Schabbatmodus tritt in Kraft am 05.09.2014 um 18:19 Israels wahnhafte Linken  | ARO1 – Israel, der Nahe Osten & der Rest der Welt

Danke an Renate fuer die Uebersetzung dieses IsraelHaYom-Artikels von Isi Leibler.

Begabte israelische Intellektuelle und Schriftsteller in Israel weisen häufig eine grobe Unreife und blinden Gehorsamsglauben in politischer Hinsicht auf.

 

Da ist zum Beispiel Amos Oz, weltweit ein israelisches Symbol für Israels literarische Bühne. Seine Art israelisches Leben darzustellen ist weltweit enorm beliebt und wurde in viele Sprachen übersetzt. Oz, ein Unterstützer der Linken, galt gleichzeitig aber auch als aufrichtiger Zionist. Daher wurde er bis vor wenigen Jahren als national eingestellt, und nicht als voreingenommener parteiischer Intellektueller wahrgenommen. 

 

Bei seinen Aufenthalten in Australien in den 80er Jahren wollte er seine politischen Streitigkeiten mit der damaligen Likud Regierung zumindest in den australischen Medien nicht zur Sprache bringen. Dies habe ich in positiver Erinnerung. Im Gegensatz dazu nutzt Oz seitdem, auch im Ausland, jede Gelegenheit, um seine eigene israelische Regierung erbittert zu dämonisieren. Seine Kritik ist extrem bis zu dem Ausmaß, dass er allen Ernstes Israel die Schuld gibt, weil die Palästinenser keine Verhandlungen mit Israel wollen.

 

Und kürzlich hat Oz stolz veröffentlicht, dass er Marwan Barghouti im Gefängnis besucht hat. Marwan Barghouti, jenen palästinensischen Terroristen, der fünf Israelis ermordet hat, der weitere Angriffe auf israelische Zivilisten gesteuert hat, der jüngst eine dritte Intifada und einen globalen Boykott Israels gefordert hat. Oz identifiziert sich moralisch mit Barghouti, denn er besteht darauf, dass beide die gleichen nationalen Ziele verfolgen; und dann erklärt Oz, die baldige Freilassung des gewissenlosen Killers zu seiner sehnlichen Hoffnung.

 

David Grossman, ein weiterer höchst gefeierter und begabter israelischer Schriftsteller, dessen Sohn im zweiten Libanonkrieg getötet wurde, verhält sich ähnlich. Erst kürzlich verkündete er in einem Artikel für das radikal anti-israelische Zeitungsblatt The Guardian, dass die größte Bedrohung für den jüdischen Staat nicht der Iran sei, sondern die israelische politische Führung, die unter Verfolgungswahn leiden würde. Diese beiden Schriftsteller führen beispielhaft die Verantwortungslosigkeit und den Fanatismus vor, der etliche prominente linke israelische Intellektuelle und Akademiker erfasst hat.

 

Unnötig zu sagen, dass sie von der „elitären“, wenn auch rasant an Leserschaft verlierenden Zeitung Haaretz, als Helden bejubelt werden. Jenes Zeitungsblatt hat sich im Verlauf des vergangenen Jahrzehnts bis zu einem solchen Ausmaß radikalisiert, dass es eine der stärksten Quellen der weltweiten anti-israelischen Propaganda geworden ist. Das Ausmaß der Gehässigkeit dieser Zeitung haben kürzlich zwei Artikel des Herausgebers Amos Schocken gezeigt. Darin klagt er Israel an, sich in einen „Apartheidstaat“ zu verwandeln; und in einem Leitartikel kritisiert Schocken den Präsidenten Peres weil dieser den amerikanischen Präsidenten Obama aufgerufen hat, Jonathan Pollard frei zu lassen.

 

Wie soll man verstehen, dass anscheinend vernünftige, gebildete Juden sich in dieser Weise verhalten. Natürlich ist es kein neues Phänomen, dass Juden sich gegeneinander feindlich verhalten. Im Mittelalter waren jüdische Apostaten die schlimmsten Antisemiten. Aber deren abscheuliches Verhalten mag von dem verzweifelten Wunsch motiviert worden sein, sich bei ihren Gastländern einzuschmeicheln.

 

Gleichermaßen war die Entfremdung vom Judentum, wie sie sich bei Karl Marx und vielen der frühen jüdischen Sozialisten findet, dadurch verursacht, dass sie sich um jeden Preis von einer als beengend empfundenen religiösen und ethnischen Identität befreien wollten, um als kosmopolitische Weltbürger anerkannt zu werden.

 

Das gleiche gilt für jene jüdischen Kommunisten, die die Verfolgung der sowjetischen Juden grundsätzlich rechtfertigten; und die Beifall klatschten, als Stalin ihre jüdischen Landsleute hinrichten ließ. Sie machten sich selbst etwas vor, weil sie dachten, die Zerstörung des Jüdischen würde den Weg für eine messianische weltliche Ära ebnen, in der Brüderlichkeit und Gleichheit aller Menschen alle Probleme für Juden lösen würde.

 

Aber nach dem Holocaust und aufgrund der Gründung eines jüdischen Staates, könnte man sicherlich weniger Entfremdung und ein etwas vernünftigeres Verhalten erwarten.

 

Der Premierminister David Ben-Gurion begriff als Sozialdemokrat, dass die extremen Linken eine große Bedrohung für den Zionismus darstellten. Ben Gurions besonders scharfe Kritik richtete sich gegen die marxistische Mapam Partei, die den mörderischen Stalin und die Sowjetunion verherrlichte – und das sogar noch nachdem Mordecai Oren, einer ihrer hochrangigen politischen Führer 1951, in der Tschechoslowakei während der Prager Prozesse unter dem Vorwand verhaftet worden war, ein CIA Agent zu sein. Schließlich, nachdem Chruschtschow dem Personenkult um Stalin den Riegel vorgeschoben hatte, wurde die extreme Linke in Israel zu einer Randerscheinung, die in Splittergruppen wie Matzpen (eine anti-zionistische, anti-kapitalistische sozialistische Partei) zerfiel.

 

Die Arbeiterpartei war in ihrer Verpflichtung gegenüber dem Staat Israel kompromisslos und stand stolz an der vordersten Front des Zionismus. Sie hatte mit post-zionistischen Intellektuellen nichts am Hut und achtete darauf, dass solche isoliert und abgelehnt wurden.

 

Erst die große öffentliche Uneinigkeit wegen der Oslo-Vereinbarungen führte in der Folgezeit dazu, dass der Zerfall der zionistischen Linken begann. Yitzhak Rabin blieb zeitlebens ein Zionist, jedoch de facto ging er Allianzen mit einer neuen Richtung unter den Aktivisten der Arbeiterpartei ein, von denen viele nach dem Post-Zionismus schielten. Dr. Yossi Beilin, ein Schlüsselarchitekt der Oslo-Vereinbarungen, sprach öffentlich sein Bedauern darüber aus, dass sein Großvater, einer der Abgeordneten bei den frühen zionistischen Kongressen, gegen Herzls Plan gestimmt hatte, Uganda als zionistisches Heimatland zu akzeptieren.

 

Einige Arbeiterführer gingen soweit, dass sie begannen die arabische Sache zu verteidigen, um die Öffentlichkeit von ihrer ablehnenden Haltung dem angeblichen “Friedensprozess” gegenüber abzubringen. Jene Politiker beschönigten und bagatellisierten Aussagen von Yasser Arafat und anderen palästinensischen Führern, die ihren Leuten offen verkündeten, dass Oslo lediglich ein erster Schritt auf dem Weg zum Endziel, zur Zerstörung Israels, sei. Diese Arbeiterführer unterdrückten außerdem alle Beweise, die nachweislich zeigten, dass Arafat den Terrorismus selbst leitete.

 

Dies wirkte sich auf Israels Reaktion auf den Terrorismus so aus, dass wiederholte sinnlose Statements geäußert wurden, wonach wir den Terrorismus bekämpfen würden aber gleichzeitig den Frieden weiter verfolgen würden – und zwar mit denselben Palästinensern, die den Terror fortwährend verursachten.

 

Als Ergebnis schwand der zionistische Kern der Arbeiterbewegung rasch dahin, während extremistische Radikale auftauchten. Diese drückten Ansichten aus, die während der Vorherrschaft der Mapai Partei als Verrat betrachtet worden wären. Schließlich dann übernahmen diese Radikalen die Arbeiterpartei.

 

Natürlich, wer wüsste es nicht – Kritik an Israel garantiert im Westen, insbesondere bei den Liberalen, die Erhebung zum Heldenstatus. Dies kann für Leute wie Avram Burg und seinesgleichen einen zusätzlichen Anreiz darstellen, sich der anti-israelischen Meute zuzugesellen und als Hauptpropagandisten für die Feinde Israels zu arbeiten.

 

In den vergangenen Jahren hat sich die Situation noch verschlimmert, denn die Ausweglosigkeit der israelisch-palästinensischen Situation hat einen großen Wandel der öffentlichen Sichtweise und eine allgemeine Übereinstimmung bewirkt, die das Land politisch rechts des Zentrums stehen lässt. Dies marginalisiert die äußere Rechte weiter. Zum Entsetzen der Radikalen erfüllt sich ihre Wunschpropaganda nicht, dass Benjamin Netanyahu als “black beast” betrachtet und verabscheut wird, sondern er tritt als beliebtester politischer Führer hervor.

 

Oz und Grossman sind weder Post-Zionisten noch von Selbsthass erfüllte Juden. Sie lieben Israel. Aber die weite öffentliche Unterstützung der Regierung hat sie und diejenigen, die sich wie die beiden, als “Tauben” sehen möchten, völlig verwirrt. In ihrem verzweifelten Eifer sich vom nationalen Konsensus der Netanyahu breite Unterstützung gibt, zu distanzieren, haben sie sich auf eine gehässige Sprache verlegt, die der anti-zionistischen Linken nicht nur gefährlich nahe kommt, sondern von dieser nicht mehr zu unterscheiden ist.

 

Noch besteht die Hoffnung, dass die Arbeiterpartei unter der neuen Leitung von Shelly Yachimovich das zionistische Credo von neuem bestätigt, und dass dann die Zionisten der Arbeiterpartei, die die bisherige Entwicklung nicht vertreten konnten, sich wieder engagieren.

 

Die Webseite des Autors ist unter www.wordfromjerusalem.com einsehbar.



12 Comments to “Israels wahnhafte Linken”

  1. Judenfreund says:

    HALLO !
    endlich mal ein paar klare, sehr kritische Aussagen, die einige Juden betreffen, die man sich selbst nur ungerne oder au ch nur im einsamen Zweifel kaum traut auszudrücken.
    – Bekannter ist in solchen “friedensfreunlichen” Sachen ja der AntiWestImperialist” Uri Avnery, Felicia Langer, Amira HASS (nomem est omen ! Diese Frau hat das erste mal in meinem Leben dafür gesorgt zu denken, Spinnen diese ISRAELis ?! undzwar als durch sie im dt. TV verkündet wurde “… dies (in Samaria/ Judäa) sind Traßen der israelischen Herrenrasse.”), Gideon Levy, … Atzmon , – leute sie zum Teil mit Nazi-Rhetorik die Israelis zu Nazis erniedrigen . . .
    – Das Kotzigste stand in der Ha’aretz vor ca. 3 Jahren etwa, als Atzmon (oder Levy ?) versuchte, die ganze israelische Gesellschaft als vom Krebs (!) nach Blut durch wuchert diffamierte ! _ Brennt das Scheissblatt ab ! (- Das ist nicht meine Meinung, jedoch das authentische Gefühl das aufgrund dessen entstand !!

    Ich nenne diese Typen – ich denke meinerseits speilen antijüdische Stereotype k e i n e Roole, ich habe sie nie außer wissenschaftlich kennengelernt — wie zB. Avri PRIMOR oder VERLEGER M U N I T I O N S V(e)O R L E G E R !
    WIR bzw. ISRAEL braicht eine spezielle kampagne der SOLIDARITÄT, – ich habe VORSCHLÄGE DAZU !!

  2. Rainer Lang says:

    das Problem mit den Linken hat Israel nicht alleine. Es ist typisch für westliche Industrienationen. Und es ist überall das gleiche. Es gibt ein paar vernünftige, ja sehr vernünftige Linke, was ich nicht unterschlagen möchte, jedoch die Masse ist sehr destruktiv, ja gefährlich. Utopia als Grundlage der sogenannten Kritik muss zwangsläufig destruktiv sein.

  3. jerry1800 says:

    wenn Husain Barak Soetoro abgelöst ist, wird es für uns auch leichter

  4. Jenkins says:

    jerry1800 says:
    April 29, 2012 at 10:40

    wenn Husain Barak Soetoro abgelöst ist, wird es für uns auch leichter

    Nur Geduld. Dauert nur noch ca. 4 1/2 Jahre. :-D

  5. Jenkins says:

    Ja, ja die Linken. Natürlich gibt es da schon eine Menge realitätsfremder Weltverbesser drunter. Aber man darf nicht vergessen, dass viele Linke für Menschenrechte stehen, für Meinungsfreiheit und Demokratie.

    Es sei denn, man pauschaliert und diffamiert Linksein als dogmatisch-kommunistisch angehauchte Geisteshaltung.

    Damit kann man zwar jede Diskussion im Keim ersticken, wird den Linken in ihrer Mehrheit aber nicht gerecht.

    Linke, das sind in erster Linie Menschen, die sich für eine offene und freiheitliche Gesellschaft einsetzen.

    Und solche Menschen haben es überall dort schwer, wo sich reaktionäre, insbesondere religiös geprägte Gruppen im Besitz allein seelig machender Wahrheiten wähnen.

    Egal ob diese Wahrheiten in Talmud, Thora oder Koran stehen.

    Egal ob im Iran oder in Israel.

  6. jerry1800 says:

    Mitt müßte es packen

  7. Carla says:

    Jenkins says:
    April 29, 2012 at 16:18
    jerry1800 says:
    April 29, 2012 at 10:40

    wenn Husain Barak Soetoro abgelöst ist, wird es für uns auch leichter

    Nur Geduld. Dauert nur noch ca. 4 1/2 Jahre.

    Ich denke auch, dass er leider wiedergewählt wird -

  8. juergen says:

    Na ja ob ein Mormone besser wäre?

  9. Jenkins says:

    juergen says:
    April 29, 2012 at 19:21

    Na ja ob ein Mormone besser wäre?

    Richtig. Mormone, rücksichtsloser Hedgefonds-Manager und außenpolitischer Volldepp.

  10. juergen says:

    Jenkins du wirst mich verdammen, aber es gab da neulich mal einen Bewerber, der zumindestens in Bezug auf die Araber und ihre Probleme Landsleute nach einem verlorenen Krieg zu integrieren viel Richtiges gesagt hat (zusammen mit einer Menge Müll – wie ich zugeben muss – Stichwort “Marskolonie” ;-) )

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