Ulrich J. Becker, Jerusalem, 16. Aw 5772
Die Ueberreste der verbrannten Kornkammer im Palast in Chazor…
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Ich hatte hier vor nicht allzu langer Zeit beschrieben, wie die bibelkritische Archaeologie durch immer neue Funde in Israel zunehmend ins Wanken kommt und wie zum Argwohn der antijuedischen Archaeologen ein Stein nach dem ‘anderen, in den – ihm im Tanach beschriebenen – Platz faellt.
Und erst jetzt kommt wieder ein grosser solcher Stein hinzu, bzw. ein weiterer Ast der bibelkritischen Archaeologieauslegung beugt sich unter der Last der gegenteiligen Hinweise: Mit neuen, sensationellen Funden in Chatzor / Hatzor / Chazor, noerdlich des See Genezareth hat die bibelkritische Version vom ‘Maerchen’ der Landnahme unter Joschua im 13. Jahundert BCE, und spaeterer Erfindung und Zudichtung, einen herben Schlag erfahren:
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Hier, in Chazor, von dem der Tanach sagt, dass “er [Joschua] Chatzor im Feuer verbrannte…” (Buch Joschua, 111, 11) fand man jetzt naemlich Beweise fuer eine Brandzerstoerung aus dem 13. Jahrhundert BCE…
14 grosse 500 Liter Tonkruege zur Weizenspeicherung wurden freigelegt – offensichtlich die Kornkammer des Palastes von Chazor -, deren Weizen verbrannt und verkohlt war. Ueber die C-14 Methode koennen die Wissenschaftler es nun bis auf wenige Jahre genau datieren und geben es schon jetzt als sehr sich im 13. Jhd BCE an.
Und nochmal zum Buch Joschua ueber die Eroberung Chazor zurueck:
“… da Chatzor davor die Hauptstadt all dieser Koenigreiche war. [...] Aber von all den Staedten, die in ihrer Staerke da standen, verbrannte Israel nicht eine, ausser Chazor. Nur sie verbrannte Joschua.”
Der Tanach ist also sehr eindeutig, dass Chazor ein staedtisches Zentrum der ganzen Umgebung, war, eine stark befestigte Stadt war und dass Israel unter Joschua sie verbrannte.
Und auch die letzten archaeologischen Ausgrabungen bezeugen genau passend, dass Chazor eine wichtige, befestigte Stadt war – Ulrich W. Sahm berichtet:
“Dr. Sharon Zuckerman von der Hebräischen Universität, sagte, dass das freigelegte Gebäude alle Merkmale eines königlichen Palastes habe, mit Zedernbalken und fein gestalteten Basaltsteinen.“
Und an gleicher Stelle nochmal zur Wichtigkeit Chazors:
“Dr. Zvika Cliff, Chefarchäologe von Israels Naturparkbehörde, erklärte, dass Hazor eine Blütezeit unter den Kanaanäern (1750 v. Chr.) und unter Israel im 9. Jh. v. Chr. hatte. Dabei seien die mächtigsten Befestigungen im ganzen Land errichtet worden. ‘Hazor war eine der wichtigsten Städte im fruchtbaren Halbmond, mit Handelsbeziehungen mit Städten in Babylon und Syrien.’
Hazor zählt neben Megiddo und Massada zu den wichtigsten archäologischen Stätten Israels und wurde schon von Professor Yigal Yadin ausgegraben. Hazor gehört zum Weltkulturerbe.“
Uebrigens berichtete gerade Professor Amnon Ben-Tor von der Hebraeischen Universitaet, der die Ausgrabungen in Chazor leitet, bei der israelischen Polit-Sendung London et Kirschenbaum (ca. ab 31. Minute), dass der gleiche Yigal Yadin – der Godfather der israelischen Archaeologie den Bezug der bibelkritischen Archaeologie unfreiwillig, aber treffend an der Frage demonstrierte, wer denn aber nun Chazor zerstoerte haben mag:
Prof. Ben-Tor berichtet, dass es alle moeglichen ‘Anwaerter’ Theorien und Unterstuetzer dieser Theorien gebe, wer denn nun Chazor zerstoerte, von den Aegyptern, ueber die Philister und Seevoelker, ueber andere kanaanitische Staedte bis zu nomadischen kleinen Staemmen etc..
“Alle sind koscher”, soll Yadin gesagt haben, ausser diejenigen, die die einzigen sind, die eine uralte Ueberlieferung besitzen, dass sie es getan haben – die Israeliten. Und warum nicht? Ja, weil es im Tanach steht - und wir wissen ja alle, der kann per Definition gar nicht Recht haben…
Soviel zur juedischen Selbstverleugnung und wie sie in den letzten Jahren und Monaten Stueck fuer Stueck an Boden verliert…
Jetzt nur noch ein Punkt: Der Tanach ist sehr spezifisch darueber, dass nur Chazor verbrannt wurde und alle anderen Staedte, selbst wenn sie gross und befestigt waren, nicht.
Sprich, wenn aus dieser Zeit keine weiteren verbrannten, sondern anderweitig eroberten, Staedte gefunden werden, unterstuetzt das weiter den Wahrheitsgehalt des biblischen Berichts. Und andersherum, sollten weitere verbrannte Staedte der ‘angeblichen’ israelitischen Eroberung ans Licht kommen, wuerde es die Tanachbeschreibung in Zweifel stellen. Wir werden sehen – es wurden schon viele Staedte dieser Zeit ausgegraben, mir selbst ist von keiner anderen Verbrennung bekannt – und es weiter verfolgen…




Und gleich noch was kommt da aus der Erde…
Fundsache: Siegel des Samson
BEIT SCHEMESCH (inn) – Ein Siegel mit der Abbildung des biblischen „Superman“ Samson, wie er einen Löwen bezwingt, wurde von Archäologen der Universität Tel Aviv gefunden. Es wurde auf Tel Beit Schemesch (zwischen Tel Aviv und Jerusalem) in einer Grabungsschicht aus dem 11. Jahrhundert vor Christus entdeckt. Auf dem nur 1,5 Zentimeter langen Siegel kann man leicht ein großes Tier und eine menschliche Figur erkennen. …
http://www.israelnetz.com/wissenschaft/detailansicht/aktuell/fundsache-siegel-des-samson/#.UB2SpfbiYhU
Spannend!
ja wirklich spannend. Der wahre Glaube zeigt sich, indem man in der Torah das Wort G-ttes erkennt und dieser wahre Glaube wird durch Funde wie Chazor bestärkt!