Ulrich J. Becker, Jerusalem, 26.03.5771
Das muss man sich einmal vorstellen: Was muss passieren, damit die recht antiisraelische Obamaadministration sich “ueberrschaft und irritiert” ueber antiisraelische Forderungen von anderen zeigt?
Fragt Herrn Christoph Heusgen, aussen- und sicherheitspolitischer Berater von Angela Merkel! Er schlug einem amerikanischen Diplomaten in einem Treffen vor, Israel zu einem Baustopp zu erpressen.
‘Wollt ihr Hilfe im UN-Sicherheitsrat gegen vollkommen unojektive, boeswillige und antiisraelische Beschluesse? Dann muesst ihr das machen, was wir sagen und aufhoeren zu bauen, selbst wenn das gegen eure Interessen ist.’
Sprich: ‘Falls ihr baut, schliessen wir uns den Antiisraelis an.’
Danke. Ja, echte danke. Wirklich erbaermlich und traurig, was sich Deutschland da geleistet hat.
Von vorne nette Worte, Gelaber ueber ‘historische Verantwortung’ und Sicherheit Israels etc., und von hinten rum Israel ueber die Amerikaner (also auch noch vor Israel verheimlichend) erpressen? Ist es diese ‘deutsche Tugend’, die Merkel und Heusgen hier verewigen wollen, laechelnd und nett von aussen, aber im Herzen Boeses zu wuenschen?
Oder ist die ‘deutsche Tugend’ der persoenlichen, nachtragenden Rache fuer verbale Verletztungen, wie sie anscheinend Herr Heusgen im August 2009 fuehlte, als ihn Netanjahus Berater Uzi Arad angebruellt haben soll. Aber auch in diesem lautstarken Gespraech ging es um das Fabel der deutschen Regierung auf der Siedlungspolitik rumzupochen und Israel bei einem ‘Besuch unter Freunden’ oeffentlich darueber kritisieren zu koennen…
Im Novemeber 2009 kommt dann Heugens Erpressungsbitten an die Amerikaner. Koennte Netanjahus Merkelblamage vom Maerz 2010 wiederum eine israelische Retourkutsche gewesen sein (insofern sie von der deutschen versuchten Erpressung erfahren haben sollten)? Zumindest ging es auch hier darum, was man oeffentlich und was im Verborgenen sagt und die Amerikaner waren wieder zwischen Israel und Deutschland im Spiel und Heusgen aeusserte sich danach abermals empoert und die Siedlungskritik der Kanzerlin folgte auf dem Fuss…
Wissen Sie was, Frau Merkel, ich habe Sie ehrlich gemocht und ihnen ein ehrliches Engagement fuer Israel abgekauft, aber nach dieser – fast schon leidenschaftlichen – Aktion gegen Israel, – wuerde ich doch sehr bitten, wenigstens die Karten auf den Tisch zu legen.
Sie koennen Israels Siedlungspolitik und Netanjahu nicht ausstehen? Ok, aber seien Sie und Herr Heusgen doch ehrlich! Lassen Sie das Gefasel von Freundschaft, Verantwortung und Partnerschaft und sagen Sie dem deutschen und israelischen Volk und der ganzen Weltgemeinschaft, dass Sie sich lieber Israels Feinden und unausgewogenen Kritikern anschliessen wollen.
Sie koennen nicht auf zwei Hochzeiten gleichzeitig tanzen! Entweder Sie sind ein Freund Israels, werden von Israel umarmt und kucken ehrlich und offen, wenn es andere Vorstellungen gibt, wie Sie uns Ihre Sicht anraten koennen, oder Sie benutzen heimtueckisch Dritte um Israel gegen seine grundliegensten Sicherheitsinteressen vorzuschreiben, was es zu tun und zu lassen habe und versuchen es zu erpressen. Aber bitte nicht beides.
Ich hoffe nur, dass das muntere Irangeschaeft Deutschlands nichts mit dieser von Wikileaks aufgedeckten antiisraelischen Passion zu tun hat…



Antiisraelische (lies antijüdische) deutsche Politik?
That’s News?
Raketentechnik an Nasser…Panzer an die Araber…Vertrauensmann der Araber bei Verhandlungen, Vermittler mit Top-Kontakten hinter den Vorhängen, dicke Geschäfte mit den Persern…
Schon mal jemand sich gefragt, warum bei der Terrorgefahrenstufe und der antiislamischen Stimmung in Schland die ja herrschen soll – spätestens seit Sarrazin, aber auch vorher, vor den Synagogen Polizei steht, aber vor nicht einer Moschee?
Ich hab nichts anderes von dem FDJ Hosenanzug erwartet !
Seit wann ist Antisiedlungspolitik das selbe wie antiisraelische Politik, lieber Ulrich, liebes Forum?
@nun ja
seit wann mischen sich “befreundete” staaten durch erpressung in die fremde innenpolitik ein?
nun ja,
ich weiss, dass viele besorgte Weltbuerger Israel mit gutem Absichten von den boesen Siedlungen abbringen wollen, da sie der Meinung sind, dass diese nicht im Interesse Israels sind. Nach Umfragen sieht das die Mehrheit der Israelis (zumindest in Hinblick auf die grossen Siedlungsbloecke) anders und somit richtet sich diese Forderung nicht nur gegen die Linie der israelischen Regierung, sondern auch der israelischen Bevoelkerung und daher denke ich, kann man sie schon “antiisraelisch” nennen.
Aber das all dies koennte man immer noch als ‘Meinung’ abtun, haette Deutschland Israel nicht mit dem ueberaus einseitigen und antiisraelischen Goldstone bericht gedroht, was wirklich schon eine ‘antiisraelische Politik’ ist.
#nun ja
was ist antisiedlungspolitik? drück dich mal genauer aus, sonst versteht dich keiner.
[...] Union, einschliesslich des israelischen ‘Freundes’ Deutschland (sehr passend zu den Wikileaksveroeffentlichungen), das eine “treibende Kraft” hinter diesem Entwurf seien soll, Israel wie einem [...]
[...] Journalist eventuell sogar entgangen, dass nach Wikileaksveroeffentlichungen, Merkels Buero die treibende Kraft fuer mehr einseitigen amerikanischen Druck auf Israel [...]
[...] damals bekamen wir nur dank Wikileaks die fiese Fratze der deutschen Regierung hinter dem netten ‘israelfreundlichen [...]
[...] damals bekamen wir nur dank Wikileaks die fiese Fratze der deutschen Regierung hinter dem netten ‘israelfreundlichen Laecheln’ zu [...]