Danke an Renate fuer die Uebersetzung dieses Israel HaYom Artikels von Emily Amrousi.

 

Hier ‘Palaestinenser’ bei ihrem ‘politischen Protest’ an einem Esel mit Tallit (juedischem Gebetsschal).

 

Ein bekannter Rundfunksprecher sagte mir kürzlich, dass ich, als Siedler schon in Ordnung sei und dass meine Argumente überzeugend seien. Der Gedanke, dass Menschen endlich einmal aufhören, die Siedler zu beschuldigen, war wie eine Brise frischer Luft – wie reinster Sauerstoff. Das Problem sei aber, so sagte er weiter, die “Besatzung”. Und dann fuhr der Rundfunksprecher fort: Menschen weltweit würden die Apartheid-Straßen in Judäa und Samaria sehen und dies würde Israels Ansehen ernstlich schaden. Er fragte mich, was ich selber denken würde, wenn ich Palästinenser wäre und jemand mir sagt, dass ich auf bestimmten Straßen nicht fahren darf. Der frische Sauerstoff, den ich oben erwähnt habe, verwandelte sich schnell in giftiges Kohlendioxyd. 

 

Nun, zuerst einmal sollte festgestellt werden, dass es keine Apartheidstraßen gibt. Dieser Rundfunksprecher hat schlichtweg eine erfundene Geschichte verbreitet. Es gibt in Judäa und Samaria keine einzige Autostraße, auf der Palästinenser nicht fahren dürfen, die aber von Juden benutzt werden darf. Dies schließt alle Umgehungsstraßen und alle Straßen in den Siedlungen mit ein. Das gilt für die Straße in der Gemeinde, in der ich lebe, auf der ein Palästinenser fahren darf, um vom Kindergarten seiner Kinder zum Lebensmittelgeschäft zu gelangen. Genauso wie ich selbst dort fahre, um Nachbarn zu besuchen. Entlang der Autostraße, die Samaria durchquert, sind Warnzeichen an alle Autofahrer gerichtet, palästinische wie israelische, auf Fahrradfahrer zu achten; palästinensisch wie israelisch registrierte Wagen fahren mit der gleichen hohen Geschwindigkeit. Und wenn es so etwas wie eine “Apartheid Autostraße” gibt, dann sind das nur solche, die für Juden geschlossen sind.

 

Denn vor drei Jahren wurden vor dem Obersten Gericht in einer Woche gleich zwei Petitionen verhandelt, die Autostraßen betrafen. Eine Petition war von Palästinensern eingebracht worden, die die Jerusalem – Tel Aviv Verbindung benutzen wollten. Die andere Petition stammte von jüdischen Siedlern, die um die Erlaubnis baten, die Autostraße von Talon (nahe Ramallah) nach Jerusalem benutzen zu dürfen. Beide Petitionen argumentierten mit dem Prinzip der Bewegungsfreiheit. Das Gericht entschied, dass die Sicherheitsbehörden Palästinensern gestatten müssen, die Autostraße 443 zu benutzen, auch wenn dadurch das Leben von Israelis, die auf dieser Straße unterwegs sind, gefährdet wird. Jedoch zur gleichen Zeit wurde den Sicherheitsbehörden verboten, den Siedlern zu gestatten, die Talmon – Jerusalem Straße zu nutzen. Nun halten Sie sich fest: letztere Entscheidung wurde mit der Besorgnis des Obersten Gerichts für die Sicherheit der Siedler begründet.

 

Warum erwähne ich jetzt diese beiden Fälle? Nun, vor einer Woche hat die Zivilverwaltung Judäas und Samarias, die trotz ihres Namens tatsächlich die volle militärische Kontrolle über jeden Aspekt des Lebens der 360.000 Siedler hat, palästinensisches Land zurückgegeben, das ursprünglich für den Bau einer Ausweichstraße konfisziert worden war; einer Straße, die das Leben von Juden nach Sicht des Obersten Gerichts nicht gefährden würde. Diese Straße hätte tausenden Israelis aus dem Gebiet um Talmon endlich die Möglichkeit gegeben, Jerusalem, die nächstgelegene Stadt in ihrem Bereich, leicht zu erreichen.

 

Die Tatsachen sind folgende: 20.000 weitere Israelis, ich selbst gehöre dazu, leben in vollständig legalen Dörfern in der westlichen Binyamin Region, gegründet mit Genehmigung aller bevollmächtigten Behörden. Jerusalem ist genau auf der anderen Seite des Berges, in etwa 15 Kilometer Vogelfluglinie entfernt; wir sehen die Lichter der Stadt klar am nächtlichen Himmel. Bis in die späten 1990er Jahre konnten die Anwohner dieser Gegend die Stadt Jerusalem über eine Straße in etwa 20 Minuten erreichen. Aber dann – Oslo! – begann der Terror auf unseren Straßen zuzuschlagen. Einige Siedler zahlten mit ihrem Leben für die Fahrt. Die Straßenverbindung nach Jerusalem wurde aus Sicherheitsgründen geschlossen. Stattdessen wurden die Autos auf eine neue 60 Kilometer lange Straße umgeleitet, zuerst in westlicher Richtung, dann in östlicher Richtung und schließlich nach Süden, wobei die Fahrer drei IDF Checkpoints passieren müssen, bevor sie Jerusalem erreichen.

 

Der Staat begriff schließlich, dass er eine vernünftige Verbindung nach Jerusalem für die Anwohner der Binyamin Gebietes schaffen muss. Daher wurde 1998 beschlossen, eine neue Strecke vom Talmon Gebiet nach Jerusalem zu bauen. Man könnte jetzt fragen: warum die Palästinenser bestrafen und ihnen Land nehmen, um eine neue und bequeme Überlandstraße für die Siedler zu bauen? Zuerst einmal: palästinensischer Terror ist der einzige Grund, warum die Menschen die bestehende Überlandstraße nicht benutzen können. Zweitens, die Siedler waren dazu bereit, die bereits bestehende Überlandstraße zu benutzen, aber das Oberste Gericht hat es ihnen verboten. Drittens, die neue Überlandstraße war für jeden Fahrer bestimmt, unabhängig von der Farbe des Autoschildes, egal ob Israeli oder Palästinenser.

 

Doch das wird nun nicht durchgeführt und es sieht danach aus, dass dies auch niemals geschehen wird. Als Erwiderung auf eine neuerliche Petition, die von Yesh Din (NGO für Menschenrechte) eingebracht wurde, hat die Zivilverwaltung angekündigt, dass sie die Pläne für eine alternative geteerte Überlandstraße beendet hat.

 

Dies sind also die Wahlmöglichkeiten: wenn du ein Jude bist, dann nehme die lange Straße, die geographisch gesehen völlig unsinnig ist. Wenn du ein Araber bist, dann kannst du die kurze effiziente Straße benutzen, die Straße, auf der Juden seit Beginn der ersten Intifada im Dezember 1987 nicht mehr fahren dürfen. Wenn du Gerechtigkeit möchtest und eine jüdische Mutter hast, dann wirst du bei Israels Oberstem Gericht keine Gerechtigkeit finden. Dies ist die Geschichte der Apartheid in Judäa und Samaria.

 

 

 



13 Comments to “Die wirkliche Apartheid ist palästinensisch”

  1. Renate says:

    Eine Ergänzung zu obigem Thema:

    Ein offener Brief von Eli E. Hertz an den bekannten Journalisten Bob Simon.

    Dieser Brief richtet sich aber auch an all jene, die sagen, die Palästinenser werden gedemütigt und unterdrückt; z.B. “… wenn sie von einer Stadt zur anderen reisen möchten, dann müssen sie sich demütigenden Verzögerungen unterwerfen an Checkpoints und Straßensperren“.

    Aber die Frage ist: Wer Demütigt in Wirklichkeit Wen?

    “Sie behaupten also, dass die palästinensischen Araber sich gedemütigt und schikaniert fühlen, wenn die israelischen Behörden sie und ihr Gepäck durchsuchen; wenn Checkpoints, Straßensperren, Absperrungen und Ausgangssperren ihrem freien Umherreisen hinderlich sind. Sie sagen, die Araber fühlen sich “eingesperrt”.

    “Wissen Sie denn nicht, dass in Israel jeder Israeli im Verlauf eines einzigen Tages mehrfach durchsucht wird?

    “Die Israelis werden regelmäßig gebeten, ihre Einkaufstaschen und Handtaschen zur Durchsuchung zu öffnen. Und fast immer müssen sie sich einer Untersuchung mit einem Metalldetektor unterziehen: wenn sie eine Bank oder ein Postamt betreten, wenn sie eine Flasche Milch aus dem Supermarkt holen, wenn sie ein Einkaufszentrum oder eine Bahnstation betreten, oder wenn sie ein Krankenhaus oder eine medizinische Klinik besuchen. Wussten Sie dass denn nicht? Und junge israelische Männer und Frauen werden stets, bevor sie die überfüllten Diskotheken betreten, auf der Suche nach Sprengstoffgürteln abgetastet.

    “Es ist schon alltäglich, dass israelische Autos sobald sie einen größeren Parkplatz aufsuchen, durchsucht werden. Täglich müssen Israelis mit ihren Wagen durch Straßensperren, die massive Verkehrsstaus verursachen, wenn die Sicherheitskräfte wieder einmal auf der Suche nach Bombenattentätern sind.

    “Israelis werden nicht nur durchsucht, wenn sie ausgehen, um eine Tasse Kaffee zu trinken oder eine Scheibe Pizza zu essen, sondern auch dann, wenn sie in ein Kino oder ein Konzert gehen. Der Ausdruck “dressed to kill” (im Deutschen etwa “todschick”; wörtlich: “gekleidet, um zu töten“) erhält so eine völlig andere Bedeutung.

    “Diese täglichen Demütigungen sind mittlerweile auch dann der Fall, wenn Israelis zu einer Hochzeit oder Bar Mitzwa gehen. Niemand spricht im Ausland über die Demütigung, der Juden in Israel unterliegen, wenn sie auf die Einladungskarten zu ihrer Hochzeit und anderer Familienfeiern schreiben müssen: “Die Feier wird bewacht (von bewaffneten Wachen)” – um sicherzustellen, dass ihre Verwandten und Freunde die Einladung annehmen.

    “Wussten Sie, dass diese allgegenwärtigen Sicherheitsüberprüfungen in den arabisch bewohnten Städten in Israel, Judäa und Samaria nicht vorhanden sind?

    “Tatsache ist, dass der durchschnittliche Israeli “gedemütigt und schikaniert wird”, weil er Tag für Tag um ein Vielfaches häufiger durchsucht wird, als der durchschnittliche Palästinenser. Nicht eine einzige Menschenrechtsgruppe hat von dieser massiven Verletzung der Privatsphäre wie der Persönlichkeitsrechte der Israelis jemals auch nur Notiz genommen. Bis zum jetzigen Moment gibt es keine Protestaktionen dagegen, dass seit den 1970er Jahren jüdische Schulkinder in Israel von Umzäunungen umgeben sind, mit bewaffneten Wachen an den Schultoren.

    “Aber keine einzige arabische Ortschaft in Israel, Judäa und Samaria ist von einer Umzäunung umgeben. Bei arabischen Geschäften, Cafes, Restaurants, Kinos, Hochzeitsfeiern oder Schulen – sei es in Israel oder in Judäa und Samaria ist es nicht nötig, dass Wachposten die Eingangstore bewachen. Die Palästinenser brauchen auch keine bewaffneten Wachen, um jeden Schulausflug, jede Wanderung und jedes Campen von Jugendlichen zu begleiten. Sie sind keine Terrorziele.

    “Unzählige Israelis leben wie in Ghettos hinter hohen Zäunen, und das in Gebieten, die keineswegs nur in Judäa und Samaria liegen, sondern dies sind die Zustände in jüdischen Städten, Dörfern und Vororten.

    “Viele israelische Autofahrer vermeiden Hauptverkehrsstraßen, die durch arabische Gebiete in Israel führen, während arabische Bürger und Araber aus dem Bereich der palästinensischen Autonomie weiterhin jüdische Städte betreten und ohne Gefährdung ihren Geschäften nachgehen.

    “Israelis dagegen rät man, sich zu verkleiden, wenn sie auswärts sind – in der Öffentlichkeit nicht Hebräisch zu sprechen und keine Kleidung zu tragen, die ihre jüdisch-israelische Herkunft verrät. Sogar Israels nationale Fluglinie – El Al – war aus Sicherheitsgründen gezwungen, ihr Logo am Flugzeug bei gewissen Flughäfen zu entfernen.

    “Andererseits tragen Araber, die jüdische Städte und Ortschaften in Israel besuchen, ihre traditionelle arabische Kleidung ohne dass sie befürchten, angegriffen oder schikaniert zu werden.

    “All dies wirft die Frage auf: Wer unterdrückt hier wen?”

    http://www.mythsandfacts.org/article_view.asp?articleID=232

  2. Rainer Lang says:

    Danke Renate für die Übersetzung!

  3. Joschua Cohen says:

    Kurze Ansage des neuen ägyptischen Präsidenten:

    “The Koran is our constitution, the Prophet is our leader, jihad is our path and death in the name of Allah is our goal.” Morsi said in his election speech before Cairo University students on Saturday night.

    Es sei darauf verwiesen, dass das das bekannte Credo der Muslimbruderschaft ist. Hätte man ja wissen können – auch das er Jerusalem zur Hauptstadt eines vereinten arabischen Großreiches machen möchte…juhu!

  4. A.mOr says:

    Joschua,
    juhu! :(

  5. jerry1800 says:

    ich neige zu Optimismus, erstens sind die Stinker 100% von den US & EU Wohltaten abhängig. Desweiteren besteht die Bedrohung nicht durch irgendwelche – externen – Feinde sondern durch infiltration & Assimilation der Infiltranten.

  6. Joschua Cohen says:

    Naja Jerry – die haben echte Probleme (Nahrungsmittelknappheit, Überbevölkerung, Devisenmangel durch stark eingebrochenes Tourismusgeschäft) und brauchen dringend einen Blitzableiter…dafür haben sie seit Jahrzehnten jemanden (Israel) in den Köpfen aufgebaut…und ja, ich halte sie für so verrückt es wieder einmal zu versuchen – wie ich auch damit rechne, das Obamas Regime dann nur zusieht und nicht einmal humanitäre Hilfe leistet. (Gehen einfach 1-2 Wochen nicht ans Telefon oder so.)

    Der neue Präsident hat außerdem vorher im Wahlkampf klar gesagt, dass man großes vereintes arabisches Reich schaffen will – mit Jerusalem als Hauptstadt.
    Und mit Barak als oberstem Militär…man man man.

    Und DAZU das von Dir geschilderte Problem der 5. Kolonne.

  7. jerry1800 says:

    die ägyptischen Militärs wollen 1.Macht ausüben und 2.die Wirtschaft kontrollieren und abkassieren, ich sehe MOMENTAN keine Bedrohung, zumal im Ggs. zu früher, die Ausrüstung zu 100% US amerikanisch ist.

    Aber man weiß nie mit den Arabs, klar…..

  8. Joschua Cohen says:

    Nun, vielleicht sollte ich Dir evtl. sagen, dass man den Abschuss des türkischen Jets über Syrien intern ganz klar den Russen selbst zuschreibt…was die Situation deutlich kompliziert und allgemein verschärft – incl. einberufenes NATO-Treffen usw.

    Von daher ist die Situation derzeit extrem gespannt und die Staaten ringsum brauchen den Konflikt um ihre internen Spannungen abzubauen. Der Jud ist für sie nun einmal der vereinende Faktor…

  9. jerry1800 says:

    stimmt, ohne Russki würden die sich nicht trauen….

  10. mike hammer says:

    GHRRRÖhhhhhhhllllll
    HAHAhahahahaaaaaaaa
    PUTIN lässt die liksnudel yachimovitsch ABBLITZEN!
    nach dem motto “DONT FEED THE TROLL!”
    ich bin ja kein putin fan,
    aber lustig ist
    lustig. ;)

  11. jerry1800 says:

    es wird interessant…..

    Egypt’s new president-elect Mohamed Morsy denied on Monday that he told an Iranian news outlet of his plans to “review” the country’s 1979 Camp David peace treaty with Israel and renew his country’s ties with Teheran.

    Iran’s Fars News, which has ties to the Revolutionary Guards published a lengthy interview on its Persian language website on Monday, which it said Morsy gave in Cairo hours before the official runoff results were declared on Sunday.

    However, a spokesman for Morsy told Egypt’s official MENA news agency Monday that “Morsy did not give any interview to Fars and everything this agency has published is baseless.”

    The remarks Fars quoted in the interview contrasted sharply with promises Morsy made during his presidential campaign and in other interviews, in which he pledged to honor Egypt’s international treaties, including its peace treaty with Israel.

  12. Nach den Waldbraenden bei Jerusalem von gestern, die natuerlich wieder durch Brandstiftung entstanden, wurde heute im ersten israelischen Kanal veroeffentlicht, dass ueber 1000 Braende in der Jerusalemgegend im letzten Jahr gezaehlt wurden, ueber 70% durch Brandstiftung und die grosse Mehrheit davon durch Araber. Der israelische Innenminister sprach von “spontanem Terror” ohne groesserer Planung oder Terrorgruppe dahinter, aber aus den gleichen Motiven…

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