Danke an Renate fuer die Uebersetzung dieses Israel HaYom Artikels von Boaz Bismuth.

Obamas Islamschmuseoffensive zeigt Auswirkungen: Immer offenere und furchtlosere Gewalt gegen die USA und den Westen. Am Hochtag der Ausschreitungen gingen gleichzeitig 60 Konsularsnotrufe in Washington ein – die schoene neue Obamawelt mit ‘der Religion des Friedens’ (die meisten verstehen halt nicht, dass damit der Friedhofsfrieden gemeint ist)…

 

Von Marokko bis Indonesien – und sogar in Sydney, Australien – setzten die muslimischen Massen über das vergangene Wochenende ihren Aufruhr fort. Im benachbarten Sinai ist die schwarze [El Kaida] Salafisten Flagge über dem Hauptquartier einer multinationalen Beobachtertruppe unter US Kommando gehisst worden. Die US-amerikanischen Botschaften in Ägypten, Tunesien und Jemen wurden erneut angegriffen. Demonstranten in Pakistan brüllten: “Obama, Obama, es gibt eine Million weiterer Bin Ladens!” Was muss noch alles passieren, damit der US Präsident Barack Obama begreift, dass seine Doktrin zum Nahen Osten zerbrochen ist? 

 

El Kaida Freunde hissen ihre Fahne in einem ueberranten Wachturm der internationalen Schutztruppe (MFO) im Sinai…

 

Wie zu erwarten, vertritt der Pressesekretär des Weißen Hauses Jay Carney weiterhin die Erklärung, dass die Aufstände durch ein surreal wirkendes Video entstanden sind, das den Propheten Mohammed kritisiert, und dass die Aufstände in Wirklichkeit auf gar keinen Fall gegen die USA gerichtet sind. Wirklich? Nun, Obamas Realitätswahrnehmung scheint wirklichkeitsgestört, und wir sind in Schwierigkeiten.

 

 

 

Obama wird höchstwahrscheinlich weiterhin die gleiche Ausrede benutzen und dieselbe Politik und Doktrin vertreten, weil eine Richtungsänderung vor Wahlen gleichbedeutend damit ist, sein Versagen einzugestehen. Wie kann eine Regierung, die den großen “arabischen Frühling” mit so vielen Vorschußlorbeeren überhäuft hat, nun zugeben, dass sich bei den arabischen Massen nichts verändert hat, weil ihr Hass gegen den Westen und die USA weiterhin existieren?

 

Obama hat seine erste Amtszeit genutzt, um den Nahen Osten zu verspielen. Er hatte nicht nur versprochen, dass der Dialog mit dem Iran geführt werden würde, und dass – natürlich – der israelisch-palästinensische Konflikt gelöst werden würde, er hat uns auch versichert, dass er in der Lage ist, die Kulturen zu versöhnen. Wer, wenn nicht Obama, der in einem muslimischen Land (Indonesien) gelebt hat, konnte dieser Herausforderung im Anschluss an die Ära Bush entgegentreten?

 

Aber heute ist jedermann klar, dass Obama der Herausforderung nicht gewachsen war. Das ist der Grund, warum er heute so vielen neuen Herausforderungen gegenübersteht. Obama muss nun die Sicherheit seiner Diplomaten, die in der arabischen und muslimischen Welt stationiert sind, gewährleisten. Einem Bericht der The New York Times zufolge, haben mindestens 60 Repräsentanten Amerikas im Verlauf des Wochenendes ihre schriftlichen Notrufe an die US Regierung gesandt.

 

Obama hat es mit komplexen geopolitischen Herausforderungen zu tun. Selbst wenn er weiterhin dem Trailerfilm als Ursprung des Aufruhrs die Schuld gibt, muss er trotzdem zugeben, dass seine Doktrin versagt hat. Obama setzte insbesondere auf zwei Länder, die er gleich zu Beginn seiner Amtszeit besucht hat. Das sind Ägypten und die Türkei, denen gemeinsam ist, dass sie moderne islamistische Regierungen haben. Ankara (Anm. der türkische Zweig der Muslimbruderschaft) befindet sich nun mit Washington in einem Wettbewerb mit offenem Ausgang über Einflussbereiche im Nahen Osten. Und Ägypten hat nun einen Präsidenten der ägyptischen Muslimbruderschaft, der hin- und her schwankt zwischen dem Wunsch, sich Washington freundlich zu halten, einerseits, und seinen Wählern, die die amerikanische Kultur verachten, andererseits. Und mittlerweile hat Obama immer noch nicht auf das iranische nukleare Programm reagiert.

 

Seit seinem Eintritt ins Weiße Haus äußerte Obama die besten Absichten. Er hätte es sich nicht träumen lassen, dass ein Film seinen Traum zerschlägt. Der Film war nur ein Vorwand. Obamas Doktrin und der arabische Frühling haben für kurze Zeit die fortwährende Auseinandersetzung der Kulturen zwischen dem Westen und der arabischen Welt vertuscht; aber nun ist die Wahrheit erneut ans Licht gelangt.

 

Die Außenministerin Hillary Clinton scheint allmählich zu begreifen, was in unserer Region vor sich geht. “Die Menschen in Ägypten, Libyen, Jemen und Tunesien haben die Tyrannei eines Diktators nicht gegen die Tyrannei eines Mob eingetauscht”, sagte sie, indem sie zu einer besseren Zukunft aufrief. Guten Morgen – ob Washington endlich aufgewacht ist?

 

 



4 Comments to “Obamas gescheiterte Doktrin”

  1. jerry1800 says:

    Poll shows Jewish support for Obama in Florida down 7 percent from 2008President still leads over challenger Mitt Romney — 69 percent to 25 percent — with a majority of Jews supporting Democrats on most issues

    http://www.timesofisrael.com/florida-jews-support-for-obama-drops-7-from-2008/

    potzim yehudim

  2. codinenc says:

    Jerry, es bleibt die Frage offen, wie repräsentativ eine Umfrage unter 254 registrierten, jüdischen Wählern in Florida ist? Auch wenn die amerikanischen Juden für ihren (falschen) “Liberalismus” berühmt sind, so kann ich mir nicht vorstellen, dass vom 2008 Messias Hype nur 7 % abgefallen sind.

    Die Luft ist raus bei Hope und Change und die Mehrheit der Romney Wähler sind eigentlich Obama-muss-weg Wähler und hochmotiviert. Es würde mich nicht wundern, wenn von den Demokraten 20 % (die Obama wählen würden) am 6ten November daheimbleiben.

    Meiner Meinung nach wäre für Obama das Ding schon vorbei, wenn die MSM nur halb so kritisch ihm gegenüber wären, wie sie Bush gegenüber waren.

    Nun wurde auch noch Ehud Barak ein Treffen mit dem falschen Messias verwehrt, der sich stattdessen mit Führern von Tunesien und Ägypten treffen wird. Barak ist beliebter bei linken Juden als Netanyahu und hier dürften sich auch noch einmal einige vor den Kopf gestossen fühlen.

    Zu guter Letzt, – zu diesem Zeitpunkt lag Carter auch noch in den Umfragen weit vor Reagan.

  3. jerry1800 says:

    die Aussenpolitik mit den ganzen Verfehlungen des Husain Barak Soetoro ist den Wählern nicht so wichtig wie die ECONOMY.

    Und da siehts – trotz hoher Börsenkurse – nicht besonders gut aus…

  4. Joschua Cohen says:

    Yeah – “Obama, We Are All Osama!”and “Obama, Obama we are a million Osamas!” sounds very much like a plan that comes together.

    Esp. because Obama was boasting around about the killing of Osama as his biggest success.

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