By , on June 21, 2010

Deutschland

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The Book Gallery in Jerusalem

Ulrich J. Becker, Kiryat Ono, 09.10.5770

Entwicklungsminister Dirk Niebel (Hatte er seine obligaortische Fallschirmjaegermuetze eigentlich auch in Israel dabei?): ‘Passt auf ihr Israelis! Seid ihr nicht lieb zu mir, koenntet ihr ganz fix untergehen…’



Oh Danke grosser Freund Israels! Danke, dass du die Hamas aufwerten wolltest, und danke, dass du es recht geplant zu einer weiteren kuenstlichen deutschen Empoerung gegenueber Israels brachtest! Danke im Namen der deutsch-israelischen Beziehungen!


Herr Niebel, im Ernst, Sie wissen sicherlich, dass Israel so gut wie keinen Politiker in den Hamasterrorstaat einreisen laesst. Woher Ihre gespielte Empoerung? Weil Sie der grosse Buddy aus Deutschland sind, der halt nicht wie alle Anderen ist? Weil Sie doch einer der dicken Kumpels sind, wo man schon mal eine Sonderregelung durchziehen sollte und sich als kleiner juedischer Staat vor Ihren Forderungen in den Gasasand schmeissen sollte und den roten Teppich nach Hamastan ausrollen?

Herr Niebel, die Frage ist erst einmal gar nicht, ob und warum man Ihnen die Einreise verweigert hat, sondern warum Sie ueberhaupt in den Gasastreifen fahren wollten? Um ein Klaerwerk zu betrachten, dass zu 100% mit deutschen Steuergeldern gebaut oder nicht gebaut wurde? Ja, sie sagen uns, dass dieses Klaerwerk ja auch Israel zu Gute kommt, nicht wahr? Wie ja sowieso alles, was Sie tun, einschliesslich deftiger Kritik und die aktive Verschlechterung der deutsch-israelischen Beziehungen offenbar nach Ihnen nur im israelischen Interesse seien.

Glauben Sie mir, Israel und sogar der Welt ginge es besser, wenn man Israel endlich einmal selbst entscheiden liesse, was in seinem Interesse ist und was nicht, so gebildetete und komplexe Betrachtungen Sie dazu auch ziehen moegen. Ich weiss nicht, ob Sie es mitbekommen haben, aber Israel ist kein deutscher Vasallenstaat, der spuhren muss, Herr Niebel.

Ach so, Sie wollen ja nur das Klaerwerk besichtigen und die ‘Palaestinenser’ unterstuetzen und den “glaubwuerdigen Verhandlungspartner” Fayyad, wie Sie sagen, der in seiner Freizeit wohl nur zufaellig oder aus glaubhaftem Friedenswillen juedische Produkte verbrennt, auf keinen Fall aber die Hamas, die Sie natuerlich 100% meiden wuerden. Ja, sure.


Herr Fayyad verbrennt ‘glaubwuerdig’ juedische Produkte. Dirk Niebel – vollkommen Assoziationsfrei – findet ihn toll. Endlich mal ein richtiger Verhandlungspartner…


Wuerden Sie eigentlich auch in Nordkorea so eine Klaeranlagenaktion durchziehen – natuerlich vollkommen ohne das totalitaere, menschenverachtende Regime dort zu unterstuetzen? Und ja, haette Sie, sagen wir als US-amerikanischer Minister, Nazideutschland damals mit einem Besuch beehrt um ein Klaerwerk fuer das ‘deutsche Volk’ zu besuchen – ohne natuerlich im Leisesten Hitler und Co. damit nur im Geringsten zu Unterstuetzen? Ja, sure.

Anstatt sich als verantwortlicher, rechtsstaatlich-denkender Mensch zu beweisen und eine Terrorentitaet nicht mit Ihrem Besuch zu beehren, anstatt selbst den Kopf einzuschalten und abzuwaegen, was es bedeutet dort einen hochoffiziellen Besuch abzustatten, rennen Sie gegen Israel an, das eine sehr verstaendliche, gerade und logische Linie hat: Keine Kolloboration mit der Hamas, wenn es nicht sein muss und man uns nicht dazu zwingt. Sie aber kollaborieren gerne und geifern noch Diejenigen an, die das verhindern wollen.

Eine “Eskalation” zwischen Deutschland und Israel bezeichnen Sie scheinheilig als “indiskutabel” und betreiben Sie aufs Feinste.

Aber nach all diesen unmoralischen Vorsaetzen und obdrauf den Anschuldigungen gegen Israel a la ‘ich bin doch euer Freund, wenn ihr mich nicht nett behandelt, dann ist aber was los’ und ihrer falschen Besserwisserei, was gut fuer Israel sei („Manchmal macht es die israelische Regierung ihren Freunden nicht einfach zu erklären, wieso sie so handelt, wie sie es tut…“; „…großer außenpolitischer Fehler der israelischen Regierung“), gehen Sie sogar zu Endzeitdrohungen a la Achmadinedschad ueber:


„Es ist für Israel fünf Minuten vor Zwölf.“ Israel sollte jetzt jede Chance nutzen, „um die Uhr noch anzuhalten“.

(Nein, nicht Achmadinedschad, sondern Dirk Niebel)


Sind Sie jetzt vollkommen durchgeknallt? ‘Ihr bloeden Israelis, macht endlich, was der Dirk will, sonst wirds euch schlecht ergehen und ihr koenntet untergehen?’ Danke, aber nein Danke. Wer braucht Freunde, die mit der eigenen Vernichtung drohen? Achmadinedschad macht diesen Job schon ganz gut und ordentlich regelmaessig und von unserer Seite aus braucht er nicht noch Unterstuetzung.

Herr Niebel, wenn Sie auch eine Anleitung fuer die Interessen Israels bei sich zu Hause auf dem Fernseher zu liegen haben, die wohl in der Knesset verlorengegangen sein muss, es ist NICHT im Interesse Israels eine faschistische Terrororganisation zu legitimieren und sie zu pebbeln, nein, so gerne Sie auch ein offenes Hamastan sehen wuerden. Vielleicht setzten Sie sich der Abwechslung halber auch gegen Sanktionen gegen Iran ein oder fuer diplomatische und wirtschaftliche Beziehungen zu Nordkorea?

Sie fingen Ihren Posten gut an, wollten sogar bei der Entwicklungshilfe “von Israel lernen“, was ist in der Zwischenzeit passiert, dass Sie sich als eingeschnappte anti-Israel-Wurst geben?

Woran sieht man ganz klar, dass Sie hier nicht sauber und unparteeisch vorgingen? Ganz einfach: An Ihrer Emotionalitaet.

Das ist unser grosses Problem. Koennen die Leute, die Politiker und Minister etc., die sich mit Israel befassen (auch die ‘grossen Freunde’), nicht einfach mal professionell bleiben? Warum immer diese heftigen Emotionen, dieses beleidigt Sein, dieses veraergert Sein, dieses eingeschnappt Sein, dieses ‘Ich bin doch euer Freund, aber ihr macht nicht, was ich will’-Getue. Es geht hier um Politik und Diplomatie und keine leidenschaftliche Liebesbeziehung. Ein bisschen professionelle Neutralitaet und nicht falsches Freundgetue wuerde uns nur gut tun. Ein bisschen Abstand und verantwortliches Handeln und Denken, dass eben keinen Terrorstaat – auch nicht im Namen seiner Buerger – legitimieren wuerde.


In Hoffnung, dass Sie zu einer professionellen Arbeitsbasis zurueckkehren, die sich nicht auf die Seite von Terroristen schmeisst und kuenstlich Streit heraufbeschwoert.


MfG, Ulrich J. Becker


Gesendet an:

dirk.niebel@bundestag.de

redaktion@liberale.de

fdp-point@fdp.de

info@freiheit.org

pressestelle@fdp-bundestag.de



72 Comments to “Offener Brief an Dirk Niebel – Bitte um Professionalitaet, Neutralitaet und Unterlassung der Terrorlegitimierung”

  1. nachdenken says:

    entschuldige bitte, aber wenn du den besuch des herrn niebel in gaza mit einem besuch im 3. reich vergleichst ist das nichts weiter als holocaust-relativierend… soweit ich weiß gibt es in palästina keine vernichtungslager, in denen industrialisiert menschen getötet werden.

    aber so passierts eben wenn man pro israel in jedwede richtung zu allgemein anerkannten dümmlichkeiten ausweitet.

  2. Zahal says:

    In Gaza wollte der Minister, dem nicht zuletzt SPIEGEL online wegen eines Aufenthalts in einem Kibbuz in seiner Jugendzeit “eine ganz persönliche Agenda” nachsagt, “ein Klärwerk besichtigen, das mit deutschem Entwicklungshilfe-Geld finanziert wird” – angeblich gibt es freilich gar kein Baumaterial in Gaza -, und sich mit Vertretern der UNRWA treffen, dem zivilen Arm der Hamas in Gaza.

    Die Hamas, die nach einem gewaltsamen Putsch 2007 “regiert”, gilt in Deutschland (noch) als terroristische Organisation, als “Regierung” erkennt Deutschland sie (noch) nicht an. Sie hält den israelischen Soldaten Gilad Shalit, der vor vier Jahren entführt wurde, völkerrechtswidrig in Geiselhaft und nutzt Gaza als Raketenabschußrampe in ihrem erklärten Krieg gegen Israel.

    Man wüßte gern, was der deutsche Minister sich angesichts dieser Ausgangslage unter einem “klaren politischen Signal für eine Öffnung” vorstellt. Weshalb verlangt er kein solches Signal von der Hamas? Klagt Dirk Niebel zudem “Transparenz” ein, so muß man fragen, was an der Haltung der israelischen Regierung zu offiziellen Besuchen in Gaza unklar ist.

    Seit der Machtübernahme der Hamas in Gaza verweigert Israel ausländischen Regierungsvertretern regelmäßig die Einreise nach Gaza über sein Territorium. Die Hamas, so die nachvollziehbare Begründung, würde durch solche Visiten anerkannt und aufgewertet werden. Hat sich das noch nicht herumgesprochen bis zum deutschen Minister?

    “Der Minister – Vize-Präsident der deutsch-israelischen Gesellschaft – kritisiert die Entscheidung der israelischen Regierung scharf. Er sei ‘betrübt, dass es Israel momentan auch seinen treuesten Freunden so schwer macht, ihr Handeln zu verstehen’.”

    Nach einer Aktuellen Stunde im Deutschen Bundestag, in deren Verlauf von allen dort vertretenen Parteien Israel wenigstens Unverhältnismäßigkeit vorgehalten wurde, um erst dann eine “unabhängige” Untersuchung seiner Verteidigungsmaßnahmen zu fordern, sollte Dirk Niebel vielleicht sich fragen, ob seine “treuesten Freunde” es Israel nicht recht schwer machen, sie noch zu verstehen.

    Doch immerhin: Jener schreckliche Verdacht, Dirk Niebel könne im Nahen Osten andere als deutsche Interessen vertreten, weil er ein Jahr in einem Kibbuz verbrachte, dürfte nun ausgeräumt sein.

    Nachtrag I: Jenes Klärwerk, das Dirk Niebel laut SPIEGEL online in Gaza besichtigen wollte, wird in den heute-”Nachrichten” des ZDF im Herrschaftsbereich der korrupten PA um “Palästinenserpräsident” Abu Mazen errichtet.

    hehehehe

    http://www.tw24.info/?p=2284

  3. @ Nachdenken (vielleicht noch ein bisschen mehr),

    zu deiner Information: Die Deutschen haben nicht gleich 1933 mit der Judenvernichtung begonnen, sondern so richtig erst im Krieg selbst. D.h. aber nicht, dass 1933 Deutschland nicht eines der menschenverachtesten Laender der Welt war, mit einer totalitaeren Gesellschaft, diktatorischen Gedankenkontrolle, Unterdrueckung, Mediengleichschaltung, Deoprtationen von politischen und ‘rassischen’ Feinden, und ja, auch Planungen zum Voelkermord.
    All das gibt es in Gasa heute SEHR WOHL, ausdruecklich auch die Planung zum Voelkermord an den Juden – der ‘kleine’ Unterschied ist nur, dass wir diesmal nicht schutzlos unter ihnen leben, sondern ein recht starker Staat neben ihnen sind, was ihnen die Judenvernichtung bloederweise etwas verkompliziert…

    Daher kann man Deutschland in den 30igern sehr wohl in vielen Punkten mit Gasa vergleichen und Fragen, ob Herr Niebel das 30iger Deutschland (z.B. als amerikanischer Minister – spaeter ging das schon nicht mehr ;) ) auch so nett haette besuchen wollen?

  4. Zahal says:

    Während Israels selbsternannte “beste Freunde” noch schäumen, weil Dirk Niebel nicht über Israel nach Gaza reisen konnte, kommt von der dortigen “Regierung” eine Friedensbotschaft:

    “Palestinians should initiate rocket attacks on Israel from the West Bank, Israel Radio quoted Hamas strongman Mahmoud Zahar as saying in an interview on Sunday, saying that such as move was necessary.”

    “Es ist für Israel fünf Minuten vor Zwölf”, wird Dirk Niebel zitiert, Israel sollte daher jede Chance nutzen, “um die Uhr noch anzuhalten”.

    Sollte Abu Mazens PA, die in dieser Frage schon Entgegenkommen zeigte, den Ruf der Hamas erhören, so hätte sie nun dafür wohl auch die argumentative Unterstützung Dirk Niebels.

    Wer nämlich verantwortlich wäre dafür, das sagte des deutschen Ministers freundschaftlicher Blick auf die Uhr.

    http://www.tw24.info/?p=2286

  5. אברהם שטרן says:

    dieser “Brief” hier ist tatsächlich Unsinn, genauso wie diese ganze Aufregung, Niebel mit eingeschlossen.

    Wenn ich jedoch Niebel wäre und deinen “Brief” lesen würde, könnte Ich mir ein Grinsen kaum verkneifen.

    Ulrich says:
    “Anstatt sich als verantwortlicher, rechtsstaatlich-denkender Mensch zu beweisen und eine Terrorentitaet nicht mit Ihrem Besuch zu beehren, anstatt selbst den Kopf einzuschalten und abzuwaegen, was es bedeutet dort einen hochoffiziellen Besuch abzustatten, rennen Sie gegen Israel an, das eine sehr verstaendliche, gerade und logische Linie hat: Keine Kolloboration mit der Hamas, wenn es nicht sein muss und man uns nicht dazu zwingt. Sie aber kollaborieren gerne und geifern noch Diejenigen an, die das verhindern wollen.”

    Unsinn!!!

  6. Zahal says:

    Frau Gudrun Eussner says:
    June 19, 2010 at 19:48 sehr gut und klar:

    Derjenige Politiker, der sich zum Freund eines Landes erklärt, versteht weder etwas von dem “Freundesland” noch von Freundschaft.

    Zwischen Staaten und deren Politikern in ihrer Funktion als Politiker gibt es keine Freundschaft, sondern es gibt die jeweiligen Interessen. Das wissen Politiker auch, ein Dirk Niebel würde niemals von enttäuschter Freundschaft zu Frankreich reden.

    Jeder, der von Freundschaft zu Israel redet, ist ein Heuchler. Er meint noch dazu eine paternalistische Freundschaft, vom Lehrer zu seinem ungezogenen Schüler, es ist niemals eine Freundschaft unter ebenbürtigen Partnern gemeint.

    Es ist das, was böse Kinder von ihren Eltern hören: Da tut man alles für dich, und DAS ist der Dank!

    Und genauso hat sich Herr Niebel aufgeführt.

  7. Zahal says:

    unbestätigten Berichten zufolge, fliegt Herr Niebel demnächst in das Kurdengebiet der Türkei, mit der Zusicherung von 42 Millionen Euro und der Versicherung, ein Klärwerk von Deutschland finanziert, aufzubauen.

    Herr Erdogan freut sich schon…….ist doch der türkische Staat ein recht “befreundeter Staat” Deutschlands…..

    Zudem möchte er gerne den Tschetscheniern helfen, um ein finanzielles Angebot Seitens Deutschland wird noch verhandelt. Die Einreise müsste über Russland geschehen, dem er zunächst einen Besuch abstatten will, um seine “Freundschaft” zu bekunden. Putin ist hocherfreut.

  8. Zahal says:

    Und den Jemen hat er aufgefordert, unverzüglich seine Grenzen zu öffnen.

    Herr Niebel, hier sind SIE gefragt.

    Die Türkei hat in den letzten 30 Jahren zwischen 30.000 und 40.000 Kurden getötet; sie besetzt Nordzypern; sie blockiert Armenien und leugnet ihren eigenen historischen Völkermord. Aber für Israel ist es fünf vor zwölf.

    Sri Lanka tötete zur selben Zeit, als Israel im Gazastreifen kämpfte (ca. 1300 Tote) rund 25.000 der eigenen Zivilisten im Verlauf der Unterdrückung eines Aufstandes. Aber Israel glaubt, es sei von den Anforderungen der allgemeinen Menschlichkeit ausgenommen.

    Der Sudan hat irgendwo um die 200.000 Menschen in Darfur getötet, mit zahlreichen Vergewaltigungen und Folter nebenher. Aber Israel fehlt einfache menschliche Anständigkeit.

    Der Iran vergewaltigt und foltert und ermordet seine Dissidenten, die Demokratie verlangen; er hängt junge Homosexuelle, er unterdrückt Frauen. Aber Freunde Israels glauben, Israel müsste seine Politik ändern.

    Der Jemen blockiert den Südjemen; er lässt keine Lebensmittel, Medikamente oder Wasser durch; anders als Israel, das jede Woche rund 15.000t Versorgungsgüter in den Gazastreifen lässt. Aber der Freund Israels meint: („Manchmal macht es die israelische Regierung ihren Freunden nicht einfach zu erklären, wieso sie so handelt, wie sie es tut…“; „…großer außenpolitischer Fehler der israelischen Regierung“

    Ägypten überlegt an einem Gesetz, das jedem Ägypter, der mit eine Israelin heiratet, die Staatsbürgerschaft zu entziehen; es verfolgt die Kopten; es blockiert den Gazastreifen. Aber Israel handelt unverhältnissmässig.

    Russland tötet 25.000 bis 50.000 Tschetschenen und schleift die Hauptstadt Grozny fast komplett; seine Soldaten verüben grässliche Folter an Gefangenen, bevor sie sie töten; investigative Journalisten werden ermordet. Aber Israel fehlt einfache menschliche Anständigkeit.

    China tötet irgendwo zwischen einer halben Million und eineinviertel Millionen Tibeter im Verlauf der Unterdrückung der Unabhängigkeit Tibets. Aber für Israel ist es fünf vor zwölf.

    In Pakistan werden christliche Kirchen niedergebrannt, hunderte Anhänger der Ahmadiyya getötet, es herrscht Gewalt gegen Frauen vor. Aber Israel fehlt einfache menschliche Anständigkeit.

    In Saudi-Arabien sind Kirchen nicht erlaubt, kein israelischer Jude darf einreisen, Frauen sind der Geschlechter-Apartheid unterworfen. Aber Israel wird vorgeworfen, eine Apartheid zu praktizieren.

    Der Kongo: Was kann man über den Kongo sagen? Mehr als, dass 5 Millionen – 5 Millionen – Menschen in seinen Kriegen umkamen und es dazu zahllose Vergewaltigungen und abscheuliche Folterungen gab? Aber Israel reagiert aussenpolitisch desatrös.

    Frankreich bildete die Hutu-Völkermörder aus und bewaffnete sie, die dann um die 800.000 Zivilisten im Völkermord in Ruanda töteten; es beschützt sie weiter, selbst nachdem sie die Macht an die hereinkommenden Tutsis verloren. Aber Herr Niebel tadelt nicht Frankreich.

    Na, ja, wie immer, nix Neues unter den Himmeln.

    http://heplev.wordpress.com/2010/06/16/israel-menschliche-anstandigkeit-allgemeine-menschlichkeit/

  9. Avraham, natuerlich ist das kein diplomatischer Brief, der Herr Niebel umgarnen soll und auch etwas konsquenter die Dinge nachverfolgt, als sie tatsaechlich passiert sind. Natuerlich wuerde Herr Niebel niemals sagen, dass er mit der Hamas kollaboriert und direkt tut er das natuerlich nicht, aber indirekt schon und ich denke, wenn diese Menschen nicht merken, dass es ein paar Menschen gibt, die das ganz anders sehen und auch keine Scheu haben ihnen das zu sagen, steigern sie sich zu immer neuen Abendteuern…
    Aber natuerlich kann es auch sein, dass Herr Niebel so ein Brief nur weiter gegen Israel aufbringt, wobei dann die Frage waere inwiefern dass in meiner Verantwortung liegt, oder in seiner und dann waeren wir schon bei der ewigen Frage, ob man der Zentralrat der Juden in Deutschland gegen Antisemitismus oeffentlich Stellung beziehen soll und ihn benennen und dafuer noch mehr Antisemitismus erntet oder aber nix sagen, und dafuer noch mehr Antisemitismus erntet?

  10. אברהם שטרן says:

    Unsinn!!!

  11. mike hammer says:

    # Ulrich J. Becker
    nicht weiter beachten den STERN, der ist zu gebildet führ diese welt und zu israelkritisch dazu. warum schreibt er nicht was sinnvolleres? hinterher “uninn” brüllen ist leicht naja.
    mitchabe beneh otiot bewrit arawi o smolani misken!
    kol ha kavod ULRICH!

  12. Mike, danke, aber ich denke in der Tat, dass man sich ernsthaft mit solcher Kritik auseinandersetzen sollte, was immer Avraham genau meint. Ich ueberlege oefter, ob ich vielleicht etwas unfaires sage, ein ‘verbotenes’ Schimpfwort benutzt etc. und es stellt sich wirklich die Frage, wie man auf halachischer Grundlage mit Menschen umgehen soll, die – vielleicht wieder besseren Wissens – unsere Ueberlebenslegitimitaet untergraben. Soll man nett ueberzeugen, ausschliesslich argumentieren, sarkastisch sein, dass es schmerzt oder gar wild beschmipfen oder gar nicht beachten? Grosse Frage. Wenn hier jemand halachisch was dazu auf dem Kasten hat, immer gern.

  13. Velvl says:

    @Ulrich…

    “Soll man nett ueberzeugen, ausschliesslich argumentieren, sarkastisch sein, dass es schmerzt oder gar wild beschmipfen oder gar nicht beachten? Grosse Frage. Wenn hier jemand halachisch was dazu auf dem Kasten hat, immer gern.”

    eine wirklich schwere frage. wenn man schon die halacha befragt, dann sollte man (הלכות לשון הרע) keine menschen beleidigen oder durch sarkasmus bloss stellen. da bleibt nur das argumentieren.

    wenn wir aber bei der pessach-agada die antwort auf die frage des vierten sohnes(“der boesewicht”) anschauen, werden wir merken, dass man als antwort “man sollte seine zaehne stumpfen” steht. auf der einen seite, heisst es, dass man ihm sehr scharf antworten sollte. aber es gibt auch meinungen, die besagen, dass es woertlich gemeint ist kurzgesagt “in die fresse reinhauen”.

    ich wuerde also sagen, dir liegen alle optionen auf dem tisch (בין כך לבין כך יש על מי לסמוך) ;)

  14. Yael says:

    Warum meint ihr passiert das gerade jetzt?
    Die Koalition ist im Grunde am Ende, die FDP sackt immer mehr in Umfragen ab und nichts geht mehr bei dieser Regierung. Was kann einem da besser passieren, als diese Show zu inszenieren, um von seiner katastrophen Politikerriege abzulenken!
    Für mich ist das ganze ziemlich durchschaubar, da Niebel natürlich wusste, dass Israel keine Politiker nach Gaza lässt und nun macht der Kerl so einen Aufstand, dass die Absicht dahinter zu offensichtlich ist.
    Nicht umsonst sind die Israelis über diesen Aufstand entgeistert, nur kennen die leider die opportunistischen Hintergründe nicht.

    @Ulrich

    was willst du halachisch auf eine Nichtkritik wie “Unsinn” erwidern. Das ist keine Kritik, das ist nichts.

  15. Yael says:

    Wieso wird jetzt moderiert?

  16. אברהם שטרן says:

    Ullrich, noch?! gibt es in Deutschland eine Botschaft des Staates Israel. Neben Mossadaktionen^^ ist es deren Aufgabe, sich mit so einem außenpolitischen “Vorfall” zu befassen.

    Aber bei Leibe nicht die Aufgabe des Zentralrats oder gar von Frau Knobloch alleine, die auf diplomatischem Parkett nicht in der gleichen Liga wie ein Niebel etc. spielen.
    Für die sind Herr Niebel und Konsorten einfach zu schlau.

    Deswegen ist eine Einmischung des Zentralrats vorerst unsinnig, genauso wie die Behauptung, “Israel wisse, was es tue”.

    Sowas ist grässlich

  17. Zahal says:

    genauso wie die Behauptung, “Israel wisse, was es tue”.

    Sowas ist grässlich

    Na gut, daß es Menschen gibt, die das dann auch genau beurteilen können.

    Grässlich.

    Übrigens, der BND arbeitet mit Mossad seit langem sehr gut zusammen, eigentlich ALLE westlichen Geheimdienste – dort wird überall auch nur mit Wasser gekocht. Überheblichkeit ist nicht am Platze….. Dreck am Stecken haben alle. Zudem scheint diese “Mossadaktion” alles andere als klar zu sein,

    Niebel wird auch von der DIG verurteilt, noch nicht mitbekommen?

  18. Velvl,

    das war doch mal ein bereichernder Kommentar LaInjan. Thanks.

  19. Avraham,

    irgendwie geht in deinem Kommentar alles Moegliche durcheinander. Es ist eine Sache, ob sich nur die Botschaft mit problematischen Ausfaellen rumschlagen darf, oder auch wir.
    Es ist eine andere Sache, was der Zentralrat so macht und was man dazu denkt.
    Dann die Sache mit dem Wissen was man tut und nirgends eine Kritik zu dem offenen Brief selbst. Ein bisschen zuviel Balagan fuer mich um daraus schlau zu werden.

  20. אברהם שטרן says:

    Da kann Ich dir auch nicht weiterhelfen Ullrich, da musst du halt ein bisschen mitdenken

  21. Yael says:

    Noch mal und hoffentlich ohne Moderation:

    Warum meint ihr passiert das gerade jetzt?
    Die Koalition ist im Grunde am Ende, die FDP sackt immer mehr in Umfragen ab und nichts geht mehr bei dieser Regierung. Was kann einem da besser passieren, als diese Show zu inszenieren, um von seiner katastrophen Politikerriege abzulenken!
    Für mich ist das ganze ziemlich durchschaubar, da Niebel natürlich wusste, dass Israel keine Politiker nach Gaza lässt und nun macht der Kerl so einen Aufstand, dass die Absicht dahinter zu offensichtlich ist.
    Nicht umsonst sind die Israelis über diesen Aufstand entgeistert, nur kennen die leider die opportunistischen Hintergründe nicht.

  22. mike hammer says:

    #Urich J.Becker
    die halacha überlasse ich den rabinern das ist was für profis (dajanim usw). ich erinnere dich in der tora, in der wühste sehnten sich einige juden zurück nach mizraim,
    als moses kundschafter ausschickte erzählten einige von unbesiegbaren riesen usw. es gibt immer welche die von der konfrontation abraten. aber wenn wir alles mit uns machen lassen weshalb sollte jemand nicht alles mit uns machen. israel hat eine schwierige position und möchtegern intelektuelle theoretisiren gern aber bluten, bluten werden dann die jungs von nachal aus judea und schomron nicht die mtnagdim aus tel aviv.
    dieser niebel war sozusagen eine 1 mann flotille
    (den ausdruck habe ich vom “wahren sozialdeokrat aus pi”) die dem todfeind der juden, der hamas
    42millionen € “entwicklunghilfs geld” schenkt.
    es ist eine feindliche aktion! was sagt die halacha wie man einem feind begegnet?
    ;) mach weiter, hast mehr drauf wie diese sternchen!

  23. Yael says:

    @Ulrich

    könntest du meinen Kommentar freischalten?

  24. Evergreen says:

    Der Brief ist gut, allerdings hätte ich es noch besser gefunden, wenn du Gilad Shalit erwähnt hättest. Das schlimme ist ja, dass die deutsche Presse kein bißchen über Gilad Shalit Schicksal schreibt. Wahrscheinlich weiß Niebel nichtmal davon.

    Bin definitiv gespannt, ob da eine Antwort kommt.

  25. Zahal says:

    Das tut gut, wer mag, beteiligt sich daran:

    Many Prominent Europeans Launch Pro-Israel Initiative

    Under the leadership of former President Aznar of Spain, a distinguished group of (mostly)Europeans have organized a strong defense of the Jewish State.You can join them by signing their statement of purpose.

    Last week President Aznar published a vigorous defense of Israel in the Times of London.

    Please help publicize this initiative by emailing this post to friends, families, Rabbis, Pastors, etc. and by posting it on social networking sites like Facebook.

    Thank you.

    http://www.onejerusalem.org/2010/06/many-prominent-europeans-launc.php

    Ausserdem kann jeder jemanden schreiben, wenn etwas nicht passt, die Klugscheisser wird es immer geben, gerade bei offenen Briefen.

  26. Yael says:

    Diese nutze solche Aktionen zu propagandistischen Zwecken und zur internationalen Aufwertung. Damit werde die Position der moderaten Palästinenser geschwächt. Die Hamas, deren Charta zur Vernichtung Israels aufruft, steht auf der Terrorliste der Europäischen Union. Wie man mit einem geschworenen Feind reden und Koexistenz, gar ein Friedensabkommen erzielen soll, darüber machen sich die Besserwisser und Gutmenschen dieser Welt keine Gedanken. Für sie ist Israel immer der Täter, und alle anderen sind Opfer.

    Bei Dirk Niebels Aktion stellen sich Fragen. Ist dem Minister nicht bewusst, in welch prekärer Zeit er Einlass nach Gaza begehrte? Fehlt es dem Minister an Urteilsvermögen, wenn er öffentlich betont, es sei „für Israel fünf vor zwölf“? Oder will er Deutschland emotional gegen Israel aufbringen? Die Kanzlerin hat wahrlich schon genug Probleme.

    http://www.welt.de/debatte/kommentare/article8118507/Dirk-Niebels-fragwuerdige-Klaeranlagen-Mission.html#reqRSS

  27. charly says:

    Also ich finde die zitierten Äusserungen Herrn Niebels zweifellos dämlich und unpassend. Aber ich frage mich, ob da nicht möglicherweise auch manches in der Kommunikation von israelischer Seite schief lief.
    (Im Vorfeld)
    Wir kennen ja nun nur die von den Medien genussvoll breitgetretenen Äusserungen Niebels, nicht die Vorgeschichte.
    Niebels Worte waren nicht diplomatisch geschickt.
    Schon mancher Politiker hat unbedacht geäusserte Worte bereuht. Das wird mit sachlich geäusserter Kritik eher erreicht, als wenn man ihn fragt, ob er durchgeknallt sei. Hier mal noch ein Link zu Niebels Verbindung mit Israel:
    http://www.deutsch-israelische-gesellschaft.de/news_aktuelles/101_006.html

  28. Zahal says:

    Habe Antwort von der DIG, es wird Ärger für herrn Niebel geben.

    Ich bin einfach sprachlos, wie der Vizepräsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft auf Kosten von Israel versucht Aufmerksamkeit für sich persönlich zu erregen, obwohl er zumindest aus seinem Beraterteam wissen muss, dass dieses Territorium für hochrangige Politiker gesperrt ist.

    Auch bei dem Präsidenten der DIG, Dr. Johannes Gerster, hat das Verhalten seines Vertreters offensichtlich zu Verstimmungen geführt, da Herrn Niebels Äußerungen in den Medien nicht mit den Zielen unserer Gesellschaft zu vereinbaren sind.

    Er versuchte telefonisch mit seinem Freund in Israel Kontakt aufzunehmen, doch konnte dort nur den persönlichen Referenten und Leiter des Ministerbüros, Christian Grün, erreichen. Die Antworten, die er von ihm erhielten waren inhaltlich deckungsgleich mit den Stellungnahmen, die Herr Niebel vor Ort verbreiten ließ und dürfte für Herrn Gerster unbefriedigend ausgefallen sein. Die Geschäftsführerin der DIG teilte uns daraufhin mit:

    Nach dem vorgesehenen Gespräch mit Minister Niebel wird sich der DIG-Präsident schriftlich und in Interviews mit rbb, NDR und BR zu den Vorgängen äußern.

  29. Ben Becker says:

    Ich finde dieser offene Brief bassiert sehr stark auf Emmotionen (die dem Empfänger selbst zum Vorwurf gemacht werden) man könnte es sogar schon offenen Hass nennen.
    Etwas mehr Sachlichkeit und Ruhe täten dem Ganzen sicher gut, sonst drückt sich der Verfasser in eine Ecke in die er eigentlich nicht will.

  30. Yael says:

    @Zahal

    gibt es schon eine offizielle Äußerung der DIG?

    @Ulrich

    irgendwas stimmt nicht, meine Beiträge werden nicht immer sofort veröffentlicht.

  31. Zahal says:

    Yael says:
    June 21, 2010 at 20:12
    @Zahal

    gibt es schon eine offizielle Äußerung der DIG?

    Offiziell hat sich Niebel entschuldigt, aber sehr fadenscheinlich.

    http://www.bild.de/BILD/news/telegramm/news-ticker,rendertext=13025652.html

    Herr Gerster wird sich in einem Interview dazu äussern…..

    @Ulrich

    irgendwas stimmt nicht, meine Beiträge werden nicht immer sofort veröffentlicht.

    Es kann sein, wenn zuviele Links darin enthalten waren, daß sie erst einmal im Spam landen……ist mir auch schon passiert.

  32. Ben, sicherlich war mein Brief auch emotional, das ist aber als normaler Buerger oder Blog-Betreiber auch vollkommen okay. Dieser Mann aber vertritt nicht seine eigenen Ideologien und Sorgen, sondern ist Minister eines Landes und sollte sich demensprechen professionelle und neutral verhalten. Wenn ich ein israelischer Minister waere, wuerde ich mich sicherlich nicht so ausdruecken. Ich denke aber, wenn jemand die eigene Existenz und die seines Landes indirekt gefaehrdet ohne es zu merken, ist ein wenig emotionale Reaktion angebracht, auch wenn Herr Niebel vielleicht nicht versteht, wie ernst es hier ist und dass politische Ermutigungen von Terrororganisationen real zu Toten fuehren koennen und kein politisches Koalitionsspielchen in Deutschland sind.

  33. Ben Becker says:

    Uli, jeder hochrangige deutsche Politiker bekommt doch täglich Mails die angefüllt sind mit Beschimpfungen, Vorwürfen und Drohungen. Es ist sicherlich leichter sich darin einzureihen, als ernsthaft beachtet zu werden.
    Äußerungen wie z.B. “Sind Sie jetzt vollkommen durchgeknallt?” nehmen solchen Briefen in meinen Augen jede Chance auch nur im Ansatz ernst genommen zu werden.

  34. Da magst du Recht haben. Dieser Satz wird dafuer sorgen, dass Herr Niebel darauf eher nicht antworten wird, und ja, es ist emotional und damit ist man in ‘vernuenftigen’ Diskussionen disqualifiziert und wenn ich die Chancen auf eine Antwort erhoehen wollte, haette ich das natuerlich draussen lassen muessen. Die Emotionen, die Emotionen… ;)

  35. Evergreen says:

    Vielleicht rufst du mal bei Niebel an, wenn er wirklich nicht antwortet.
    Wenn er doch so ein “guter Freund” Israels ist, dann wird er doch für dich ein offenes Ohr haben.
    Ausserdem hast du hunderte Leser-Tendenz steigend, die FDP ist auf dem absteigenden Ast.

  36. Gwunderi says:

    «Es ist für Israel fünf Minuten vor Zwölf.» Israel sollte jetzt jede Chance nutzen, «um die Uhr noch anzuhalten».

    Sonst halt selber schuld – genau das sagt hier Herr Niebel. Welche Chance sollte denn Israel jetzt nutzen, wenn ihm keine geboten wird – ausser den vollständigen Rückzug bis zur Selbstauflösung natürlich. Ist das die Alternative, die Israel “nutzen” sollte?

  37. New World Order says:

    @Ulrich J. Becker

    “Dieser Mann aber vertritt nicht seine eigenen Ideologien und Sorgen, sondern ist Minister eines Landes und sollte sich demensprechen professionelle und neutral verhalten.”

    Puehehehehe. Stichwort: Eier-lon

  38. New World Order says:

    Ich finde, hier ist man ein wenig zu streng mit dem Niebel. Ob er das hätte wissen müssen oder nicht, sei mal dahingestellt. Aber wie man die Medien versteht, wurde dem man in allerletzter Minute abgesagt. In diesem Zusammenhang, denke ich, darf man schon ein wenig stinkig sein. Der Spruch “5 min vor 12″ geht allerdings garnicht. Klingt ja wie eine Drohung.

  39. Achtung, wir sind doch nicht ganz allein mit unserer Kritik:

    Lizas Welt – Um zwölfe wird zurückgeniebelt

    Dirk Niebels anmaßendem Auftritt in Israel.

    Schon der heilige Jähzorn, mit dem Dirk Niebel auf das Einreiseverbot in den Gazastreifen reagierte, ist verräterisch: Die israelische Regierung, empörte sich der Entwicklungshilfeminister und Ex-FDP-Generalsekretär, habe einen „großen außenpolitischen Fehler“ begangen und mache es momentan selbst ihren „treuesten Freunden“ schwer, ihr Handeln zu verstehen. Ihre Ankündigung, die Gaza-Blockade zu lockern, sei „nicht ausreichend“; vielmehr müsse der jüdische Staat „jetzt liefern“, sich außerdem „darüber klar werden“, wie er „im internationalen Kontext in Zukunft auch mit seinen Freunden zusammenarbeiten will“ und darüber hinaus „für mehr Transparenz“ sowie „eine neue Partnerschaft“ sorgen. Die Blockade sei „kein Zeichen von Stärke, sondern eher ein Beleg unausgesprochener Angst“. Kurzum: „Es ist für Israel fünf Minuten vor zwölf“, weshalb es jetzt „jede Chance nutzen“ müsse, „um die Uhr noch anzuhalten“.

    Verräterisch ist diese Diktion vor allem deshalb, weil sie eine narzisstische Kränkung offenbart, die – wie es mit narzisstischen Kränkungen zwangsläufig so ist – umgehend nach Vergeltung schreit: Was hat Niebel nicht alles für Israel getan! Hat in einem Kibbuz ein Jahr lang Fischzucht und Landwirtschaft betrieben, sich trotz knapp bemessener Freizeit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft als Vizepräsident zur Verfügung gestellt, gegen die Linkspartei und insbesondere Norman Paech gewettert, der Hizbollah den Kampf angesagt und sogar einen „Fight Terror, support Israel“-Aufkleber auf sein Köfferchen gepappt. Er hat das jedoch offenkundig nicht als selbstverständlich betrachtet, sondern anscheinend geglaubt, dafür stehe Israel auf ewig tief in seiner Schuld. Und jetzt: diese Undankbarkeit! …

    http://www.lizaswelt.net/2010/06/um-zwolfe-wird-zuruckgeniebelt.html

  40. Yael says:

    “Es kann sein, wenn zuviele Links darin enthalten waren, daß sie erst einmal im Spam landen……ist mir auch schon passiert.”

    Ich weiß Zahal. Aber in einem war nur ein Link, im anderen gar keiner. Deswegen wundert es mich.

    @Ulrich, Niebel wird nicht antworten, wenn überhaupt nur einer seiner Mitarbeiter und dann auch nur das übliche bla, bla, bla. Das läuft hier so.

  41. Yael und andere zu dem Haengenbleiben von Kommentaren. Ist leider so, dass bei manchen Nutzern – keine Ahnung warum – alles oder Teile erst mal in die Spam gehen und da nicht non-stop dransitze, dauert das manchmal ein Weilchen, sorry.

  42. Yael says:

    Außenminister Westerwelle und Entwicklungshilfeminister Niebel haben bewiesen, dass es ihnen an Verständnis für die Lage in Nahost mangelt.

    Aber in Jerusalem war man zurückhaltend. Man bot Niebel jedoch an, einen Staatssekretär zur Eröffnung des Baus einer Kläranlage zu schicken.

    Offenbar hat der Minister von seinem ehemaligen Parteifreund Jürgen Möllemann gelernt, dass man es an nachrichtenarmen Wochenenden auch mit kleinen Aufregern in die Hauptnachrichtensendungen schafft. Und tatsächlich konnte Niebel sich dann im „Heute Journal“ als humanitärer Kämpfer für die gerechte Sache gerieren und bei der israelskeptischen deutschen Bevölkerung punkten, die ohne diesen inszenierten Skandal wohl kaum Notiz von der Reise des Ministers genommen hätte. Dabei gilt Niebel, anders als früher Möllemann, durchaus als Freund Israels. Aber wenn die Zustimmungswerte so im Keller sind wie im Moment bei der FDP, greift man offenbar zu jedem Mittel, um sich ins Gespräch zu bringen.

    Niebels Parteifreund, Außenminister Guido Westerwelle, setzte dann zum Erstaunen der Israelis noch einen drauf und erklärte kurzerhand eine gänzliche Aufhebung der Blockade zur neuen Linie der deutschen Außenpolitik. Wenn dem tatsächlich so wäre, müsste sich die Bundesregierung allerdings fragen lassen, ob sie dann die Verantwortung für den nächsten Nahostkrieg gleich mit übernehmen will.

    Die deutsche Außenpolitik hat sich am vergangenen Wochenende also als Dilettantenstadel gezeigt, dem es an grundsätzlichem Verständnis für die Lage in Nahost mangelt.

    http://www.welt.de/debatte/kommentare/article8129656/Eklat-wegen-eines-Fotos-mit-Schaufel.html

  43. Yael says:

    “Yael und andere zu dem Haengenbleiben von Kommentaren. Ist leider so, dass bei manchen Nutzern – keine Ahnung warum – alles oder Teile erst mal in die Spam gehen und da nicht non-stop dransitze, dauert das manchmal ein Weilchen, sorry.”

    Immer ich (heul). Nein, im Ernst, ist schon okay. ;)

  44. Yael says:

    Steinmeier wirft Niebel “Hemdsärmeligkeit” vor

    Kein diplomatisches Geschick, nur vordergründige Inszenierung: Mit seiner Israel-Schelte hat sich Entwicklungsminister Niebel jetzt auch harsche Kritik vom SPD-Fraktionsvorsitzenden Steinmeier eingehandelt.

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,702030,00.html

  45. Zahal says:

    Die ersten offiziellen Erklärungen der DIG:

    DIG Berlin und Potsdam und DIG Frankfurt können Israel-Äußerungen von Dirk Niebel nicht nachvollziehen

    Zwei große Arbeitsgemeinschaften der Deutsch-Israelischen Gesellschaft haben Kritik an den Äußerungen von Bundesminister Dirk Niebel geübt. Die Frankfurter Vorsitzende Claudia Korenke und der Berlin-Potsdamer Vorsitzende Jochen Feilcke wörtlich: „Die aktuellen Israel-Äußerungen des Bundesentwicklungsministers und DIG-Vizepräsidenten Dirk Niebel sind nicht nachvollziehbar. Die Aussage, es sei für Israel ‚fünf Minuten vor 12‘ und Israel sollte jetzt jede Chance nutzen, ‚um die Uhr noch anzuhalten‘, hat nichts mit legitimer Kritik zu tun. Was passiert eigentlich nach Meinung Niebels, wenn es 12 Uhr ist?“

    „Die Deutsch-Israelische Gesellschaft steht ohne wenn und aber für die Freundschaft zwischen unseren beiden Staaten. Das heißt nicht, dass wir stets alle Maßnahmen der Regierung Israels gut heißen – so hätte eine Einreisegenehmigung für Bundesminister Niebel Israel und uns Ärger erspart – es gehört allerdings nicht zu unseren Aufgaben, Israels Sicherheitspolitik mit unseren Maßstäben zu bewerten. Niebel hätte wissen müssen, daß Israel in der angespannten Situation wenig Verständnis und Zeit für noch so gut gemeinte demonstrative Besuche aufbringt. Wie prekär die Lage für Israel ist, zeigt nicht zuletzt die Tatsache, daß selbst einem guten Freund wie ihm die Einreise nach Gaza verwehrt wird.“

    „Für uns ist klar: Unter Freunden und in der Familie spricht man miteinander, nicht übereinander“, so Korenke und Feilcke abschließend.

    Jochen Feilcke

    Deutsch-Israelische Gesellschaft

    Arbeitsgemeinschaft Berlin und Potsdam

    Vorsitzender

    Zum Hängenbleiben noch einmal, gerade wurde ein Posting von mir OHNE Link unter Moderation gestellt, ich warte also einfach ab.

  46. Zahal says:

    Passt zwar nicht zum Thema, ist aber trotzdem wichtig:

    Veranstaltungs-Hinweis/Solidaritätsaktionen

    Der spanische Ex-Premier Aznar ist einer der wenigen, die sich gegenwärtig öffentlich mti Israel solidarisieren. Hierzu hat er mit anderen Persönlichkeiten eine Initiative gegründet:

    http://www.friendsofisraelinitiative.org/index.php

    Fällt Israel, fällt auch der Westen, also Solidarität mit Israel hilft auch Europa. Unterschreiben bitte.

  47. Evergreen says:

    “Steinmeier wirft Niebel “Hemdsärmeligkeit” vor”

    BlaBla. Immer diese Opportunisten, machen auf Israels Rücken ihren Wahlkampf. Steinmeier ist doch der Araberfreund schlechthin, man erinnere sich an sein Geheule wärend der Gaza-Offensive.
    Sowieso ist er farblos. Diese Lippenbekenntnisse nerven, die haben alle EU-Politiker drauf. Wenn man denn wenigstens ehrlich zu den Israelis wäre und den sagen würde,dass die denen ein Dorn im Auge sind, aber nein. Immer dieses drumherumreden.

  48. Evergreen says:

    Ausserdem soll Niebel mal Darfur besuchen, dort wo es DRINGEND notwenig ist,zu helfen
    Dann kann er den islamfaschistischen Sudanesen ja mit “Es ist 5 vor 12″ drohen. Mal gucken, was dann passiert, aber das traut sich der Niebel nicht, er reitet auf der Welle der Empörung mit.
    Wenn die DIG ihn nicht absetzt, dann weiß ich auch nicht.

  49. Fallschirmjägermütze?
    Die Tragen sau gern ihre Barette!

    Das ist eine sogn. Feldmütze – so wie sie der gute alte Landser trug und heute in Flecktarn wieder trägt. Man erkennt daran zuverlässig den deutschen Soldaten.
    Vatern hätte schwer gezuckt und gedacht er wird zum 2.x abgeholt.

  50. Zahal says:

    @Uli,

    hier finden wir einen gemeinsamen Bekannten wieder.

    Sondersendung zur Mavi Warmara auf Israelheute.com.

    http://www.israelheute.com/

    Videos bitte abspeichern. :-)

  51. Yael says:

    Ursprünglich hatte Niebel behauptet, er habe von den Israelis eine Genehmigung erhalten, den Gazastreifen besuchen zu dürfen – dies sei dann, während seines Aufenthaltes in Israel, angeblich vom israelischen Verteidigungsministerium “verboten” worden. Jetzt sagte er: “Es gab in der Tat Signale von israelischen Regierungsstellen, die uns hoffen ließen, dass ein Besuch in Gaza möglich sein könnte.”

    “Nur Vertreter internationaler Organisationen dürfen einreisen”

    Ein Sprecher des israelischen Außenministeriums sagte diesem Korrespondenten auf Anfrage jedoch, dass es keinerlei “Signale” gegeben habe. Vielmehr sei es eine stehende Politik Israels seit langer Zeit, keine “bilateralen Gäste” in den Gazastreifen reisen zu lassen. Lediglich Politiker internationaler Organisationen hätten von Israel eine Genehmigung erhalten, den Grenzkontrollpunkt Eres in Richtung Gaza zu passieren, wie zum Beispiel der UNO-Generalsekretär und die außenpolitische EU-Kommissarin Ashton. Der Sprecher fügte hinzu, er habe sich bei dem Direktor der Europa-Abteilung des Außenministeriums rückversichert. Niebel habe entweder Äußerungen israelischer Diplomaten “völlig missverstanden” oder er sei von jemandem “in die Irre geführt worden”.

    http://www.israelnetz.com/themen/aussenpolitik/artikel-aussenpolitik/datum/2010/06/22/niebels-rueckzieher/

  52. charly says:

    Hier ist mein offener Brief an Herrn Niebel, ich finde weiterhin, dass man den Mann jetzt nicht in die Möllemann-Ecke drängen sollte, hier sollte man sich deutlich abregen, es gibt wirklich weit übleres, wie eben:

    http://www.n-tv.de/politik/Bundestag-appelliert-an-Israel-article930371.html

    Sehr geehrter Herr Niebel,
    entgegen der Meinung vieler anderer Israelfreunde finde ich ihre Äußerung „für Israel sei es fünf vor Zwölf“ eine sehr passende Metapher.
    Davon, darin eine an Israel gerichtete Drohung zu sehen, möchte ich einmal absehen, bei allem was man sonst so von Ihnen weiß.
    Ich nehme an, es ist wirklich die Sorge, die ich teile, wenn man auf die zunehmende Isolation Israels in der Welt und die sich abzeichnende Achse Türkei-Syrien-Iran blickt, die Sie zu diesem Schluss kommen lässt.
    Typisch für viele wohlmeinende Freunde und westliche Politiker, ist der gutgemeinte Rat, Israel solle die Uhr anhalten. Ich höre sie regelrecht ticken, die Pendeluhr in „High Noon“.
    All die gutgemeinten und altklugen Ratschläge aus der sicheren Distanz – so wirkungsvoll wie der Griff nach dem Pendel der Uhr.
    Die Israelis, vielleicht von Avneri & Co abgesehen, haben verstanden, dass sich die Erde trotzdem weiterdrehen wird, unaufhaltsam, auch ohne das nervöse Ticken.
    Die Uhr-anhalten-Ratschläge sind so wirkungsvoll, wie die deutsche Marine vor der Küste Libanons, gegen die Scud-Raketen, die via Syrien an die Hisbollah gehen.
    Wenn dann deutsche Politiker fraktionsübergreifend ein Ende der Seeblockade gegen Gaza fordern, wird die Uhr der Mörderbande vorgestellt, als könne man es nicht erwarten. Das ist Ignoranz pur und regt mich grad viel mehr auf, als Ihre Worte. Und dann macht man auf Rumpelstilzchen, wenn die IDF zu Neujahr wieder Blei gießen muss.
    Indes unser Held muss sich bereit machen sich dem Unausweichlichen zu stellen. Er hat versucht, seinen Frieden zu machen, lange hat er den unvermeidlichen Bruch mit der Türkei zu vermeiden gesucht. Er muss sich rüsten für den Show – Down, und er braucht echte Freunde, jetzt besonders. Die Feiglinge ziehen das Genick ein und gehen in Deckung.
    Die Standhaften stehen hinter ihm, ob sich das nun der sich längst abwendenden Masse leicht verständlich machen lässt oder nicht.
    Deshalb bitte ich Sie, ein standhafter Freund Israels zu sein.
    Setzen Sie sich mutig gegen solch blödsinnige Forderungen, wie ein Ende der Seeblockade ein.
    Das wäre nicht so populär wie jegliche, öffentlich mit Freuden aufgenommene, Israelkritik – ob berechtigt oder nicht ist da ganz egal – aber anständig.
    Mit freundlichem Schalom,
    Charly

  53. jerry says:

    was ich an Dick Niebel zu kritisieren habe, ist die Tatsache seinen PR-Egoismus vor die Interessen Israels gestellt zu haben.

    Man hatte ihn gebeten und ihm erklärt, warum möglichst keine Prominenten nach Gaza reisen sollten, nämlich um der Hamas Diktatur keine publicity zu gewähren.

    Ein wahrer Freund würde das verstehen und respektieren.

  54. mike hammer says:

    #charly
    sehr diplomatisch, klug und treffend! ich fürchte aber das der niebel vor dieser “AKTION” sich beraten hat und die seite mit bedacht gewählt hat
    auf die er sich schlägt. die fdp hat bei den lezten bunestagswahlen als einzige partei in schland sich (versehentlich?) gegen die verschärfung des waffengesetzes gestellt und die meisten stimmen der legalen waffenbesitzer und ihres anhangs erobert. (es sind in schland sicher 4000000 sportschützen und jäger.) für eine kleine partei lohnt sich manchmal gegen den strom zu schwimmen. in diesem fall sind wohl petrodollars im spiel oder einfach profilirungsversuche gegenüber einem schwächlichen westerwelle.
    wenn die arabischen staaten die UN kaufen können, wie schwer wäre es den niebel zu kaufen, einen blassen aparatschik der fdp, den kaum einer kennt?
    PS: auch meine und etliche meiner freunde stimme
    hatte die fdp wegen ihrer antiverschärfungspolitik
    erhalten! das schmerzt mich jezt sehr! ;)

  55. charly says:

    Wenn das stimmt sollte man ihn erst recht ignorieren und zur Tagesordnung übergehen, dann sind alle Aufregungen ofizieller Art die Bühne, die er wollte. Mag das immer noch nicht recht glauben, aber evtl. bin ich wirklich zu naiv.
    Fakt ist, wenn Zentralrat, Israel, DIG ihn kritisieren wird der Sch… nur am kochen gehalten und der PR-Effekt erhöht, wir sollten uns um anderes sorgen, wenn dem so ist wird Israels Existenz so wenig an seiner Freundschaft wie an Erdogans hängen.

  56. Zahal says:

    charly says:
    June 22, 2010 at 19:33

    Jeder formuliert so, wie er denkt schreiben zu müssen. Schlimmer ist, wie du schon auf den Bericht von N-TV hinweisr, dass diese Woche im Bundestag beschlossen werden soll, die Seeblockade aufzuheben…also Deutschland an der Seite des Djihads……

    Habe gestern und heute mehr als 50 Mail an die Bundestagsabgeordneten geschrieben, solltet ihr auch tun.

    Beispiel:

    Sehr geehrter Herr,

    wie die israelkritische/antisemitische Süddeutsche Zeitung meldet, soll in der kommenden Woche ein gemeinsamer Entschließungsantrag aller Parteien mit Ausnahme der SED gegen Israels Seeblockade des Gaza-Streifens verabschiedet werden.

    Ich bitte Sie hiermit inständig, diesem anti-israelischen Treiben Einhalt zu gebieten.

    Eine solche Entscheidung würde das in diesem Fall eben nicht gesunde Volksempfinden, das durch tendenziöse Berichterstattung der linken MSM gelenkt wird, weiter gegen Israel aufbringen.
    Fakt ist, dass es im Gaza-Streifen keine humanitäre Krise gibt.

    Fakt ist, dass es im Gaza-Streifen keine humanitäre Krise gibt. Schauen Sie sich bitte diese Bilder an:

    http://backspin.typepad.com/backspin/2010/06/scenes-from-the-worlds-biggest-concentration-camp.html

    Goldmarkt in Gaza

    http://translate.google.de/translate?hl=de&sl=ar&u=http://www.paltoday.ps/arabic/News-64161.html&ei=RukPTJP2Dsn94Abjj4CfDA&sa=X&oi=translate&ct=result&resnum=1&ved=0CBwQ7gEwAA&prev=/search?q=http://www.paltoday.ps/arabic/News-64161.html&hl=de&cli

    Kaufhäuser in Gaza

    http://heplev.wordpress.com/2010/06/14/gaza-die-%e2%80%9euberwaltigende-qualitat-des-sehr-gewohnlichen%e2%80%9c/

    Bevölkerung kämpft mit Übergewicht

    In einem Bericht der WHO über den Gesundheitszustand der Gaza-Bewohner, wurde eine weite Verbreitung von Übergewicht, besonders bei Jugendlichen festgestellt. Bei den Jugendlichen zwischen 10-16 Jahren sind 15,9% übergewichtig. Bei den Frauen gibt es 24,6% Übergewichtige, bei den Männern 6,5%.

    Dagegen konnten nur 1,5% untergewichtige Babys gefunden werden, Tendenz seit der letzten Studie sinkend.

    Noch ein Beweis, dass die dortige Terrororganisation Hamas keine Hilfen benötigt…..

    http://www.enabc.de/include.php?path=news

    Fakt ist, dass Israel anstandslos Hilfslieferungen auf dem Landweg in den von der radikal-islamischen Hamas kontrollierten Gaza-Streifen liefert.

    Trotzdem schreibt die Tagesschau heute:

    Schätzungen zufolge erfolgt die Versorgung der palästinensischen Zivilbevölkerung mit allen lebensnotwendigen Waren zu 90 Prozent durch die so genannten “Schmugglertunnel” zwischen dem Gazastreifen und Ägypten.

    http://www.tagesschau.de/ausland/gaza894.html

    Das dies NICHT stimmt, geht hier hervor.

    1.) ab dem 25.04.2010

    http://heplev.wordpress.com/erste-sahne-andere-2/humanitares/

    2.) Gesamt Lieferung 2009 hier:

    http://heplev.wordpress.com/2010/03/07/waffenstillstand-und-friedfertigkeit-1-7-3-10-2/

    Humanitäre Statistiken 2009:

    – 738.576t humanitärer Güter (30.576 LKW-Ladungen) wurden in den Gazastreifen geliefert.

    – 10.544 Patienten und Begleiter verließen den Gazastreifen nach Israel.

    – 4.883t medizinischer Ausrüstung und Arzneimittel gingen in den Gazastreifen.

    – 44.500 Impfdosen gegen Schweinegrippe wurden in den Gazastreifen geliefert.

    Die Grenzen sind offen,

    Es ist an der Zeit, Israel für seine Lockerung der Boykottmaßnahmen zu beschimpfen
    Wenn dies kein Tunnelblick ist, was dann?

    „Ich will kein Ende der Blockade“, schreit er. „Ich habe 11 Familienmitglieder zu versorgen. Wie sollen wir unseren Lebensunterhalt sichern, wenn die Blockade endet und sie die Tunnel schließen?“

    Nicht namentlich genannter Tunnelbauer, zitiert von The Media Line.

    http://backsp.wordpress.com/2010/06/20/tunnelblick/

    Eine zusätzliche Öffnung auf See ist daher unnötig und beinhaltet unabsehbare Risiken.

    Denn auch Fakt ist, dass die UNIFIL-Mission vor der Küste Libanons nachweislich nicht in der Lage war und ist, Waffenlieferungen an Islamisten zu verhindern.

    Helfen Sie nicht, den als Antizionismus getarnten neuen, vorwiegend linken, islamistischen Antisemitismus weiter hoffähig zu machen. Eine andere Absicht hat dieser Entschließungsantrag nämlich nicht.

    Israel hat es schwer genug.

    Mit freundlichen Grüßen

    Und es geht ganz einfach:

    öffnet diese website: http://www.bundestag.de/bundestag/index.jsp – öffnet dann links die Zeile “Abgeordnete” und geht auf “nach Bundesländern” oder “Gesamtliste”.
    Zu jedem Abgeordneten gibt es ein Profil, in dem man rechts unter Kontakt ein Schreibfeld öffnen kann, wenn man auf “E-mail an…..” klickt.
    Jetzt könnt ihr den Brief einfach in das Schreibfeld hineinkopieren (Nicht vergessen XY mit dem Namen auszutauschen!)

  57. mike hammer says:

    #charly
    du hast recht.
    ist schweigen ist eine waffe von der juden zu selten gebrauch machen? :roll:

  58. Joram says:

    @Zahal,

    schon von der Fraktiondisziplin gehört? Nur im GG hat der Bundesabgeordneten sein Gewissen zu folgen. In der Tagespolitik wird er seinen Fraktionsvorsitzendem folgen. Für einen Bundestagabgeordenten ist die nächste Bundestagwahl und die Aussstellung als Kandidat auf einem sicheren Listenplatz wichtiger als ein paar Juden dort unten im Israel, die kein Wahlrecht in Deutschland haben. Und die Stimmen bei dem verblödeten israelhassenden deutschen Wahlvolk will man sich nicht verscherzen. Es gibt ca. 25% Antisemiten in Deutschland, und über 50% der Deutschen sind Israelkritisch. Ist das nicht ein schönes Stimmenreservoir? Lohnt es sich für einen SPD Abgeordneten aus hessischen Provinz diese Stimmen auf Spiel zu setzen? Für wen? Für irgendwelche Juden? Man muss schon realistisch bleiben. Wenn Israelische Regierung keine vernünftige PR Arbeit machen kann, dann muss Israel diese Wahn in Kauf nehmen und diese Idioten einfach ignorieren.

  59. Zahal says:

    Joram,

    egal wie, ich werde es nicht ignorieren, obwohl ich wirklich auch von der PR Arbeit der israelischen Regierung enttäuscht bin, ja, das muss ich ehrlich zugeben, aber es steht mehr auf dem Spiel denke ich……
    Shalom

    Übrigens auch ein gutes Blog, der Partei für Israel nimmt.

    http://www.suedwatch.de/blog/

    fragt zum Beispiel nach den “Kläranlagen” :-)

  60. Joram says:

    Als überzeugte Zionist bin ich weit entfernt davon Israel zu kritisiern. Aber das Versagen der Regierung auf dem PR Feld läßt mir an Verstand des MP und seinen Minister zweifeln. Es kann nicht sein, dass diese Sisyphusarbeit die Diaspora in seiner eigener Regie übernehmen sollte. Die Bloger tun schon genug, aber sie kommen gegen die geballten Macht der MassMedien nicht an. Die Anstrengung der Regierung in Jerusalem soll sich nicht nur an der Bekämpfung der militanten Terrorismus konzentrieren, sondern an die Bekämpfung der geistigen Terrorismus der Medien weltweit. Solang die Islamisten und palästinensische Betonköpfe die Propagandahöheit beherschen ist Israel nur ein Prügelknabe. Irgendwann erwarte ich intelligente PR Lösungen von PM und seiner Regierung. Den Wahn der Medien und des verblödetesnVölkes kann man nicht mit Hausmittelchen bekämpfen. Da müssen Antibiotika ran!!!
    Das ist neben der Verteidigung des Landes die wichtigste Aufgabe Israels. Das Bild Israels zu verbessern. Und wie man das tut, muss sich ein neugebildetes ThinkTank ausdenken.

  61. Joram says:

    @Uli
    ich lese gerade in meinem Kommentar:
    “Your comment is awaiting moderation.”

    Wenn ich hier nicht erwünscht bin, dann sage mir das direkt. Ich muss hier nichts schreiben. Anders als NWO und seinergleiche pflege ich nicht mich aufzudrängen dort wo ich ungern gesehen bin.

  62. «Es ist für Israel fünf Minuten vor Zwölf.» Israel sollte jetzt jede Chance nutzen, «um die Uhr noch anzuhalten».

    Je mehr ich auf diesen Satz schaue, desto schummriger wird mir vor Augen. Was soll der Satz ausdrücken? Ich versuch’s mal:

    1.) Für Israel gilt nicht die Uhrzeit wie für andere Staaten, sondern die für Israel geltende wird woanders bestimmt, in Deutschland beispielsweise. Israel hat die dem Land und seinen Bürgern zugebilligte Uhrzeit zu akzeptieren.

    Israel steht außerhalb der einer anderen Uhrzeit folgenden internationalen Staatengemeinschaft, die dem Land diktiert, was es zu tun hat (sonst stünde da nicht “für Israel ist es 5 vor 12″, sondern “es ist 5 vor 12).

    2.) Israel soll sich einem aussichtslosen Unterfangen widmen, nämlich, die Uhrzeit anzuhalten. Wie jeder weiß, kann man aber die Uhrzeit nicht anhalten, auch nicht, wenn man “jede Chance nutzt”.

    Es steht von vornherein fest, daß Israel dem Ansinnen nicht genügen kann, selbst wenn es wollte.

    Den Strafen steht nichts mehr im Wege. Vielleicht werden sie von Dirk Niebel und seiner FDP festgesetzt?

  63. Zahal says:

    Joram says:
    June 22, 2010 at 22:56
    @Uli
    ich lese gerade in meinem Kommentar:
    “Your comment is awaiting moderation.”

    Ist mir heute auch schon ein paarmal passiert, hat nichts mit dir zu tun…….

  64. Zahal says:

    Joram says:
    June 22, 2010 at 22:52
    Als überzeugte Zionist bin ich weit entfernt davon Israel zu kritisiern. Aber das Versagen der Regierung auf dem PR Feld läßt mir an Verstand des MP und seinen Minister zweifeln. Es kann nicht sein, dass diese Sisyphusarbeit die Diaspora in seiner eigener Regie übernehmen sollte. Die Bloger tun schon genug, aber sie kommen gegen die geballten Macht der MassMedien nicht an.

    Ich gebe dir 100%ig Recht…..

    Die Anstrengung der Regierung in Jerusalem soll sich nicht nur an der Bekämpfung der militanten Terrorismus konzentrieren, sondern an die Bekämpfung der geistigen Terrorismus der Medien weltweit. Solang die Islamisten und palästinensische Betonköpfe die Propagandahöheit beherschen ist Israel nur ein Prügelknabe. Irgendwann erwarte ich intelligente PR Lösungen von PM und seiner Regierung. Den Wahn der Medien und des verblödetesnVölkes kann man nicht mit Hausmittelchen bekämpfen. Da müssen Antibiotika ran!!!
    Das ist neben der Verteidigung des Landes die wichtigste Aufgabe Israels. Das Bild Israels zu verbessern. Und wie man das tut, muss sich ein neugebildetes ThinkTank ausdenken.

    Auch dort, es ist tatsächlich neben der Verteidigung die wichtigste Aufgabe, dafür MÜSSEN Gelder freigesetzt werden und der Informationsfluss stimmen.

    Wenn das nicht geschieht, wird Israel den Medienkrieg verlieren.

    Habe gerade wieder bei Verenkotte und Engelbrecht ARD kotzen müssen, vor allen Dingen in den Kommentarspalten, dort zeigt sich genau die Erziehungsmethode der deutschen Medien – Falschinformation, Desinformation, Unterlassungsinformation…..zum Erbrechen.

  65. Zahal says:

    Ergebnis der Desinformation heute…..

    Jüdische Tanzgruppe in Hannover angegriffen und mit Steinen beworfen.

    Bei einem Interkulturellen Tag in Hannover-Sahlkamp ist es am Samstag zu einem schweren antisemitischen Zwischenfall gekommen. Nach der Festeröffnung wurde das Programm vorgestellt und erläutert, dass unter anderem eine Gruppe mit israelischen Volkstänzern auftreten sollte. Als die Tänzer der Liberalen Jüdischen Gemeinde auf die Bühne kamen, wurden sie von arabischen und türkischen Kindern mit Steinen beworfen und es wurde gerufen: “Weg mit den Juden”.

    http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Juedische-Taenzer-beschimpft-und-mit-Steinen-beworfen

    Es wird immer gesagt, daß man keine Kollektivstrafe vehängen sollte, wenn von Israel und den Pallis geredet wird, wie aber reagieren die Feinde Israels und der Apologeten und Terrorversteher?

    - In Kalifornien sollte ein israelischer Frachter anlegen. Gewerkschaftler haben ihn boykottiert und 24 Stunden lang nicht anrühren lassen. (Manche Quellen sagen, die Idioten hätten sich vertan und ein chinesisches Schiff boykottiert.) Das Schiff gehört weder dem Staat Israel noch die Firma, die es betreibt. Aber es muss boykottiert werden, weil es israelisch ist.

    - In Frankreich setzt eine Kinokette einen israelischen Film ab und nimmt stattdessen einen über Rachel Corrie ins Programm. (Wenn Israel die Blockade des Gazastreifens aufhebt, dann würde auch der Film gerne gezeigt, sagte die Chefin.) Der Regisseur, die Produktion, keiner hat etwas mit der israelischen Regierung und deren Palästinenserpolitik zu tun. Aber Boykott ist wichtig.

    Es gibt massenhaft weitere Beispiele, die zeigen, dass Boykott, Abstrafung, Ablehnung gegen alles Israelische durch das gerechtfertigt wird, was man eigentlich Israels Regierung anlastet. Im Fall Israels wird nicht weiter unterschieden zwischen Regierung und Opposition, zwischen Herrschern und Volk, zwischen Befürwortern einer Politik und deren möglichen Gegnern. Während in Sachen PalAraber selbst die Anhänger nicht unter dem Tun ihrer Oberen leiden dürfen, sollen Israelis – selbst wenn sie vehemente Gegner der Regierung sind – die „Verantwortung“ und die Folgen tragen müssen.

    Zweierlei Maß? Ja. Wird aber abgestritten.

    Wer verlangt, dass Israel die Gazaner nicht „kollektiv bestraft“, der sollte sich umgekehrt auch daran halten, wenn es um Israel geht. Wird aber nicht gemacht.

    Wie soll man diese Sonderbehandlung der Juden nennen?

    http://heplev.wordpress.com/2010/06/21/kollektive-bestrafungen/

  66. http://www.honestlyconcerned.info/bin/articles.cgi?ID=KO90610&Category=ko&Subcategory=9

    ULRICH W. SAHM – Niebels Rückzieher

    Jerusalem, 22. Juni 2010 – Der FDP-Politiker und Entwicklungsminister Dirk Niebel hat inzwischen mehrere Rückzieher gemacht. Seine Äußerung, es sei für Israel „fünf vor Zwölf“ bezeichnete er in einem Interview mit „Die Welt“ als “unglücklich gewählt, weil sie interpretationsfähig war”. Er habe lediglich das Zeitfenster des Baustopps in den israelischen Siedlungen bis September gemeint, das sich dann schließen werde.

    Entgegen seiner ursprünglichen Behauptung, von den Israelis eine Genehmigung erhalten zu haben, den Gazastreifen besuchen zu dürfen, was dann, während seines Aufenthaltes in Israel angeblich vom israelischen Verteidigungsministerium „verboten“ worden sei, behauptet Niebel jetzt: „Es gab in der Tat Signale von israelischen Regierungsstellen, die uns hoffen ließen, dass ein Besuch in Gaza möglich sein könnte.“

    Derweil hat der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG), Johannes Gerster, nach „gründlichen Recherchen“ eine neue Verlautbarung veröffentlicht. „Kritik hätte man dezenter und diplomatischer äußern können. Wenn sich Freunde, wie Mitglieder der deutschen und israelischen Regierungen öffentlich streiten, schadet dies beiden Seiten und nutzt nur denjenigen, die Zwietracht säen wollen.“

    Gerster behauptet, dass Niebel vor seiner Reise nach Israel vom israelischen Verteidigungsministerium ein „positives Signal“ für eine Fahrt nach Gaza erhalten habe, was „nach dessen Ankunft in Israel vom israelischen Außenministerium konterkariert wurde. Hier traten vermeidbare Defizite zutage.“

    Ein Sprecher des israelischen Außenministeriums sagte diesem Korrespondenten auf Anfrage jedoch, dass es keinerlei „Signale“ gegeben habe. Vielmehr sei es eine stehende Politik Israels seit langer Zeit, keine „bilaterale Gäste“ in den Gazastreifen reisen zu lassen. Lediglich Politiker internationaler Organisationen hätten von Israel eine Genehmigung erhalten, den Grenzkontrollpunkt Erez in Richtung Gaza zu passieren, wie zum Beispiel der UNO-Generalsekretär und die außenpolitische EU-Kommissarin Ashton. Der Sprecher fügte hinzu, sich bei dem Direktor der Europa-Abteilung des Außenministeriums rückversichert zu haben. Niebel habe entweder Äußerungen israelischer Diplomaten „völlig Missverstanden“ oder er sei von jemandem „in die Irre geführt worden“.

    Weiter erklärte der Sprecher, dass ein Besuch Niebels im Gazastreifen in jedem Fall eine gewisse Anerkennung der Herrschaft der seit Juli 2007 an die Macht geputschten radikalislamischen Hamas bedeutet hätte. Denn Niebel wäre unvermeidlich zu seiner eigenen Sicherheit von Streitkräften der Hamas zu der Kläranlage begleitet worden, die er besuchen wollte. Allein das hätte die Hamas propagandistisch nutzen können, um der Welt zu zeigen, dass der deutsche Minister die Kontrolle der Hamas über den Gazastreifen akzeptiere.

    Bei Besuchen in der Autonomiebehörde wechseln offizielle Besucher die Fahrzeuge und ihre jeweiligen Sicherheitsbegleiter, wenn sie von israelisch kontrolliertem Gebiet in palästinensisches Gebiet wechseln. Das hat nicht nur technische Bedeutung, sondern gilt als diplomatisches Symbol einer politischen Anerkennung der jeweiligen Gastgeber. So achten ausländische Besucher auch darauf, den Nationalstander vom Kotflügel ihres Wagens zu entfernen, sowie sie von israelischem Kerngebiet in besetztes Gebiet wechseln. Der Besuch im israelisch besetzten Gebiet wird zu einer „Privatvisite“ erklärt, um nicht den Eindruck zu erwecken, als würden die besetzten Gebiete als Staatsgebiet Israels akzeptiert. Das gilt auch für Besuche in Ostjerusalem.

  67. Yael says:

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    Hallo Joram, das Problem haben einige momentan auch. Ist also nicht persönlich gemeint.

  68. Yael says:

    HAMBURGER ABENDBLATT – Stades FDP-Chef tritt aus Partei aus – Thomas Schalski-Seehann gibt nach Abendblatt-Bericht sämtliche politischen Ämter auf
    Stade. Mit sofortiger Wirkung hat Thomas Schalski-Seehann gestern Nachmittag sein Amt als Vorsitzender der Stader FDP niedergelegt und zugleich seinen Austritt aus der Partei erklärt. Zudem trat er als Regionalvorsitzender des Liberalen Mittelstandes Niederelbe und als Vorsitzender des Liberalen Kulturforums Niederelbe zurück, das er einst selbst mitgegründet hatte. In einer Pressemtteilung erklärte Schalski-Seehann, er wolle seine gesamten parteipolitischen Aktivitäten einstellen und sich darüber hinaus aus dem parteipolitischen Leben in Stade zurückziehen.
    Der Rücktritt Schalski-Seehanns erfolgte nur vier Tage nach Veröffentlichung eines Abendblatt-Artikels, in dem es um umstrittene juristische Aktivitäten des Staders geht. Schalski-Seehann, der in Stade als Rentenberater arbeitet, hatte vor gut einer Woche Strafanzeige bei der Hamburger Staatsanwaltschaft gegen drei Politiker der Partei Die Linke gestellt. Darin warf er den Bundestagsabgeordneten Inge Höger und Annette Groth sowie dem ehemaligen Hamburger Bundestagsabgeordneten Norman Paech im Namen des Vereins “Liberales Kulturforum Niederelbe” Volksverhetzung und Unterstützung einer terroristischen Gemeinschaft vor.
    Die drei Politiker waren an Bord eines der Schiffe, die Ende Mai in Richtung Gazastreifen unterwegs waren und kurz vor ihrem Ziel vom israelischen Militär gestoppt wurden. Nach israelischen Angaben wurden bei dieser Aktion mindestens neun Menschen an Bord eines unter türkischen Flagge fahrenden Schiffes getötet und etwa 50 Menschen verletzt. Andere Quellen gehen von mehr Toten aus. Nach Angaben der Aktivisten ging es darum, die israelische Seeblockade vor dem Palästinensergebiet zu durchbrechen, um dessen Bewohner zu versorgen.
    Thomas Schalski-Seehann wirft den Linken-Politikern vor, sie hätten “durch unwahre Behauptungen in der Öffentlichkeit dazu beigetragen, dass in der Bevölkerung Ressentiments gegen Menschen jüdischen Glaubens geäußert wurden”. Die sogenannte Friedensflotte sei in Wahrheit Teil einer Aktion der Terrororganisation Hamas.
    Nicht nur bei Politikern der Linken, sondern auch in der Stader FDP riefen die Äußerungen Schalski-Seehanns in den darauf folgenden Tagen erhebliches Kopfschütteln hervor. Martin Hollmichel, der stellvertretende Vorsitzende des Liberalen Kulturforums, das die Strafanzeige offiziell gestellt hatte, wusste nichts davon. Auch im Stader FDP-Ortsverein herrschte Unmut über den Alleingang seines Vorsitzenden. Margret Mohrmann, stellvertretende Vorsitzende der Stader FDP, sagte dem Abendblatt, sie sei über das Verhalten Schalski-Seehanns ratlos und sehr ärgerlich. Die Partei stehe nicht hinter der Anzeige.
    Thomas Schalski-Seehann bleibt indes bei seiner Überzeugung: “Ich stehe zu der Anzeige und würde dies jederzeit wieder tun.” In Zukunft wolle er einen Beitrag zu einer “Dissertation zur antisemitischen Kontinuität von SED und Linkspartei” scheiben. Zudem wolle er Organisationen wie die Bundesstiftung zur Aufklärung des SED-Unrechts unterstützen.

  69. Rodolfo says:

    Dummdreiste Lügen, produziert von zionistischen Scharfmachern, deren Existenz davon abhängt, dass die AIPAC jeder US-Regierung zu verbieten vermag, den verbrecherischen Fremdkörper inmitten der islamischen Welt weiter gewähren zu lassen!

    Israel, das ich einstmals bewunderte, hat die Berechtigung seiner staatlichen Existenz in Palästina inzwischen verspielt! Und keine Macht der Erde, auch nicht die Atomwaffen Israels, kann den Untergang dieses Unrechtsgebildes verhindern!

  70. Yael says:

    Ja, Rudolfo, am besten Sie leben Ihren Antisemtismus woanders aus, hier sind Sie falsch.
    Und Tschüss!

  71. jerry says:

    kann den Untergang dieses Unrechtsgebildes verhindern!

    fühlst Du Dich jetzt erleichtert ?

  72. jerry says:

    solche Wi…er provozieren uns schon lange nicht mehr….

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