juden aus Israel eine neue Heimat finden, etwa in den USA, Deutschland oder Dänemark.“
http://www.tagesspiegel.de/berlin/israel-kuenstlerisch-von-der-landkarte-getilgt/1813570.html
Na, passt doch alles wieder…….
Hab ich schon mal verlinkt.
„Wir haben nie das Existenzrecht Israels geleugnet“, aber es „war ein historischer Fehler, Israel zu gründen.“
Na was denn nun? Der widerspricht sich in nur einem Satz.
“Es gibt keine andere Antwort, als dass die Juden aus Israel eine neue Heimat finden, etwa in den USA, Deutschland oder Dänemark.“
Damit will er Israel auflösen und bestreitet natürlich dessen Existenzrecht. Und wenn er meint, gerade im heutigen antisemischen Europa sollten Israelis leben, will er zurück in die Geschichte und wartet wohl auf eine neue “Endlösung.” Nur dann fragen Mörder nicht danach wie er zu Israel stand. Was ist das für eine Dumpfbacke.
Michal says:
May 4, 2010 at 15:17
Hab ich schon mal verlinkt.
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Ich weiss, aber nun ist es auch in den meisten Medien.
Natürlich spricht er Israel das Existenzrecht ab, für wie blöde hält er eigentlich die Leute, man sollte diese Aktion ächten….
Richtig, genau das heutige islamverseuchte Europa, Dänemark und Deutschland sind die richtigen Adressanten, gut, daß es nach seinem Willen eben NICHT geht.
http://www.taz.de/uploads/hp_taz_img/xl/schiesst_f.jpg
ob dem Jan Egesborg nicht dasselbe wie Litwinenko widerfährt, Genosse Putin ist weniger humorvoll als die Israelis
Als Jude fand ich es immer schon problematisch
unser Kater ist mehr jüdisch als dieser Bursche
Die Medien des vernichtungsantisemitischen iranischen Islamistenregimes haben jedenfalls gleich mitbekommen, dass diese beiden Propagandisten der “Endlösung”, also der Auslöschung Israels, jüdischer Herkunft sind:
Meldung der iranischen Agentur presstv:
http://www.presstv.ir/detail.aspx?id=125044§ionid=3510212
Auch die deutsche und internationale Naziszene jubiliert bereits.
Also, manchmal denke ich wirklich, weg mit den agitatorischen Hassköppen……auch wenn es eine Hydra ist.
Also, manchmal denke ich wirklich, weg mit den agitatorischen Hassköppen……auch wenn es eine Hydra ist.
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man kann das auch “umdrehen” und für unsere Zwecke nutzen, gratis pro-israelische Reklame
Ulrich,
dann würde mich aber schon mal interessieren, warum an eurem Unabhängigkeitstag dann das Fest mit Panzern geschmückt wird?
Die Beduinen könnte man aber auch wirklich anders behandeln, z.B. über das Zugeständnis einer gewissen Autonomie. Aber ansonsten fand ich diesen Teil auch sehr schwierig, eben aus von dir oben genannten Gründen.
Wenigstens mit Wasser und Strom könnte man sie aber schon versorgen. Immerhin bekommen das die ebenfalls illegalen Siedlungen in der Westbank auch.
http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/137373
Verräter im Innern
Die Beduinen könnte man aber auch wirklich anders behandeln, z.B. über das Zugeständnis einer gewissen Autonomie. Aber ansonsten fand ich diesen Teil auch sehr schwierig, eben aus von dir oben genannten Gründen.
Wenigstens mit Wasser und Strom könnte man sie aber schon versorgen
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Rahat und alle Beduinenorte an den Straßen 25 und 31 sind an das öffentliche Versorgungsnetz angeschlossen.
2 Probleme, die Leute zahlen keine Gebühren und die siedeln weiter außerhalb. Es mag Dir auf der Karte klein vorkommen, aber da sind hunderte km².
Fahr mal hin
Klingt einleuchtend, aber in Schneiders Beispiel konnte man das Elektrizitätswerk vom Dorf aus sehen…
Außerdem, wen stört es eigentlich, ob sie dort in der Wüste ne Kirche bauen? Ich weiß, Gesetz ist Gesetz, aber warum wird das Gesetz nicht geändert? Da muss doch ein politisches Interesse dahinterstecken, den Menschen das Leben zu verwehren, das sie gerne leben würden. Verstehst du, man könnte den Tibetern auch vorwerfen, das sie gegen Gesetze verstoßen und deshlab so hat bestraft werden, aber wenn sie sich an alle Gesetze halten würden, müssten sie Chinesen werden und das wollen sie nicht.
FAHR HIN !
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ich meine es so, wer nicht vor Ort war hat kann sich keine Meinung bilden.
der Kern, einer der Kerne ist, daß die die 3. Welt und die 1. Welt 5km voneinander entfernt hast.
Wie die 31 Richtung Totes Meer, eine fahrt durch Arabien
Tobias says:
May 4, 2010 at 22:44
Klingt einleuchtend, aber in Schneiders Beispiel konnte man das Elektrizitätswerk vom Dorf aus sehen…
Außerdem, wen stört es eigentlich, ob sie dort in der Wüste ne Kirche bauen? Ich weiß, Gesetz ist Gesetz, aber warum wird das Gesetz nicht geändert? Da muss doch ein politisches Interesse dahinterstecken, den Menschen das Leben zu verwehren, das sie gerne leben würden. Verstehst du, man könnte den Tibetern auch vorwerfen, das sie gegen Gesetze verstoßen und deshlab so hat bestraft werden, aber wenn sie sich an alle Gesetze halten würden, müssten sie Chinesen werden und das wollen sie nicht.
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Weißt du Tobias, Israel ist sehr klein, nicht größer als Hessen, das meiste davon Wüste und JEDER Staat sorgt sich – sei es architektonisch, sei es urban, zuerst einmal um PLÄNE. Wildes Bauen ist dort nicht erlaubt, genauso wenig, wie es hier in Deutschland erlaubt ist, hier darf man sogar noch nicht einmal überall den Rasen betreten oder bei Rot über die Ampel, oder einfach den Müll wegwerfen. Warum verlangst du von Israel, daß das anders sein soll?
Was hältst du davon: in Hessen campieren jetzt eine Gruppe Sinti und Roma, wollen eine Wagenburg, wollen ohne zu zahlen, Wasser und Strom, der Abfall wird einfach entsorgt. Würdest DU verlangen, daß Hessen seine Gesetze ändern müsste, damit sie so leben können, WIE sie wollen?
Ich denke nicht…..sie müssen sich schon an die israelischen Gesetze halten – lies mal den Link, den ich eingestellt habe, es ist mittlerweile so schlimm, daß es regelrechter Landklau ist, da werden einfach Zäune eingerissen, Vieh vertrieben und vieles mehr. Mittlerweile formieren sich Selbsthilfegruppen, weil das Militär nicht einschreitet oder nicht darf.
The Bedouin population of the Negev is 155,000, of which 60% lives in seven permanent townships, and the remainder in illegal homes spread over hundreds of thousands of dunams (these scattered Bedouin localities are referred to as
the Bedouin “dispersal”).
The rate of growth of the Negev Bedouin is the highest in the world – the Bedouin population doubles its size every 15 years. By 2020, the Bedouin population of the Negev will be 300,000.
http://www.mmi.gov.il/static/HanhalaPirsumim/Beduin_information.pdf
Wie willst du einer dermassen schnell wachsende Popolation ohne Regeln aufwachsen und sich verbreiten lassen?
jerry says:
May 4, 2010 at 17:55
man kann das auch “umdrehen” und für unsere Zwecke nutzen, gratis pro-israelische Reklame.
In diesem Falle schon……obwohl den Eingefleischten Ar…. eh nicht zu helfen ist…
@Zahal:
Naja, dein Link ist ein typisches Regierungsblatt.
Aber ich finde das nicht gut, was da getan wird. Es werden Städte für eine Nomadenvolk gebaut und versucht, diese mit Versprechungen in die Städte zu locken. Ich finde es sollte eine Lösung gesucht werden, bei der die Nomaden ihre Kultur möglicht erhalten können. Wie du selber sagst, das ist Wüste. Ist das nicht der ideale Ort für sie, um dort zu leben?
Wenn Sinti oder Roma in Hessen eine Wagenburg haben wollen, würde ich versuchen, deren Vorhaben irgendwie rechtlich zu integrieren. Allerdings müssten sie sich schon auch an Gesetze halten, z.B. Schulpflicht.
Das ist mir zum Beispiel auch aufgefallen in dem Film: irgendeine Art von Zusammenarbeit muss es ja doch geben, denn die Kinder gingen ja in die Schule und deren Reisebus – aber hallo. Um einges kompfortabler als der, mit dem ich zu meiner Zeit gefahren bin. Dafür müssten sie aber auch Steuern zahlen, klar.
Man muss eben integrieren und nicht assimilieren. Sowas muss aber in intensiven Gesprächen passieren und nicht einfach nach dem Schema: “Wir bauen euch Häuser, ihr bekommt Geschenke wenn ihr da einzieht und dann lebt ihr wie wir wollen.”
Mir kommt ihr, also die pro-iraelischen User dieses Blogs, immer noch einfach so vor, als wärt ihr Leute, die einfach keine Kritik ertragen können. Kleines Beispiel: Dieser Burg kritisiert Israel und oeben im Artikel wird im sarkastisch unterstellt, er würde alle Israelis Nazis nennen.
Aber vieleicht täusche ich mich ja auch und Israel ist einfach verdammt perfekt und die ganze Kritik ist eigentlich nur typischer Antisemitismus.
Dafür müssten sie aber auch Steuern zahlen, klar.
Man muss eben integrieren und nicht assimilieren. Sowas muss aber in intensiven Gesprächen passieren und nicht einfach nach dem Schema: “Wir bauen euch Häuser, ihr bekommt Geschenke wenn ihr da einzieht und dann lebt ihr wie wir wollen.”
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die bekommen Million für Infrrastrukturprojekte, es wird aber immer weiter “schwarzgebaut” auf Land was NICHT denen gehört!, es werden KEINE Steuern gezahlt, das Ganze ist sehr schwierig.
Fahr mal nach Israel
“Joschua Cohen says:
May 4, 2010 at 10:26
Man verwendet dafür Steuergelder und Gebühren!
Sinn und Zweck – nun ja, ein Versuch des Reinwaschens von deutscher Schuld durch den Versuch der Relativierung.”
Sie unterstellen ernsthaft der ARD, dass sie sich durch die Finanzierung dieser Reportage von “deutscher Schuld reinwaschen will”?
Wie wirr ist das denn?
Außerdem würde mich mal ihre Definition von “deutscher Schuld” interessieren.
Ich denke, sie beziehen sich auf die Verbrechen, die vor einem Dreivierteljahrhundert von einem Teil der damals lebenden Deutschen begangen worden sind.
Diese Schuld sollten Sie aber grundsätzlich näher spezifizieren und qualifizieren. Ansonsten könnte man den Eindruck gewinnen, dass auch die heute lebenden Deutschen, die in ihrer überwältigenden Mehrheit damals entweder gar nicht gelebt haben oder Kinder waren, in irgendeiner Form “schuldig” wären.
Insofern ist der Begriff “deutsche Schuld” in der Form nicht definiert und damit unsinnig.
Die Verwendung könnte böse Absicht sein, aber das möchte ich Ihnen nicht unterstellen.
Beste Grüße
Tom Bombadil
Außerdem würde mich mal ihre Definition von “deutscher Schuld” interessieren.
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z.B.in den 50er und 60er Jahren systematische Nazis in den Regierung-und Verwaltungsapparat integriert zu haben (Globke, Oberländer) sowie die gerichtliche Verfolgung von Mördern und deren Helfer systematsch hintertrieben zu haben.
Diese traurigen Vorkommisse sind leider ein Schandfleck auf der deutschen Nachkriegsgeschichte.
jerry says:
May 5, 2010 at 01:01
Außerdem würde mich mal ihre Definition von “deutscher Schuld” interessieren.
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z.B.in den 50er und 60er Jahren systematische Nazis in den Regierung-und Verwaltungsapparat integriert zu haben (Globke, Oberländer) sowie die gerichtliche Verfolgung von Mördern und deren Helfer systematsch hintertrieben zu haben.
Diese traurigen Vorkommisse sind leider ein Schandfleck auf der deutschen Nachkriegsgeschichte.
Auch hier wäre dann von einer Schuld einzelner zu reden, mitnichten aber von “deutscher Schuld”.
Tom Bombadil
@Tobias
“Naja, dein Link ist ein typisches Regierungsblatt.”
Lügen regierungen generell oder nur die israelische…?
Aber zur Sache, das Thema “Beduinen in Israel” ist alles andere als einfach – wenn du dich dafür interessierst, Ruth hat da in einer vierteiligen Serie einiges zusammengetragen, eignet sich gut als Einstieg:
http://beer7.wordpress.com/2008/03/31/beduinen-in-israel/
Auch hier wäre dann von einer Schuld einzelner zu reden, mitnichten aber von “deutscher Schuld”.
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Schuld der BRD generell, da die Strafvereitelung der Verbrechen und Förderung der Verbrecher amtlich sanktioniert wurden.Man muß sich mal vor Augen halten, daß der Eichmann http://en.wikipedia.org/wiki/Adolf_Eichmann
von den BRD Behörden jahrelang gedeckt und geschützt wurde.
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Selbstverständlich keine Schuld von Dir oder anderen Individuen
Den Beduinen bei Schneider geht es nicht darum als Nomaden zu leben, sie wollen sich fest ansiedeln, ignorieren jedoch die israelischen Behörden.
Man kann nicht auf der einen Seite Gesetze ignorieren und wild bauen und auf der anderen Seite verlangen, dass der israelische Staat dies auch noch unterstützt. Dies hat Schneider in seinem Beitrag nicht herausgearbeitet und Leute wie Tobias sind offensichtlich nicht in der Lage den Gedanken zu Ende zu führen.
Übrigens werden gerade in Deutschland Roma in den Kosovo abgeschoben, wo sie ganz sicher von der muslimischen Mehrheit unterdrückt werden. Die meisten anderen Kosovaren werden nicht abgeschoben, da sie auf Grund der besseren Bildung (bspw. abgeschlossene Schule) im Vorteil sind. So geht Deutschland mit den wirklich bedauernswerten Minderheiten um!
Dagegen wird in Israel den Minderheiten zugestanden ihre eigene Sprache und Kultur zu erhalten. So wird in arabischen Schulen nach anderen Plänen und in der arabischen Sprache unterrichtet, als in den jüdischen Bildungseinrichtungen. Wen will Israel also assimilieren?
Hier ein interessanter Beitrag zu dem Deutschland nach 1945:
http://www.emma.de/hefte/ausgaben-1995/novemberdezember-1995/juedin-in-deutschland-danach-1995-6/
Empfehlen kann ich auch das Buch “Hitlers Willige Vollstrecker” von Daniel Goldhagen.
“Sie unterstellen ernsthaft der ARD, dass sie sich durch die Finanzierung dieser Reportage von “deutscher Schuld reinwaschen will”?”
Ich sage lediglich das dererlei (einseitige und selektive) Machwerke von Steuerzahlern und Gebühren finanziert werden und der gezielten Meinungsbildung dienen.
“Außerdem würde mich mal ihre Definition von “deutscher Schuld” interessieren.
Ich denke, sie beziehen sich auf die Verbrechen, die vor einem Dreivierteljahrhundert von einem Teil der damals lebenden Deutschen begangen worden sind.”
Also 1. begeht man am 8. Mai erst den 65. Jahrestag der Befreiung vom Hitlerfaschismus.
2. Wurden die damaligen Verbrechen von einem nicht unwesentlichen Teil begangen,
3. von einem bedeutenden Teil, der auch später im Werden und Gedeihen der Bundesrepublik eine nicht unerhebliche Rolle spielte und diese Gesellschaft entscheidend mitprägte
4. ließ die Mehrheit der Deutschen aktiv oder passiv dies geschehen und hielt mit seiner Arbeitskraft und seinem Kriegseinsatz die Nazi-Kries und Vernichtungsmaschinerie erst am laufen.
5. wurden unter einer mehr als lächerlichen “Entnazifizierung” und gezielten wegsehen oder verschleppen von Ermittlungen, teilweise von ehemaligen Parteigenossen, oft über Jahrzehnte
Täter geschützt und diese konnten 2. Karrieren oder aber zumindest ein ruhiges Leben führen.
“Diese Schuld sollten Sie aber grundsätzlich näher spezifizieren und qualifizieren. Ansonsten könnte man den Eindruck gewinnen, dass auch die heute lebenden Deutschen, die in ihrer überwältigenden Mehrheit damals entweder gar nicht gelebt haben oder Kinder waren, in irgendeiner Form “schuldig” wären.”
Schutz vor Aufklärung, Schutz von Tätern, Relativierungsversuche von Untaten, Schönreden von Vorkommnissen und grundlegende, weiterexistente gesellschaftlichen Strukturen und Mentalitäten sind enabeling oder aber schuldig machen!
Kommen wir aber zu “moderneren” Symptomen und sich kaum von der Hand weisen lassenden Realitäten.
Das wäre das Aufstellen der Bundeswehr und die Wiederbewaffnung – strukturell, personell und auch ideologisch gegen die “Roten” mit ehemaligen Wehrmachtskadern. Die immer noch intern benutzte Bezeichnung “Landser” für deutsche Soldaten, Kasernennamen von preussische, deutschen Offizieren und Verherrlichung des Militarismus. Die Beibehaltung/Umprägung des Feindbildes des “Russen” bzw. “Bolschewisten” in der Bundeswehr und NATO über die komplette Zeit des kalten Krieges, Umfangreiche Waffen- und Rüstungsgüterlieferungen, wie auch Know-How Transfer z.B. von moderner Raketentechnologie an Ägyptens Nasser, Chemiewaffenfabriken an Saddam und natürlich all die Waffen in Afrika, Asien und Ozeanien.
Heckler&Koch, Krauss-Maffay-Wegmann, Diehl, MBB – um nur einige Vertreter der enormen deutschen Rüstungsindustrie – lange der 3. größten der Welt – zu nennen.
Auch der Einsatz Deutscher Soldaten abseits deutschen Hoheitsgebietes, oder auch nur direkt daran angrenzend, im Kosovo, Afghanistan oder Somalia spricht Bände.
Die Unterstützung dieser Dinge durch vom deutschen Volke gewählte Volksvertreter, die Arbeitskraft deutscher Arbeiter und Intellektueller und all die damit verbundenen politischen, sozialen und ökonomischen Zusammenhänge, lassen auch das wiedervereinte Deutschland in keinem guten Licht dastehen.
Danke, aber am deutschen Wesen soll die Welt nie mehr genesen!
http://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Boere
http://en.wikipedia.org/wiki/Martin_Sandberger
2 von Millionen Spießgesellen, die nach 1945 geschützt und unbehelligt blieben
http://en.wikipedia.org/wiki/Martin_Sandberger
http://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Boere
@Joshua: Wieso schreibst du, dass Deutschland lange Zeit die drittgrößte Rüstungsindustrie war? Das ist sie heute doch noch immer:
1. USA
2. Russland
3. Deutschland
Weißt du außerdem nicht, dass es eine Deutsche Kollektivunschuld gibt?
Ne, ne…
Roman, Du hast natürlich Recht! Nach dem Deutschland sich neulich mit Platz 4 begnügen mußte und kurz hinter China zurückgefallen war, ist es – dank Panzerlieferungen und Schiffsaufträgen, u.a. aus Griechenland (die man nun faktisch selber bezahlen darf) – nun wieder auf Platz 3. Mit Sicherheit zumindest nach offiziellen Zahlen.
“Deutsche KollektivUNschuld” – schickes UN-Wort. Naja, wer nicht fähig ist aus der (gar eigenen) Geschichte zu lernen, ist verdammt sie zu wiederholen!
Wahrscheinlich waren 2 Weltkrieg und 2 von Deutschland begonnene Selbstzerfleischungen Europas einfach noch nicht genug…
” Denn sie kritisierten, dass die Soldaten keine Ahnung vom Marschieren haben, von Synchronitaet, nicht der groesse nach geordnet sein und sowieso eher wie ein zusammengewuerfelter, nasser Haufen Uniformen aussahen, als eine stramme Brigade.”
Hihi, da muss die Bundeswehr aber auch schlimm sein. Ich erinnere mich, dass ich im Sommer 1979 in Norwegen eine deutsche Zeitung in die Finger bekam, in der über die Verabschiedung des NATO-Oberkommandierenden berichtet wurde, bei der die Bundeswehr sich blamierte. Soldaten einer Raketen-Einheit aus meiner Heimatstadt hatten den Gleichschritt nicht richtig drauf, die Helme saßen schief, das Koppel war nicht richtig zu und die Ausrichtung der Einheit war auch alles andere als gerade.
Mit “richtigem” Militär kann mancher nicht mithalten. Weder Israel noch die Bundeswehr. Wenn diese Vergleiche schon gezogen werden können, dann müssten wir uns ja über das deutsche Militär keine Gedanken machen…
Roman says:
May 5, 2010 at 14:06
Weißt du außerdem nicht, dass es eine Deutsche Kollektivunschuld gibt?
Ja, die reden sich die Deutschen seit Jahrzehnten ein, gerade ganz rechtsaussen wird massivst damit argumentiert, um Schuld abzuweisen, psychologisch läßt sich das gut erklären, gut für die Menschen ist es nicht, denn sie fallen auf die gleichen Verhaltensmuster zurück. Ich vermisse bis heute eine RICHTIGE Aufarbeitung, denn Verdrängung hat noch NIE etwas gebracht, ausserdem schaden sich die Deutschen selbst damit und erkennen die heutigen Gefahren nicht, bzw. wollen sie nicht erkennen.
Wer sagte nochmal: Die Deutschen können den Juden Auschwitz nicht verzeihen? Und wenn ich manche Argumentationen verfolge ist es tatsächlich an dem, denn sie machen heute die Täter zu Opfern und die Opfer zu Tätern. Was ich damit meine, und ich mag niemanden persönlich angreifen, ist folgende, aus der Psychologie gut bekannte Tatsache:
Zu den Mechanismen der Schuldabwehr zählen die Verleugnung, die Flucht in den Zynismus, die Abspaltung und Verdrängung, die Projektion (und das Schaffen von Sündenböcken – hierzu hat Raimund Schwager 1978 im Rückgriff auf Rene Girard einen bemerkenswerten
Text unter dem Titel: „Brauchen wir einen Sündenbock“ verfasst), Rechtfertigungsdrang und Aufrechnungen von Schuld (Schwan 1997,
105; Moses 1983, 10), hinzu kommen Mechanismen wie Verkehrung ins Gegenteil (Das Opfer wird zum Aggressor umstilisiert: ‘Angriff ist die beste Verteidigung’), die Verkehrung von Schuldgefühlen in Aggression (Moses 1983, 10) und alle
möglichen Ausreden und Rationalisierungen (Auchter 1996, 110 Geschichtsrelativierung). Die Anerkennung der eigenen Schuld ist eher die Ausnahme, denn die Regel, jedenfalls keineswegs selbstverständlich. Zu seinen Fehlern und Vergehen verantwortungsvoll zu stehen ist also eine außergewöhnliche reife menschliche Leistung. Denn es bedeutet gefühlsmäßig erst einmal Trennung, Absonderung (Sünde), Ablehnung von anderen. Das steht aber dem grundlegenden Bedürfnis des Menschen, in Liebe mit anderen verbunden zu sein und von ihnen narzisstisch bestätigt, anerkannt zu sein, entgegen.
Die Bewältigung von Gegenwart und Zukunft setzen das Erinnern an Vergangenheit voraus und genau das wollen die meisten nicht, sie wollen nicht mehr erinnert werden, sonst würden Artikel wie von Frau Hefet: “Pilgerfahrt nach Auschwitz” oder Finkelsteins “Holocaustindustrie” sowie “neue Historiker” wie Avrahan Burg, Mearsheimer, Langer und Slomo Sand gerade hier in Deutschland ihr größtes Publikum finden. Das sind Tatsachen und auch das ist ein Grund mit, heute Israel und die Juden “kritisch bis feindselig” zu beobachten, und wenn auch nur ansatzweise etwas gefunden wird, es als eigene Schuldentlastung auf den Tisch zu bringen.
Joshua Cohen sagt es oben zu Recht:
Es sind eben noch nicht einmal zwei Generationen vergangen, in Israel leben noch mehr als 250 000 Überlebende, nicht zu sprechen von den Kindern, die in ihrer Jugend nicht verstanden haben, warum die Eltern so “komisch” waren, warum sie zum Beispiel Zucker horteten, des Nachts schrieen, nicht ohne Licht einschlafen konnten, die Türen immer offen stehen mussten und viele Dinge mehr. Und hier reden die Meisten, als wenn das schon Jahrhundertelang zurückläge, regen sich über den Zentralrat als Schuldprojektierer auf, über die Mahnmale, die kein Jude haben will und wollte. Am Schlimmsten aber verweisen sie meist daruf hin, daß man ja Israel nicht kritisieren dürfte, dabei geschieht seit fast vierzig Jahren nichts anderes, selbst jetzt auf einmal wagt sich der Ex-Bundeskanzler Schmidt zu Äusserungen, die er vor vierzig Jahren nicht einmal im Traum hätte gemacht.
All das kann man unter Verdrängung und Schuldabwehr verbuchen, leider wahr…….
Oder wie es der amerikanische Philosoph George Santayana negativ formulierte:
“Wer seine Geschichte verleugnet, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen”. Diesmal aber unter anderen Vorzeichen.
Tobias says:
May 4, 2010 at 23:42
@Zahal:
Naja, dein Link ist ein typisches Regierungsblatt.
Ja was denn nu, wenn nicht die Regierung, wem soll man sonst glauben? Siehst du, das finde ich auch immer lustig, alle Quellangaben werden angezweifelt wenn sie aus offiziellen Qullen in Israel kommen, nur die “jüdischen Quellen” die zum eigenen Weltbild viel “Antizionisten” (nicht du jetzt) passen, sind dann auf einmal relevant und gelten als Beweis und Beleg….
Aber ich finde das nicht gut, was da getan wird. Es werden Städte für eine Nomadenvolk gebaut und versucht, diese mit Versprechungen in die Städte zu locken. Ich finde es sollte eine Lösung gesucht werden, bei der die Nomaden ihre Kultur möglicht erhalten können. Wie du selber sagst, das ist Wüste. Ist das nicht der ideale Ort für sie, um dort zu leben?
Natürlich ist es der ideale Ort, zu Ihrer Kultur gehört aber das Wandern und Nichtsesshafte, weil sie es gewohnt sind, nur müssen auch sie sich an Regeln halten, sie sollten dankbar sein, daß Ihnen der israelische Staat hilft, ansonsten haben sie ja die Möglichkeit in den Sinai zu wandern, mal sehen, wie die Ägypter reagieren würden. In Zeiten einer allgemeinen Bevölkerungsexplosion muss es Platz für alle geben und nicht nur für Minderheiten.
Wenn Sinti oder Roma in Hessen eine Wagenburg haben wollen, würde ich versuchen, deren Vorhaben irgendwie rechtlich zu integrieren.
Und was nennst du integrieren? Kein Strom, Wasser, Abwasser, Müllgebühren bezahlen? Keine Steuern bezahlen, keine Versicherungen? Intergrieren heisst, sich den Regeln des Landes fügen. Nein, oben schrieb Roman schon, im Moment werden glaube ich so ca. 10.000 hier abgeschoben…..und zwar in keinem für sie guten Land….
Das ist mir zum Beispiel auch aufgefallen in dem Film: irgendeine Art von Zusammenarbeit muss es ja doch geben, denn die Kinder gingen ja in die Schule und deren Reisebus – aber hallo. Um einges kompfortabler als der, mit dem ich zu meiner Zeit gefahren bin. Dafür müssten sie aber auch Steuern zahlen, klar.
Ja, so grausam ist die israelische Verwaltung nicht wahr? Den meisten fallen diese kleinen Details noch nicht einmal auf.
Man muss eben integrieren und nicht assimilieren.
Ohhhh, jetzt hast du dir aber selbst ins Knie geschossen, Integration geht NUR mit einer gewissen Assimilation, ansonsten gibt es Paralellgesellschaften und die habt ihr hier schon genügend, wie sagte Erdogan? Assimilation ist ein Verbrechen an der Menschheit – wow.
Mir kommt ihr, also die pro-iraelischen User dieses Blogs, immer noch einfach so vor, als wärt ihr Leute, die einfach keine Kritik ertragen können.
Mir dagegen kommen die antiisraelischen User vieler Blogs vor, als wenn sie nichts anderes zu tun hätten, als “Kritik” zu üben.
Kleines Beispiel: Dieser Burg kritisiert Israel und oeben im Artikel wird im sarkastisch unterstellt, er würde alle Israelis Nazis nennen.
Kennst du seine Werke? Hast sie gelesen? Er kritisiert nicht nur, er hat rote Linien ganz klar überschritten und er leistet den Antisemiten Auftrieb. Mir scheint er ein total verworrener Mann zu sein, der seine Anschauungen – je nach Bedarf und Opportunität – fast so häufig wechselt, wie andere Männer ihr Hemd. In Deutschland und Österreich hört man aber gerne seine Botschaft, denn die ist Wasser auf die Mühlen des sekundären Judenhasses.
Aber vieleicht täusche ich mich ja auch und Israel ist einfach verdammt perfekt und die ganze Kritik ist eigentlich nur typischer Antisemitismus.
Den Sarkasmus konntest du unterlassen, nobody is perfect, aber wenn man tagtäglich angegriffen wird, und zwar meist ungerechtfertigt, dann bekommt mit der Zeit einen Verteidigungsaffekt. Kritik ist Kritik, aber ab und zu ein Lob würde auch nicht schaden, wenn aber alles nur negativ aufgefasst wird, ist es eben ein Vorurteil und keine Kritik mehr….
Joschua Cohen says:
May 5, 2010 at 12:31
Also 1. begeht man am 8. Mai erst den 65. Jahrestag der Befreiung vom Hitlerfaschismus.
2. Wurden die damaligen Verbrechen von einem nicht unwesentlichen Teil begangen,
3. von einem bedeutenden Teil, der auch später im Werden und Gedeihen der Bundesrepublik eine nicht unerhebliche Rolle spielte und diese Gesellschaft entscheidend mitprägte
4. ließ die Mehrheit der Deutschen aktiv oder passiv dies geschehen und hielt mit seiner Arbeitskraft und seinem Kriegseinsatz die Nazi-Kries und Vernichtungsmaschinerie erst am laufen.
5. wurden unter einer mehr als lächerlichen “Entnazifizierung” und gezielten wegsehen oder verschleppen von Ermittlungen, teilweise von ehemaligen Parteigenossen, oft über Jahrzehnte
Täter geschützt und diese konnten 2. Karrieren oder aber zumindest ein ruhiges Leben führen.
“Diese Schuld sollten Sie aber grundsätzlich näher spezifizieren und qualifizieren. Ansonsten könnte man den Eindruck gewinnen, dass auch die heute lebenden Deutschen, die in ihrer überwältigenden Mehrheit damals entweder gar nicht gelebt haben oder Kinder waren, in irgendeiner Form “schuldig” wären.”
Schutz vor Aufklärung, Schutz von Tätern, Relativierungsversuche von Untaten, Schönreden von Vorkommnissen und grundlegende, weiterexistente gesellschaftlichen Strukturen und Mentalitäten sind enabeling oder aber schuldig machen!
Kommen wir aber zu “moderneren” Symptomen und sich kaum von der Hand weisen lassenden Realitäten.
Das wäre das Aufstellen der Bundeswehr und die Wiederbewaffnung – strukturell, personell und auch ideologisch gegen die “Roten” mit ehemaligen Wehrmachtskadern. Die immer noch intern benutzte Bezeichnung “Landser” für deutsche Soldaten, Kasernennamen von preussische, deutschen Offizieren und Verherrlichung des Militarismus. Die Beibehaltung/Umprägung des Feindbildes des “Russen” bzw. “Bolschewisten” in der Bundeswehr und NATO über die komplette Zeit des kalten Krieges, Umfangreiche Waffen- und Rüstungsgüterlieferungen, wie auch Know-How Transfer z.B. von moderner Raketentechnologie an Ägyptens Nasser, Chemiewaffenfabriken an Saddam und natürlich all die Waffen in Afrika, Asien und Ozeanien.
Heckler&Koch, Krauss-Maffay-Wegmann, Diehl, MBB – um nur einige Vertreter der enormen deutschen Rüstungsindustrie – lange der 3. größten der Welt – zu nennen.
Auch der Einsatz Deutscher Soldaten abseits deutschen Hoheitsgebietes, oder auch nur direkt daran angrenzend, im Kosovo, Afghanistan oder Somalia spricht Bände.
Die Unterstützung dieser Dinge durch vom deutschen Volke gewählte Volksvertreter, die Arbeitskraft deutscher Arbeiter und Intellektueller und all die damit verbundenen politischen, sozialen und ökonomischen Zusammenhänge, lassen auch das wiedervereinte Deutschland in keinem guten Licht dastehen.
Danke, aber am deutschen Wesen soll die Welt nie mehr genesen
1) Sie sagen, dass ein nicht unwesentlicher Teil der Deutschen an den Verbrechen von 1933 bis 1945 beteiligt waren. Das ist korrekt.
Diesen deutschen Individuen ist Schuld zuzuweisen.
2) Die Begehung eines Jahrestages am 8. Mai ist für die Schuldfrage irrelevant, die Erwähnung verwunderlich. Anfängliche Probleme bei der Aufarbeitung der Nazi-Zeit sind nicht zu vermeiden gewesen und wurden korrigiert.
Kein anderes Land hat sich so radikal eines eng begrenzten Zeitraumes seiner Geschichte (12 Jahre) gestellt wie Deutschland. Das wäre vielen anderen Staaten ebenfalls zu empfehlen. Insbesondere Israel.
3) Dass die Bundesrepublik Deutschland eine Armee in Form der Bundeswehr aufgestellt hat ist eine Selbstverständlichkeit und das Recht Deutschlands wie jedes anderen Staates.
4) Deutschland als Industrie- und Hochtechnologieland und eine der führenden Wirtschaftsnationen der Welt ist Teil eines internationalen Systems innerhalb der auch Waffen produziert und verkauft werden.
Das mag man kritisieren, ist aber kein deutsches Phänomen und betrifft andere Länder genauso. Insofern lässt sich auch da keine Besonderheit erkennen, die den Begriff “deutsche Schuld” für die heute lebenden Menschen in Deutschland rechtfertigen ließe.
5) Alle weiteren Kritikpunkte sind gesellschaftspolitischer Natur und lassen sich angepasst auf beliebige andere Länder übertragen.
6) Deutschland ist eine der gefestigtsten und stabilsten Demokratien auf diesem Planeten und muss sich in dieser Hinsicht, aber auch was Pressefreiheit, Menschenrechte etc. betrifft vor keinem anderen Land verstecken.
7) Sie paraphrasieren den wilhelminischen Spruch vom “deutschen Wesen”. Was ist das deutsche Wesen? Das der Jahre 1933-1945 oder das Goethes, Schillers, Bachs, Gutenberg,Gauss, Beethovens, Kants, Hegels, etc.?
Fazit: Der Begriff der “deutschen Schuld” ist nicht definiert und damit unsinnig. Wird er verwendet, dann zweckgebunden. Entweder um Deutschland zu beleidigen oder als Druckmittel um daraus Kapital zu schlagen (was leider Gottes immer noch teilweise gelingt).
Jeder Versuch, der Bundesrepublik Deutschland eine wie auch immer geartete Sonderrolle zuzuweisen, ist unredlich.
Gruß
Tom Bombadil
@Zahal
Wer sagte nochmal: Die Deutschen können den Juden Auschwitz nicht verzeihen? Und wenn ich manche Argumentationen verfolge ist es tatsächlich an dem, denn sie machen heute die Täter zu Opfern und die Opfer zu Tätern.
Neudeutsch nennt man das sekündaren Antisemitismus, was auch die Relativierung der damaligen deutschen Verbrechen betrifft.
“Während die erste Methode der Relativierung andere als ebenso schlimme Täter hinstellt, reklamiert die zweite für die Deutschen den Opferstatus: »Wir waren auch Opfer und haben viel gelitten: unter den Versailler Verträgen, unter den Krisen in der Weimarer Republik, unter dem Dritten Reich, unter dem alliierten Bombardement, unter der Nachkriegsnot und heute immer noch unter Schuldvorwürfen.«
An beide Relativierungsweisen schließt sich immer die berühmte Schlussstrichforderung an: Es gebe keine Schuld, oder wenn es eine gegeben haben sollte, sei sie längst verjährt. Jetzt müsse endlich einmal Schluss sein.
In allen diesen drei Strategien – Leugnung, Relativierung und Schlussstrichforderung – steckt der gleiche Mechanismus: die Verkehrung von Täter und Opfer. Die Deutschen sind Opfer und die Anderen sind die schuldbelasteten Täter.”
http://d-a-s-h.org/dossier/07/06_sekundaererantisemitismus.html
Sekundärer Antisemitismus in Deutschland nach 1989.
Die Deutschen werden den Juden Auschwitz nie verzeihen.
http://www.fasena.de/download/forschung/Gerlich.pdf
Roman says:
May 5, 2010 at 14:06
Weißt du außerdem nicht, dass es eine Deutsche Kollektivunschuld gibt?
Was die Verbindung der nach 1945 geborenen Deutschen zur Nazizeit betrifft, ist das auch völlig korrekt.
Gruß Tom Bombadil
“Weißt du außerdem nicht, dass es eine Deutsche Kollektivunschuld gibt?”
Wußtest du nicht, Roman, dass alle Deuschen je länger die Nazizeit zurückliegt, Widerstand geleistet haben, wenn auczh nur mit der geballten Faust in der Tasche?
So sieht es heute aus, traurig.
Kein anderes Land hat sich so radikal eines eng begrenzten Zeitraumes seiner Geschichte (12 Jahre) gestellt wie Deutschland. Das wäre vielen anderen Staaten ebenfalls zu empfehlen. Insbesondere Israel.
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das ist wieder die verlogene aber typisch deutsche Formel
Das Übliche, Jerry. Mëis.
tiyeh bari, Yaeli
Dänen, raus aus Dänemark!
Es ist seltsam, wie sehr sich Meinungen ändern können – und die Überzeugungen dennoch dieselben bleiben. Stand Ende des neunzehnten, Anfang des zwanzigsten Jahrhundert an jeder zweiten Hauswand in Europa: “Juden, ab nach Palästina”, liest man derzeit in Berlin: “Juden, raus aus Israel”.
Wir sollten sie deshalb an dieser Stelle einfach ernst nehmen. Also: Zum 1. Januar 2011 steigen sämtliche jüdische Israelis in ihre ElAl-Maschinen und fliegen zum Wohnungstausch nach Kopenhagen, Arhus und Odense. Die Palästinenser, die sicher mitkommen wollen werden, müssen draußen bleiben. Zur gleichen Zeit steigen die Dänen samt ihrer Königin in die Flugzeuge der SAS, um die freigewordenen Häuser in Jerusalem, Haifa und Tel Aviv zu beziehen. Innerhalb weniger Monate wäre Dänemark – wir nennen es einfachheitshalber Disrael – das, was es trotz Smörröbröd und Mohammed-Karikaturen niemals zuvor gewesen ist: das lebhafteste, intellektuell anregendste Land Europas. Amos Oz schriebe auf Bornholm seine Romane, das Technion – Israels berühmte Hochschule – produzierte seine Nobelpreisträger nicht mehr in Haifa, sondern in Horsens, und in Viborg gäbe es endlich anständigen Humus.
Wie sähe es dagegen im Doppelreich Dänemark/Ramallah aus? Nobelpreise kämen aus der Region wohl nicht mehr. Auch die Literatur wäre längst nicht mehr so prickelnd wie bisher. Dafür würden die Filme der Olsen-Bande im Gaza-Streifen spielen, wohl aber nicht mehr so lustig sein. Und was machen wir mit dem Künstlerduo “Surrend”? Es sollte im Südlibanon Plakate gegen den Waffenschmuggel der Hisbollah kleben.
http://www.welt.de/die-welt/kultur/article7479395/Daenen-raus-aus-Daenemark.html
Yael says:
May 5, 2010 at 18:58
Wußtest du nicht, Roman, dass alle Deuschen je länger die Nazizeit zurückliegt, Widerstand geleistet haben, wenn auczh nur mit der geballten Faust in der Tasche?
Besonders diejenigen, die damals noch gar nicht geboren waren. Das sind die schlimmsten, *rofl*
Tom Bombadil
Besonders diejenigen, die damals noch gar nicht geboren waren. Das sind die schlimmsten, *rofl*
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stimmt sogar
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http://www.isracast.com/article.aspx?id=934
Zumindest hat die Nachkommenschaft der Nazis, es nicht geschafft eine echte Entnazifizierung durchzuführen und die Täter zu bestrafen. Es ist wohlbekannt und auch oben teilweise angeführt, dass die Täter von damals bis heute durch staatliche Organe, von den deutschen Familien ganz zu schweigen, gedeckt werden. Nach dem Gießkanne-Prinzip wurden Funktionäre begnadigt und durften hohe Ämter bekleiden. Von SPD bis NPD waren die Täter fester Bestandteil. Mörder haben nur Befehle befolgt, Verfassungsschützer behinderten und behindern die Nachforschungen.
Ein Niederländischer Nazi und geständiger Mörder wurde Jahrelang nicht einmal durch die Staatsanwaltschaft wahrgenommen, obwohl Anzeigen eingingen.
Sich nicht dagegen aufzulehnen, das ist die Schuld der Nachgeborenen.
Es spricht für sich, dass rund 50 Jahre „danach“ wieder Deutsches Giftgas tötet und Deutsche Panzer und Präzisionswaffen Menschenleben vernichten. Für ein Volk, das aus seiner Geschichte gelernt hat ist es erstaunlich mit welcher Inbrunst die Rüstungsindustrie verteidigt wird. Im Übrigen hat Deutschland nicht nur 12 Jahre lang die Welt mit Krieg überzogen. Der erste Völkermord des 20. Jahrhunderts begann in den Deutschen Kolonien und löschte fast das Volk der Hereros aus. Später förderte das Deutsche Reich die Jungtürken und gab den Mördern der Armenier Zuflucht und Auskommen. Dann erst kam der erste Weltkrieg, die Befeuerung der Russischen Revolution. Wenig später die Machtergreifung durch Nazis, die Radikalisierung der islamischen Welt durch Hitler etc.
Die Früchte dieser Radikalisierung sehen wir jeden Tag, auch in diesem Blog, wobei sich die Nachkommen der Täter genüsslich zurück lehnen und von Unschuld sprechen, gleichzeitig aber die Freunde der damaligen Täter konsequent gegen Juden und Israel aufgerüstet werden. Nicht umsonst waren der Mufti von Jerusalem und sein „Nachgeborener“ Arafat Idole der Deutschen Linke und sind es bis heute noch. Es stört kaum einen, dass sowohl die RAF, als auch die Wehrsportgruppe Hoffmann in Jordanien ausgebildet wurden und Hitler ihnen als „Guter Mann“ vorgestellt wurde.
Zu den obigen Ausführungen würden mir auf Anhieb auch andere einfallen, begnügen wir uns aber doch auch einmal mit der Gegenwart:
Verkehrte Welt: Nicht die Nazis sind das Problem, sondern die, die dagegen etwas tun.
Leider sehr symptomatisch.
Wenn ich mal eine Farge stellen darf:
Kann Deutschland irgendetwas tun, um sich von der Last der Verbrechen gegen das jüdische Volk zu befreien?
Eine Antwort die einem Deutschen dabei üblicherweise entgegen kommt ist “Nein, weder heute noch irgendwann”.
Das ist durchaus berechtigt, aber den normalen Menschen auf der Straße der zufällig als Deutscher geboren wurde kotzt es an, sich ständig für etwas schuldig fühlen zu sollen, was er nicht getan hat. Das ruft eine Sehnsucht danach hervor sich “rein zu waschen” die ich als normal und menschlich bezeichnen würde. Und diese Sehnsucht findet natürlich auch Leute die sie befriedigen und davon profitieren.
Dafür kann man natürlich die(uns) Deutschen tadeln und verfluchen. Vergessen wird man diese Schuld selbst in Jahrtausenden nicht, aber je größer der geschichtliche Abstand wird, desto weniger stark kann sich jemand damit identifizieren. Man kann mich natürlich für die Ansicht beschimpfen, aber ich halte auch das für einen normalen menschlichen Prozess.
Ich weiß nicht, wie ihr immer auf den absurden Gedanken kommt, euch schuldig fühlen zu müssen. Schuldig sind die Täter und die deutschen Nichtjuden heute sind schuldig, wenn sie Antisemitismus wieder in dem Ausmaß wie er heute wieder auftritt, zulassen. Und das beginnt im Kleinen, wie z.B. hier. Ich bin übrigens auch Deutsche wie andere Juden es auch sind.
Ben, das Problem besteht doch aber nicht darin, daß Deutsche sich “rein waschen” – das Problem besteht darin, daß “der Jude” (notfalls in Form des Israeli) verteufelt wird, mit der ausgesprochenen oder unausgesprochenen Absicht, die Untaten “der Vorfahren” nachträglich zu adeln… und das ist ebenso zum k*tzen wie die klammheimliche Freude darüber, daß die muslimischen Israel- und Judenhasser das Werk “der Vorfahren” zu Ende bringen mögen, ohne daß die weltweit höchstangesehenen Deutschen sich wieder die Finger schmutzig machen müssen!
die deutschen Nichtjuden heute sind schuldig, wenn sie Antisemitismus wieder in dem Ausmaß wie er heute wieder auftritt, zulassen
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BRAVO !!!!
und legt offen, wie viele hochrangige Täter nach 1945 von der Justiz unbehelligt blieben
http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/8501/jungmanager_des_massenmords.html
@ willow
“das ist ebenso zum k*tzen wie die klammheimliche Freude darüber, daß die muslimischen Israel- und Judenhasser das Werk “der Vorfahren” zu Ende bringen mögen, ohne daß die weltweit höchstangesehenen Deutschen sich wieder die Finger schmutzig machen müssen.”
Diese Aussage suggeriert das es das generationenübergreifende Volksziel der Deutschen ist, die jüdische Kultur und das jüdische Volk zu vernichten (und ich bezweifel nicht das hier sofort hunderte Quellen gezeigt werden könnten, die diesen kontinuierlichen Vernichtungswillen belegen sollen).
Wenn man mit solch unreflektierten Hass konfrontiert wird, was kann man dann noch tun um sich zu verteidigen? Dort endet doch jedes vernünftige Argument.
Nicht einmal die internen BND-Nachforschungen über 146 übernommene Nazis wurden bislang öffentlich gemacht. 65 Jahre nach der Niederlage der Nazi-Diktatur gibt es aber einen kleinen Hoffnungsschimmer. Das Leipziger Bundesverwaltungsgericht entschied dieser Tage, dass die pauschale Verweigerung der Akten im Fall Eichmann nicht rechtens ist. Jedenfalls nicht mit der bisherigen Begründung des Kanzleramtes.
http://www.neues-deutschland.de/artikel/170518.schuetzt-das-kanzleramt-weiter-alte-bnd-nazis.html?sstr=eichmann
Ja, Ben was soll ich sagen. Die sechs Millionen sind vergast, die können wir nicht mehr zurück holen, damit sich die Deutschen besser fühlen.
Da helfen auch die 200.000 aus der ehem. Sowjetunion nach Deutschland geholten Juden nichts.
Es gibt einfach kein Patentrezept für Aussöhnung. Einen Menschen umbringen kann man schnell, danach eine Normalität in die Sache zu bringen fällt schwerer.
Vielleicht sollten Deutsche einfach vernünftig mit “ihren Juden” umgehen, ihre Kinder an jüdischen Kindergärten anmelden, nach Israel in den Urlaub fahren, mal Synagogen besuchen und vor allem sich dafür einsetzen, dass keine weiteren Juden mehr umgebracht werden?
Anders gesagt: Keine Waffen, keine Technik, kein Geld an die erklärten Feinde der Juden. Ausweisung von Antisemiten aus bspw. muslimischen Staaten. Freigabe aller Akten aus der NS-Zeit etcpp.
Eigentlich ist das nicht schwer, oder?
@ Roman
“Eigentlich ist das nicht schwer, oder?”
Es wird ja teilweise auch gemacht und du hast Recht, etwas mehr würde sicher gut sein. Nur es würde doch nichts ändern. Man könnte einerseits genug Leute finden die meinen Deutschland versuche sich dadurch einfach “freizukaufen” oder “rein zu waschen” und andererseits ebenfalls jede Menge Leute die der Meinung sind Deutschland tut es nur weil es von Israel unter Druck gesetzt wird. Wer etwas umbedingt negativ sehen, der schafft das auch.
Daher meine Antwort und Gegenfrage:
Eigentlich ist das verdammt schwer, oder?
@Ben Becker
man kann sich glaubwürdig machen, indem man den stinkenden Antisemitismus des trollenden Herrn als Deutscher nicht unkommentiert stehen läßt.
Wie Yael schrieb, es fängt im Kleinen an.
@Ben Becker
“Eigentlich ist das verdammt schwer, oder?”
Nein, eigentlich überhaupt nicht… bei Israelbesuchen wird man natürlich als Deutscher erkannt – und seeehr warmherzig aufgenommen (vielleicht mal von ehemaligen KZ-Insassen abgesehen, aber davon leben nicht mehr sooo Viele).
Warum? Weil offensichtlich ist, daß man vielviel später geboren – vor allem aber, weil man nach Israel kommt, sich die Sache vor Ort anschaut… das allein bedeutet sehrsehr viel. Die Toten sind tot und bleiben tot. Wichtig ist, was heute passiert… mein Sohn z.B. hat in einem Behindertenheim seinen Zivildienst abgerissen – diese deutschen Voluntäre sind in Israel in einem geradezu unglaublichen Maße beliebt, man muß es gesehen haben um es zu glauben.
(Dieser Freiwilligendienst war keineswegs irgendeine Buße – die Jungs haben hart gearbeitet und dafür fürchterlich abgefeiert!)
mein Sohn z.B. hat in einem Behindertenheim seinen Zivildienst abgerissen – diese deutschen Voluntäre sind in Israel in einem geradezu unglaublichen Maße beliebt, man muß es gesehen haben um es zu glauben.
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kol hakavod !!!!
Bet Uri, bei Afula, wenn dir das etwas sagt… mehrfach als bestes heilpädagogisches Heim Israels ausgezeichnet -etwas, auf das die teutschen Volos seit Jahren sehr stolz sind! Übrigens auch eine seeeehr gute Adresse für helfende Spenden, die sind dort (skurilerweise Waldorfpädagogik in Israel) seeehr dankbar für Spenden, da sie von ihren “Membern” (teilweise schwerstbeschädigt) keinerlei beiträge erwarten… hier zwei Videos
http://www.youtube.com/user/amikamraz
wirklich beeindruckende Einrichtung, wir haben Einige “von dort” gerade hier in D. zu Gast…
Bet Uri, bei Afula
ich bin in Ashdod, werd versuchen hinzukommen
toda
Der Pallywood-Journalist Richard C. Schneider hat jetzt die Diskussionsmöglichkeit in seinem verlogenen Blog abgeschaltet. Es lebe die Zensur.
[...] Gehirntwists sollte man aber nicht verpassen: Frau Hefets: Hat nicht kapiert, was Judentum mit Demokratie zu tun hat… Frau Hefets, eine Israelin, die einen Deutschen geheiratet hat und nach [...]
Agada – Agadtha – Hagada…
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Rabbi Akiba – Akiba ben Josef…
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