Ulrich J. Becker, Kiryat Ono, 01.09.5770 (Rosch Chodesch Siwan! 45. Omer)


Jetzt ist aber gut! Schweigt endlich ihr Juden! Deutschland hat genug gezahlt! Milliarden! Mehr als euch zustehen wuerde hat unsere fleissige Wirtschaft an eure gewitzten Anwaelte schon verschleudert. Jetzt muss endlich mal Schluss sein! Ein Schlusstrich her! Schluss mit den moralischen Erpressungen! Wir haben schon lange dafuer bezahlt und zwar mehr als genug!

 

So oder aehnlich (meist halt eher ein bisschen hoeflicher) hoerte ich leider schon so manchen Deutschen mir erklaeren, wie sehr die Holocaustzahlungen schon alles beigelegt haben und dass diese eigentlich viel zu hoch und uebertrieben waren. Ach ja? Dann lasst uns dochmal ganz kleinkariert und unarisch nachrechnen…

Nach den gaengigen Rechnungen hat Deutschland an Israel oder juedische Organisationen oder Privatleute zusammen insgesamt (Stand 2008) ca. 66 Mrd. USD (andere deutsche Quellen behaupten 26. Mrd. USD – 700 Millionen USD in Guetern und 25 Mrd. USD in Waehrung) bezahlt. Nun, das ist eine grosse Summe und es wird immer schwer sein zu sagen, wie viel Leid in USD Wert ist, aber man kann auch eine ganz einfache Rechnung machen, die noch nicht mal in Dinge wie Leid und dem ‘angmessenen Schmerzensgeld’ geht, sondern einfach auf die Dinge schaut, die faktisch von Nazideutschland geraubt wurden:

Denn Reperationszahlungen kann man fuer verschiedene Dinge machen. Fuer recht objektiv festzustellende Werte, wie geraubte Grundstuecke und Gueter und verwaehrte Gehaelter oder unbezahlte Zwangsarbeit,  und fuer eher willkuerliche/subjektive/ideelle Festlegungen wie fuer Leid der Ueberlebenden und fuer Zahlungen an Angehoerige von Ermordeten.

 

Kucken wir doch erstmal nur auf die objektiveren Werte:

Nach einer umfassenden Studie betrugen alleine die juedischen Grundstuecks- und Besitzwerte, die waehrend des Holocausts gestohlen wurden nach heutigem Wert ca. 115 bis 175 Mrd. USD. Eine Studie der israelischen Regierung versuchte eine Schaetzung fuer alle verlorenen Gehaelter der Verschleppten (104 bis 155 Mrd. USD) und nichtgezahlten Loehne der Ghettoarbeiter (11 bis 52 Mrd. USD) anzugeben und kam auf einen Betrag von 105 bis 207 Mrd. USD. In der gleichen Studien schaetze man alle vom deutschen Reich geraubten juedischen Gueter auf ca. 125 Mrd. USD.

Nehmen wir die jeweils niedrigsten vermuteten Werte zusammen, kommen wir auf einen Betrag von 220 Mrd. USD (und wie gesagt, dass ist nur die niedrigste Variante. Man koennte auch zu einer Maximalschaetzung von 382 Mrd. USD gehen).

 

 

Weniger als ein Drittel allein der gestohlenen materiellen Werte sind ‘Wiedergutmachung’?

Wenn wir also gar nicht ueber Entschaedigungen fuer die Ermordeten reden, sondern nur in diesem recht gefuehlslosen Wertebereich bleiben, ergibt sich, dass Deutschland bis heute (hoechstens) ca. 30% allein des angerichteten Raubes bezahlt hat. Das ist also der grosse Schlussstrich? 30%? Und das Ganze nannte man dann in Deutschland auch noch voller Frechheit “Wiedergutmachung“. Ja klar! Man bezahlt ein paar DM und schon ist Alles WIEDER GUT! Asche setzt sich wieder zusammen, fliegt rueckwaerts durch den Krematoriumsschornstein, verbindet sich zu verhungerten Koerpern, zieht Zyklon B aus den Lungen heraus in die Pseudoduschen, dann wieder aufsteigen auf den Zug, gelber Stern weg und einmal ordentlich druecken mit den Taetern und alles ist WIEDER GUT. Im Gegensatz z.B. zu ‘Schmerzensgeld‘ beinhaltet ‘Wiedergutmachung’ einen sehr starken moralischen Rehabilitierungsbegriff. (Uebrigens sei hier der Fairnishalber gesagt, dass die BRD im Vergleich zu anderen Staaten, wo man sich zuvor auch am Holocaust beteiligt hatte, wie die DDR, Oesterreich, verschiedene osteuropaeische Staaten etc. sich noch relativ verantwortungsbewusst verhielt.

 


Was wollen die Juden eigentlich? Wir haben doch bezahlt.

In Israel gab es damals heftige Kaempfe, ob man Zahlungen aus Deutschland ueberhaupt annehmen sollte, mit Menachem Begin fuer die Rechte, der sich energisch dagegen aussprach, u.a. weil es als eine Art Ablasshandel angesehen werden koennte, als eine Art unmoegliche ‘Wiedergutmachung’. Aber Ben Gurion und die knappe Mehrheit sprach sich fuer die Annahme der Gueter und Waehrungszahlungen aus, da das momentane Ueberleben Israels in den fuenzigern hoeher stand, als moralische Standards und vielleicht zu Recht, vielleicht nicht. Auf jeden Fall hatten man so die groteske Situation, dass Juden, die erst vor einigen Jahren aus den Feuern des deutschen Holocausts entkommen waren, nachdem sie in Zuegen der Reichsbahn verschleppt wurden, und jetzt wieder, nur in Israel, in solchen deutschen Zuegen fahren mussten, die Israel von SIEMENS bekam. Vielleicht ist es aber Begins Widerstand zu verdanken, dass das ‘Wiedergutsmachungsabkommen’ in Israel wenigstens ‘nur’ unbestimmt und moralisch unverbindlich ‘Taschlumim’ (Zahlungen) hiess und bis zum heutigen Tag so genannt wird.

 

Ich selbst arbeitete kurzzeitig bei der Holocaustueberlebenden Organisation AMCHA in Israel, wo ich Ueberlebenden beim Uebersetzen der eiskalten deutschen Buerokratie fuer Zahlungsansprueche half. Ist es nicht super ‘nett’, wenn ein deutsches Amt – natuerlich ausschliesslich auf Deutsch – einer Holocaustueberlebenden schreibt, dass ihre Forderung fuer eine Rente fuer Ghettozwangsarbeit abgelehnt wurde, da sie zum betreffenden Zeitungpunkt nur sieben Jahre alt war und Siebenjaehrige ja bekanntlich nicht arbeiten duerfen. Ach, ja? Als ich der Frau die Antwort uebersetzte, sagte sie mir nur leise und verstoert, dass sie doch aber gearbeitet habe und nicht gerade leicht. Was glauben diese Leute im feschen deutschen Amtsbuero eigentlich? Das sich die Nazis ans international Arbeitsrecht oder sowas hielten?

In einem anderen Fall, wurde eine aehnliche Anfrage einer Frau abgelehnt mit der Begruendung, dass sich ihr Ghetto doch damals in Rumaenien (ich hoffe ich erinnere mich richtig) befand und das dies mit Deutschland zwar verbuendet war, aber die Ghettos unter rumaenische Verantwortung fielen. Ich erklaerte es der Frau und sie verstand nicht recht. Ich fragte sie, ob das Ghetto von Rumänen geleitet worden sei. Nein, von deutscher SS, antwortete sie mir.

 

Aber alles egal fuer viele Deutsche, die felsenfest der Meinung sind, dass genug oder sogar zu viel bezahlt wurde!

Damaliger Finanzminister Peer Steinbrueck hatte bei einem Israelbesuch klipp und klar gemacht, dass Deutschland keine neuen Verhandlungen ueber Entschaedigungen zulassen werde.

 

 

Kann Deutschland bei Entschaedigungen was von Libyen lernen?

Nachdem wir also schon wissen, dass sogar 30% Entschaedigung fuer materielle Werte fuer Deutschland anscheinend zuviel sind (Sprich, man will nicht mehr als 30% des Diebstahls dem rechtmaessigenen Eigentuemer zurueckerstatten), machen wir doch mal eine Spekulation, wie eine Entschaedigung auch fuer die Ermordeten aussehen wuerde, wenn das ueberhaupt moeglich ist. Und da ich mir nicht anmasse selbst ‘einen Preis fuer ein Leben’ festzusetzen, nehme ich mir zwei gegenwaertige Faelle von solchen Zahlungen zu Hilfe:

 

1)    Deutschland hat jetzt angekuendigt 400.000 Euro (um in der gleichen Waehrung zu bleiben: 500.000 USD) an die Angehoerigen des Luftangriffs bei Kundus als Entschaedigung zu zahlen. Da es sich bei dem Angriff um 142 Opfer gehandelt haben soll, kommt man auf ca. 3500 USD pro Opfer. Wuerde man das auf die ca. 6 Mio. ermordeten Juden im Holocaust anwenden, kaeme man auf 21 Mrd. USD. Demnach wuerde der Gesamtbetrag auf 241 Mrd. USD steigen und die von Deutschland bezahlte Entschaedigung wuerde auf ca. 27% fallen.

Aber natuerlich ist dies ein sehr schlechtes Beispiel, da es sich um hier um einen voellig anderen Sachverhalt handelt. Die deutsche Regierung hat naemlich keinen Voelkermord gegen die Afghanen im Gange und man kann jeglichen Tot von Zivilisten in Afghanistan mit gutem Gewissen als von Deutschland ungewollt bezeichnen. Denn den Tot von Zivilisten in Afghanistan will Deutschland heute so gut es geht vermeiden. Ueber diesen Luftangriff kann man auch sogar geteilter Meinung sein, wieviele der Anwesenden wirklich ‘unschuldige Opfer’ waren und wieviele Taliban oder mit dieser verbuendet etc.. Aber darauf will ich nicht eingehen, ich kann nur sagen, dass von dem Luftbildvideo, das veroeffentlicht wurde, zu schliessen, haette Israel einen solchen einen Luftschlag hoechstwahrscheinlich abgebrochen.

Und deswegen jetzt zu einem Beispiel, wo ein Staat gezielt Zivilisten umbrachte und nachher Entschaedigung zahlte…

 


2. Die vom libyschen Geheimdienst durchgefuehrten terroristischen Anschlaege der La Belle Disco in Berlin und der verursachte Flugzeugabsturz von Lockerbie wurden von Ghadaffi zugegeben und dieser Willkuerherrscher und sein Unrechtsstaat bezahlten tatsaechlich jeder Familie eines Opfers 8 Millionen USD. Sprich, fuer den Anschlag von La Belle (3 Todesopfer) 35 Mio. USD und fuer die 270 Anschlagsopfer von Lockerbie insgesamt 2,16 Mrd. USD. Wuerden wir dieses Mass wieder auf den Holocaust anwenden, muesste Deutschland fuer die Entschaedigung der 6 Mio. ermordeten Juden eine Summe von 48 Billionen USD bezahlen. Dazu noch die vorheringen 220 Mrd. und wir waeren bei 48.220.000.000.000 USD (48.2 Billionen). (Zum Vergleich der Haushalt der deutschen Regierung von 2009 betrug ca. 290 Mrd.)

D.h. wuerde Deutschland wenigstens libysche Standards fuer die Entschaedigung des Holocaust anwenden (wer haette gedacht, dass Libyen in einer moralischen Frage mal ein Beispiel abgeben koennte…) dann haette es erst einen gegen 0 % gehenden Anteil bezahlt.

 

Ehrlich gesagt, will ich den Deutschen nicht vorschreiben wieviel sie fuer die Verbrechen ihrer Verwandten an die juedischen Opfer und deren Angehoerigen zu zahlen haben, ich moechte nur einfach diese bloede Behautptung nicht mehr hoeren, man haette schon mehr als genug bezahlt. Wenn Deutschland nicht einmal den Raub an materiell messbaren zu einem Drittel zahlen will, ist das Deutschlands Problem, aber bitte dann nicht behaupten, man haette eine angemessene Entschaedigung abgeleistet, sondern ehrlich zugeben, dass man nur einen kleinen Bruchteil der materiellen Verluste des juedischen Volkes und einen noch winzigeren Bruchteil einer emotional vielleicht vertretbaren Entschaedigung geleistet hat.

 

 

P.S.:

Sollte jemand Fehler in den hier angefuehrten Zahlen entdecken, bitte als Kommentar einstellen, so dass ich diese in korrigierter Form in den Artikel stellen kann.



60 Comments to “Die Holocaustabrechnung! – Warum Deutschland eben nicht “genug gezahlt” hat…”

  1. Roman says:

    Steinbrück heißt Peer mit Vornamen, nicht Peter.

    ANMERKUNG REDAKTION:
    Uuups, ausgebessert… ;)

  2. Zahal says:

    Hier ein Fundstück unsreer über alles gelibten Frau Galinski – ihr Grußwort im Tempodrom Berlin – 8. Mai 2010

    Salam Aleikum,

    sehr geehrte, liebe palästinensische Freunde und Freundinnen,

    Ich betrachte es als eine große Ehre, dass ich als deutsche Jüdin hier bei Ihnen auf dem 8. Europäischen Palästinenserkongress in Berlin sprechen darf. Das heutige geschichtsträchtige Datum des 8. Mai, des Tages der Befreiung vom Faschismus und der Nazi-Diktatur vor 65 Jahren, sollte dem Staat Israel und allen Verfolgten, die selbst so Schreckliches erlebt haben, Mahnung sein, nie wieder Unrecht und Unterdrückung zu dulden oder selbst auszuüben.

    62 Jahre Vertreibung und ethnische Säuberung sind genug! 43 Jahre Besetzung und Unterdrückung sind genug! Schlimmerweise ist es für Israel nie genug. Am 13. April trat die neueste Perversion des „Jüdischen Staates“ in Kraft: Ein Militärerlass, der den Boden für Massendeportationen aus der Westbank bereitet. Diese Verordnung ist ein klarer Verstoß gegen Artikel 49 der Vierten Genfer Konvention. Dieser Erlass ist ungesetzlich und verstößt gegen internationales Recht, da israelische Gesetze im Westjordanland – also auf besetztem Gebiet – nicht anzuwenden sind. Diese Anordnung beweist nur ein weiteres Mal die Macht und die Willkür der israelischen Armee, gegen unliebsame Palästinenser vorzugehen.

    Ich fordere Sie, Frau Bundeskanzlerin Merkel, daher auf, gegen diese Besatzerwillkür zu protestieren und sich bei der israelischen Regierung dafür einzusetzen, dass diese unrechtmäßigen Verordnungen zurückgenommen werden. Außerdem fordere ich Sie, Frau Bundeskanzlerin Merkel, auf, den Begriff der Sicherheit Israels als Staaträson für die deutsche Politik rückgängig zu machen. Dieser Begriff stützt sich nicht auf eine demokratische Legitimität. Nein – ganz im Gegenteil -, das verstößt gegen unser Grundgesetz und gegen allen politischen Anstand, die Sicherheit Israels zur deutschen Staatsräson zu erklären.

    Genau diese Feststellung führt uns auch zur Problematik der Beziehungen zwischen Deutschland und Israel.

    Das unbeschreibliche Unrecht, das von Deutschen organisiert, an den europäischen Juden/ Jüdinnen begangen wurde, darf nicht dafür herhalten, dass anderen Menschen und Völkern Unrecht angetan wird.

    Unsere ganze moralische Herausforderung besteht einerseits darin, der Verantwortung gerecht zu werden, die Lehren aus den Verbrechen des Dritten Reiches zu ziehen, es aber andererseits nicht zuzulassen, dass aufgrund dieses schrecklichen Vermächtnisses uns (Deutschen) das Recht abgesprochen werden soll, aktuelle Verbrechen anzuprangern – und das nur, weil diese von einem Staat begangen werden, der sich selbst als jüdisch bezeichnet. Sich dieser Wahrheit zu stellen, ist die würdigste Form der Holocaust-Erinnerung. Daher möchte ich betonen: Nicht das palästinensische Volk ist schuld am Holocaust, also der Ermordung der europäischen Juden.

    Sie aber, die Tausende, die hier stellvertretend für viele Millionen palästinensische Flüchtlinge versammelt sind, sie sind die unschuldigen Leidtragenden dieser israelischen Unrechtspolitik, des Landraubes und der Besatzung.

    Solange Israel nicht bereit ist, die palästinensischen Bürger und Bürgerinnen als gleichwertig anzuerkennen und das palästinensische Volk weiter entmenschlicht und unterdrückt, wird es nie Frieden und ein friedliches Zusammenleben geben.

    Sogar das öffentliche Gedenken an die Nakba soll ihnen nach Willen der israelischen Regierung genommen werden. Man arbeitet an einem Gesetz, dieses Gedenken unter Strafe zu stellen.

    Nach dem Willen der israelischen Regierung soll ihnen der unverhandelbare Ostteil von Jerusalem – seit 1967 unrechtmäßig von Israel besetzt – für einen zukünftigen Palästinenserstaat als Hauptstadt genommen werden. Die israelische Regierung will ihnen auch den Anspruch des Rückkehrrechts vorenthalten, der ihnen völkerrechtlich zusteht.

    So bewahren viele palästinensische Vertriebene noch heute ihre Hausschlüssel auf und geben sie an ihre Kinder und Kindeskinder weiter im Bewusstsein: Wir kommen zurück!

    Israel hat den Schlüssel für das größte Freiluftgefängnis der Welt – nämlich Gaza – ins Meer geworfen. Der schleichende Genozid an 1,5 Millionen eingeschlossenen Palästinensern schreitet unaufhörlich voran. Auch die Blockade nach dem schrecklichen Angriff auf Gaza mit von Israel über 1.400 ermordeten Palästinensern geht weiter. Die Verantwortlichen für diesen Angriff, gehören eindeutig vor das Haager Kriegstribunal.

    Nicht umsonst bekämpft Israel den Goldstone Report so vehement, der diese Kriegsverbrechen dokumentiert. Der Jurist Goldstone wurde daher von offizieller israelischer und jüdischer Seite verleumdet, angegriffen und bekämpft.

    Ich möchte Ihnen auch meine Solidarität mit den etwa 10.000 Palästinensern in israelischer Haft aussprechen – unter ihnen Frauen, Kinder und die führende politische Intelligenz. Schon meine Freundin und mein Vorbild, die große Menschenrechtsanwältin, Felicia Langer, schilderte mir die unmenschlichen Folterungen und Haftbedingungen, unter denen ihre palästinensischen Mandanten und andere Häftlinge in israelischen Gefängnissen zu leiden hatten. Dieser Einsatz Felicia Langers für die Menschenrechte wurde mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes von Bundespräsident Köhler gewürdigt. Ich betrachte das auch als einen kleinen Erfolg, für uns alle.

    Nochmals: Frau Bundeskanzlerin Merkel, ich ersuche Sie: Pochen Sie auch bei Israel auf die Einhaltung der Menschenrechte und auf die Verwirklichung der 4. Genfer Konvention, der wir verpflichtet sind.

    Wo bleibt Ihr demokratisches Bewusstsein als ehemalige Bürgerin eines totalitären Unrechtsstaates, wenn Israel die Rechte des Palästinensischen Volkes mit Füßen tritt und negiert?

    Für mich als geborene Berlinerin ist es ein ganz besonderes Gefühl, heute am 8. Mai, dem Tag der Befreiung und dem Ende der Nazi-Herrschaft, auch des Mauerfalls vor 20 Jahren zu gedenken. Ich weiß als Berlinerin, wovon ich spreche, wenn ich an die Berliner Mauer erinnere. So frage ich uns alle:

    Wann werden wir den Tag erleben, dass die israelische Apartheidmauer – die tief durch geraubtes und besetztes palästinensisches Land führt und die auf diesem unrechtmäßig vom „Jüdischen Staat“ errichtet wurde – so fällt wie die Berliner Mauer? Wann werden die schikanösen Check Points fallen? Wann werden Sie – die Palästinenser – Ihre Familien wieder frei und grenzenlos besuchen können?

    Das wird nur möglich werden, wenn der amerikanische Druck so groß auf Israel wird, wie damals der russische auf die DDR. Herr Netanjahu, reißen Sie die Mauer nieder!

    Liebe palästinensische Freunde und Freundinnen: Ich hoffe für Sie alle, die es denn möchten, dass Ihnen nach dem Motto Ihres Kongresses das Ihnen zustehende Rückkehrrecht nach Israel/ Palästina ermöglicht wird und für Sie damit ein friedliches und demokratisches Zusammenleben wahr wird.

    Das Rückkehrrecht, wie es Israel allen Juden anbietet, ist für mich eine Farce. Ich frage sie, weshalb soll ich als in Deutschland geborene Jüdin denn zurückkehren? Aber das Rückkehrrecht für Sie, die Vertriebenen und Flüchtlinge der Nakba, ist die Rückkehr Teil des Völkerrechts.

    Aus diesem Grunde spreche ich auch explizit die deutsche Bundeskanzlerin an: Beherzigen Sie die Aussage: Recht auf Heimat ist Menschrecht.

    Lassen Sie mich zum Schluss betonen: Ich bin für einen demokratischen Staat Israel in den Grenzen von 1967 laut UNO-Beschluss 242. Frieden wäre sofort möglich, wenn Israel sich an die internationalen Resolutionen halten würde, das Recht auf Rückkehr für die Palästinenser erfüllt und Jerusalem als Hauptstadt für zwei souveräne Staaten, nämlich Israel und Palästina anerkennt.

    43 Jahre Besatzung und Unterdrückung müssen sofort beendet werden! Lassen sie uns die Hoffnung auf Gerechtigkeit für Palästina und das palästinensische Volk nicht aufgeben! Nur zusammen sind Sie stark!

    Evelyn Hecht-Galinski – 8.5.2010

    (Es gilt das gesprochene Wort)

    Den Link stelle ich nicht dazu ein……

  3. Zahal says:

    Übrigens, nur kurz angemerkt, es waren keine 142 Tote bei dem Angriff auf die Laster……was Recht ist, muss Recht bleiben.

    Doch die genaue Zahl der Opfer war für die Bundesanwaltschaft “nicht entscheidungserheblich”. Nach den Videoaufzeichnungen der Kampfflugzeuge hätten sich zum Zeitpunkt des Bombenabwurfs 30 bis 50 Menschen auf der Sandbank um die Lastzüge aufgehalten, teilte die Behörde mit.

    http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5gJ9YG0hs_vHMZ22gVuHXokkV8NMw

    Und diese Anzahl lag auch Oberst Klein vor, ausserdem sollen sie ALLE bewaffnet gewesen sein.

  4. Yael says:

    Danke Ulrich für die Zahlen. Ich werde sie mir zu Gemüte führen, wenn ich aus Paris zurück bin. Machts gut.

  5. Calamitas says:

    “Ehrlich gesagt, will ich den Deutschen nicht vorschreiben wieviel sie fuer die Verbechen ihrer Verwandten an die juedischen Opfer und deren Angehoerigen zu zahlen haben, ich moechte nur einfach diese bloede Behautptung nicht mehr hoeren, man haette schon mehr als genug bezahlt. Wenn Deutschland nicht einmal den Raub an materiell messbaren zu einem Drittel zahlen will, ist das Deutschlands Problem, aber bitte dann nicht behaupten, man haette eine angemessene Entschaedigung abgeleistet, sondern ehrlich zugeben, dass man nur einen kleinen Bruchteil der materiellen Verluste des juedischen Volkes und einen noch winzigeren Bruchteil einer emotional vielleicht vertretbaren Entschaedigung geleistet hat.”

    Völlig richtig!

  6. dave says:

    Ich möchte nochmal das Thema “deutsche Zahlungen“ aufgreifen.
    Man kann dazu ganz unterschiedlich Positionen beziehen, ob die israelische Regierung (das jüdische Volk) das Geld hätten annehmen sollen oder nicht, aber eins steht fest – ohne dieses Geld wäre es in den 1950ern ziemlich wahrscheinlich zum Kollaps der israelischen Wirtschaft gekommen.
    Keine Wertung, einfach eine Feststellung

  7. karl says:

    schalom. zunächst einmal ich bin 80 jahre alt und
    habe die nazizeit erlebt.dadurch ist meine liebe
    zu israel und seinen menschen sehr gross . ich sage wer der hamas und genossen soviel geld gibt,
    auch deutschland,der hat an israel viel zu wenig
    gezahlt.die milliarden die in afghabistan ver
    schleudert werden,könnten erez isral sehr helfen
    und man würde was gutes tun. jerusalem ist und
    muss die hauptstadt israel bleiben. karl

  8. karl says:

    das israel die mauer gebaut hat war richig.seit
    über einem jahr-2009-hat kein terroranschlag auf
    israelischen boden stattgefunden,ausser die rake
    ten die hamas auf israel schiesst. solange die
    hamas und konsorten.vor allem der iran,wird es
    keinen friedensvertrag geben.das ziel der araber
    ist <israel zu vernichten.< schalom karl

  9. Auf diesem Hintergrund muss man sich auchmal die Griechenlandunterstuetzung ankucken:

    Deutschland beschliesst kurzzeitig ca. 22 Mrd. Euro (!) an ein Land fuer mehr oder weniger die eigenen Fehler, Faulheit und Steuerbetrug zu bezahlen, waehrend man Jahrzehnte brauchte um einen aehnlichen Betrag an vollkommen unschuldige Voelkermordsopfer zu zahlen.

    Warum dieser Unterschied? Vielleicht, weil man bei Griechenland auch seinen eigenen Tuches in Gefahr sieht? Keine Ahnung?

    FAZ – 22,4 Milliarden Euro aus Deutschland
    Kabinett beschließt Griechenland-Hilfe

    http://www.faz.net/s/Rub3ADB8A210E754E748F42960CC7349BDF/Doc~E4BEB5131BFEA437DA7763F5779929273~ATpl~Ecommon~Scontent.html

  10. Zahal says:

    Willkommen Karl……Israel braucht Mitstreiter….. :-)

  11. karl says:

    ich schreibe mein posting mal auf diesen Thread.
    egal,hauptsace er wird gelesen.ich habe einen laptop,binaber ein blutiger anfänger. zu meiner
    person <ich bin 80 jahre alt,also zeitzeuge, mein
    urgrssvater väterlicherseits hatte eine jüdin
    namens sara geheiratet. ich habe alo noch ein achtel jüdisches blut. das merke ich auch weil ich
    erez israel und seine menschen sehr liebe. ich habe viele freunde in israel ,die die kz der nazis
    überlebt haben.einige aus meiner familie hben die
    nazizeit nicht überlebt. das posting das ich schreiben wollte,schreibe ich morgen, schalom karl

  12. Zahal says:

    wußtest du Karl, daß jeder zehnte Deutsche jüdische Verwandschaft hat, jeder zehnte Deutsche, das macht bei ca. 80 Millionen – 8 Millionen, eine nicht zu unterschätzende Zahl.

    Wir sollten ganz neu anfangen, wir sollten die Liebe entdecken, die uns alle verbindet, wir sollten uns gegen jede neue ideologische Hasspropaganda wehren, gleich aus welcher Ecke sie kommt.

    Das könnte eine Aufgabe sein :-)

  13. jerry1800 says:

    danke, Karl
    und Kompliment³

  14. karl says:

    schalom. mythos blockade gazastreifen.
    die internationale gemeinschaft ist einer glatten lüge über eine israelische belagerung des gazastreifens auf dem leim gegangen.ein jahr ist
    seit der militärischen operation vergangen. über
    30576 hilfs trucks fuhern imdiesem jahr,2009,nach
    gaza,das waren738570 tonnen hilfsgüter. über
    10544 menschen aus gaza kamen zur medezinischen hilfe nach israel.im gleichem jahr wurden von der
    hamas über 130 raketen auf israel abgeschossen.
    schalom karl

  15. jerry1800 says:

    Hamas Expels Residents, Demolishes Dozens of Arab Homes
    Sivan 4, 5770, 17 May 10 02:15by Hillel Fendel
    (Israelnationalnews.com) Hamas police beat and forcibly removed residents from their homes in a southern Gaza city, and the buildings were then demolished by bulldozers.

    The Associated Press reports that the Hamas police wielded clubs and pushed the residents out of dozens of homes in Rafah, on the Egyptian border. The incident occurred on Sunday, and destruction was expected to continue on Monday. Hamas authorities said the homes were built illegally on government land.

    Newly homeless residents were reportedly furious over Arabs on bulldozers razing Arab homes.

    “For years,” AP’s Rizek Abdel Jawad reports, “Palestinians have criticized Israel for destroying houses, mostly because they were built without permits issued by the military. Now, Rafah residents complained, their own government, run by the Islamic militant Hamas that seized power in Gaza in July 2007, has done the same.”

    One woman shouted that Hamas had promised reform and change, but had “destroyed our homes” instead. Standing next to the concrete chunks that remained of her house, she said she and her husband had nowhere else to go.

    Her neighbor said policewomen wearing Muslim face veils beat her with clubs until she, her husband, and two children fled their house.

    Residents said between 30 and 40 homes, ranging from concrete structures to tin shacks, were torn down. Hamas officials did not allow reporters into the area until the demolition was over. Residents said more demolitions in the area were expected on Monday.

    Hamas Knows Nothing About Alternative Housing
    AP added that though Rafah’s mayor, Issa Nashar, promised alternative housing, Gaza’s housing minister, Yousef al-Mansi, said he had no information about such housing.

    http://www.IsraelNationalNews.com
    © Copyright IsraelNationalNews.com

  16. Renate says:

    Zahal says:
    May 13, 2010 at 21:43
    Hier ein Fundstück unsrer über alles geliebten Frau Galinski – ihr Grußwort im Tempodrom Berlin – 8. Mai 2010: “Lassen Sie mich zum Schluss betonen: Ich bin für einen demokratischen Staat Israel in den Grenzen von 1967 laut UNO-Beschluss 242. Frieden wäre sofort möglich, wenn Israel… blablabla”

    Darauf kann man nur immer wieder mit der glasklaren Argumentation von Golda Meir antworten: “Im Juni 1967 befanden sich die Sinai-Halbinsel, der Gaza Streifen, das Westufer des Jordans und die Golanhöhen in arabischer Hand. Es ist also lächerlich, wenn heute argumentiert wird, die israelische Präsenz in diesen Gebieten seit 1967 sei die Ursache der Spannungen im Nahen Osten… Wenn arabische Politiker (Anm. oder Frau Galinski) fordern, wir sollten uns auf die Linien vor 1967 zurückziehen, kann man doch nur die Frage stellen: Wenn diese Linien den Arabern so heilig sind, warum haben sie sich dann auf den Sechstagekrieg eingelassen, der sie zerstörte?”

    Ach ja, und was die Reisefreiheit der Araber betrifft, ihre Verwandten zu besuchen: diese Reisefreiheit hatten sie erst, nachdem die jordanische und ägyptische Besatzung 1967 beendet war.

  17. hgf says:

    Liest man die Worte von Erdogan so klingen sie logisch und ehrlich, liest man die Worte von Ahmadinedschad so klingen die ehrlich und logisch.
    Aber was ihr so loslaßt ……….

  18. Stepanow says:

    karl, du machst mal wieder Propaganda! Was die Idioten vom Muslim Markt für dne Iran sind, bist du für Israel, immer Propaganda und immer hat Israel recht! Israel darf alles, wer was gegen Israel sagt ist ein Antisemit und Terrorist und Freund der Hamas usw.!
    Und jetzt sollen wir Deutschen auch noch mehr Zahlen??! Die Deutschen, die den Holocaust verantwortet haben sind alle tot, oder sterben in den nächsten paar Jahren oder liegen im sterben! Die heutigne Deutschen haben mit dme Holocaust nix zu tun! Sie haben auch schon fpr die Shoa gezahlt und damnit hat es sich! ich habs nicht so mit den Palästinensern, aber Fakt ist dass sie damals auch mit Gewalt von den Juden vertrieben wurden, du willst ja auch nicht dass sie von Israel eien Entschädigung wollen!!

  19. Stepanow,

    ist mir schleierhaft, wie du diesen Artikel lesen kannst und dann Saetze wie dieser von dir kommen:

    “Sie haben auch schon fpr die Shoa gezahlt und damnit hat es sich!”

    Es ist eine Sache, der Meinung zu sein, dass Deutsche von heute mit der Schoa nichts mehr am Hut haben sollten, aber wenn du sowas hier von dir gibst, frag ich mich, ob du den Artikel ueberhaupt gelesen hast, den du kommentierst oder leugnest du einfach, dass Deutschland nichtmal die Haelfte allein des Wertediebstahls bezahlt hat?

  20. IKG – Umfrage: Deutsche unterschätzen Ausmaß der NS-Zwangsarbeit
    Berlin (APA/AFP) – Die meisten Deutschen unterschätzen das Ausmaß der NS-Zwangsarbeit. Nur ein Fünftel (19 Prozent) ist sich bewusst, dass zwischen 1939 und 1945 mehr als 13 Millionen Menschen Zwangsarbeit leisten mussten, ergab eine am Freitag in Berlin veröffentlichte repräsentative Infratest-dimap-Umfrage im Auftrag der zur Entschädigung früherer NS-Zwangsarbeiter gegründeten Stiftung “Erinnerung, Verantwortung und Zukunft” (EVZ).
    Anlass für die Befragung ist die bisher größte Ausstellung zur NS-Zwangsarbeit, die am 27. September im Jüdischen Museum Berlin von Bundespräsident Christian Wulff eröffnet werden soll. Vor allem ältere Menschen tun sich der Umfrage zufolge schwer bei der Einschätzung des Umfangs der Zwangsarbeit in der NS-Zeit. Nur 13 Prozent der über 65-Jährigen schätzen das Ausmaß der Zwangsarbeit realistisch ein. Bei den Jüngeren von 19 bis 49 Jahren ist es rund ein Viertel (23 Prozent) der Befragten.
    Gerade bei Jugendlichen besteht aber ein hohes Interesse an dem Thema. Zwar ist für etwa zwei Drittel (59 Prozent) der 14- bis 18-Jährigen die NS-Zwangsarbeit kein Thema im persönlichen Umfeld. Allerdings gaben 80 Prozent der Jugendlichen an, dass sie die Problematik interessant oder sehr interessant finden. Nur ein Viertel (28 Prozent) behandelte das Thema ausführlich im Unterricht.

  21. Kemal says:

    *Gähn* Habt ihr keine anderen Hobbys oder wenigstens sowas wie ein Privatleben?

  22. Yael says:

    Und Sie haben kein anderes Hobby als Ihre Gülle hier auszubreiten, Sie Witzbold?

  23. Wolfgang says:

    > Nach einer umfassenden Studie betrugen alleine die juedischen Grundstuecks- und Besitzwerte, die waehrend des Holocausts gestohlen wurden nach heutigem Wert ca. 115 bis 175 Mrd. USD.

    Nur ein Tipp. Die Entschädigungen sind schon seit Jahrzehnten bezahlt und zwar du den damaligen Immobilienpreisen. Also wenn, dann müsste man die Werte der Immobilen zum damaligen Kurs berechnen und den vergleichen mit dem, was damals gezahlt wurde und wenn dann etwas gefehlt hätte, dann hätte man das nachfordern können (ggf. sogar verzinst). Aber Spekulationsgewinne einer Immobilienpreisentwicklung über mehr als 50 Jahren Anlagezeitraum in eine Entschädigungszahlung einzurechnen das ist ein wenig “sonderbar”, oder? Oder zahlt ihr uns das Geld zurück, wenn unsere Immobilienpreise fallen?

  24. Wolfgang, einfach mal etwas nachlesen und dann die riesigen Loecher sehen, die NICHT bezahlt wurden. (Wie gesagt, bevor man ueberhaupt ueber sowas wie ‘Schmerzensgeld’, ‘Entschaedigung’ oder nur begleichen von Arztrechnungen redet.

  25. Sebastian says:

    Moment,ich bin 1982 geboren, habe also nichts mit dem NS zu tun. Wenn jetzt jedoch verlangt wird von einem völlig Unschuldigen “Strafe” zu zahlen so ist das genauso Unrecht wie die Verbrechen an den Juden im 3 Reich.

    Und dann wundern sich Juden wieso wir Deutsche sie hassen.

    Verguggt euch nicht ihr Juden in Deutschland, fast jeder denkt so wie ich, man darf es halt nicht laut sagen, aber im kleinen Kreis denkt fast jeder so, mal von antideutschen Spinnern abgesehen.

    Es Reicht!!!

  26. Sebastian says:

    PS:

    Was ist mit den Entschädigungen für Deutsche Vertriebene z.B…ach ich vergas…Juden halten sich für das bessere, auserwähte Volk…

    Aleine die Patente, die geraubt wurden, sind Trillionen wert und ohne diese würden die Amis heute noch mit Propellerflugzeugen fliegen.

  27. jerry says:

    Entschädigungen für Deutsche Vertriebene

    die Zone hat uns bisher 4 Trillionen €€s gekostet, wenn Du mit ner Steuererhöhung einverstanden bist, stehen Zahlungen an die Sudeten-Siebenbürgen-Jugoslawien-Schlesier-Ostpreußen-Pommerer-Elsäßer-Lothringer nichts im Wege

  28. jerry says:

    sind Trillionen wert und ohne diese würden die Amis heute noch mit Propellerflugzeugen fliegen.

    nicht so großmaulig, bitte

    http://en.wikipedia.org/wiki/Frank_Whittle

  29. Zahal says:

    Sebastian says:
    February 4, 2011 at 15:53
    Moment,ich bin 1982 geboren, habe also nichts mit dem NS zu tun. Wenn jetzt jedoch verlangt wird von einem völlig Unschuldigen “Strafe” zu zahlen so ist das genauso Unrecht wie die Verbrechen an den Juden im 3 Reich.

    Und dann wundern sich Juden wieso wir Deutsche sie hassen.

    Was bist du denn für eine Eule? Erst bringen die Deutschen 6 Millionen Juden um, sind verantwortlich für mehr als 13 Millionen kaputte Existenzen, die als Zwangsarbeiter ihre Geundeheit, (geistige und körperliche) ruiniert haben, haben die Schuld an über 50 Millionen Kriegstoten und dann kommt so ein Grünschnabel daher und redet, daß die Deutschen die Juden hassen würden, nur weil sie angemessen entschädigt werden wollen?

    Solche Ergüsse zeigen die hässliche Fratze Deutschlands und glaube mir, nur solche Eumel wie du denken so……und zwar in der Minderheit.

    Welche Patente? Die meisten Errungenschaften haben Deutsche, jüdischen Glaubens auf die Beine gestellt, wer war Oppenheimer, wer Einstein, wer Spinoza, wer Freud, wer Mendelssohn? Die Namen könnte ich bis morgen weiterführen, du unwissender Dussel.

    Deshalb hat Deutschland nach dem Krieg auch so viele Nobelpreise eingeheimst nicht wahr…. denn wenn dass Wissen da war, wo ist es dann geblieben.

    Nein, Leute wie du haben Juden immer gehasst, vor, während und nach dem Krieg…. aber was kratzt es einen Israeli, wenn sich eine deutsche S… an ihnen reibt?

  30. Yael says:

    Dieser Nazi Sebastian ist auch schon bei Taper im Nirgendwo aufgetaucht. Schmeißt den raus.

  31. Kemal says:

    Sebastian says:
    February 4, 2011 at 15:53

    Moment,ich bin 1982 geboren, habe also nichts mit dem NS zu tun. Wenn jetzt jedoch verlangt wird von einem völlig Unschuldigen “Strafe” zu zahlen so ist das genauso Unrecht wie die Verbrechen an den Juden im 3 Reich.

    Und dann wundern sich Juden wieso wir Deutsche sie hassen.

    Verguggt euch nicht ihr Juden in Deutschland, fast jeder denkt so wie ich, man darf es halt nicht laut sagen, aber im kleinen Kreis denkt fast jeder so, mal von antideutschen Spinnern abgesehen.

    Es Reicht!!!

    Dass Deutsche Juden hassen ist einfach falsch, Sebastian. Von ein paar Spinnern mal abgesehen.

    Richtig ist vielmehr, dass den meisten Deutschen Israel und die Juden einfach egal sind. Das interessiert eigentlich niemanden und hat keine Bedeutung.

    Du hast allerdings recht mit der Aussage, dass die jüdisch-israelische Praxis, auch bei heutigen Generationen junger Deutscher, die mit den Ereignissen vor einem Dreivierteljahrhundert nichts aber auch gar nichts zu tun haben, weiterhin abkassieren zu wollen, nicht hinzunehmen ist. Da zeigt sich die hässliche Fratze Israels.

  32. Kemal says:

    Zahal says:
    February 5, 2011 at 20:08

    Welche Patente? Die meisten Errungenschaften haben Deutsche, jüdischen Glaubens auf die Beine gestellt, wer war Oppenheimer, wer Einstein, wer Spinoza, wer Freud, wer Mendelssohn? Die Namen könnte ich bis morgen weiterführen, du unwissender Dussel.

    Da ist sie wieder, die maßlose jüdische Selbstüberschätzung.

    Wenn sich hier jemand zum Dussel macht, dann du Freundchen.

    Welche Patente haben den bitteschön, Mendelssohn, Freud oder Spinoza angemeldet? Und Oppenheimer war US-Amerikaner.

    Aber selbst wenn man dir die peinlichen Fehler nachsieht, auf Patente nicht zwingend Wert legt und auch allgemeine kulturelle Leistungen einbezieht, ist die Liste herausragender deutscher Wissenschaftler und Erfinder schier endlos. Und nur ein kleiner Teil davon (etwa 5-10%) waren im weitesten Sinne jüdisch. Da muss man dann schon Leute wie Heinrich Hertz, Jude wider Willen, dazu zählen.

    Spontan fallen mir ein: Manfred von Ardenne, Gottfried Daimler, Carl Benz, Carl Friedrich Gauss, Johannes Guttenberg, Konrad Zuse, Wernher von Braun, Conrad Röntgen, Otto Hahn, Hugo Junkers, Philipp Reis, Karlheinz Brandenburg, Otto Lilienthal, Robert Koch, Rudolf Diesel, und und und.

    Vielleicht war unter den von mir aufgezählten sogar ein Jude dabei, aber der überhebliche Anspruch “Die meisten Errungenschaften haben Deutsche, jüdischen Glaubens auf die Beine gestellt” gehört ins Reich der Phantasie, der Thora, des Talmud oder anderer Märchenbücher.

    Und Goethe, Schiller, Beethoven, Hegel, Kant, Nietzsche, Wagner, Schumann, Schubert, Johann Sebastian Bach und und und …alles Juden?

    Es gab einen Beitrag jüdischer Wissenschaftler und Künstler zur gigantischen Vielfalt deutscher Kultur. Den gilt es zu würdigen. Aber durch maßlose Übertreibung schaden Tyopen wie du dem Ansehen dieser Persönlichkeiten.

    Geh besser wieder in den koscheren Sandkasten und spiel mit deinen Soldaten, du Zahal…Lol.

  33. jerry says:

    habt Ihr Kanakker doch erfunden….und heißt Jizya

  34. [...] Dabei haben die Deutschen übrigens nicht „zu viel“ für den Holocaust gezahlt(siehe hier). Aber da in N-TV, N24 und Phoenix ständig Holocaustdokumentationen laufen, ist für den Deutschen [...]

  35. PeterMayer says:

    Hallo,

    deine Zahlen und Rechnungen sehen an sich ganz gut aus, doch kann man die Materalermittlung nicht so pauschal zu 100% auf den Schuldenberg rechnen.

    Da Grundstücke die gestohlen wurden und die Familien zu 100% ermordet wurden, keine Schulden sind die man zurück zahlen muss, klingt vielleicht blöd, aber das Jüdischevolk hat kein Recht auf Geld einer deutschen Familie(jüdisch)aus den 30ern.

    Natürlich hat man Recht zu sagen dass DE noch nicht genug gezahlt hat. Doch leider wird man niemals die Deutschen überzeugen können für taten ihrer Opas gerne zu zahlen.

    Ade und Servus

  36. Heino says:

    - Aufklärung –

    Ich bin gegen diese “Hetze”.

    Zitat:
    “Doch leider wird man niemals die Deutschen überzeugen können für taten ihrer Opas gerne zu zahlen.”

    Z.B. hatten nur 600.o00 Deutsche etwas mit dem Holocaust zu tun. Sei es auch nur eine Sekretärin von einem Schreibtischtäter.
    Die geforderte deutsche Kollektivschuld, gab es gar nicht. Die Frage ist eher, warum ein Staat 60 Jahre lang für die Befehle eines Irren bezahlt?

    Absuderweise wird die Antijudenpropaganda als Beweis für das Weltbild der damaligen Deutschen verwendet. Das „verführte Volk“. Lustiger Mythos.

    Der latente Judenhass kam durch die persönliche Armut vieler Deutschen und den 10X reicheren Status von jüdischen Deutschen.
    Siehe den aufflammenden Deutschen-Juden-Hass in Griechenland.
    Ein weiterer Punkt war, dass viele Juden eben keiner körperlichen Arbeit nachgingen, was damals als faul und asozial galt.
    Der Deutsche sollte “schaffen!” und die Juden wurden eben als Parasiten empfunden und in vielen Staaten zuvor schon deswegen vertrieben.
    2 von 1000 Fabrikarbeitern waren Juden, aber 50% der Ärzte, Juristen, Richter, Ladenbesitzern usw… waren Juden.

    Aber dies ist alles unbedeutend für den Holocaust. Hitler wollte die Juden eben weghaben(wahrscheinlich persönliche Gründe + Naziideologie + Glaube an Weltverschwörung) und hat dazu sein „Talent“ genutzt und eben seinen Staatsapparat manipuliert.
    Für die war Hitler genial, ein absoluter Visionär, der das Land in 3 Jahren, auch ohne Judenenteignung saniert hat.

    Soo. Jetzt wird’s “traurig”.
    Wie hoch ist eigentlich die Anzahl der jüdischen Toten? Eine Frage die einen schon als „Supernazi“ darstellt.
    Aber auch eine berechtigte Frage. Denn z.B. im angeblichen „Vernichtungslager Treblinka“ wurden ja angeblich 713.555 Juden ermordet und die 1,25 Mio Menschen wurden direkt im Lager begraben.
    Als dann aber keine Massengräber gefunden wurden, wurde behauptet, dass die Toten ausgegraben wurden und auf einem gigantischen „Holz-Lagerfeuer-Grill“ zu „Arsche“ verbrannt wurden.
    Technisch unmöglich zumal das Bodenradar-Gerät eindeutig bewies, dass der Boden seit min. 100 Jahren nicht angerührt wurde.
    Na ja, aber es muss ja so sein, sonst ist man ja ein Holocaustleugner…

    Wie wäre es mal weniger Polemik zu machen und Emotionen mit Bildern von verhungerten KZHäftlingen zu zeigen, statt den Menschen zu erklären, wie Hitler an die Macht kam, warum der Staatsapparat mitmachen usw…. Motive aufzeigen. Aber nein, dass will man ja vermeiden.

  37. Yael says:

    “statt den Menschen zu erklären, wie Hitler an die Macht kam, warum der Staatsapparat mitmachen usw…. Motive aufzeigen. Aber nein, dass will man ja vermeiden.”

    Nun tun Sie mal nicht so, als wäre das nicht der Fall. Es gibt genug Bücher, Diskussionen, Filme etc darüber. So zu tun als wäre das nicht der Fall, ist unzulässig und schon einfältig.

    Nun zu diesem “traurig” Was ist denn bei Ihnen in diesem Zusammenhang traurig?
    Wäre die Schoa weniger schlimm, wenn es “nur” 5 Millionen wären? Was wollen Sie mit der Zahlenspielerei erreichen?

    Und hier mal Fotos, damit Ihre Aussage widerlegt ist, dass es keine Aushebungen für Massengräber gab:

    http://www.deathcamps.org/treblinka/photos_de.html

    “VERNICHTUNGSPLATZ
    Dieses Bild ist eine Kombination aus allen verfügbaren Fotos. Man kann das “Obere Lager” sehen, wo zwei oder drei Bagger die riesigen Massengräber aushoben.

    MASSENGRAB
    Wenn dieses Foto in Treblinka aufgenommen worden ist, sind die Bretter zu den Leichen gelegt worden im Rahmen einer Testverbrennung. Normalerweise sind die Opfer in große Massengräber geworfen und später auf Schienenrosten verbrannt worden. ”

    Wo haben Sie denn die Mär her, es wurden keine Massengräber gefunden? Ich kanns mir schon denken.

    Von einer Kollektivschuld spricht übrigens keiner.

    Und das Juden keiner körperlichen Arbeit nachkamen, ist so falsch, dass man darauf nicht einmal eingehen sollte.

    “Der latente Judenhass kam durch die persönliche Armut vieler Deutschen und den 10X reicheren Status von jüdischen Deutschen.”

    Meine Güte, diese antisemitischen Lügen funktionieren immer noch.

    Ich glaube, Sie sind hier völlig falsch.

    Adios!

  38. Rainer Lang says:

    @Heino.

    Weder gingen wir jüdischen Deutschen damals nach Ansicht deutscher Antisemiten keiner körperlichen Arbeit nach, noch galten wir damals als faul und asozial, sondern man identifizierte uns zuerst mit dem Kapitalismus und damit dem Erfolg, und später dann auch noch zusätzlich die Identifikation mit den revolutionären Bewegungen, a la Bolschewiki, hinzu.

    Schlussendlich fanden die Deutschen ihre Identität in der Abgrenzung vom konstruierten “Juden”, ähnlich wie gewisse heutige Deutsche ihre Identität in der Abgrenzung vom konstruierten “kleinen Teufel” Israel, den “bösen Siedlern”,dem “Rechtsradikalen” Bibi, gar nicht zu reden, und insbesondere des “Imperiums”, also der bösen US, finden. Das sind die Erben Hitlers, Röhms, Göhrings und Heines.

  39. Yael says:

    @Heino

    ich gebe Ihnen noch etwas mit auf dem Weg. Sie schreiben Gründe auf, dass angeblich den Judenhass rechtfertigt. Ich weiß nicht, ob Sie eigentlich bemerken, dass sie damit den Judenhassern auf den Leim gehen, es gebe raionale Gründe für einen Hass auf Juden. Es gibt keine Gründe für Hass auf eine Gruppe von Menschen.
    Adorno schrieb mal: “Der Antisemitismus ist das Gerücht über die Juden.” Denken Sie mal darüber nach. Ich weiß nicht, ob das nur Ansätze Ihres Denkens sind, die Sie hier loslassen oder noch sich noch mehr dahinter verbirgt. Aber ich erschrecke, wenn ich sowas auch noch hier lesen muss. Mir wird wirklich übel von sowas.

  40. Yael says:

    Weil hier von 600 000 (das ist eh nur geschätzt) hätten nur etwas mit dem Holocaust zu tun gehabt, darf man wieder einmal daran erinnern, dass Millionen von Deutschen von der Ermordung der Juden finanziell profitiert haben. Die haben also alle indirekt etwas damit zu tun.
    Gern nur einmal ein Beispiel:

    Arisierung des Hausrates der deportierten Berliner Juden

    Für die Verwertung jüdischen Haushaltsvermögens war die Vermögensverwertungsstelle des Oberfinanzpräsidenten von Berlin-Brandenburg zuständig. Üblicherweise wurde folgendermaßen verfahren:

    - Der Hausrat wurde zuerst daraufhin durchgesehen, in wie weit die Finanzverwaltung selbst Sachwerte aus dem Fundus der beschlagnahmten Gegenstände benötigte, z.B. Schreibtische, Bücherschränke, Sessel, Teppiche etc.

    - Für die Reichsfinanzschulen wurden die Wohnungseinrichtungen auf der Suche nach insbesondere folgenden Gegenständen überprüft: Schlafzimmer, Betten, Musikinstrumente, Bettwäsche, Tischwäsche, Handtücher usw.

    - Ein Teil der Beute übernahm die Wehrmacht bzw. die SS, teilweise auch das Deutsche Rote Kreuz.

    - Nach der Vorauswahl sollte der Hausrat veräußert werden, wobei die NSV (Nationalsozialistische Volkswohlfahrt) oder die Städte die Gelegenheit erhalten sollten, größere Posten vor allem für die ausgebombten „Volksgenossen“ zu erwerben und diese zum Kauf anzubieten. Der Verkaufserlös ging an die Reichskasse.

    - So konnte die Nachfrage von dringend im Deutschen Reich benötigten Gütern, v.a. von Mobiliar, Kleidung, Bettwäsche, Winterkleidung, Küchenausstattung wie z.B. Essgeschirr, Besteck etc. für die „arische“ Bevölkerung zu einem großen Teil abgedeckt werden.

    Beispiel:

    Im Sommer 1942 schätzte der damit beauftragte Gerichtsvollzieher den Hausrat des Ehepaares Bertha und Samuel Breslauer, wohnhaft in der Bregenzer Straße 1 -2, einem der Wilmersdorfer „Judenhäuser“, nach ihrer Deportation nach Auschwitz auf einen Wert von 415,00 Reichsmark. Von diesem Betrag zog er seine Gebühr von 8,30 RM sowie jeweils eine RM für Fahrtkosten und Schreibgebühren ab. Das Inventar bestand im Wesentlichen aus einem achteckigen Tisch, einem Bett mit Kopfkissen und Oberbett, drei persischen Brücken, einem Bücherschrank, Gardinen, Wäsche und mehreren Stühlen.

    Der Berliner Gebrauchtwarenhändler Wilhelm Zimmermann erstand das Mobiliar für 290,50 RM, so dass die Oberfinanzdirektion am 13.11.42 dem Generalbauinspektor A. Speer melden konnte, dass „die Wohnung des Samuel Israel Breslauer … heute geräumt worden“ ist.

    Bertha Breslauer, geb. Pinn, starb am 21.08.42 in Theresienstadt, Samuel Breslauer am 12.11.42 ebenfalls in Theresienstadt.

    Exkurs: Vorgehensweise der Behörden in Berlin allgemein

    - Ein Vollziehungsbeamter aus Alt-Moabit und ein freiberuflicher Schätzer sowie ein Beamter der Stadt Berlin oder ein Vertreter der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel nahmen in den Wohnungen ein Protokoll auf, um eine Inventarliste des Hausrats zu erstellen und dessen Wert zu schätzen. (Dieses Protokoll basierte i.d.R. auf der Vermögenserklärung der deportierten Jüdinnen und Juden).

    - Diese Art der Durchführung war zum Zeitpunkt der ersten Deportationen bis Oktober 1941 üblich.

    - Im Anschluss an die Schätzungen kam es zu Versteigerungen. Diese wurden oft direkt in den Wohnungen abgehalten, gelegentlich auch in Gaststätten. Die deutschen BieterInnen wurden hierzu mittels öffentlicher Ankündigungen, z.B. in Zeitungen, eingeladen.

    - Der Erlös der Versteigerungen wurde an die Finanzkasse von West-Moabit abgeführt.

    - Am 30. Oktober 1941 vereinbarte das Finanzamt Moabit-West mit der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel / Zweckgemeinschaft Gebrauchtwarenhandel, dass diese die Wohnungseinrichtungen komplett übernehmen und den Verkauf über die mit ihr verbundenen Händler organisieren sollte.

    - Im April 1942 wurden diese Vereinbarungen in einem Vertrag zwischen dem OFP (Oberfinanzpräsident) Berlin-Brandenburg und einem Gebrauchtwarenhändler (ansässig Potsdamer Straße 74) umgewandelt.

    - Die Wirtschaftsgruppe vermittelte den Verkauf an Berliner Gebrauchtwarenhändler.

    - Die Trödler waren verpflichtet, die Wohnungen wegen der weiteren Mietzahlungen, die vom Vermögen der deportierten Jüdinnen und Juden abgezogen wurden, innerhalb von einer Woche zu räumen.

    - Ende 1942 wurden die bestehenden Verträge gekündigt, da die Trödler der
    Räumungsfrist oft nicht nachkamen.

    - An die Stelle der Wirtschaftsgruppe trat zum 1. Dezember 1942 das Hauptwirtschaftsamt Berlin (Schöneberg).

    - Möbel wurden teilweise an Privatpersonen verkauft, v.a. an Ausgebombte.

    - Das Mobiliar wurden zuerst dem „Reichskommissar für die Festigung deutschen Volkstums“ (RKF) angeboten, danach dem Postministerium und dem „Ministerium für die besetzten Ostgebiete“.

    - Ab August 1942 (infolge der vermehrten Bombenangriffe) wurde beschlossen, „fliegergeschädigte Volksgenossen“ bevorzugt zu berücksichtigen.

    - Klagen von Deutschen, die nicht am Vermögen und an den Wohnungen deportierter Jüdinnen und Juden profitierten, nahmen zu (vor allem von Bombengeschädigten).

    - Kritik wurde von der „arischen“ Bevölkerung nicht an den Räumungen der Wohnungen von Jüdinnen und Juden geübt, sondern ausschließlich an der Verteilungspolitik. Es wurde keinerlei Mitleid mit den Opfern empfunden, sondern ausschließlich Mitleid mit sich selbst, d.h., es wurde kritisiert, dass die Verteilungspolitik vor allem PGs bevorzugte. Ein Beispiel: Der SS-Obersturmbannführer Fritz Müller ließ sich am Ostersonntag 1941 eine Wohnung in der Bregenzer Straße (Wilmersdorf) zeigen und erwarb dort zwei Clubsessel, einen 5-armigen Kronleuchter, ein Stahlbett und drei Auflagematratzen. Die aufgebrachte Hauswartsfrau beschwerte sich daraufhin bei der Polizei, diese wiederum bei der Finanzverwaltung. Laut Untersuchungsbericht von Oberregierungsrat Böttcher habe jedoch alles seine Richtigkeit gehabt.

    Wo ist der Besitz der enteigneten und ermordeten Jüdinnen und Juden geblieben?

    In Berlin, im gesamten Deutschland sowie in den besetzten Gebieten wurden jüdische Besitztümer erst einmal verstaatlicht. Zum Teil wurde offen enteignet, zum Teil wurde der Verkauf unter Wert mit verschiedenen juristisch-fiskalischen Verordnungen und Gesetzen erzwungen, zum Teil wurden „herrenlose Vermögensobjekte“ von deportierten – und
    ermordeten – Jüdinnen und Juden beschlagnahmt. In all diesen Fällen geschah dies zu Gunsten des Deutschen Reiches, um:

    a) die Kriegsmaschinerie zu finanzieren ohne eine Erhöhung der Steuern vornehmen zu müssen. Dies betraf nicht nur die Kriegsgeräte wie Tanks, MGs etc. sondern auch den Sold der Soldaten, der z.T. aus in Geld umgewandelten jüdischen Besitz finanziert wurde. Die Familien der Soldaten verfügten oft über größeren materiellen
    Wohlstand als in den Vorkriegsjahren.

    b) den allgemeinen Lebensstandard der „arischen“ Bevölkerung Deutschlands nicht absenken zu müssen. Letzteres war für führende Nazis eine Konsequenz aus den Erfahrungen des 1. Weltkriegs (Hungersnöte, Novemberrevolution). Der größte Teil
    der „ArierInnen“ musste bis Kriegsende keinen direkten Beitrag an den Kriegskosten tragen.

    Es war erklärtes Ziel der NS-Führung, die maroden Staatsfinanzen des Deutschen Reichs möglichst zu stabilisieren und jeglichem potentiellen Unmut über die materielle Versorgungslage in der „arischen“ Bevölkerung entgegenzusteuern. Dies setzte die NS-Führung auch gegen die finanzpolitischen Bedenken der aus dem Kaiserreich und der Weimarer Republik übernommenen Verwaltungsbürokratie durch.

    Nach der Überführung von jüdischen Besitztümern in Staatsbesitz wurden diese nach Befriedigung der Interessen verschiedener staatlicher und halbstaatlicher Einrichtungen zu
    staatlich festgesetzten Preisen an „ArierInnen“ verkauft oder – vor allem Wohnungseinrichtungsgegenstände – meistbietend an „ArierInnen“ versteigert, d.h. privatisiert. Mit anderen Worten: Jede Zigarette, jedes Pfund Butter, jeder Laib Brot, jedes Paar Damenstrümpfe, jedes Kleid für die „arische“ Bevölkerung Deutschlands wurde mehr oder weniger mit dem Blut der ermordeten Jüdinnen und Juden bezahlt. In der deutschen Bevölkerung kursierte damals das geflügelte Wort: „Genießt den Krieg, denn der Friede wird fürchterlich.“

  41. Rainer Lang says:

    Liebe Yael, aprops “Arisierung” fällt mir ein, dass mein Vater mit viel Stolz in der Stimme stets darauf hinwies, das nach nur wenigen Monaten der “Arisierung” seines vormals jüdisch geführten Betriebs die komplette Belegschaft hinter vorgehaltener Hand tuschelte: “Bei den Juden ging es uns besser”.

    Das angeblich “raffende” Kapital war also sozialer und humaner als das spätere angeblich “schaffende” Kapital. Damit ist alles gesagt.

  42. Aristobulus says:

    Auf Trödelmärkten, Antiquitätenmessen usf. habe ich schon oft jüdische Gegenstände bemerkt, die damals ohne jeden Zweifel geraubt worden sind – denn Chanukkiot, Synagogenleuchter usf. wurden nicht so verkauft, sondern verblieben in den jüdischen Familien & Gemeinden…

    Fast jedes Mal, wenn ich dann mal so nachfrage, woher die Sachen kämen, begegnet mir dieses komische Schweigen. Ich fange dann zu erklären, aber jedes Wort ist zuviel.
    Eine Frau hatte eine riesige messingne Menojre (mit nun bis zur Unkenntlichkeit verdrehten Armen)geerbt. Von dem Herrn, bei dem sie Haushaltshilfe gewesen war. Nein, sie wusste nicht, wann der wo gewesen war, so ab 1938. Sie wusste es auf eine sehr kurz angebundene Art nicht.

    Oder der Typ in Holzwickede, der so stolz drauf war, dass er einer russischen fliegenden Händlerin in Breslau (?) mal eine halbe Torahrolle abgenommen hatte. Jaja, die habe die irgendwo “gerettet”, und er dann doppelt. Er hatte alles auseinandergeschnitten, verscheuerte jetzt Blatt um Blatt. Auf meine Bitten, doch zwei oder drei jüdische Gemeinden anzurufen, hat er nicht reagiert… obgleich ich ihm mit Adressen und Telefonnummern hinterherlief.

    Nee, sie werden uns die Schoah nie verzeihen

  43. Dante says:

    Moment,ich bin 1982 geboren, habe also nichts mit dem NS zu tun.

    Ein Epigone, der Juden hasst, hat mehr mit dem NS zu tun als ein Zeitgenosse, der das nicht tut.
    Im Übrigen kann man ein Erbe auch ausschlagen, dann aber alles. Wer es ablehnt, Erbe der Schuld(en) zu sein, die der NS hinterlassen hat, hat auch kein Anrecht darauf, Erbe des in der Bundesrepublik erarbeiteten Wohlstandes zu sein.

  44. [...] verschiedene osteuropaeische Staaten etc. sich noch relativ verantwortungsbewusst verhielt. Die Holocaustabrechnung! – Warum Deutschland eben nicht “genug gezahlt” hat…�|�ARO1 – … Wie steht Ihr zu diesem [...]

  45. John says:

    Die Zahlen interessieren gar nicht. Fakt ist, daß das Gros der deutschen Bevölkerung damals noch gar nicht geboren war, also nicht zur Zahlung verpflichtet ist, zumal bei den meisten noch nicht mal ein Verwandtschaftsverhältnis zu irgendwelchen Verbrechern besteht.

  46. jerry1800 says:

    zumal bei den meisten noch nicht mal ein Verwandtschaftsverhältnis zu irgendwelchen Verbrechern besteht.

    aus einem Verwandtschaftsverhältnis entsteht keine Zahlungsverpflichtung, aber Staaten haben des öfteren Zahlungsverpflichtungen an geschädigte Personen.

  47. Schula says:

    John, was für ein hohles und sinnentleertes Argument.

  48. A.mOr says:

    John,
    “…zumal bei den meisten (Anm. Deutschen) noch nicht mal ein Verwandtschaftsverhältnis zu irgendwelchen Verbrechern besteht.”
    Diese Behauptung darf mit gutem Grund (zB Fakten) bezweifelt werden.

    Abgesehen davon, wer nicht lernen will, der wiederholt (wahrscheinlich) die Fehler der Vergangenheit.

    Und was Entschädigung angeht, ein ‘John’ hat offenbar keine Ahnung -es interessiert einen ‘John’ nicht!- wie groß der Schaden war, der angerichtet wurde, bis in die Generatione eines ‘John’ hinein…

  49. jerry1800 says:

    Tragic story of German worker’s epic attempts to save his Jewish fiancee from the Nazis becomes European best-seller

    Read more: http://www.dailymail.co.uk/news/article-2169740/Tragic-story-German-workers-epic-attempts-save-Jewish-fiancee-Nazis-European-best-seller.html#ixzz201LGLdgD

  50. jerry1800 says:

    John, Jenkings….selbe Drek

  51. A.mOr says:

    scheint so…

  52. A.mOr says:

    guter Buchtip!

  53. A.mOr says:

    …we schawua tow!

  54. jerry1800 says:

    shavua tov, gam l´cha

  55. John says:

    @jerry1800

    Zahlungsverpflichtungen? Aber nicht solche.

  56. jerry1800 says:

    Zahlungsverpflichtungen? Aber nicht solche.

    wie meinen ??

  57. fritz says:

    @heino

    Kennst du den US General Patton?Sammler von SS Utensilien…über die SS sagte er “Verdammt harte Hurensöhne”.

    Als er in ein KZ kam sagte er:Macht soviele Aufnahmen wie ihr könnt denn eines Tages wird ein verdammtes Arschloch kommen und sagen es ist nicht wahr.

    Ein Judenfreund war er wohl nicht gerade.

    Gute Nacht!

  58. mimel says:

    Danke für den aufschlussreichen Artikel!

    Mich würde interessieren, ob es Rechnungen gibt, die Folgendes berücksichtigen:
    Jüdische gutverdienende Beamte, Akademiker, Unternehmer, die – als sie ihre Stellungen verloren – Platz machten für andere (weniger qualifizierte) Deutsche, die nur dadurch aufstiegen und Karriere machen konnten oder denen es zumindest erleichter wurde. Neben den finanziellen Vorteilen für die Gegenwart hängt da ja auch die finanzielle Zukunft dran, die Nachkommen, denen eine gesellschaftliche Etablierung erleichtert wurde (ist ja heute auch so). Also der Schaden, der nicht nur das bestehende Vermögen betrifft, sondern auch das potentielle?

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