Ulrich J. Becker, Jerusalem, 20. Tewet 5772
Immer wieder hatte ich hier die Informationsschnipsel versucht zusammenzutragen, die ein Bild Irans als eine – vielleicht die – treibende Kraft hinter El Kaida und anderen sunnitischen islamistischen Terrorgruppen, wie den Taliban, ergeben.
Auch wenn sich die Vermutung, dass Bin Laden selbst sich im Iran versteckte, wohl von seiner erfolgreichen Aufspuerung und Toetung in Pakistan widerlegt wurde, gab und gibt es wichtige Kader und Knotenpunkte von El Kaida im Iran, wie u.a. dort zusammengefasst.
Aber nie sah ich eine so umfassende Zusammenfassung wie jetzt zu diesem Thema (“Iran und al-Kaida“), die – Dank Renate – hier am Ende in voller deutscher Uebersetzung angehaengt ist.  Continue reading →

Ulrich J. Becker, Jerusalem, 15. Aw 5771

Dieses kleine Schriftzeichen in Berlin katapultiert Israel auch fuer westliche Wissenschaftler in die Zeit des Exodus’… 

 

Ein paar weltbewegende Dinge ereignen sich gerade in der Archaeologie zum Thema Torah/Tanach und dem alten Israel. Wir erinnern uns:

‘Bibelwissenschaftler’ – besonders Deutsche – setzten ganze Karrieren daran, die Torah und den Tanach so laecherlich, phantastisch und ausgedacht wie nur moeglich darzustellen. Ja, sowieso war das nur ein Sammelsurium von Legenden und Nutzniesserschreibereien von ein paar elitaeren, griesgraemigen juedischen Priestern im Jerusalemer Tempel, so spaet in der Geschichte, wie nur irgend moeglich.

Ja, am besten noch nach der Ilias, so dass die Griechentuemelnden Deutschen ihre geliebten, heiligen Hellenen (von Kant bis Goethe nannte man sie einfach “die Alten” – und nicht etwa “die alten Griechen“)  als die weiseren, aelteren, schlaueren Verwandten verkaufen konnte.

Dass die Griechen sich im Prinzip irgendwann eines hebraeischen Alphabet bedienten, was ihrem frueheren Linear B in Sachen Pragmatismus weit ueberlegen war (und auch jenes koennte eventuell einen ‘semitischen’ Ursprung gehabt haben) und wie sie dieses Alphabet ueberhaupt kennenlernten, warum sie selbst von den wackeren “Phoeniziern” berichten, die ihre Staedte gegruendet und Kultur beeinflusst hatten etc., darueber wurde lieber nicht ins Detail gegangen – aber dazu vielleicht ein andermal.

Zurueck zu unserer Torah. Ja, immer, wenn sich mit der Zeit irgendwo ein harter archaeologischer Hinweis auf die eventuelle Korrektheit von Ueberlieferungen in der Torah oder dem Tanach auftaten, sorgten sich europaeische Gelehrten darum, nicht etwa ihre zwanghaften Leugnungstheorien einmal ehrlich zu ueberdenken, sondern das jeweilige Fundstueck als die erstmoegliche Erscheinung der juedischen Geschichte ueberhaupt zu deuten.

Und so mussten sie – erwartungsgemaess – mit der Zeit ihre Datierungen fuer die Torah und die Existenz des Volkes Israel immer wieder und wieder nach hinten verschieben. Von irgendwo um 450 BCE zum 6., 7. Jahrundert BCE, und dann kam die Merenptah-Stele

 

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Mit freundlicher Genehmigung von HaOlam.de uebernommen:

Standardmaessige antiisraelische Propaganda im Auswaerigen Amt in Sachen Status der “besetzten Gebiete”…

 

[Anmerkung Ulrich J. Becker: Die Wichtigkeit dieser hier zusammengefassten Fakten kann gar nicht dick genug unterstrichen werden. Hier wird voelkerrechtlich korrekt aufgezeigt, warum jeder, der Judea und Samaria als "besetzte Gebiete" bezeichnet einfach nur schlechte Propaganda verbreitete, nichts von internationalen Recht versteht und sich schleunigst informieren sollte. Umso mehr Juden und Israelfreunde sich dieses Wissen zu eigen machen, um so schwerer wird es fuer 'Kritiker' Israels ihr rhetorisches Ruestzeug zusammenzuflicken.

Also bitte, lesen, weiterleiten und in Diskussionen einbringen. Judea und Samaria sind keine "besetzten Gebiete", sondern hoechstens "umstrittene Gebiete"!

Ich machte mir mal den Spass auf der Seite des Auswaertigen Amtes in deren Suchmaschine die Worte "besetzte Gebiete" einzugeben. Ratet mal zu welchem Land ich ausschliesslich fuendig wurde und wie grundsaetzlich diese Artikel internationales Recht ignorieren? Dieser Artikel zeigt, wie peinlich sich Deutschland mit solcher 'palaestinensischer' Propaganda vor dem internationalen Recht macht.] Continue reading →

Ulrich J. Becker, Jerusalem, 16.02.5771

Null Respekt. Aggressionen. Und keine Angst vor Konsequenzen…


Es gibt wiedermal so viel ueber das man schreiben sollte, Obamas Friedenschluss mit den Taliban z.B. oder ein von der BRD verheimlichter PLO Flugzeuganschlag etc., aber als mir diesen Motzei Schabbat vier Araber hoch zu Ross auf Pferden in besonderer Weise ueber den Buergersteig dieses juedischen Jerusalemer Viertels liefen und ich am Abend einen Araber-kritischen Meinungsartikel von einem Flagschiff der intellektuellen, saekularen, linken Gesellschaft – Jaron London -, las, war es vielleicht Zeit fuer diesen Artikel… Continue reading →

Ja Leute, wir koennen solche Aufrufe auch nicht leiden, aber ein kleiner Appell an freiwillige Spender ist uns schon wichtig:

Wenn ihr unseren Blog nicht nur gut findet, sondern in ihm auch einen direkten Wert seht, wenn ihr auch denkt, dass er Dinge anspricht, die sonst so in der deutschen Medienlandschaft kaum keiner ansprechen wuerde, dass wir Aufklaerung betreiben und uns gegen Antisemitismus einsetzen, und dass der Blog den deutschen Medien rund um Israel und den Nahostkonflikt einen wichtigen israelischen Blickpunkt hinzufuegt, und die allgemeine Diskussion bereichert, koennt ihr uns gerne unterstuetzen.

(Die juedische Weltregierung ist leider gerade am Sparen und zu knausrig, um uns zu helfen… ;) ) Wir machen den Blog freiwillig und umsonst, sind aber auch nur ein paar normale Leute, die viel Zeit rein stecken, die keiner hat und den ganzen heroischen Einsatz im Blog auch irgendwie unseren Frauen verkaufen muessen ;)

Nein, Im Ernst, die ganze Gasaflottenaktion hat studienmaessig und finanziell etwas geschlaucht und ich kann das mir so eigentlich kaum leisten. Eine kleine Unterstuetzung verschafft uns mehr Spielraum, ein wenig mehr Zeit fuer ein wenig mehr Artikel und ein wenig mehr relevanten Zionismus auf deutsch, und laesst den Blog vor allem weiterexistieren.

Wer etwas spenden will, kann eine Email an u.j.becker@gmail.com schicken und alles weitere dann dort.

Ulrich J. Becker, Kiryat Ono, 01.09.5770 (Rosch Chodesch Siwan! 45. Omer)


Jetzt ist aber gut! Schweigt endlich ihr Juden! Deutschland hat genug gezahlt! Milliarden! Mehr als euch zustehen wuerde hat unsere fleissige Wirtschaft an eure gewitzten Anwaelte schon verschleudert. Jetzt muss endlich mal Schluss sein! Ein Schlusstrich her! Schluss mit den moralischen Erpressungen! Wir haben schon lange dafuer bezahlt und zwar mehr als genug!

 

So oder aehnlich (meist halt eher ein bisschen hoeflicher) hoerte ich leider schon so manchen Deutschen mir erklaeren, wie sehr die Holocaustzahlungen schon alles beigelegt haben und dass diese eigentlich viel zu hoch und uebertrieben waren. Ach ja? Dann lasst uns dochmal ganz kleinkariert und unarisch nachrechnen… Continue reading →

Ulrich J. Becker, Kiryat Ono, 12. Ijar (27. Omer)

Wann ist die Kurve zu scharf links? Wann koennte man sich ueberschlagen?



Ich selbst habe hier schon oft mit den pauschalen Bezeichnungen “links” und “rechts” rumgeschmissen, Journalisten, Politiker, Freude etc. so genannt. Aber wie genau wird sowas im Nahostkonflikt definiert, oder gibt es ueberhaupt keine genaue Definition? Bezeichnet man so Leute einfach, wie es einem gerade in den politischen Kram passt?
Ich will hier mal mit einer ganz banalen Definition beginnen und mal sehen wo einen das hinfuehrt. Also, im Groben kann man ueber Juden in Israel in etwa sagen:



Linke sehen die Schuld im Konflikt bei sich selbst, den Juden, und Rechte sehen die Schuld im Konflikt bei den anderen, den Arabern/”Palestinensern”.


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Ulrich J. Becker, Kiryat Ono, 17.06.5770 (2. Omer)


Wie schon hier berichtet, wird die juedische Beschneidung von ‘fortschrittlichen’ Menschen vor allem in Europa (und auch hier im Blog) zunehmend versucht zu diskreditieren. Seien es die Gruenen in der Schweiz, oder die Gerichte in Finnland, man setzt sich fuer die heilige Vorhaut ein. Die Beschneidung sei ein Eingriff in das ‘Menschenrecht’ des Kindes auf einen unversehrten Koerper, und vor allem sei es eine unwiederbringliche ‘Verstuemmelung’ der menschlichen Natur.


Und nein, ich werde die Beschneidung NICHT wegen unbestreitbarer gesundheitlicher und angeblicher sexueller Vorteile verteidigen. Die Begruendung des Judentums liegt viel tiefer und fast einen grossen Teil seines Wesens zusammen, beinhaltet seine Kritik an der uebrigen Welt, und fuehrt auch zu den Gruenden der oftmaligen Gegenerschaft zur Beschneidung und zum Judentum. Continue reading →

Ulrich J. Becker, Kiryat Ono, 11.05.5770
 

 

  

Wenn man einen islamkritischen Artikel von Udo Ulfkotte in der Neonazizeitung Junge Freiheit liest, koennte man sich noch denken: Mmhh, die Islamkritiker sind durchgedreht und zu den Nazis uebergelaufen.

Aber wenn man etwas weiter liesst, und Ulfkotte einen islamischen Mob kritisiert, der “Juden, Juden – ab ins Gas” groelt und mit “Allahu akbar“-Rufen willkommen heisst, spaetestens dann weiss man, dass heutezutage alles etwas komplizierter geworden ist… Continue reading →

Ulrich J. Becker, Kiryat Ono, 07.05.5770



Mir ist schon oefters aufgefallen, dass Leute, die sich viel mit Antisemitismus etc. befassen – auch die aller wohlwollsten -, oft zu dem eigenartigen Schluss kommen, dass Philosemitismus eigentlich nur die andere Seite von Antisemitismus ist; Philosemiten nicht viel besser als Antisemiten sind. Beide sind halt vom Judentum bessesen, nur der eine hasst es, der andere liebt es. Continue reading →

Ulrich J. Becker, Kiryat Ono, 17.04.5770

 

HG jan2005 HG Tulkarem

Tulkarem 2005… 

 

Es ist nicht angenehm, wenn einem als Deutschen in einem arabischen Land laechelnd der Hitlergruss gezeigt wird, wenn von Abu Ali (Hitler) geschwaermt wird. Es ist noch unangenehmer wenn man als Deutscher arabische anti-israelische Terrorgruppen wie Hamas und Hisb’Allah mit dem Hitlergruss als Teil ihrer offiziellen Rituale sieht. Continue reading →

Ulrich J. Becker, Kiryat Ono, 15.04.5770 (TuBeSchwat)

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 Die Zeit des Versteckens ist vorbei…

  

Chevre, lasst Europa im eigenen Saft blubbern und kommt in euer Land… Continue reading →

Ulrich J. Becker, Kiryat Ono

fayyad burns jewish products

Palaestinensischer Premierminister Fajjad verbrennt munter juedische BuecherProdukte…

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Ich weiss, ich weiss, viel ist geschrieben worden ueber den Grund des Antisemitismus und auch ueber den Hass auf den den Westen, auf Amerika, aber es hat den Anschein, dass umso mehr Buecher und Artikel ernsthaft versuchen der Frage des “Warum?” auf den Grund zu gehen, eine ehrliche Antwort in immer weitere Ferne rueckt.

Was ist nicht alles versucht worden? Antisemiten seien so, wegen den Juden oder weil sie keine Juden kennen, weil sie keine Arbeit haben oder weil sie zu hart arbeiten, weil sie christlich sind oder weil sie anti-christlich sind, weil sie primitiv sind oder weil sie eigentlich selber Juden seien wollten, weil sie das Geld der Juden wollen, neidisch auf ihre Frauen sind, oder Juden als unaesthetisch verabscheuen, weil sie den Reichtum der Juden nicht abkoennen oder deren Bettlertum, weil sie psychoanalytische Angst vor Juden haben, Komplexe wegen der Beschneidung, oder einfach weil man sich darauf geeinigt hat, dass Juden die Opfer sind, weil sie Juden frech und beherrschend empfinden, oder einschmeichelnd und unterwuerfig, weil man gegen die Abschottung der Juden ist oder gegen deren Assimilation, alleine um politische Ziele zu erreichen oder aus privaten Hass auf einzelne Juden, etc. … Ein grosses Durcheinander im Antisemitismus-Dschungel! Continue reading →

31.12.2009 001

Von Ulrich J. Becker, Kiryat Ono

Gestern abend fuhr ich von Jerusalem aus nach Hause. Ein Donnerstagabend an der Central Bus Station in Jerusalem bringt so eine Art Massendemonstrationsgefuehl mit sich. Wie kurz vor einem Fussballspiel stroemen Menschenmengen in die Eingaenge des grossen Busstation, die schonmal von Erstbesuchern fuer ein Flughafengebaeude eines kleinen Landes gehalten werden kann, zumindest sicherheitstechnisch. Die Strassen in der Umgebung und vor allem zum Ortsausgang Jerusalems nach Westen sind verstopft. Tausende Menschen ueberqueren eilig die Strassen vor der Central Bus Station.  Busse stehen in Schlangen und setzten alle paar Sekunden neue kleine Stroeme von Menschen ab, die die Masse noch mehr anschwellen lassen. Continue reading →

Ulrich J. Becker, Kiryat Ono


Ich fuehrte in StudiVZ mit einem – wie man so schoen sagt – gebildeten, aufgeweckten jungen Mann einen Dialog zum Thema Judentum und Konversion zum Judentum, an dem er sich interessiert zeigte. Schnell wurde klar, dass er weniger an den Tiefen, Dilemmas und Gedanken zum Thema Konversion und Judentum interessiert war, als eher daran zu ‘beweisen’, dass das Judentum eine sehr, sehr unmoralische Religion ist, die Nicht-Juden wie Vieh und Konvertiten wie Menschen zweiter Klasse betrachtet und behandelt.

Darauf folgte eine lange Debatte mit vielen Zitaten etc., in denen er weite Kenntnisse ueber die juedische Religion an den Tag legte. Am Ende setzte mir der ‘nette’ junge belesene deutsche Herr zum Thema, was das Judentum zur Stellung der Frau sagt, eine Bombe vor:

“Es wird gelehrt: Das Weib ist ein Schlauch voll Unrat, sein Mund ist voll Blut, dennoch laufen ihm alle nach.”

Was sollte man dazu sagen? Der junge Mann hatte daneben ordentlich und korrekt die Stelle des Zitats angegeben:


“Babylonischer Talmud, Traktat Shabbat 152a”

Und tatsaechlich fuer einen Augenblick haette mich ein Zweifel ueberstreichen koennen. Schliesslich hat der normal Sterbliche ja nicht alle 2.711 Grossformatseiten mit Kleinschrift im Kopf. Sollte der Talmud solche offensichtlichen Schweinereien ueber Frauen erzaehlen? Ist es vielleicht doch eine Religion von Chauvinisten, Elitisten und Menschenfeinden? Continue reading →