Schabbatmodus tritt in Kraft am 25.07.2014 um 19:01 Israelisches Brief-Gedicht an Grass: Wenn wir gehen, gehen alle [ERGAENZT] | ARO1 – Israel, der Nahe Osten & der Rest der Welt

Danke an Renate fuer die Uebersetzung dieses Arutz 7 Artikels.

Grass rechts

 

Der israelische Dichter Itamar Yaoz-Kest, ein Überlebender des Holocaust, hat einen offenen Brief geschrieben, ein “Brief-Gedicht”, als Erwiderung auf das Gedicht mit dem der Deutsche Günter Grass den Staat Israel anklagt, “den bereits zerbrechlichen Weltfrieden zu gefährden“. 

 

Das Brief-Gedicht wurde auf dem Blog des Journalisten Ze’ev Galili in hebräischer Sprache veröffentlicht, und der Titel lautet: “Das Recht auf Existenz: Ein dichterischer Brief an den deutschen Autor”. Der Brief wendet sich namentlich an Grass, der zugegeben hat, während des zweiten Weltkrieges ein Mitglied der Waffen SS gewesen zu sein.

 

Das Brief-Gedicht beginnt wie folgt:

 

Gefahr,

ja, ich möchte gefährlich sein,

ich möchte der Welt eine Gefahr sein,

und zwar so, dass nach meiner Vernichtung, auch nicht ein einziger Grashalm

auf dem Angesicht der Erde bliebe,

und nicht ein einziger Grashalm für Gunther Grass’ Pfeife,

auf der Erde, wo ich, seit ich geboren bin, eine Gefahr für die Welt darstelle.

 

Denn dies ist mein Recht!

Es ist mein Recht zu leben, oder aber zu sterben, indem ich diejenigen, die vernichten, vernichte, und nicht wieder als weinendes Kind in einem Güterwaggon fahre,

 

hin in die Leere der Welt, während ich meinen Kopf auf dem Schoss einer Mutter berge,

Sie verschwand in der mit Asche beladenen Luft des Wotanslandes.
Und genau in dieser Stunde – hatte da der Soldat G.G. Dienst mit den bewaffneten Truppen, die den Zug bewacht haben?
Mein Herz besteht darauf und fragt: wo ist der Soldat Günther Grass gereist, damals, als ich ein zehn Jahre altes Kind war und in der Falle des Todeszugs gefangen?
Tatsächlich spielt es für mich keine Rolle, und Sie sind ein sehr ehrenwerter Autor, täglich atmen Sie in der sauberen, frischen Luft, durchzogen mit dem Geruch jüdischer Asche, in ihrem alt-neuen Deutschland.
Diese Luft, die ich nur einmal geatmet habe, als ich ergriffen worden war und in dieses unfassbare Land schöner Flüsse gebracht wurde, das Ihr Land ist. Daher habe ich meine beiden Fußsohlen verweht, jemals wieder dieses Land Ihrer Väter zu betreten.

 

 

Später in dem Gedicht äußert Yaoz-Kest etwas, das nach einer bewusst gemachten Feststellung im Sinn der “Samson Option” klingt:

 

Und während so das helle Licht des Landes Israel in mein Haus eintritt, stelle ich das Radio ein, und es ist schwer, die Predigten der Ayatollahs des Iran zu überhören und die Worte des angesehenen iranischen Ministers, der mit seinen zwei Händen die Landkarte Israels zeigt, um dann zu sagen: “Es ist so klein… innerhalb von sechs oder sieben Tagen kann es von der Landkarte ausradiert werden”, ist das nicht ein Wort in Ihrer Sprache – “ausradieren”. Und hier bin ich und höre die Predigten der Imame in den Moscheen des Landes Israel und in den arabischen Ländern, wie sie verkünden “ausradieren!”, aber sie beziehen sich immer auf mich und nicht auf Sie, Gunther Grass.

 

Und dennoch, es gibt ein Recht, das allein uns Juden vorbehalten ist (falls irgendein menschliches Wesen auf der Erde dieses Recht hat): falls wir zerstört werden, diese müde und übersättigte Welt mit uns aus dieser Existenz heraus zu nehmen, zusammen mit ihren wundersamen Bibliotheken und ans Herz gehenden Melodien – einfach so, nachdem wir ins Grab sinken, während der Boden noch radioaktive Strahlen in alle vier Winde verbreitet.

Wirklich – wir haben das Recht! Und es ist auch meins!

Denn es ist das Recht der israelischen Nation zuletzt die Tür zur Welt hinter sich zu schließen, nachdem sie diesen Platz verlassen hat (nicht aus eigenem freien Willen!), und wir haben das Recht zu sagen, den Preis hat die 3000 Jahre alte Furcht bezahlt: “Wenn ihr uns noch einmal vom Angesicht der Erde fort zwingt, in die Tiefen der Erde hinunter – dann möge die Erde der Nichtigkeit entgegen schlingern.

 

Die Samson Option – Israels Feinde mit wegzunehmen, und möglicherweise der ganzen Welt irreparablen Schaden zuzufügen – machte unter israelischen Strategen einschließlich Ariel Sharon die Runde, als eine allerletzte Möglichkeit für den Fall, dass Israel vor der Auslöschung stehen würde.



23 Comments to “Israelisches Brief-Gedicht an Grass: Wenn wir gehen, gehen alle [ERGAENZT]”

  1. masada says:

    Das Gedicht von Itamar Yaoz-Kest ist die beste Antwort auf Herrn Grass und seine Gefolgschaft. “Nie wieder wie die Schafe zur Schlachtbank führen lassen”, “Nie wieder Masada”!

  2. jerry1800 says:

    am yisroel chai

  3. Masada wird nicht wieder fallen!

  4. velvl says:

    Sehr gut!

    @masada

    Du meinst sicherlich “masada wird nie wieder fallen”.

  5. Zahal says:

    Gutes Gedicht und gute Antwort auf GraSS.

  6. Jenkins says:

    Und dennoch, es gibt ein Recht, das allein uns Juden vorbehalten ist (falls irgendein menschliches Wesen auf der Erde dieses Recht hat): falls wir zerstört werden, diese müde und übersättigte Welt mit uns aus dieser Existenz heraus zu nehmen, zusammen mit ihren wundersamen Bibliotheken und ans Herz gehenden Melodien – einfach so, nachdem wir ins Grab sinken, während der Boden noch radioaktive Strahlen in alle vier Winde verbreitet.

    Wirklich – wir haben das Recht! Und es ist auch meins!

    Denn es ist das Recht der israelischen Nation zuletzt die Tür zur Welt hinter sich zu schließen, nachdem sie diesen Platz verlassen hat (nicht aus eigenem freien Willen!), und wir haben das Recht zu sagen, den Preis hat die 3000 Jahre alte Furcht bezahlt: “Wenn ihr uns noch einmal vom Angesicht der Erde fort zwingt, in die Tiefen der Erde hinunter – dann möge die Erde der Nichtigkeit entgegen schlingern.”

    Unglaublich, diese Anmaßung…unfassbar, diese Arroganz…unerträglich, diese Hybris!!!

  7. juergen says:

    “Samsons Option” … damit macht er sich wenig Freunde. Aber er provoziert und das war ja wohl beabsichtigt.

    Ich hab als odas Gedicht gelesen und eine Zeit lang nachgedacht:

    Im Falle der “Option” wäre allerding auch Masada terminal gefallen.

    Wir alle möchten eigentlich lieber leben, als sterben. Und an den radiaktiven Strahlen verenden die aus dem offenen Grab des NAhen Ostens strahlen ist vielleiucht auch nicht so viel schöner wie unter Oppenheimers Sonne zu verblassen. (Das geht zumindestens schneller).

    Aber der Verzicht auf einen Zweitschlag provoziert den Erstschlag und mal ganz forsch zu sagen “wenn ihr uns umbringt werdet ihr uns folgen” ist zwar nicht “political correct” aber dafür realpolitisch umso richtiger. Und was USA und UdSSR erlaubt war, sollte Israel nicht verboten werden. Und damals hat es ja auch funktioniert, die Sache mit der Abschreckung.

    Ein “evagelikaler” würde vielleicht frohlocken: “Armageddon”, aber da hab ich so meine Zweifel. Es wäre doch nicht so wirklich ein zeichen von Reife sich ggs. in die Luft zu jagen und das der Messias ohne unser Zutun kommt, das glaube ich zumnindestens nicht.

    Was lernen von Samson? Nun: entscheidend ist es seine “Haar” zu behalten (da bin ich ein ganz schlechtes Beispiel ;-) ) – soll heißen, wenn er nicht schwach geworden wäre hätten ihn die Philister nicht gekriegt und er hätte die Sache im Philistertempel nicht “durchziehen” müssen. Hier liegt der Hebel. Vorbeugung! Vielleicht sollte die IDF wirklich nicht zu lange warten…

    Und um den jerry zu zitieren: am yisrael chai

  8. jerry1800 says:

    es ist eine Dekapitation der iranischen Führung notwendig

    am yisroel chai

  9. rascha says:

    @jerry1899:yo, hatte israel nicht mal den besten geheimnis der welt? ach was, aller zeiten? wo bleibt der?

  10. [...] http://aro1.com/israelisches-brief-gedicht-an-grass Share this:ShareEmailFacebookPrint הפוסט הזה פורסם בתאריך אנטישמיות, ספרות, שואה, שירה. קישור קבוע. → THE RIGHT TO EXIST [...]

  11. [...] Gegen-Dichtung: – Israelisches Brief-Gedicht an Grass: Wenn wir gehen, gehen alle [...]

  12. Michael says:

    Den Artikel habe ich erst heute 30.04.2012 gelesen. Warum? Weil ich von dessen Existens nichts gewusst habe. Warum wurde dieser Artikel nicht der Deutschen Presse zugespielt?
    Warum hat Frau Augstein diesen Artikel nicht bekommen?

  13. Kucki says:

    Ich habe selten so ein Rüpelgedicht gelesen. Ein Spottgedicht welches Gewalt verherrlicht gegen jene die unschuldig am Zustand Israels sind.

    Aber vom Zionismus habe ich eh nichts anderes erwartet und ich hoffe, dass dieses zionistische Geschwurbel an die Presseöffnung quillt um zu allen zeigen wie gefährlich die zionistischen Juden sind. Waren sie m.E. schon immer.

    Es wird Zeit für die Tatsachen …

  14. velvl says:

    @ kucki

    Unglaublich! Da drohen die zionistischen juden tatsaechlich mit selbstverteidigung!

  15. jerry1800 says:

    Kucki Kannaki, sehr nett

  16. Kucki says:

    Lt. des Stoffes der oben veröffentlicht wurde werden sogar Unschuldige (was und wer ist schuldig?) mit Vernichtung bedroht (politik und Denke der verbrannten Erde – (so denken Zyniker)

    apropos: … Wer des Lesens mächtig .. dem sei Erkenntnis gewiss *Goethe*

    Zitat: [...]“und zwar so, dass nach meiner Vernichtung, auch nicht ein einziger Grashalm
    auf dem Angesicht der Erde bliebe ..”

    Ja – Sie haben Recht @velvl … Denken sollte gelernt sein. Dazu bedarf es der Fertigkeiten des Lesens und des Verstehens.

    Das Gedicht – falls man hier von Dichtung reden kann – kommt agressiv und drohend wie der gesamte Zionismus daher ..

    Ich begreife aber, dass Sie ein Problem mit meiner Interpretation und Sicht haben .. Dafür müssen Sie sich auch nicht rechtfertigen .. Ich war auch mal so drauf wie Sie .. lange her – weshalb ich Ihre “Empörung” verstehen kann .. echt … ist aber schon lange her. Hoffnung – nach Bloch – also niemals aufgeben. Hirn muss man bilden .. Danach sieht und versteht man deutlicher ..

  17. jerry1800 says:

    kommt agressiv und drohend wie der gesamte Zionismus daher ..

    Du bist auf der falschen Party und merkst nix hahahahahahahaha

    ordanian news site Ahbar Baladna reports that western spy satellites have recently spotted movements of Syrian heavy missile launchers northward and southward, toward Syria’s borders with Turkey and Israel.

    The site says hundreds of high-caliber launchers are being moved, and that these could only be long range Scud missile launchers.

    Syria has threatened in the past that in the event of foreign military intervention on its soil, it will not hesitate to fire missiles at Israel and Turkey in order to ignite a large scale regional war.

    Turkish and French officials said ten days ago they were mulling a potential military intervention in Syria, where civil war has been raging for 14 months.

    “In the face of developments in Syria, we are taking into consideration any kind of possibility in line with our national security and interests,” Turkish foreign minister Ahmet Davutoglu told parliament during a briefing to lawmakers.

  18. Kucki says:

    Sie irren jerry1800. Ich hoffe es tut nicht zu sehr weh.

  19. jerry1800 says:

    es wird bald knallen, Erdogan kann die Massaker an seiner Südgrenze nicht länger dulden…

    wirst du sehen

  20. jerry1800 says:

    und wenn wir schon dabei sind, Israel wird den Iran nicht angreifen.

    Du & Günni irren

  21. Jenkins says:

    velvl says:
    May 6, 2012 at 18:03

    @ kucki

    Unglaublich! Da drohen die zionistischen juden tatsaechlich mit selbstverteidigung!

    Nein, denn das wäre ja in Ordnung. Vielmehr droht Israel mit einem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg.

    Iran hat seinerseits niemals mit einem Angriff auf Israel gedroht. Abgesehen davon, dass der Iran eh seit 150 Jahren niemanden mehr angegriffen hat.

    Dass der Hetzer Ahmadinedschad wörtlich damit gesdroht hat “dass das Besatzungsregime von Jerusalem Geschichte werden müsse” (nichts anderes hat er gesagt),wurde von israelischer Seite unzulässig in “Israel müsse von der Landkarte getilgt werden” verdreht.

    Niemand im Iran droht mit der Vernichtung Israels.

    Natürlich sind Ahmadinedschads Äußerungen aggressiv und feindselig, aber Feindseligkeit oder der Wunsch nach einem Regimewechsel in einem anderen Land sind kein Kriegsgrund.

    Denn dann dürfte man die USA ständig angreifen.

    Man kann der Bundesregierung nur dringend davon abraten, einen völkerrechtswidrigen Angriff Israels auf den Iran auch nur in irgendeiner Weise zu unterstützen.

    Denn das würde gegen §26 des Grundgesetzes verstoßen und wäre nach §80 des Strafgesetzbuches strafbar.

  22. jerry1800 says:

    Turkey’s Erdogan says victory near for Syrian rebels
    Published: 05.06.12, 20:11 / Israel News

    Turkish Prime Minister Tayyip Erdogan told Syrian refugees on Sunday that victory for the rebels was not far off and that President Bashar Assad was “losing blood” by the day.

    Erdogan, who has tried to rally international support against the government in neighbouring Syria for its 14-month crackdown against opponents, was met with enthusiastic applause and shouts of “Long live Erodgan” at the Kilis refugee camp.(Reuters)

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