Ulrich J. Becker, Jerusalem, 23. Ijar 5772
- Teil Aleph: Ein ‘normales’ oder ‘besonderes’ Volk sein?
- Teil Beth: Muskeljuden, antisemitische Vorlagen fuer fruehe Zionisten und die Maccabiade…
- Teil Gimel: Gegen das Zwei-Tage-Wochende in Israel…
- Teil Dalet: Von ‘juedischen Kathedralen’ und Ewigkeiten aus Holz und Torah…
Ich werde es zwar nicht verlinken, aber viele moegen die israelischen Hasbara-Clips kennen, die sich die ‘geniale Idee’ in den Kopf gesetzt haben, fuer Israel mit viel israelischen Schoenheiten zu werben. Beim Praesentieren von viel schoener, nackter Haut ‘made in Israel’ wird so die Welt verstehen, dass Israel… Ja, was eigentlich? Continue reading →
Frage: Warum gibt es eine Tradition, Geburstage nicht vor dem Tag zu feiern, auf welchen sie fallen? Continue reading →
Danke an Renate fuer die leicht gekuerzte Uebersetzung dieses Artikels von Caroline Glick.
Keine Schande (mehr) Soldat in der IDF zu sein – Das Comeback des Zionismus, der Morgen der Torahtreuen…
Die nationalen Feiertage einer Nation sagen eine Menge über den Zustand einer Nation aus. In dem 90er Jahren hatten sich die israelischen Eliten und weite Teile der israelischen Bevölkerung von der Realität weitgehend verabschiedet. Radikale wie Yossi Beilin, Shulamit Aloni und Avrum Burg diktierten die Regierungspolitik. Überall war der Post-Zionismus voll in Mode, gefördert von den Medien, der Unterhaltungsindustrie und dem Bildungsministerium. Gleichzeitig galten Zionismus und Judaismus als ausgesprochen überholt. Continue reading →
Frage: Wenn ich Auto fahre, hoere ich gerne mit offenen Fenstern sehr laute, chassidische Musik. Ist das Chilul HaSchem? Continue reading →
Danke an Renate fuer die Uebersetzung dieses Ynet-Artikels von Giulio Meotti.
Im ersten globalen UNO-Bericht über glückliche Nationen folgt Israel bereits an 14. Stelle. Den Anfang der Liste machen Länder wie Dänemark, Finnland, Norwegen und die Niederlande, allesamt Paradiese politischer Korrektheit, Wohlfahrtsstaaten, gegen Krieg, ultra-liberal und anti-nationalistisch. Leitsterne, die dem globalen Friedensindex zufolge, an der Spitze der “friedlichsten” Orte der Welt stehen. Continue reading →
Danny Schneerson, Haifa, 16. Nissan (Zweiter Tag Choel HaMoed Pessach) 5772
Sich in gepflegtem Deutsch auszudrücken ist sicherlich ein großes Privileg. Der Geist und die Kultur Deutschlands haben welthistorisch sehr viel Gutes und Schönes bewegt. Albert Einstein war Deutscher! Was will man mehr? Es wäre einfältig und dumm, Deutschland nur an den wenigen Jahren der dunklen Geschichte des Dritten Reiches zu messen. Dennoch sind diese dunklen Jahre so signifikant, daß sie mir und vielen anderen Menschen auf der ganzen Welt, nicht nur den Juden, sehr viel zu denken geben. Ein solch grausames Verbrechen hat es in der dokumentierten Menschheitshistorie noch nie gegeben. Es ist eine Tragödie, daß Deutsche, übrigens gemeinsam mit Österreichern, so etwas verbrochen haben. Eine mit knapp 70 Jahren erst frisch vernarbte Wunde.
Auch wenn ich kein Deutscher bin, so grämt mich diese Tatsache sehr, daß Bach, Mendelssohn, Beethoven, Goethe, Brahms, Schubert, um nur spontan einige Namen zu nennen, in der Geschichtsschreibung für immer mit den Namen Hitler, Himmler, Eichmann, Goebbels und anderen Verbrechern einhergehen werden. Es ist ein Leid, welches nicht wiedergutzumachen ist. Continue reading →
Frage: Darf man ueber Choel HaMoed (Die [Pessach-]Feiertage) Kreuzwortraetsel und Soduko ausfuellen? Continue reading →
Ulrich J. Becker, Jerusalem, 11. Nissan 5772
Dies ist der Versuch einen pseudophilosophischen Kommentar zur allgemeinen Weltlage, besonders des Gemuetszustandes des Westens und seiner jungen Generation, insbesondere in Bezug auf Religion, (gruene) Ersatzreligion, ‘soziale’ Proteste, bis hin zum Antisemitismus etc. zu spannen und es alles in einen kurzen Text zu verpacken und ein Hauch von Serioesitaet zu behalten. Continue reading →
Ich weiss, ich weiss, das hier ist eine Matza vom letzten Jahr, aber soviel hat sich doch nicht geaendert (und es gibt noch viel sauber zu machen), also:
Ulrich J. Becker, Kirjat Ono, 15. Nissan 5771
Es gibt mal wieder soviel zu schreiben, von den Vorgaengen in Syrien, der neuen Terrorflotte nach Gasa, Bibis kommender ‘historischer’ Rede vor dem US-Kongress und Mr. Obama, die letzten Umtriebe des ‘New Israel Fund’ vor israelischen Gerichten, und natuerlich die zunehmende europaeische ‘Militanz’ gegen Israel und mehr.
Aber ich denke das hier koennte kein juedisch-israelischer Blog sein, wenn er nicht ein paar Worte zu einem der wichtigsten Ereignisse in unserem Jahr verlieren wuerde: Pessach!
Hier also ein paar persoenliche Erlebnisse, Halacha, Tipps und weitere Gedanken der letzten Tage zum ultimativen Fest der Freiheit, Ursprung unserer Nation, heiligster Tag der Gluten-Allergigker, nationale Putztwochen, groessten Werbekampagne der Awocado-Eier-und-Kartoffelproduzenten etc. … Continue reading →
Frage: Muss man [vor Pessach] in Buechern [nach Chametz - gesaeuerten Teigprodukten] suchen? Continue reading →
Frage: Warum ist der Tanach [urspruengliche bzw. juedische 'Bibel'] nach christlicher Aufteilung [Kapitel und Vers] unterteilt? Continue reading →
Frage: Ist es nach der Halacha erlaubt Organe nach dem Tod zu spenden? Wenn ja, unter welchen Bedingungen und welche Organe? Continue reading →
Frage: Ist es mir erlaubt von einem Menschen Geld zu stehlen, von dem ich ganz sicher weiss, dass er ein Dieb ist und doch “wer von einem Dieb stiehlt, befreit ist”? Continue reading →
Hier angefuegt mein Artikel aus dem vorletzten Jahr, da ich momentan kaum schreiben kann und das Meiste davon auch auf dieses Jahr zutrifft:
Eine realpolitische Sicht auf das Buch Esther. Dieses Jahr besonders!
Ulrich J. Becker, Kiryat Ono, 06.05.5770
Es gibt viel zu schreiben, sehr viel in der letzten Zeit und viele Artikel liegen im virtuellen Ofen, aber eine kleine Reflektion auf das Buch Esther laesst sich nicht mehr lange verschieben, also hier ein paar aktuelle Gedanken ueber das Buch Esther, die nur zu relevant sind fuer unsere Zeit, fuer dieses Jahr… Continue reading →
- Teil Aleph: Ein ‘normales’ oder ‘besonderes’ Volk sein?
- Teil Beth: Muskeljuden, antisemitische Vorlagen fuer fruehe Zionisten und die Maccabiade…
- Teil Gimel: Gegen das Zwei-Tage-Wochende in Israel…
Nicht das die Zeit gerade die Beste waere um allgemein ueber ‘Unjuedisches und Juedisches’ zu schwafeln, aber egal wieviel ich noch ueber Iran, Syrien, Hamas und Hisb’Allah schreibe, besser wird es dadurch natuerlich nicht und ich habe so das Gefuehl, dass momentan im Grunde alles gesagt ist.
Also rein ins juedisch-unjuedische Getuemmel: Continue reading →
Frage: Muss man Kellnern Trinkgeld geben? Continue reading →
Frage: Hat die Halacha einen Standpunkt zur oeffentlichen Wirtschaftart – Kapitalismus oder Sozialismus?
Frage: Ich hab eine Kauf-Club-[Rabatt]-Karte. Kann ich meine Freunde in dem gleichen Laden ueber mich einkaufen lassen? Continue reading →
Im Angesicht des Tages X – Der Countdown zum Iran-Krieg laeuft… Und was die Torah dazu zu sagen hat…
Ulrich J. Becker, Jerusalem, 12. Schwat 5772
Ich weiss, seit Jahren und Jahren spekulieren wir hier im Speziellen und spekuliert man in Israel und der Welt im Allgemeinen ueber den kommenden Iran-Krieg. Wie viele Artikel hier haben sich nicht damit befasst, und das Thema scheint ausgelatschter, um so dichter wir dem Tag X zu kommen scheinen, und macht auch immer weniger Lust darueber zu schreiben.
Aber es gibt einen Unterschied: Spekulierte man lange Zeit hauptsaechlich ueber Jahreszahlen (ich erinnere nur an Dagans superoptimistische ’2015′), spekuliert man nun ueber Monatsnamen.
Und um so naeher man den Tag kommen fuehlt, um so irrelevanter wird auch, was man noch dazu zu sagen hat oder schreiben kann. Die Zeit scheint eh eher abgelaufen, die Alternativen und Druck-Moeglichkeiten ausgeschoepft und der Iran eingefroren auf Kollisionskurs, ganz egal was der Rest der Welt ihnen noch zu sagen hat. Und wen man nicht bis jetzt von der Richtigkeit unserer Sache und der lauernden, vernichtenden Gefahr ueberzeugt hat, den wird man wohl bis dahin auch nicht mehr erwischen. Continue reading →
Thomas Schreiber, Jerusalem, 28.01.2012
Erwiderung auf den Artikel “Naechster Halt Teheran?” von Mosche Zimmerman in Juedische Allgemeinen.
Auch wenn dies ein „Meinungsartikel“ ist, sollte ein Professor sich vielleicht wenigstens an die simpelsten Fakten halten, die er eigentlich kennen sollte. So hat sich aber Zimmermann in die Reihe der üblen Propagandisten eingereiht, die zur Zeit versuchen, Israel als eine Theokratie im Stile Irans darzustellen. Continue reading →
Frage: Darf ich meiner Frau beim Arbeitenschreiben fuer die Uni helfen? Continue reading →
Ulrich J. Becker, Jerusalem, 8. Schwat 5772
Ich weiss, dass diese Reihe nicht gerade ‘populaer’ ist (ich sehe die Leserzahlen), und die Mehrzahl der (eher unorthodoxen) Juden im deutschsprachigen Raum sich sowieso eher darum bemuehen wird, Juden als ‘ganz normal’ zu verkaufen, oder eine gemeisame Front hinter Israel zu bekommen – wobei Letzteres natuerlich sehr zu unterstuetzen ist -, aber ich denke, es gibt ein paar Dinge, die selbst juedische Israelis und Juden allgemein in ihrer ‘unjuedischen’ Bedeutung oefter uebersehen und die man zumindest einmal ins Bewusstsein rufen sollte:
Ja, ich will von der aberwitzigen Idee in Israel reden, den Sonntag neben dem Schabbat als offiziellen Ruhetag einzufuehren. Continue reading →
Michael Selutin, Tel Aviv
[Michael hat seinen Blog "Die Reise nach Jerusalem" zu gemacht und ich hoffe, dass er jetzt hier ab und zu schreiben kann...]
Ein Höhepunkt meiner Israelreise ist Zfat, eine 840 Meter hoch gelegene Stadt in Galiläa. Es ist der Anfang der Gebirgsgegend Israels, die sich über den ganzen Norden des Landes erstreckt.
Ich richte mich in meinem Mehrbettzimmer eines günstigen Hostels ein. Es ist bereits gegen Abend, ich setze mich auf die Terrasse und beobachte den Sonnenuntergang. Es ist ein wundervoller Anblick, man kann von der Terrasse ins Tal schauen und auf die Berge, die sich dahinter erheben. Über ihnen erstrahlt eine feurige Sonne. Obwohl es erst kurz nach sechs ist, berührt die Sonne schon die Bergspitzen und senkt sich sehr schnell hinter sie. Continue reading →
Danke an Renate fuer die Uebersetzung diese Ynet-Artikels von Giululio Meotti.
In Erinnerung an Daniel Pearl
Diese Woche vor zehn Jahren wurde derWall Street Journal Reporter Daniel Pearl, ein erfolgreicher, gut aussehender junger Mann, von islamischen Terroristen in Pakistan entführt und ermordet. Der Grund – weil er Jude war.
Im den Momenten bevor Pearl im Alter von 38 Jahren getötet wurde, wurde er per Video aufgenommen. Und er sagte tapfer: “Mein Vater ist jüdisch, meine Mutter ist jüdisch, ich bin jüdisch.” Continue reading →
Frage: Ist es besser zu einer Torahrolleneinweihung zu gehen oder Torah zu lernen? Continue reading →
Ulrich J. Becker, Jerusalem, 29. Tewet 5772
‘Wir koennen auch Griechen sein!’ – Juedische Sportler zum Beginn des 20. Jhd. …
Wie gesagt, was mich an den fruehen Zionisten immer interessierte, war ihre Definition des zionistischen Weltbildes als Antwort auf die antisemitischen Weltbilder Europas.
Was meine ich damit?
Was warf der Antisemitismus des 19. Jhd. und des fruehen 20. Jhd. den Juden vor? Sie seien umherziehende, heimatlose Gauner. Arm und bettelnd, oder reich und ausbeutend – nie aber koerperlich arbeitend. Ja, der Jude, wuerde sich nie die Finger dreckig machen, sondern gewitzt und mit List es verstehen Geld aus den armen unjuedischen Bevoelkerungsschichten zu pressen. Er sei eklig, kraenkelnd, intellektuell, ein Feigling und Schwaechling und sowieso ganz und gar weiblich. Und diese Liste koennte noch etwas ergaenzt werden.
Vielleicht sogar erst einmal verstaendlich, wenn auf die armen europaeischen Juden diese Anschuldigungen und Spottbilder prasseln, dass es bald eine Gruppe gab, die nicht etwa sagte: Continue reading →
Ulrich J. Becker, Jerusalem, 27. Tewet 5772
Eigentlich sollte dieser Artikel passend zu Chanukka kommen, bzw. dann spaeter noch mal als Ausrede zum christlichen Neujahr, und nun ganz ohne Ausrede, einfach weil es mich schon eine Weile rumtreibt.
Wenn man mal ganz banal verallgemeinert, koennte man Juden, ausser in religioes und unreligioes, aschkenasisch und sefardisch, Israelis und Diasporajuden, etc., einfach in folgende zwei Gruppen aufteilen: Diejenigen, die das juedische Volk ‘vernormalisieren’ wollen, und diejenigen, die seine besondere Position aufrecht erhalten und ausbauen wollen.
In die erste Gruppe fallen sehr viele – meist natuerlich saekulare – Israelis, die Israel ‘wie alle anderen Laender’, ‘wie Europa’, ‘wie Amerika’ etc. haben wollen. Bei ihnen gilt alles was ‘chul’ (auslaendisch) und im Enddefekt unjuedisch ist, als besser, schicker, fortschrittlicher, erstrebenswerter. Und so wuenschte sich z.B. Henryk M. Broder gerade (Vorsicht, leider viel Falsches und Undifferenziertes.), der sich aber immer wieder energisch fuer Israel einsetzt, dass “aus der ‘Schicksalsgemeinschaft’ der Verfolgten eine normale[!] Nation wird“. Er trifft damit die Quintessenz des saekularen zionistischen Projekts: Dem nunmal existenten juedischen Volk der Verfolgung und Vernichtung entziehen und ihm ein Land – wie allen anderen auch – beschaffen und es zu einem normalen Volk zu machen. Continue reading →
Frage: Stimmt der Rav Kook der Lehre Darwins zu? Continue reading →
Frage: Darf man eine Wiederbelebung von Mund zu Mund machen? Vielleicht hat er [der Widerzubelebende] ja eine ansteckende Krankheit? Continue reading →
Frage: Gibt es ein halachisches Problem beim Zerstoeren von arabischen Olivenbaeumen? Continue reading →
Frage: Wenn man eine lebensrettende [Pikuach Nefesch] Fahrt mit einem Auto [an einem Schabbat] gemacht hat [wo sowas ansonsten verboten ist], darf man [dann] den Motor ausmachen [Was auch nochmal eine eigentlich verbotene Handlung waere]? Continue reading →
Frage: Besteht bei einem Handy Lebensgefahr und “וְנִשְׁמַרְתֶּם מְאֹד לְנַפְשֹׁתֵיכֶם” (“Und passt sehr auf euch [eure Gesundheit] auf” – Dwarim/Deuteromonium 4:15) wegen der Strahlung, die es abgibt? Continue reading →
Ben Dwora, 25. Kislew 5762 – 1. Kerze der Chanukka, Israel
Chanukka ist der am wenigsten beachteter Feiertag in der talmudischen Literatur. In Gegensatz zu Purim, welcher einen ganzen Seder (Traktat Megila) sowohl in der Mischna, als auch im Talmud bekommen hat, wird Chanukka nur im Talmud an drei Stellen kurz erwähnt.
Am auffälligsten ist die Nichterwähnung von Chanukka in der Mischna. Mischna ist die mündliche Torah, welche im 2 Jhd., unter Federführung von haRav Jehuda haNasi aufgeschrieben wurde. Der Grund für die schriftliche und nicht mündliche Überlieferung war die Angst, Teile der Torah zu vergessen.
Viele behaupten, dass es einen persönlichen Grund gab, weshalb HaRav Jehuda es nicht in die Mischna aufnehmen liess. Lasst uns kurz daran erinnern, wer nach dem Wunder von Chanukka das Land mehrere Generationen regierte. Es war die Dynastie der Haschmonaer – sie waren Priester (Kohanim). Doch der König sollte der Torah nach, aus dem Stamm Jehuda kommen. Continue reading →
Frage: Ist es erlaubt jemanden im Bus aufzuwecken um sich hinzusetzen, da er zwei Plaetze einnimmt, obwohl es ihn stoeren wuerde? Continue reading →























