By Ulrich J. Becker, on January 5, 2011
Achmadinedschad, Barack Hussein Obama, Der Nahe Osten (plus arabische und muslimische Laender), Hamas, Iran, Islamischer / muslimischer Terror, Israel, USA / Vereinigte Staaten von Amerika
Ulrich J. Becker, Jerusalem, 28.03.5771
Im April letzten Jahres hatte ich hier darauf hingewiesen, dass Jordanien das noch fehlende Glied in der fortschreitenden iranischen Umzingelung Israels ist, dass es eine Mehrheit im Volk fuer Hamas gibt, Wahlen lange ueberfaellig sind (und bleiben), Koenig Abdullah sich aggressiv gegen Israel aeussert, und hatte davor gewarnt dass Israels einzig friedlich verbliebene Landgrenze so auch in islamistische Haende fallen koennte. Jetzt gibt es neue Hinweise auf wachsenden iranischen Einfluss…
Im Prinzip ist der Boden reif, wie ich schon damals ausgefuehrt hatte: Antisemitische Karikaturen in den Zeitungen, breite Sympathien fuer Hamas und Islamismus und die offene Frage der Wahlen. Auch Koenig Abdallah II bleibt nicht mehr nur bei seinen ‘Warnungen’ und scharfen Angriffen gegenueber Israel, sondern scheint jetzt auch offiziell in die Teheraner Richtung einzuschwaenken.
Wikileaks hatte veroeffentlicht, dass Abdallah im Jahre 2004 den Amerikanern versuchte klar zu machen, was ein ‘Softgame’ mit dem Iran verursachen wuerde: Ein Abdriften und Aufgeben pro-westlicher arabischer Staaten unter den iranischen Machtschirm.
Demnach sprachen Abdallahs Untergebene von der iranischen “Krake“, dessen “Fangarme” mit allen heimtueckischen und verborgenen Tricks versuchen dem Westen und pro-westlichen arabischen Staaten in der Region zu schaden und Aufruhr zu stiften. Als klar unter iranischem Einfluss stehend werden dabei genannt: Katar, Syrien, Hisb’Allah, Hamas und der Irak.
Und er wurde sehr deutlich, was amerikanisches Appeasement gegenueber Iran bringen wuerde:
“…es wuerde eine Massenflucht unter den arabischen Staaten ausloesen, die versuchen den Entwicklungen zuvor zu kommen und ihren eigenen separaten Frieden mit Teheran zu schliessen.”
Und weiter fuehrte er aus, dass direkte Verhaldungen und Arragements zwischen Amerika und dem iranischen Regime nur dazu fuehren wuerde, dass“mehr Staaten ohne Rueckgrat zum iranischen Lager ueberlaufen wuerden.”
Tja, es sieht ganz so aus, als haette Koenig Abdallah dort vor allem ueber sich selbst und sein Land ‘ohne Rueckgrat’ gesprochen, denn nachdem seit 2004 ein paar Jahre vergangen sind und die USA nicht wirklich – schon gar nicht seit Obama – ihren Appeasement-Kurs verlassen haben. Im Gegenteil: Immer wieder gibt man klein bei, reagiert kaum auf Saebelrasseln und Terrorverbindungen, und ueberlaesst dem Iran das Sagen im Libanon und im Irak.
Danach sollte es wirklich kaum noch jemanden ueberraschen, wenn Koenig Abdallah jetzt wahr macht, was er schon damals ankuendigte: Er laeuft langsam ins iranische Lager ueber.
Aelteres Bild vom Treffen Koenig Abdallahs mit der iranischen Fuehrung…
Am 12. Dezember 2010 traf er sich mit dem Leiter des iranischen Praesidentenbueros Achmadinedschad und erklaerte:
“Er bemühe sich um „praktische Schritte“, um das frostige Verhältnis seines Landes zu Teheran zu verbessern.“
Und dazu wurde Koenig Abdallah auch gleich eine Einladung Achmadinedschads zu einem offiziellen Besuch in Teheran uebermittelt, die er fuer die naehere Zukunft annahm.
Der iranische Sieg auf dem jordanischen Feld bei diesem Besuch, der noch aussteht, kann dann vor aller Welt praesentiert werden:
‘Wieder ist ein westlicher Partner ausgeschert, wieder haben wir unseren Machtbereich ausgeweitet und niemand in der Region hat wirklich noch den Mut, die Staerke oder oder das Vertrauen auf die weichlichen Amerikaner, um uns zu widerstehen.’
Dann waeren nach dem Wegfall Gasas, des Libanons, der Tuerkei, des Iraks, Teilen der kleinen Golfstaaten, eigentlich nur noch Aegypten, Saudi Arabien und der Jemen uebrig. Man kann davon ausgehen, dass der Iran – im Jemen und Aegypten bekanntlich sowieso – aktiv an der Beseitigung auch dieser Ueberbleibsel des westlichen Einflusses in der Region arbeitet.
Wie gesagt, der Besuch laesst noch auf sich warten und es kann noch viel passieren, aber so duester sieht es momentan aus und Obama scheint nicht derjenige zu sein, der ploetzlich den Iran in die Schranken weist und das Vertrauen der traditionellen arabischen Verbuendeten in ein starkes, handlungsbereites Amerika zurueckbringt.
El Kaida als einer von Irans Armen in Jordanien aktiv…
Ich behaupte nach wie vor und immer wieder, dass es eine offizielle Zusammenarbeit zwischen El Kaida und Iran gibt und dass die Fuehrungsschicht im Iran beherbergt/festgehalten wird, was nicht zuletzt wieder durch weitere Wikileaksveroeffentlichungen bestaetigt wurde:
Demnach fertigt der Iran speziell fuer Al Kaida neuartige Sprengstoffwesten mit Minikameras an und unterrichtet deren Handhabung am ‘Islamischen Dschihadzentrum’ in Teheran, mit denen sich insbesondere sunnitische Selbstmordattentaeter in schiitischen Moscheen im Irak hochjagen.
Das sollte einem klar machen, wie weit die schiitischen Machthaber im Iran bereit sind zu gehen, und ‘ihre eigenen Leute’ massakrieren, nur um Chaos und Unstabilitaet zu saeen und dem Westen zu schaden. Uebrigens der Anschlag auf Kopten in Aegypten koennte aehnlichen Interessen dienen, denn El Kaida koennte ein perfektes Instrument sein, um sowieso nicht gerade sehr stabile und beliebte arabische Diktaturen in inneres Chaos zu stuerzen und Buergerkriege anzuzetteln.
Der augenscheinliche Widerspruch von sunnitischen Terroristen und dem schiitischen Iran sollte aber aus dem Kopf. Zu oft ist iranische Unterstuetzung fuer sunnitischen Terror belegt worden.
Und jetzt gab es neue Veroeffentlichungen wonach auffaellig viele Jordanier zu Fuehrungsrollen in El Kaida aufsteigen und sich unter El Kaida-Festnahmen auch relativ viele Jordanier befinden.
Wir vergessen auch nicht den versuchten Anschlag auf den israelischen Botschatskonvoi und verschiedene Terror-Vorfaelle an der jordanischen Grenze zu Eilat.
El Kaida, Hamas, Moslembruderschaft sind in Jordanien vertreten und werden anscheinend staerker, wobei zumindest El Kaida und Hamas eng mit Teheran zusammen arbeiten koennten.
In Sachen Holocaust steht man uebrigens in Jordanien mit dem Iran schon jetzt voll auf einer Linie, als zwei Wochen nach der Kusshand Abdallahs in Richtung Teheran jezt Erwaehnungen der Schoa in Schulbuechern in Jordanien verfolgt werden.
Ist es nicht beeindruckend? In Deutschland und anderen aufgeklaerten westlichen Laendern, verfolgt die Justiz Menschen, die den Holocaust leugnen, geschweigedenn Buecher dazu schreiben, in Jordanien und anderen arabischen Laendern aber, wird man verfolgt, wenn man den Holocaust ‘anerkennt’.
Und so kam jetzt eine Privatschule in Jordanien ins Kreuzfeuer, die es wagte ein Schulbuch zu verwenden wo der Holocaust erwaehnt wird und sogar aus Anne Franks Tagebuecher zititert wird! Das war zuviel, und wurde fix verboten!
Und ich glaube nicht, dass dies ein unbedeutendes Geschichtchen, eine kleine Fussnote, im Schatten der grossen machtpolitischen Bewegungen ist, denn die Holocaustleugnung und der Kampf gegen die ‘Zionisten’ im allgemeinen ist eine sehr bedeutende ideologische Schiene des iranischen Regimes. Vielleicht macht man in Jordanien schon etwas Hausputz fuer die bevorstehende Hochzeit mit dem antisemitischen Terrorzar aus Teheran. Fuer Israel waere das nicht sehr erfreulich…
P.S.: Jordanien hat uebrigens auch eines der groessten Uranvorkommen der Welt und Iran scheint Laender mit Uranvorkommen besonders lieb zu haben…
6 Comments to “In Abwesenheit einer starken USA ergibt sich Jordanien dem iranischen Schicksal – Faellt so auch bald die letzte friedliche Grenze Israels in die Haende von Teherans Terrorbanden?”
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Los Amerika, ihnen noch schnell für paar Mrd. neue Waffensysteme verkaufen und eine schlagkräftige Kerntruppe ausbilden…
Meine bescheidene Meinung:
Der naechste ganz grosse Krieg, den Israel mit den umliegenden Laendern ausfechten m u s s , steht in Psalm 83. Bitte diesen Psalm selber nachlesen und studieren. Was Asaph dort schreibt hat sich in der Geschichte noch nicht erfuellt, hingegen sind seine gemachten Aussagen perfekt auf die heutige Zeit zugeschnitten.
Es koennte sehr gut sein, dass bei diesem Krieg Damaskus restlos zerstoert wird. Der Prophet Jesaja [17,1] hat das knallhart vorausgesagt und die Propheten Jeremia [49, 23-27] und Amos [1,3-5] bestaetigen das. Es ist also eine dreifache Prophezeiung ueber die Zerstoerung von Damaskus.
Israel wird seine Feinde vernichtend schlagen [daran habe ich nicht die geringsten Zweifel, da Gott mit ihnen sein wird] und massive Gebietseroberungen machen!! Ganz einfach gesagt, es wird das biblische Gross-Israel gemaess Genesis 15, 18-21 entstehen.
schalom ,seit längerer zeit schreibe ich<<das sich
die arabischen staaten,hamas bande,fatah und hisbollah formieren um israel an zu greifen.das
habe ich 1948 auch erlebt.der gazastreifen muss zurück.bei einem krieg wäre israel in der zange.
warum schaut die israelische regierung tatenlos zu
redet von einem friedensvertrag der nie kommen wird.irgendwas muss israel doch unternehmen.
ich habe angst um mein israel. G"tt schütze israel
MEMRI IRANIAN MEDIA BLOG – Jordanian King Congratulates Khamenei On Islamic Republic Day
http://www.thememriblog.org/iran/blog_personal/en/36190.htm
… There is also growing concern in Israel over the situation in Jordan. Senior Israeli officials define the Hashemite kingdom’s situation as “hanging by a thread”. The officials claim that “the situation in Jordan is precarious and it is possible that it is heading for a major jolt which should be taken with the utmost seriousness. …
http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4121969,00.html
Eine kleine, unbeachtete Meldung mit hochexplosivem Potential…
JP – Jordan PM: Expelling Hamas was a political mistake
Newly-appointed Awn Khasawneh says removing Mashaal and his leadership 12 years ago from Amman was “a legal error.”
http://www.jpost.com/MiddleEast/Article.aspx?id=244001