Ulrich J. Becker, Kiryat Ono, 26.09.5770

Der dunklere Streifen am rechten Bildrand wurde von Reuters weggeschnitten – unwichtige oder unangenehme Informationen?


Noch mit den drigenden Warnungen von westlichen Journalisten im Ohr, die Berichte und Bilder, die Israel veroeffentliche mit groesster, sketptischer Vorsicht zu geniessen, haben wir hier nun wieder mal (wir erinnern uns an den 2. Libanonkrieg) eine Reuters Fotomanipulation. Westliche, objektive Medien? Die Juden regieren die Medien und manipulieren sie? Ach ja, wie kommt es dann, dass man in Reuters die Photoprogramme anschmeisst um unangenehme Wahrheiten dem Publikum vorzuenthalten und den Lynchmob auf der Marmara so lieb wie nur moeglich erschienen zu lassen?



Der zu empfehlende amerikansiche Blog “Little Green Footballs” hatte zuerst von einem Foto aus der Huirriyet berichtet, dass bei der Weiterveroeffentlichung durch Reuters ein ‘bisschen’ an den Raendern beschnitten wurde (Cropped), so dass ein gefaehrlich wirkendes Armeemesser am unteren Rand, auf das wir hier gleich hingewiesen hatten, einfach verschwand.

Das Foto, wie wir es gleich veroeffentlich hatten, mit Armeemesser im roten Kreis.

Das Foto bei Reuters so beschnitten, dass das Messer unten rechts rausfaellt.


Und obwohl das Messer sehr wichtig seien sollte, denn es gab einen Streit darum, ob die Leute auf dem Schiff nun bewaffnet waren oder nicht, koennte man jetzt vielleicht sagen -: ‘Okay, haben sie halt bloed abgeschnitten, vielleicht wollten sie Platz sparen’ etc. – auch wenn AP das Foto mit Messer veroeffentlichte.


Tja, aber dann ging Reuters bei einem anderen Foto schon wieder an die Arbeit, wie Little Green Footballs berichtete:

So wurde das Foto im Original veroeffentlicht. Am rechten Bildrand kann man viel Blut auf dem Gelaender, ein scharfes Messer darueber und einen blutenden, auf dem Boden liegenden Soldaten am oberen Rand, sehen. Diese Foto schmeissen wir mal zu Reuters ins Labor und…

…schwupps, Hokus Pokus, wurde in der offiziellen Reutersveroeffentlichung wieder ein bisschen saubergemacht und aufgeraeumt in dem Bild, dass die ‘Friedensaktivisten’ mit zu viel stoerenden Fakten als gewalttaetig entlarvt haette. Und Reuters hat ja nichteinmal etwas gefaelscht, NEIN! Sie haben nur ‘UNWICHTIGE’ Informationen weggelassen. Nach Reuters Fotos waren damit KEINE Waffen auf dem Schiff. Supi. So funktioniert guter, westlicher, ausgeglichener Journalismus…



13 Comments to “Amerikanischer Blog deckt auf: REUTERS manipulierte Fotos von der Marmara, liess Messer der Islamisten und Blut verschwinden…”

  1. martin says:

    Es ist nicht so, dass ich den Agenturen in Bezug auf Israel nicht jede Verdrehung zutrauen würde. Jedoch kann ich auf der offziellen Reuters-Seite zum Gaza-Vorfall (http://www.pictures.reuters.com/c/C.aspx?VP=Mod_ViewBoxInsertion.ViewBoxInsertion_VPage&R=2C040807LCTEJ&RP=Mod_ViewBox.ViewBoxThumb_VPage&CT=Album&PP=ViewBoxAlbum) keinerlei Manipulation erkennen. Oder zeigen Sie bei Reuters die Fotos komplett und geben dann eine “cropped version” zur Veröffentlichung weiter?

  2. Die Sache wurde vor zwei Tagen aufgedeckt. Bis heute sollte Reuters das berichtigt haben…

  3. Das Original ist Wiedenroth, gefunden hab ichs bei pi, und etwas abgeändert.

  4. Zahal says:

    Und Ahmadinedschad hetzt in Istanbul gegen Israel

    Irans Präsident hat Israel beispielloser Verbrechen beschuldigt und den Untergang des Landes prophezeit. Die Zuhörer sollen begeistert gewesen sein.

    http://www.welt.de/politik/ausland/article7952173/Ahmadinedschad-hetzt-in-Istanbul-gegen-Israel.html

    Da gibt es verschiedene Meinungen zu.

    Zumindest auf daylife sieht es schon so aus, als hätte Reuters ursprünglich ein verändertes Bild reingestellt und das unveränderte erst später hinterher geschoben, wahrscheinlich als sie merkten, dass es skandalisiert werden soll (es steht oben jeweils auch das Alter der Bilder).

    Zumindest sind die Bilder beschnitten, was auf ungefähr das Gleiche herauskommt.

  5. Yael says:

    Kritik an Reuters nach Bildmanipulation
    Die Nachrichtenagentur Reuters ist dafür kritisert worden, Bildmaterial von der „Mavi Marmara“ manipuliert zu haben. Es sollen Bilder beschnitten worden seien, auf denen mit Waffen wedelnde Aktivisten und Blutlachen sowie verwundete israelische Soldaten zu sehen waren.

    Reuters wies am Montag die Anschuldigung der einseitigen Berichterstattung zurück. Vielmehr fügte die Nachrichtenagentur hinzu, sie hätte sofort auf die Originalfotos zurückgegriffen als sie davon erfahren hatte, dass die Ränder der bereits veröffentlichten Bilder beschnitten worden waren.

    Ein Reuters-Sprecher sagte Haaretz: “Reuters ist der genauen und objektiven Berichterstattung verpflichtet. Alle Bilder, die über unseren Kanal gehen, durchlaufen eine strenge redaktionelle Evaluation und Auswahlprozess.“

    „Die fraglichen Aufnahmen wurden in Istanbul bereitgestellt, nachdem sie den üblichen redaktionellen Prozess durchlaufen haben, zu dem auch die Beschneidung der Bildränder gehört. Als wir realisierten, dass der Dolch versehentlich mit dem Bildrand abgeschnitten worden war, hat Reuters sofort auf die Originale zurückgegriffen.“

    Dies ist nicht das erste Mal, dass Reuters kritisiert wurde, Bilder gegen die Gunsten Israels eingesetzt zu haben. Während des 2. Libanonkrieges im Jahr 2006 gab die Nachrichtenagentur zu, dass eines ihrer Bilder durch ein Bildbearbeitungsprogramm manipuliert worden war.

    (Haaretz, 8.6.2010)

  6. dave says:

    “(…)versehentlich mit dem Bildrand abgeschnitten worden war”

    Na das ist doch zu schön! Wurden die Fotos mit Photoshop auch “versehentlich” bearbeitet?!

    Gibt es nicht irgendein (journalistisches) Gremium, welches gegen eindeutige und MUTMAßLICHE Verfälschung des Bildmaterials vorgehen kann?

  7. Zahal says:

    So ungefähr auch der Standart.at…

    Aufregung über zurechtgeschnittene Bilder:

    Die Nachrichtenagentur Reuters übernahm sechs Fotos, veränderte bei zwei davon allerdings den Bildausschnitt. Auf den zurechtgeschnittenen Aufnahmen fehlen die Messer.

    Aufmerksame Blogger bemerkten den Unterschied.

    http://derstandard.at/1271378410965/Gaza-Hilfsflotte-Aufregung-ueber-zurechtgeschnittene-Bilder

    Beachtenswert aber sind die Kommentare dazu, natürlich gibt es auch noch welche, die unbedingt Israel den schwarzen Peter zuschieben wollen, aber, und das war früher nicht so, sie bekommen Gegenwind, erfreulich.

  8. Zahal says:

    mein Beitrag wieder mal ins Nirwana?

  9. Wieder neues Video aus dem Unterdeck der Marmara.

    http://news.nana10.co.il/Article/?ArticleID=724132

    Die Schuesse die man im Hintergrund hoert sind Gotchapistolen!

  10. Zahal says:

    Ulrich J. Becker says:
    June 8, 2010 at 20:40
    Wieder neues Video aus dem Unterdeck der Marmara.

    Kann man das auch noch woanders sehen, ich meine, daß auch Europäer das verstehen, Al Jazeera hat dies freigegeben oder?

  11. sergio says:

    das sind die Kommando-Elite-Special-Einheiten der von einem alten Mann mit einem Handgriff entwaffnet bis zu den Unterhosen die Ausrüstung weggenommen wird??
    Ich bitte euch, dass ist ja ein mega-Theater.

  12. Sergio,

    wenn man ihnen nicht erlaubt sich mit der Waffe zu verteidigen, weil die Welt so was nicht gerne sieht, dann setzt man leider sogar das Leben von bestens ausgebildeten Elitesoldaten aufs Spiel. Und so 100 Dschihaddisten in ihren 30igern mit jeder Menge Waffen sind noch keine alten Maenner. Wir koennen ja mal einen Test machen und du stellst dich mit blossen Haenden gegen 5 andere mit Pistolen, Messer, Ketten, Stahlstangen…

  13. dave says:

    “Al-Reuters” strikes back..

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