Ulrich J. Becker, 25.05.5771



Es sieht immer finsterer in Aeypgten und auch fuer uns hier in Israel aus. In den letzten Stunden wurde ueber die fast vollstaendige Evakuierung der israelischen Botschaft berichtet und ueber eine spezielle Sitzung der israelischen Sicherheitskraefte. Auch israelischer enger Vertrauter des Mubarak-Regimes Ben Eliezer sieht die Lage mittlerweile alles andere als optimistisch.

Irans Fuehrung aeusserte sich schon islamistisch optimistisch.

Vor kurzem wurde auch ueber Schuesse in der Naehe der israelischen Botschaft berichtet.

Ich denke, wir sollten uns klar darueber werden, dass es an unser suedlichen Grenze mit dem Koloss Aegypten jetzt sehr viel dunkler werden koennte.


ויקם מלך חדש על מצרים אשר לא ידע את יוסף

“Und es stand ein neuer Herrscher im Lande Aegypten auf, der Josef nicht kannte.” (Schmot, 1,8)


Es ist eine der Paradoxien des Nahen Ostens, dass gerade die gemaessigteren und demokratischeren Staaten wie Tunesien und Aegypten dem Volkszorn zum Opfer fallen. Die anderen haben einfach weniger Skrupel zuzuschlagen, wie man im Iran gesehen hat, wo auch die Klientel der Austaendischen eine ganz andere war (man vergleiche nur mal den Frauenanteil bei der ‘gruenen Revolution’ mit denen in Tunesien und Aegypten.)

Tunesien war ziemlich schnell gefallen und ehrlich gesagt, sollten Islamisten dort an die Macht kommen, waere es vielleicht eher fuer Europa ein zusaetzliches Problem, als fuer Israel, aber Aegypten ist eine ganz andere Story.

Okay, wir wussten, dass Aegypten nicht Tunesien ist und Mubarak sich auf eine recht organisierte Polizei und Armee und den Geheimdienst Omar Suleimans verlassen kann und sich nicht schnell aus dem Staub machen wird (wohin auch noch in seinem Alter?), sondern die gewaltaetigen Proteste bekaempfen wird. Nicht panisch, sondern relativ gelassen, Normalitaet ausstrahlend und stufenweise anziehen, sollte es noetig werden.

Wir scheinen nur momentan an der letzten dieser Stufen angelangt und das ist der Einsatz der Armee und auch diese scheint bereits ueberlastet. Der israelische Korrespondet des 2. israelischen Kanals vor Ort bezweifelte, dass zwei Divisionen die zweistellige Millionstadt voll wuetender sich bewaffnender Aufstaendigen in Schach halten koennen.

Israel hatte schon frueher am Tag den groessten Teil des Botschaftspersonals und deren Familien plus 40 weitere Israelis extra ausgeflogen. Nur die Botschafter selbst blieben in der vorerst verschlossenen Botschaft. Im Sinai wird berichtet, dass Hotels Israelis die Flucht raten und es soll im Viertel, in der sich die israelische Botschaft befindet heute Abend zu Kaempfen einschliesslichen Schuessen gekommen sein, waehrend die aegyptische Armee mit Panzern das Viertel verteidigt.

Und hier sollte es nochmal ganz klar gesagt sein: Auf Demonstrationen wird nicht umsonst Mubarak mit Davidstern auf der Stirn dargestellt.



Diese Massen die da demonstrieren sind sehr viel antiisraelischer und antisemitischer eingestellt als ihre Fuehrungen und sehen nicht zuletzt Mubarak und das Regime als ‘Verbuendete der Zionisten’ im besten und ‘Marionetten der Juden’ im schlechtesten Fall, wie Ihnen auch immer ueber pan-arabische Sender wie Al Dschasira, Al Manar, etc. erzaehlt und angedeutet wird. Die primitiven Verschwoerungstheorien brodeln, der Islam oft die Fahne, die sie im Gegensatz hissen wollen.

Und es stand ein neuer Herrscher im Lande Aegypten auf, der Josef nicht kannte.“, koennte der Ausgang sein. Ein von den antiisraelisch schaeumenden Massen, gefuehrt von den Moslembrueder, die schnell das Ruder rumreissen koennten – mit freundlicher Unterstuetzung aus Teheran und Hisb’Allah Libanon.

Die jahrzehntelange Zusammenarbeit von Israel und Aegypten und die vor allem in letzter Zeit engen und schon freundschaftlichen Kontakte Mubaraks mit israelischen Offiziellen in Kairo lege nicht nur in Scherben, sondern auch der Friedensvertrag mit dem Israel mit dem Sinai zahlte, scheint in Gefahr. Aegypten wurde darueber hinaus auch in den letzten Jahren mit neusten amerikanischen Waffensystemen beliefert und u.a. hunderte modernster Kampfjets. Boden-Bodenraketen etc., koennten Morgen Islamisten mit besten Kontakten zur Hamas, Hisb’Allah und dem Iran in die Haende fallen…


Das was gerade passiert, koennte aus einem Traum Achmadinedschads und Co. stammen: Das maechtige Aegypten, einer der Erzfeinde Irans, (neben Saudi Arabien) einer der beiden letzten grossen sunnitischen Staaten, die sich gegen die iranische Allianz stellen, und Partner Israels in der Region. Sollte Aegypten fallen und in die Naehe des iranischen Lagers kommen, was sogar wahrscheinlicher aussieht als eine liberale Demokratie Aegypten, waeren ploetzlich alle Karten im Nahen Osten nochmal neu gemischt und Iran haette ein sehr viel besseres Blatt in der Hand.

Gerade mussten sie sich noch Sorgen machen, ob der Westen den sanften Hisb’Allah im Libanon durchgehen laesst und schon ist das eine Muecke von gestern und der Riese Aegypten wankt vor einer (islamischen?) Volksrevolution, die in Teheran Freundenentzuecken ausloest. Im zweiten israelischen Kanal wurde die Moeglichkeit eines Falles des Mubarakregimes daher bereits richtig als fuer Israel “strategische Katastrophe” bezeichnet.


Die Aufstaendigen scheinen sich immer mehr zu bewaffnen, haben schon gepanzerte Wagen in Brand gesteckt und scheinen sich nicht mehr stoppen zu lassen. Interviewte gaben u.a. an sowieso arbeitslos zu sein nichts besseres zu tun zu haben. Die antiisraelische Rethorik kommt uebrigens auch hier immer wieder durch. Sogar sich sehr westlich gebende Blogger verglichen die Aufstaende eher mit der palaestinensischen Intifada als mit der Revolution in Tunesien.

Momentan soll es schon weit ueber hundert Tote geben. In Berichterstattung israelischer Reporter vor Ort (haben die Nerven) hoert man unentwegt Schuesse. Ben Elieser, der noch vor wenigen Tagen recht optimistisch von einer kontrollierten Oeffnung der Ventile sprach, war heute (ab 12:50) eher recht niedergeschlag im Fernsehen zu sehen und wollte nicht antworten, ob er in den letzten Stunden mit Omar Suleiman gesprochen habe. Er wuensche Omar Suleiman nur, dass das eintreffe, was dieser noch glaube und versuche, naemlich mit Hilfe der Armee die Situation irgendwie wieder unter Kontrolle zu bekommen.


Von Aufstaendischen zerstoerte gepanzertes Fahrzeug


Vor Ort gibt es ueberall Pluenderungen, auch von Krankenhaeusern, Krankenwagen und dem aegyptischen Museum in Kairo, an dessen verstaubten Vitrinen ich auch schon mal vorbeiwandeln konnte. Da in Bildern aus dem Museum vor allem zerstoerte einzigartige Antiquitaeten gezeigt wurden und weniger gestohlene koennte man hier vielleicht die ersten Anzeichenen eines islamischen Bildersturms sehen? Es gab auch Berichte, wonach der Sinai schon praktisch nicht mehr von Kairo kontrolliert werde. Auf jeden Fall geht es da heiss her.

Es scheint auch, als haette der Westen Mubarak bereits zum Abschuss freigegeben bzw. will sich nicht vom Nachfolgeregime als spaeter Verteidiger Mubaraks erwischen lassen. Europaeische Staaten, einschliesslich Deutschland und natuerlich Herr Obama sprachen sich gegen Mubarak aus, was fuer die Aufstaendischen vor Ort nur ein weiteres ‘Go ahead’ bedeuten sollte.


Warum verteidige ich so energisch einen alten Tyrannen eines Unrechtsregimes wie Mubarak? Warum schliesse ich mich nicht den vielen jungen Leute an, die fuer den Sturz dieses Regimes demonstrieren und teilweise sterben?

Weil nach ‘schlecht’ nicht zwingend ‘gut’ kommen muss, sondern auch ‘schlechter’, ‘am schlechtesten’, ‘moerderisch’ und ‘grausam’ kommen kann, wie man im Iran sah. Da moegen auf den Strassen noch so nette moderne, liberal engestellte Aegypter mitlaufen, die es ohne Zweifel gibt – wenn skrupellose Islamisten das Ruder rumreissen, werden auch sie vielleicht verstehen, was sie an ihrem Mubarakregime zu schaetzen wussten.

Man sehe nur El Baradei, der in Erloesermanier aus Wien einflog und uebrigens mittlerweile verhaftet wurde. Er hatte in einem SPIEGEL Interview angeben, dass man die Moslembruderschaft doch nicht demonisieren sollte, sondern mit ihnen zusammenarbeiten. Genauso sieht der gerade Weg ins Hamastan aus (die Hamas ist urspruenglich ein Ableger der Moslembruderschaft Aegyptens).


Anyway, wir werden sehen was der Morgen bringt, aber es sieht so aus, als koennten wir in einem vollkommen neuen Nahen Osten aufstehen, der fuer Israel nicht besser aussieht, sondern der antisemitischen arabischen Strasse wieder ein Stueck Raum gegeben hat und unsere ‘Villa im Dschungel’ noch belagerte macht. Man kann nur hoffen, dass das nur ein Alptraum ist und es doch noch eine irgendwie geartete, gemaessigte pro-westliches Regierung aufgestellt wird, die wieder Ruhe einkehren laesst und Josef nicht ganz vergessen hat…



28 Comments to “Aegypten steht kurz vor dem Zusammenbruch. Israelische Botschaft evakuiert. Israel alamiert. Stehen wir vor der grossen strategischen Katastrophe?”

  1. Also ich halte es nicht für unmöglich, das Mubarak in Israel oder den USA Asyl beantragt.
    Kuba oder Venezuela wäre auch eine Option, aber unwahrscheinlicher, dann eher Russland.
    Hoffentlich geht er vorher auch noch bei der Bank vorbei und nimmt wie die tunesische Frisöse eine Fuhre Gold mit.

    Spass bei Seite!

    Während man in Europa immer noch eine Arabisches 1989 herbeizureden versucht, brennen dort längst Häuser, Geschäfte usw. und es herrscht die Gewalt
    Dabei richtet sich die Zerstörung nicht nur Polizeistationen und andere Gebäude des Machtapparates, nein gegen alles Mögliche!
    Zusätzlich wird auch schon längst geplündert.

    Immer gut zu sehen (und deutlich daran erinnert werden) mit was für barbarischen Horden man es zu tun hat.

    Und wer immer die für Friedenspartner oder auch nur Vertragswürdig hält, sollte gaaaaanz genau hinsehen – das ist die arabische Straße unter sich, Live und in Farbe – was da uns wohl erst, nach Jahrzehnten der judenfeindlichen Gehirnwäsche droht?
    Besonders kalt über den Rücken läuft es einem, wenn sie bei ihren Taten immer noch die üblichen “Allahu Akbar!” Rufe ablassen.
    Mir zumindest geht es so.

    Andererseits, anders als direkt an eine Islamische Republik Ägypten, glaube ich eher an eine ganze Weile Libanon mäßige Zustände mit Tagesüberraschungen wie auf irakischen Märkten, falls und besonders wenn es doch demokratischere Entwicklungen geben sollte.

    Auch in Jordanien brodelt es nun. Nur Syrien und Libyen sind relativ ruhig. Nun, man wird sehen – stabile Verhältnisse waren jedenfalls gesten UND die Bombe tickt.
    Achmed Dinner Jacket seine und diese hier: http://tinyurl.com/5sqjyr6

    Im dem Sinne zitiere ich (ausnahmsweise) mal Edward R. Murrow vom BBC aus WK2 Tagen mit seiner klassischen Ansage zum Sendeschluss, für alle Alliierten da draussen: “Good Night and Good Luck!”

  2. Ja, da kann ich dir nur zustimmen. Es sieht momentan so aus, als gehen sie nach Dubai. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob Mubarak in seinem Alter nicht lieber mit seinem Lebenswerk zusammen untergehen will.

  3. Das sie Mubarak als Zionisten Handlanger hinstellen und das natürlich nur die Juden hinter Amerikas Einfluss dort stehen sollen …nehmen die Europäischen Medien nicht im mindesten auf!

    Absolut verbreiteter Anti-Amerikanismus in Deutschland z.B. und natürlich der sogn. “Antizionismus” – von dem wir wissen was er in Wirklichkeit ist.

    BTW: 30. Januar 1933 – Machtergreifung…

  4. Christian says:

    Auch ich betrachte die Entwicklungen in Ägypten mit großer Sorge. Man sollte aber schon zwischen den Gründen, die die Menschen auf die Straße treiben und den möglichen Konsequenzen unterscheiden. Die von vielen nun im Munde geführten universellen Menschenrechte müssen auch universell unterstützt werden. Und wer die Armut und die Perspektivlosigkeit in Kairo kennt, der wird schnell verstehen, warum es sich eben nicht nur um radikale Aufrührer handelt, sondern um eine Volksbewegung.

  5. Antifo says:

    Dreißig Jahre ist für einen Präsidenten halt schon zielmlich lange. Man darf bezweifeln, daß sich die wirtschaftliche Situation in Ägypten groß ändern würde, wenn Mubarak abtritt und Wahlen ausgerufen würden. Es scheint aber Erwartungshaltung der Bevölkerung dort zu sein.

    In diesem Kommentar hier wird darauf hingewiesen, daß die Armee im Iran die Armee des Schahs gewesen sei, während Mubarak der Präsident der Armee ist. Ob das wirklich so ist, kann ich nicht einschätzen. Allemal richtig ist jedoch der Hinweis, daß die Stellung der Armee in Ägypten durch ein Abtreten Mubaraks und freie Wahlen kaum gefährdet sein dürfte. Im Iran haben die Islamisten damals erst gesiegt, nachdem Guerrilla-Einheiten die Armee angegriffen hatte und die Armee wohl nicht mehr wußte, wofür sie kämpfen soll. Auch in der Türkei hatte die eher säkular eingestellte Armee die Islamisten über Jahrzehnte hinweg in Schach gehalten.

  6. Antifo says:

    Yusuf al-Qaradawi, einer der Hauptführer der Muslimbrüderschaft, hat Mubarak über al-Jazeera aufgerufen das Land zu verlassen. Yusuf al-Qaradawi lebt unweit des Büros von al-Jazeera in Quatar. Es wäre vorstellbar, daß die Ausstrahlung dieser Ansprache ein nicht unwesentlicher Grund für das heutige Verbot des Senders in Ägypten war.

  7. jerry says:

    14:05 Mubarak appoints new governors for key regions, including northern Sinai (DPA)
    13:56Report: Mubarak meets with top military commanders (Reuters)
    13:47UEA, Lebanon, Jordan, Qatar, Kuwait, Saudi Arabia prepare to take citizens out of Egypt (DPA)
    13:33Egypt medics: Death toll from last two days of protests is at least 150 (DPA)
    13:31State agency: Mubarak visits military HQ in charge of security operation, meets commanders (Reuters)
    13:11Egypt Muslim Brotherhood says 34 key members escape prison (Reuters)
    13:01Cairo army blocks access to Tahrir square; over 20,000 protesters gather (Haaretz)

  8. Ich wiederhole mich gern nochmal – die wirklichen Gründe und wieso sich so oder so nicht wirklich was ändern wird, sind hier zu lesen:

    http://tinyurl.com/5sqjyr6

    Kurz: Die Bevölkerungsexplosion ist der kritische Punkt, der diese wie auch zukünftige Regierungsformen in Arabien gefährdet.

  9. karl says:

    schalom .ich nehme an <<das die situation für israel gefährlich wird.<<
    G"tt schütze israel.

  10. Gregor K. says:

    Ich denke einfach, dass die Leute die jetzt auf die Straßen gehen mehr wollen als eine weitere Diktatur. Es stimmt, nach schlecht kommt nicht zwingend gut aber die Menschen lernen auch dazu. Man kennt Irans Beispiel, man kennt die Situation in Tunesien. Es gibt gute Vorbilder und ich hoffe, dass es ein gutes Ende nimmt.

  11. Joschua, ich denke eher der wirkliche Grund ist die Frustration, dass man selbst nix zu stande bekommt. Ein Wut ueber sich selbst, sein Land und seine Identitaet.

  12. Momentan sieht es uebrigens wieder etwas besser aus. Viele Demonstranten geben zwar, sie werden kein Stueck nachgeben und bis zum Ende kaempfen, aber es werden weniger und Mubaraks Staatsapparat, die Armee und Polizei bricht nicht zusammen sondern wird verstaerkt.

  13. jerry says:

    die Ägypter haben die Ereignisse 1979 in Iran noch im Gedächtnis, das sollte sich nicht wiederholen

  14. Man kanns nur hoffen, Hillary stellt sich jetzt hinter die Moslembrueder…

  15. jerry says:

    Hillary stellt sich jetzt hinter die Moslembrueder…

    üble Tante

  16. “Hillary stellt sich jetzt hinter die Moslembrueder…”

    Wunderts bei dem Chef?

  17. Zahal says:

    Trotz allem auch hier ein OT zum Reagieren.

    Gerd Buurmann war vor einem Jahr mit seiner Anzeige gegen die antisemitische „Kölner Klagemauer“ nicht erfolgreich. Die Staatsanwaltschaft, die sich damals blind stellte und recht sonderlich argumentierte, lieferte gleichwohl Anhaltspunkte dafür, unter welchen Umständen sie gegen den Aussteller der antisemitischen Äußerungen vorgehen können würde. Diese Umstände sind nach Buurmanns Angabe eingetreten – und wenn die Staatsanwaltschaft wieder versuchen sollte sich herauszureden, dann finde ich, sie sollte selbst unter Anklage gestellt werden.

    Buurmann hat von Henryk M: Broder Fotos erhalten, die zwei Papptafeln zeigen, die am 20. Januar an der „Klagemauer“ zu sehen waren:

    ANSCHAUEN UND REAGIEREN:

    http://heplev.wordpress.com/2011/01/27/kolner-schandmauer-es-darf-nicht-die-einzige-anzeige-bleiben/

    Man kann auch online eine Anzeige erstatten – einfach Online Wache Köln suchen, je mehr desto besser, gerade auch aus Israel.

    http://www.polizei-nrw.de/koeln/start/Online-Anzeige/article/online_anzeige.html

  18. Zahal says:

    und noch ein OT,

    der deutsche Presserat ist für die LINKE nicht zuständig:

    Mail:

    hiermit bestätigen wir dankend den Eingang Ihrer oben genannte E-Mail vom 06. Januar 2011.

    Leider müssen wir Ihnen jedoch mitteilen, dass hier eine Zuständigkeit des Deutschen Presserats nicht besteht. Gemäß § 9 Abs. 2 der Satzung des Trägervereins des Deutschen Presserats hat der Deutsche Presserat seit 01.01.2009 u. a. die Aufgabe, Beschwerden über einzelne Zeitungen, Zeitschriften oder Pressedienste und journalistisch-redaktionelle Telemedien der Presse sowie sonstige Telemedien mit journalistisch-redaktionellen Inhalten außerhalb des Rundfunks zu prüfen. Da es sich bei der konkreten Seite jedoch nicht um ein Medium der Presse handelt bzw. keine Verbindung zu einem Presseverlag erkennbar ist, können wir gegen diesen Beitrag kein Beschwerdeverfahren einleiten. Hierfür bitten wir um Verständnis.

    Bei Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sylwia Swierczynska

    Koordination Beschwerden

    DEUTSCHER PRESSERAT

    Hausanschrift: Fritschestraße 27-28, 10585 Berlin

    Postanschrift: Postfach 10 05 49, 10565 Berlin

    Tel.: 030/367007-18

    Fax: 030/367007-20

    E-Mail: swierczynska@presserat.de

    Betreff: Artikel
    “Israel vergast Genossin“

    Ausgabe
    LINKE ZEITUNG

    Internetseite
    http://www.linkezeitung.de/cms/index.php

    Datum der Veröffentlichung
    02.01.2011

    Begründung
    Sehr geehrte Damen und Herren,

    seit Jahren verfolge ich die unausgewogene, teils schon antisemitische Berichterstattung über Israel. Diesmal aber habe ich mich entschlossen, zu reagieren.

    Die Linke Zeitung schreibt:

    1. Januar 2011: Beisetzung unserer mutigen Genossin Jawaher Abu Rahmah. Die friedlich demonstrierende 36-jährige Genossin ist am israelischen Giftgas erstickt. Ärzte in Ramallah kämpften die ganze Nacht vom 31. 12. zum 1.1.2011 um ihr Leben, doch in den Morgenstunden war es zu spät.

    Und wieder ein Glanzstück in Sachen palästinensische Propaganda und wie es antiisraelische Medien in Deutschland bereitwillig schlucken.

    Tatsache ist aber:

    1. Der medizinische Bericht aus dem Krankenhaus in Ramallah war sehr mysteriös: Die Patientin trifft im Krankenhaus um 15:20 ein, aber schon um 14:45 wird sie untersucht – Zaubereien, die es wohl nur in palästinensischen Krankenhauesern gibt und sehr an die Mohammed Al-Dura Lüge erinnern.

    2. Im Bericht wurde verheimlicht, dass Frau Abu Rahmah in letzter im gleichen Krankenhaus behandelt wurde.

    3. Ihr wurde als Behandlung eine hohe Dosis von Medikamenten verabreicht, die man gegen eine Vergiftung, eine Dogenüberdosis oder Leukämie einsetzt. Der 10. israelische Kanal, der zweite Fernsehkanal und Arutz 7 berichten übereinstimmend, dass die Frau an Blutkrebs litt, bereits vorher 10 Tage lang im gleichen Krankenhaus behandelt wurde und jetzt daran verstarb.

    4. Der Arzt konnte die Todesursache nicht feststellen, die Leiche wurde beschleunigt bestattet, eine Obduktion wurde nicht unternommen.

    5. Frau Rahmah konnte auf keinen der vielen Pressefotos der rituellen all-freitäglichen Bilindemonstration identifiziert werden und man geht bei der israelischen Armee davon aus, dass sie überhaupt nicht an der besagten Demonstration teilgenommen hatte, auf der sie angeblich an israelischen Tränengas erstickte – oder wie es die Linke Zeitung so ‘nett’ nannte: “israelisches Giftgas“.

    Diese Formulierung hat schon mehr als “Geschmäckle” und verstösst ganz klar gegen die Richtlinien einer dem Pressekodex zu entnehmenden fairen Berichterstattung, die da lautet:

    ·Achtung vor der Wahrheit und Wahrung der Menschenwürde
    ·Gründliche und faire Recherche
    ·Klare Trennung von redaktionellem Text und Anzeigen
    ·Achtung von Privatleben und Intimsphäre
    ·Vermeidung unangemessen sensationeller Darstellung von Gewalt u. Brutalität

    Ich möchte Sie bitten, diesbezüglich diese Zeitung abzumahnen.

    Aber ich habe auch Anzeige wegen Volksverhetzung gestellt, also erst einmal abwarten.

  19. jerry says:

    warte mal ab, wenn Obama in 2012 wiedergewählt wird, kriegen wir auch Taliban & AlQaida Flaggen in Washington

  20. Orgetorix says:

    Habt ihr noch nicht gemerkt, dass in Aegypten ein veritabler Buergerkrieg im Anzug ist. Bei Jesaja, Kapitel 19, Vers 1 – 18 kann man das nachlesen. Es ist so quasi eine Vorbedingung, dass danach der grosse Psalm 83-Krieg starten kann.

    Wer’s nicht glaubt, wird es ja dann spaeter selbst erfahren.

  21. jerry says:

    seh ich genauso !

  22. Zahal says:

    Mubarak ist schon am Ende:

    „Damit hat die ägyptische Armee dem Mubarak-Regime das Todesurteil gesprochen: Eine Diktatur, deren Armee nicht bereit ist, einem Volksaufstand mit Gewalt zu begegnen, ist am Ende! Da für die ägyptischen Streitkräfte eine Tiananmen-Lösung außer Betracht bleibt und sie sich den Forderungen des Aufstands sogar anschließt, steht jetzt nicht mehr Masse gegen Macht, sondern Masse gegen Nichts.“

    http://korrektheiten.com/2011/01/31/mubarak-regime-am-ende/

    Obama hat kläglich versagt…..

  23. jerry says:

    Obama hat kläglich versagt…..

    im Sinne von Soros & Allah

    hat er das getan was in seiner kommunistischen-islamistischen Agenda steht, nicht mehr und nicht weniger

  24. Antifo says:

    @Zahal
    Abwarten. Man kann die Forderungen der Demonstranten als legitim bezeichnen, ohne das Schicksal Ägyptens in die Hände elBaradeis zu legen. Wenn die besonneneren Kräfte bei dem von Omar Suleiman angekündigten Dialog mitmachen, dann wird es zu einem geordneten Übergang zu einem Mehrparteiensystem kommen. Das liegt im besten Interesse der Armee, weil sie so ihre Stellung in Ägypten bewahren kann. Kommt es dagegen zu einer Revolution (d.h. einem neuen System, das durch einen echten Bruch mit dem jetztigen System entsteht), dann steht die Armee viel schlechter da.

  25. If the Muslim Brotherhood Takes Over, IDF Will Face Formidable Enemy – Yaakov Katz
    If the Muslim Brotherhood grabs the reins in Egypt, Israel will face an enemy with one of the largest and strongest militaries around, built on some of the most advanced American-made platforms. At the moment, assessments in Israeli intelligence circles are that Mubarak will survive. The demonstrations throughout Egypt, while large and growing, do not have an organized leadership behind them.
    Israel’s concerns are not isolated to Egypt. One former senior Mossad official said on Saturday that Israel needed to be more concerned with a potential revolution in Jordan. “In Egypt, Israel has the Sinai as a major buffer zone,” the official said. “This is not the case in Jordan, where there is a massive Palestinian population that could directly threaten Israel through the West Bank.” (Jerusalem Post)

    http://www.jpost.com/Defense/Article.aspx?id=205797

  26. Weil nach ‘schlecht’ nicht zwingend ‘gut’ kommen muss, sondern auch ‘schlechter’, ‘am schlechtesten’, ‘moerderisch’ und ‘grausam’ kommen kann, wie man im Iran sah.

    Mich wundert in diesem Zusammenhang sowieso kaum noch, dass man die Niederschlagung der persischen (!) Demokratiebewegung fast im Vorbeigehen wahrnahm und schnell zur Tagesordnung übergeht, wenn man das mit der Situation heute im Magheb vergleicht.

    Aber die Deutschen (und Europäer) legen sich halt ungern mit Mullahs an, weil die Wirtschaftsbeziehungen zu Teheran trotz Sanktiönchen immer noch glänzend sind.

    Sehr guter Beitrag, Ulrich!

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